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Wie sich Ruhestandsinvestitionen für alleinstehende Frauen unterscheiden

Gastbeitrag von Gabi Weigl (Mehr zu ihrer Person am Ende des Artikels)

Wie sich Ruhestandsinvestitionen für alleinstehende Frauen unterscheiden

Das Nachdenken darüber ist nichts, was uns Spaß machen würde, aber es bleibt eine Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass wir unsere goldenen Jahre als alleinstehende Frau beginnen. Gemäß dem Statistischen Bundesamt leben Frauen ab 65 Jahren doppelt so häufig allein wie gleichaltrige Männer. Ob es uns also gefällt oder nicht, müssen die Damen sicherstellen, dass Sie darauf vorbereitet sind allein in den Ruhestand zu treten.

Das bedeutet fleißig sparen, beim Investieren ein diversifiziertes Portfolio zu unterhalten und einen Notfallfonds zur Hand zu haben, voll ausgestattet und einsatzbereit. Alleinstehende Rentner können einer Reihe verschiedener Hürden begegnen, die beseitigt werden müssen, um ein stabiles und solides Fundament für den Ruhestand zu schaffen, den wir uns wünschen.

Wie sieht der Plan aus?

Ältere Frauen in Deutschland sind stärker armutsgefährdet und von materieller Entbehrung betroffen, als Ihre männlichen Pendants. Deine Ruhestandsjahre könnten eine Zeitspanne von 20 bis 30 Jahren, oder mehr, umfassen. Du musst darauf vorbereitet sein.

Führe eine kritische Bewertung deiner finanziellen Ressourcen durch. Dies hilft Dir genau festzulegen, wie lange Du arbeiten musst, ob deine derzeitige Arbeit genug Einkommen für deine Ruhestandspläne schafft und ob Du Veränderungen deines derzeitigen Lebensstils in Erwägung ziehen solltest. Vielleicht müssest Du deine Lebenshaltungskosten jetzt einschränken, damit Du deine Ruhestandsjahre besser fördern kannst.




Du solltest ebenfalls einen Berater in Erwägung ziehen, der Dir bei Investitions- und Finanzentscheidungen zur Seite steht. Du solltest verschiedene Typen von Rentenberatern überprüfen, um einen ausfindig zu machen, der sich in Bereichen spezialisiert, der deinen Bedürfnissen entspricht. Sei Dir darüber im Klaren, dass diese Berater mit an Bord zu holen bedeutet Gebühren für die Geldverwaltung auf sich zu nehmen, für die Du verantwortlich sein wirst. Ein Berater mit Referenzen, die seine Expertise hinsichtlich der Rentenplanung belegen, wird das Geld jedoch wert sein.

Wie es mit der Sozialversicherung aussieht

Viele Frauen werden sich mit der Sozialversicherung als oberster Einnahmequelle Ihres Ruhestandseinkommens wiederfinden. Wenn das der Großteil Deines Renteneinkommens ist, solltest Du dies bestmöglich nutzen. Für die meisten alleinstehenden Frauen, ist ein Aufschub des Beginns Ihrer Sozialleistungen in der Regel vorteilhaft. Jedes Jahr des Aufschubs Deiner Leistungen, lässt den Betrag, den Du als Einkommen beziehen würdest, für jedes Jahr des Aufschubs ansteigen.

Mit Rentenersparnissen Einkommen generieren

Du kannst deine Riester-Rente oder Deine bAV-Mittel als Möglichkeit nutzen Einkommen zu generieren, wobei jedes dieser Vorhaben seine Vor- und Nachteile besitzt. Sprich mit mit einem professionellen Investitionsberater, der Dir hilft zu bestimmen, ob Dein Renteneinkommen dazu genutzt werden kann ein Renteneinkommen zu generieren, dass Deinen Umständen entspricht.

Kümmer Dich um Dich selbst

Auch wenn Du geplant hattest Deine goldenen Jahre mit jemand Besonderen zu teilen, der sich um Dich und Deine Interessen kümmert, spielt sich das Leben nicht immer so ab. Du kannst den Eintritt in Deine goldenen Jahre als alleinstehende Frau bewältigen. Das heißt Du müssest auf sich selber zählen, was eine angemessene Gesundheitsversorgung betrifft.

Wenn Du dich jetzt um dich selbst kümmerst, wirst Du unter weniger körperlichen Beschwerden leiden, wenn Du älter wirst. Niemand möchte mit potenziell invalidisierenden und teuren Krankheiten konfrontiert werden. Wenn Du jetzt die richtigen Schritte unternimmst, wie gesunde Ernährung und Bewegung, könnte sich das später im Leben großartig auszahlen. Es wird auch den Betrag Deines Rentenbudgets verringern, der in Deine Gesundheitsversorgung fließt.

