Schlagwort-Archive: Finanzielle Freiheit

Leistungsgesellschaft und Selbstverantwortung

Leistungsgesellschaft und Selbstverantwortung

Es ist eine der ersten Fragen eines typischen Small Talks. Was machst du eigentlich beruflich?  Wir Deutschen sind Weltmeister darin uns über Lohnarbeit zu definieren. Als würde die Art und Weise wie wir unser Leben finanzieren unser Leben beschreiben können. Wir definieren uns nicht nur über die Funktion in unserer Gesellschaft, sondern tragen unsere Erfolge gerne nach außen. Wir kaufen uns ein tolles Auto oder ein modernes Haus. Das Materielle soll ein glückliches und erfolgreiches Leben repräsentieren. Manche von uns hängen sich Urkunden, Doktortitel, Auszeichnungen oder sonstige Zertfikate an die Wand.  Wir verbringen 40 oder mehr Stunden in der Woche mit Lohnarbeit. Doch Leistung ist nicht gleich Lohnarbeit!

Was ist denn hier los?

2017 ist Wahljahr. Alle vier Jahre diskutieren Spitzenkandidaten auf Marktplätzen, in Bierzelten und Talkshows über die wichtigsten politischen Themen. Einwanderung, Soziale Gerechtigkeit, Innere Sicherheit, Außenpolitik und die Rente. Ein beliebtes Argument: Wer 40 Jahre gearbeitet hat, sollte den Lebensabend nicht mit einer Mindestversorgung erleben müssen. In diesem Fall gehen wir jedoch davon aus, dass Leistung alleine an der Zeit bzw. an der verrichteten Arbeit bemessen wird. Es sollte jedoch eine Variable berücksichtigt werden. Von großer Bedeutung ist der Ertrag der Leistung, die innerhalb einer bestimmten Zeit erbracht wurde.

Wie ist das gemeint?

Stell dir ein mittelalterliches Dorf vor. Ein Bauer ist für die Wasserversorgung der Gärten zwecks Selbstversorgung zuständig. 40 Jahre lang läuft er jeden Tag 12 Stunden zum Brunnen und zurück, um die notwendige Wassermenge in seine Eimer zu schöpfen. Sein Nachfolger schaut sich den Ertrag der Leistung in dieser Zeitspanne an. Er setzt sich an einen Tisch und skizziert ein Grabensystem. In den nächsten Wochen hebt er Gräben aus und leitet die Kanäle zu allen Gärten im Dorf weiter. Das Wasser fließt nun automatisch zu den übrigen Bauern. Ein Mal am Tag überprüft der Bauer sein System. Die restliche gewonnene Zeit nutzt er, um anderen Tätigkeiten nachzugehen. Er hat den selben Ertrag erbracht wie sein Vorgänger und zwar in einem Bruchteil der Zeit.

Eine Chance!

Im ersten Moment hört sich diese Herangehensweise gegenüber den hart arbeitenden Menschen in der Republik vielleicht vorwurfsvoll an. Es geht jedoch nicht um Vorwürfe, sondern um Selbstverantwortung. Wenn wir selbst verantwortlich sind für unsere aktuelle finanzielle Situation, dann haben wir es auch in der eigenen Hand, diese zu ändern. Insbesondere erfolgreiche Menschen suchen die Schuld nicht im Außen, sondern schreiben sich Versagen auf die eigene Fahne. Das ist keine Schande, sondern sehr hilfreich.

Mit Selbstverantwortung zu mehr Ertrag

Der eine oder andere ist nach dem letzten Abschnitt vielleicht empört und denkt womöglich über seine schwierigen Umstände nach wie zum Beispiel:“mein Chef verweigert mir eine Beförderung“, „meine Frau und meine Kinder fordern mich zu sehr“, „ich bin krank, es geht eben nicht mehr“ etc.. Wenn deine Lebensumstände dich zu viel Energie kosten, das ist es eben genauso wie es ist. Niemand ist hierfür verantwortlich außer dir selbst. Der einzige, der diese Situation ändern kann bist du selbst. Mit Schicksalen hadern macht keinen Sinn und hilft niemandem weiter, schon gar nicht dir. Es steht außer Frage, dass du es im Falle einer Krankheit oder durch einen Schicksalsschlag wesentlich schwerer hast. Doch du wirst dir selbst nicht helfen können wenn du dich mit anderen Menschen vergleichst, die es leichter haben oder dem Schicksal die Schuld gibst.

