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Das Soziale an Social Trading

Social Trading

Social Trading ist noch eine recht neue Anlageform. Immer mal wieder hört man in den Medien Berichte über die Funktionsweise von Social Trading. In den meisten Fällen werden Vor- und Nachteile abgewogen, um am am Ende ein Fazit für oder gegen Social Trading festhalten zu können. Ich habe selbst schon eine kritische Betrachtung der Social Trading Plattform Wkifolio verfasst. Doch was genau am Social Trading ist eigentlich sozial?

Informationen von allen für alle

Begibt man sich auf die Suche nach einer Definition des Begriffes „Wiki“ stößt man sinngemäß auf eine Beschreibung wie diese:

Zitat: „Sammlung von Informationen und Beiträgen im Internet zu einem bestimmten Thema, die von den Nutzern selbst bearbeitet werden können.

Ähnlich wie bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia ist dieser Grundgedanke auch die Basis für Social Trading Plattformen wie Wikifolio. Auch dort werden Informationen von angemeldeten Usern für angemeldete User bereit gestellt. Im besten Fall profitieren beide Seiten hiervon.

Unberechtigte Kritik?

Es kommt immer mal wieder vor, dass Wikifolio Zertifikaten zugrunde liegende Handlungsideen starker Kritik ausgesetzt sind. Häufig sind Kritiker erbost über offensichtliche Kopien anderer Aktionäre. Ein erfolgreicher Investor veröffentlicht zum Beispiel seine Trades im Internet. Ein aufmerksamer Leser kopiert die Idee und gestaltet daraus ein Wikifolio-Zertifikat. Das bekannteste Beispiel auf der Wikifolio Plattform ist die Kopie des erfolgreichen aber nicht investierbaren Wikifolios von Einstein. Im weitesten Sinne sind alle Levermann Wikifolios ebenfalls nichts anderes als eine Kopie einer Handlungsidee einer erfolgreichen Fonds-Managerin. Ist diese Kritik nun unberechtigt? Ich denke nicht, doch die Kritik sollte eher an das System gerichtet werden, als an die User derselben. Ich teile deren Meinung jedoch nicht!

Warum Kopien von Handlungsideen gut für uns sind

Um dieser Aussage nachzugehen, verweise ich auf eine Antwort, die Einstein in unserem Interview zu seinen Nachahmern gegeben hat.

„Die Idee von 2Stein finde ich gut. Er ist in die Lücke gesprungen und hat die mögliche Nachfrage im Markt bedient. Ich werde auch von anderen kopiert, Aktienhandel besteht aus copy und paste. Das beobachtet man sehr häufig bei den großen Börsenzeitschriften, gehört aber zum Geschäft. 2Stein würde ich gerne mal persönlich kennenlernen, vielleicht ergibt sich hier ja was auf der nächsten Invest Messe in Stuttgart oder bei einer Podiumsdiskussion bei Wikifolio.“

Helft euch gegenseitig

Durch Social Trading haben wir die Möglchkeit uns gegenseitig mit den besten Ideen zu unterstützen, voneinander zu lernen und am Ende davon zu profitieren. Im Prinzip funktioniert Social Trading nach dem gleichen Muster wie die Online Enzyklopädie Wikipedia. Auch dort werden Informationen von Nutzern für Nutzer bereit gestellt. In den seltensten Fällen wird die Plattform Wikipedia aufgrund dieses sozialen Charakters kritisiert. Wikifolio jedoch schon. Da wird manchmal mit zweierlei Maß gemessen. Zwar geht es bei der einen Plattform um Informationen und auf der anderen unter Umständen um Geld, jedoch wird keiner gezwungen ein Angebot anzuehmen,

Nur ein Angebot

Wikifolio Depot-Manager liefern im Grunde genommen lediglich ein Angebot. Jeder potentielle Käufer kann sich aufgrund der Transparenz selbst ein Bild davon machen, ob er eine Investition für lohnenswert hält oder eben nicht. So viel Eigeninitiative und Mündigkeit sollte man deutschen Anlegern zumuten. Kommt ein Interessent zu dem Schluss aufgrund überwiegender Nachteile nicht investieren zu wollen, so ist das seine persönliche Abwägung. Diese sollte genauso akzeptiert werden wie die Entscheidung in Social Trading zu investieren oder sogar Social Trading Depots zu veröffentlichen und anzubieten.

Der Lerneffekt

Den Lerneffekt sehe ich aus zwei Perspektiven. Zunächst sind immer noch weniger als 15% aller deutschen an der Börse aktiv. Trotz Niedrigzinsen und riesigem Sparvolumen wird Börse meist eher verteufelt. Leider wird sie zu selten als echte Alternative zur seriösen Geldanlage angesehen. Social Trading kann den Zugang und den Umgang mit Börse vereinfachen und verständlicher machen. Man kann Social Trading Anbieter wie Wikifolio als Übungsplattformen ansehen. Es ist möglich Musterdepots nach verschiedenen Handlungsstrategien zu eröffnen und anderen Usern dabei transparent über die Schulter zu schauen. Hat man genügen Erfahrung gesammelt und fühlt sich sicher, können die ersten Investitionen folgen.

Wie steht ihr zum Thema Social Trading? Gehört ihr zu der Fraktion, die Social Trading als Übungsplattform und moderne, transparente Anlagealternative gut finden? Oder betrachtet ihr das eher argwöhnisch und fühlt euch eher als Kritiker?
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