Über die Gastautorin

Ich bin Gabi und bin eine Freiberufliche Schreiberin und Redakteurin. Ich schreibe seit etwas über 10 Jahren unter anderem über Finanzen, Beauty ,Fashion & Lifestyle Themen. Wenn Ich nicht schreibe verreise Ich sehr gerne und genieße die Zeit mit meinen Hund.Des weiteren setze ich mich auch aktiv für diverse Tierschutz Organisationen ein.

Altersarmut und Niedrigrente? Nein danke!

Altersarmut und Niedrigrente

In den Medien kommt man aktuell nicht um das Thema Altersarmut herum. Bis zum Jahre 2030 soll jede zweite Rentnerin und jeder zweite Rentner an der Armutsgrenze leben und staatliche Hilfe zur Finanzierung des Lebensabends benötigen.

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Die Rentenproblematik

Die Rentenproblematik ist absolut real und super gefährlich, doch müssen wir die Zahl von“50%“ etwas relativieren. Abgesehen davon, dass dieses Thema von unserer Regierung immer wieder zum Einfangen von Wählerstimmen bemüht wird, muss man bedenken, dass hiermit nur die gesetzliche Rentenversicherung gemeint ist. Nicht mit eingerechnet wurden mögliche private und betriebliche Rentenvorsorge. Außerdem ist man bei der Berechnung von den jetzigen Einkommen ausgegangen. Die für die Rente relevanten Einkommen liegen im Jahr 2030 wahrscheinlich höher. Außerdem wurden auch Ehepaare als Einzelpersonen betrachtet.

Trotz der Relativierung bleiben die Rentensituation und die Altersarmut hoch problematisch, denn wer will schon 40-45 Jahre arbeiten und im Alter von Sozialhilfe leben. Das fühlt sich nicht nur wahnsinnig ungerecht an, es verhindert auch die besonders im Alter wichtige Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben.

Das Finanzsystem für sich nutzen

Also was kann man tun, um nicht in die Altersarmut zu rutschen? Im Prinzip sollte man unser Finanzsystem genauso ausnutzen wie es unsere wohlhabenden Mitbürger tun. Zwar kann man das mit geringen finanziellen Möglichkeiten nicht im gleichen Umfang und auch nicht mit der gleichen Produktpalette, jedoch gibt es mittlerweile mannigfaltige Angebote sein Geld zu investieren.

Eine konkrete Möglichkeit zur Vorsorge vor Altersarmut wäre zum Beispiel ein ETF-Sparplan. Bei meiner Bank kann ich ab einem Betrag von 25 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan investieren. Dabei hat man ein hohes Maß an Flexibilität, denn man kann die Sparrate monatlich erhöhen, herab – oder sogar aussetzen. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist im Prinzip ein Fonds, jedoch keiner der gemanagt werden muss. Hinter einem klassischen Fonds steckt ein Finanzexperte, welcher jedoch nicht unbedingt gut sein muss. Außerdem verlangt er durch das aktive Verwalten des Fonds Gebühren.

Der ETF-Sparplan

Ein ETF-Sparplan ist gekoppelt an einen Markt. Zum Beispiel an alle Dax- oder DowJones-Werte. Dieser Fonds funktioniert ohne Manager und Personalkosten, denn er steigt und fällt in etwa wie der Markt. Möchte man in einen ETF-Sparplan investieren, sollte man langfristig denken, da Investitionen über 15 Jahre und darüber hinaus noch niemals ein Verlustgeschäft eingebracht haben. Dieser Charakter passt auf jeden Fall zur Altersvorsorge, denn sie soll frühzeitig beginnen und langfristig sein. Gegen Ende der Laufzeit und kurz vor der Rente kann über eine Umschichtung in sichere Geldanlagen nachgedacht werden, da man kurzfristig eben auch mit Kursschwankungen rechnen muss.

 

Ein Rechenbeispiel

Angestelle X beginnt ihre berufliche Karriere im Alter von 20 Jahren. Sie verdient den Mindestlohn von 8,50 Euro. Nach aktuellen Berechnungen muss man über 45 Jahre 11,50 Euro bei voller Stelle in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben, um zum Eintritt des Rentenalters nicht vom Existenzminimum zu leben. Wenn Angestellte X diese 45 Jahre in einen ETF-Sparplan z.B. in den Weltaktienindex investieren würde, dann könnte sie bei einem monatlichen Sparbetrag von 25 Euro in diesen 45 Jahren nach Abzug von Steuern und Gebühren eine Summe von fast 100 000 Euro ansparen. Die Grundlage hierfür ist die durchschnittliche Rendite des Weltaktienindex der letzten 15 Jahre. Denn dies sollte der Mindestzeitraum einer langfristig angelegten Altersvorsorge sein. 25 Euro im Monat kann fast jeder fürs Alter beiseite legen und durch die hohe Flexibilität, kann man den Plan im Notfall einige Monate aussetzen.