Die junge Generation

Insbesondere für die junge Generation ist das unheimlich wichtig. Je früher man lernt, für die eigenen Finanzen selbst verantwortlich zu sein und niemanden außer sich selbst hierfür zur Rechenschaft zu ziehen, desto besser. Hierdurch bleibt man handlungsfähig und offen für Veränderungen und Neues. Beginne früh zu investieren, in dich selbst, in deine Umgebung, in deine Bildung und dein Vermögen.

Die Eigenverantwortung übernehmen

Es ist unheimlich leicht anderen Menschen für die eigenen Umstände verantwortlich zu machen. Nirgends wird dies deutlicher als in gescheiterten Beziehungen. Der verlassene Mann beschimpft seine Ex-Frau, die mit dem Tauchlehrer durchgebrannt ist und beschuldigt sie für sein Unglück und seinen finanziellen Ruin verantwortlich zu sein. Er fühlt sich wie ein Zahlvater, der als Unterhaltssklave in der Lohnarbeit fest steckt. Die verlassene Frau beschimpft ihren Ex-Mann, weil dieser eine Affäre mit einer Krankenpflegerin begann. Sie fühlt sich als Opfer, denn sie hat für die Kinder die Karriere hin geschmissen und findet keinen Anschluss im Beruf. Beide verstehen nicht, dass die jetzige Lebenssituation durch eine Summe eigener Entscheidungen hervorgerufen wurde und sie selbst für die jetzige Lebenslage die Verantwortung tragen.

Zurück zur Lohnarbeit

Meistens entscheiden wir in jungen Jahren über unsere berufliche Zukunft. Uns ist nur in einem gewissen Maße bewusst, welche Konsequenzen die Berufswahl für unser weiteres Leben hat. In der Mitte des Lebens bemerken wir dann vielleicht, dass die Bezahlung der gewählten Profession kaum reicht, um Miete, Transport oder Freizeit zu finanzieren. Wir glauben von unserer Lohnarbeit abhängig zu sein, bzw. geben den Umständen die Schuld. Doch unser finanzielles Glück hängt nicht nur von der Lohnarbeit ab. Wir können unser Leistung auch in anderen Bereichen erbringen und uns ein Stück von der Lohnarbeit lösen.

Schritt für Schritt mehr finanzielle Freiheit

Ähnlich wie der Bauer das Bewässerungssystem des Vorgängers bewertete und änderte, kannst du auch dein ganz persönliches Finanzsystem zu deinen Gunsten umwandeln. Das kann einige oder auch viele Jahre dauern bis du davon profitieren wirst, aber wenn du nicht beginnst, dann wird es auch niemals dazu kommen. Zunächst benötigst du einen Überblick über deine Finanzen, also Einnahmen und Ausgaben. Dann kannst du die Ausgaben überprüfen und dich dafür entscheiden weniger, aber bewusster zu konsumieren. Dann geht es darum zu überprüfen, ob du Möglichkeiten hast, deine Einnahmen zu erhöhen.

Der Sinn von Investitionen

Als ich den Blog begann und im Netz nach Tipps im Bereich Finanzen recherchierte, entdeckte ich viele Angebote, die es angeblich ermöglichen, innerhalb kürzester Zeit viel Geld mit wenig Arbeit zu verdienen. Das ist in 99,9% aller Fälle nicht machbar Im Gegenteil, wenn du heute etwas investierst bedeutet dies, dass du im Hier und Jetzt auf etwas verzichtest, um später hiervon zu profitieren. Wenn du dir heute deine erste Aktie kaufst, dann verzichtest du auch ab heute auf dieses Geld. In 10 Jahren jedoch wirst du aber womöglich ein Vielfaches zurück bekommen und dir ein Stückchen finanzielle Freiheit erschaffen haben. Auch jährliche Dividenden schaffen dir ein Stück finanzielle Freiheit.

Du und das Geld

Wenn du das Gefühl hast neben Beruf und Familie immer noch Energie zu haben, dann beginne mit einer Investition in dich selbst. Schaue nach Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb deiner Profession. Nutze deine Erfahrung und dein Wissen zu einem Hobby und mache es profitabel. Du angelst gerne? Dann denke über einen Angelladen nach. Du spielst Tennis? Dann beginne einen Trainerschein! Du bist ein Mathegenie? Dann gib Nachhilfe!

Bestätige dich nicht durch Materielles

Wenn man 40 oder mehr Stunden der Woche arbeitet, dann möchte man sich selbst auch belohnen. Da man so viel Zeit mit Arbeit verbringt, will man in der Regel das damit verdiente Geld wieder ausgeben. Denn schließlich hat man für dieses Geld seit vielen Jahren malocht. Also wird das neue Iphone bestellt oder der nächste Urlaub gebucht. Anstatt in diese Konsumfalle zu tappen, solltest du diese Geld zur Seite legen, denn es ist dein Kapital und lässt sich mit Geduld vermehren! Kaufe dir lieber Aktien von Apple oder Ryan Air, als dir durch kurzfristigen Konsum temporäres Glück zu kaufen.

Investitionsansätze

Zum Schluss noch einige Allgemeine Tipps zum Thema Geldvermehrung  durch Leistung ohne Lohnarbeit. Schließlich befindest du dich hier auf den Seiten eines Finanzblogs. Daher verlinke ich dir einige Artikel zu den Themen Investieren, Sparen und Vermögensaufbau.

Wenn du möglichst wenig Arbeit mit dem Investieren haben möchtest, dann investiere passiv in ETFs. Hier findest du eine mögliche Strategie.

Hier findest du allgemeine Tipps zum Vermögensaufbau.

Über Social Trading Plattformen wie Wikifolio kannst du mit anderen gemeinsam deine Performance erhöhen. Hier findest du Informationen zu diesem Thema.

Wenn du das Risiko nicht scheust und in einen Wachstumsmarkt investieren möchtest, dann informiere dich hier über Kryptowährungen.

Ganz klassisch in Einzelaktien zu investieren ist immer eine gute Idee. Hier findest du eine mögliche Vorgehensweise, um rentable Aktienwerte zu finden.

Um von der gesamten Finanzblog-Community und der Kompetenz der besten Finanzblogger im deutschsprachigen Raum zu lernen, schaue hier vorbei.

Hast du es geschafft Einkommen ohne Lohnarbeit zu erreichen? Berichte uns gerne in den Kommentaren davon!

 

 

Minimalistisch Leben für die Rendite?

Alles für die Rendite

Lohnt es sich minimalistisch zu Leben für die Rendite? Ein Europäer besitzt heutzutage im Durchschnitt 10 000 Dinge. Vor 100 Jahren besaß eine Familie im Schnitt etwa 180 Gegenstände.  Doch leben wir deswegen heute besser, glücklicher und zufriedener? Diese Frage lässt sich schwer beantworten und ist höchst individuell. Alle Dinge, die wir besitzen, sind verbunden mit einem bestimmten Bedürfnis. So erhoffen wir uns bewusst oder unterbewusst Anerkennung beim Kauf von Konsumgütern. Hinter diesen Bedürfnissen stecken Gefühle. Das könnte die Freude darüber sein, dass jemand unseren veränderten Look toll findet und somit das Bedürfnis der Anerkennung stillt. Oder wir fühlen uns gut, weil wir uns einen Fernseher auf dem neuesten Stand der Technik gekauft haben.

Haben sich die Bedürfnisse geändert?

Wohl kaum! Lediglich die Optionen diese zu erlangen haben sich vervielfacht. Vieles davon ist durch unsere Kultur und Sozialisation vorgegeben. Wäre es früher noch in Ordnung gewesen sich ein Mal in der Woche zu waschen, dürfte das heute schon schwieriger werden. Daher benötigt jeder Mensch schon mal wesentlich mehr Hygienartikel und besitzt somit auch mehr Gegenstände als früher. Auch bei anderen Konsumgütern wie Kleidung, Transport oder Immobilien gibt es gewisse Maßstäbe, die man nicht unterschreiten möchte, weil man dazu gehören will.




Wie viel ist genug?

Doch wo zieht man für sich die Grenze?  Ab welchem Qualitätsstandard deines Konsums fühlst du dich  von deiner Umgebung noch akzeptiert? Ich denke das ist eine sehr individuelle Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Interessant ist vor allem die Herangehensweise.

Bewusstsein schaffen

Zunächst braucht es ein Bewusstsein, welche unserer Käufe mit welchen Bedürfnissen zusammenhängen. Grundbedürfnisse müssen auf alle Fälle gestillt werden. Jeder Bürger gibt mit Sicherheit Geld für Wasser und Abwasser aus. Hier gibt es auch keine großartigen Qualitätsunterschiede. Bei anderen Grundbedürfnissen (z.B. Essen) kann man bereits sehr wohl über Qualitätsunterschiede nachdenken. Benötigt man tatsächlich eine Ceran-Kochplatte auf einer freistehenden Kochinsel, einen Kaffeevollautomaten und das teure Service? Hierüber darf man sich erlauben bewusst nachzudenken. Steigert die tolle Küche samt Inventar tatsächlich die Zufriedenheit oder bildet  man sich das nur ein? Höchst wahrscheinlich gehen die Meinungen hier auseinander. Das ist auch gut so, denn die Entscheidung ist eben sehr individuell.

Bewusst konsumieren

Wenn man sich darüber bewusst ist, welche Konsumgüter tatsächlich die eigene Lebensqualität steigern, kann man beginnen bewusst zu sparen. Vielleicht kommst du zu dem Schluss, dass der Kaffevollautomat für dich einfach jeden morgen ein Genuss und somit ein Pflichtkauf ist. Plötzlich bemerkst du an anderer Stelle jedoch, dass der Pulli, den du gestern gekauft hast, in keiner Weise deine Zufriedenheit verändert. Eventuell beginnst du Konsum mit anderen Augen zu sehen. Was kaufst du wirklich für dich? Was brauchst du und was brauchst du nicht? Welche Dinge erstehst du nur, um dir kurzfristig ein Glücksgefühl zu verschaffen?

Von allem das Beste

Sicherlich ist es schön einen Gegenstand von höchster Qualität zu besitzen. Doch wer kann sich das leisten bei etwa 10 000 Gegenständen? Möchtest du von allen Konsumgütern das beste haben, dann wird es sehr schwer werden mit (finanzieller) Freiheit. Es gibt zum Beispiel viele junge Familien, die ein schönes Haus mit Garten in einer guten Lage erstehen wollen. Meist werden zwei Autos benötigt, da beide berufstätig sind und die Kinder Hobbys pflegen. Weil das Platzangebot so lockt, ist der Erstwagen ein solider SUV aus deutscher Herstellung. Urlaub muss zwei Mal im Jahr sein, damit es mit der Erholung klappt. In der Zwischenzeit mäht der teure Rasenmäherroboter den Rasen, während die ebenfalls teure automatisierte Bewässerungsanlage die Pflanzen versorgt. Wenn diese Beispiel-Familie finanziell frei sein möchte, könnte das unter den gegebenen Voraussetzungen sehr schwierig werden. Denn es scheitert an zu hohen Ansprüchen.

Sobald man in der Lage ist bewusst zu konsumieren, schafft man sich Ressourcen in den Bereichen Geld und Zeit.

Gegenstände und Aufmerksamkeit

Besitzt ein Mensch 10 000 Dinge werden all diese Gegenstände früher oder später seine Aufmerksamkeit benötigen. Das fördert Stress, kann für Anspannung sorgen und hält ihn davon ab, seine Aufmerksamkeit auf wirklich wichtige Dinge zu lenken. Wenn du bewusst konsumierst, wirst du insgesamt weniger Dinge besitzen. Somit benötigen weniger Gegenstände deine Aufmerksamkeit und nicht selten setzt ein befreiendes Gefühl ein. Du kannst dir aussuchen wem oder was du deine Aufmerksamkeit widmest. Nebenbei  sparst du damit eine Menge Geld.

Ersparnisse investieren

Durch bewussten Konsum besitzt du nach einigen Jahren vielleicht nur die Hälfte der Gegenstände im Vergleich zu einem Durchschnittseuropäer. Für die andere Hälfte hast du kein Geld ausgegeben. Du lebst kein bisschen schlechter und bist nicht weniger zufrieden. Vielleicht fühlst du dich sogar freier. Die finanziellen Ressourcen kannst du nun eintauschen gegen Dinge, die dir wirklich wichtig sind. Du kannst an der Börse oder in Immobilien investieren, um finanziell immer freier zu werden und vom Zinseszinseffekt profitieren. Vielleicht möchtest du aber auch sofort weniger arbeiten und arbeitest von nun an nur noch Teilzeit. Ist das nicht ein geiler Gedanke? Letztendlich geht es gar nicht darum minimalistisch zu leben für die Rendite, sondern bewusst.

Wie stehst du zum Thema Konsum? Kannst du dich davon befreien oder willst du stets das neueste und beste? Mich würde eure Meinung sehr interessieren!

 

 

Langfristig denken

Das schnelle Geld

Um Vermögen aufzubauen, ist es meist notwendig, langfristig zu denken. Doch die Verlockung des schnellen Geldes ist sehr groß. Ihre Anziehungskraft hat schon so manchen potentiell vermögenden Menschen in den Ruin getrieben. Auch das Internet ist voll von großen Versprechungen bezüglich des schnellen Geldes. Und es gibt sie auch, die Millionäre, welche über risikoreiche Wetten oder Lottogewinne tatsächlich reich wurden. Doch stellen sie mit Sicherheit die Ausnahme dar.

Was ist Geld?

Um zu verstehen, wie Vermögen entsteht, ist es wichtig zu verstehen, was Geld eigentlich ist. Im Grunde genommen ist Geld nichts anderes als ein Gutschein auf der Basis eingefrorener Arbeit. Fünf Euro könnten zum Beispiel 20 Minuten deiner eingefrorenen Arbeit sein. Was mit diesem Schein passiert kannst du frei entscheiden. Wählst du eine Investition dieser 20 Euro zum Beispiel in einen ETF-Sparplan, dann entscheidest du dich im Prinzip dafür auf dieses Geld im hier und jetzt zu verzichten.



Eine Frage der Betrachtung

Betrachtest du Geld als eine Form eingefrorener Arbeit, wird deutlich, dass diese Arbeit zunächst verrichtet werden muss. Daher scheitern in aller Regel fast alle Versuche an das schnelle Geld zu kommen. An dieser Stelle könnte man die Frage stellen, warum Menschen es dennoch schaffen passives Einkommen zu beziehen? Das liegt an der Investition, die sie vorher getätigt haben. Geld, also eingefrorene Arbeit, bekommst du nur dann, wenn du für deine Umgebung einen gewissen Wert hast. Je höher dein Wert für deine Umgebung ist, desto mehr Geld wirst du verdienen können. Sollte dein Wert so hoch sein, dass Menschen dir das Geld quasi zur Haustür tragen, kannst du ein System installieren, welches dir passives Einkommen ermöglicht.

Beispiel Immobilien

Vielleicht möchtest du dein passives Einkommen durch Immobilien generieren. Daher musst du für deine potentiellen Mieter einen hohen Wert schaffen. Am aller besten denkst du gar nicht über Geld nach, sondern darüber, wie du den besten Wohnraum anbieten kannst. Um diesen anbieten zu können, braucht es zunächst Arbeit und Investitionen. Du brauchst Know-How und Eigenkapital, sowie Zeit. Du denkst also langfristig und wirst erst später die Früchte deiner Arbeit ernten könnten.

Beispiel Nebenjob

Menschen, die dem Hamsterrad entfliehen wollen, versuchen häufig einen Ausstieg über eine Nebentätigkeit. Sobald diese erfolgreich läuft, ist unter Umständen einen Selbstständigkeit in Vollzeit sinnvoll. Auch hier ist langfristiges Denken notwendig. Eine Yoga-Lehrerin hat wie der Immobilieninvestor zunächst Zeit und Geld investiert, bevor sie einen so hohen Wert besaß, dass Menschen bereit waren ihr Geld für ihre Dienstleistung zu geben. Je höher ihr Wert ist, desto mehr Geld wird sie potentiell verdienen können.

Weitere Beispiele

Selbst im privaten Bereich kann man langfristig investieren. Wenn du für die Kinder eines Freundes zum Beispiel kostenlos Nachhilfe gibst, dann erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass du etwas  hierfür zurück bekommst. Ganz nebenbei wertet das die Freundschaft auf. Auch beim Sport kommt Erfolg nur über langfristiges Denken. Der Aufbau einer Liebesbeziehung, das Erlernen eines Musikinstrumentes und das Großziehen der eigenen Kinder. Überall steckt langfristiges Denken drin.

Und an der Börse?

An der Börse ist die Versuchung des schnellen Geldes besonders hoch. Insbesondere die Börsenmedien verbreiten aus meiner Sicht manchmal verantwortungslos Informationen, die das schnelle Geld suggerieren. Das liegt auf der Hand. Welches Börsenmagazin möchte nur über passives Investieren mit Hilfe einer ETF-Strategie berichten? Das ist ja fürchterlich langweilig. An der Börse fließt über einen längeren Zeitraum das Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen. Wenn du es schaffst über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren geduldig zu investieren, wirst du am Ende stark profitieren.

Das Hier und Jetzt

Manchmal höre ich Aussagen wie „Ein schönes Auto ist doch ein Stück Lebensqualität“ oder „Man muss sich doch auch im Hier und Jetzt etwas gönnen und nicht auf jeden Cent schielen“.  Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden. Es geht vielmehr darum bewusst zu konsumieren und investieren. Wenn du zum Beispiel 150 Euro im Monat in einen Wertpapiersparplan investierst, heißt das nicht, dass du dir keinen Urlaub auf Mallorca mehr gönnen sollst. Ab einem gewissen Zeitpunkt, werden in der Vergangenheit getätigte Investitionen auch im Hier und Jetzt auftauchen.

Hast selbst über langfristige Investitionen Erfolge vorzuweisen? Oder kannst über schnelle Gewinne das Gegenteil belegen? Teile es uns in den Kommentaren mit!

Die 6 größten Börsen Vorurteile

Die 6 größten Börsen Vorurteile

Wahrscheinlich hat sich jeder Anleger schon diverse Börsen Vorurteile anhören müssen. Schlecht informierte Börsenlaiern erlauben sich auf der Basis von gefährlichem Halbwissen eine Meinung über eine Thematik, die sich nicht verstehen. Im folgenden Artikel habe ich die 6 größten Vorurteile von Menschen mit Börsenphobie zusammengefasst.




Man kann all sein Geld verlieren

Wenn ich Bekannten, Kollegen oder Freuden von meinen Börsenaktivitäten erzählte, dann sehe ich mich nicht selten mit einem Spruch konfrontiert wie diesem hier: „Tue was du nicht lassen kannst, wenn du mit dem Risiko leben kannst all deine Ersparnisse zu verlieren“. Ich weiß ja nicht nach welchen Maßstäben bei solch einer Argumentation gemessen wird. Jedoch ist es praktisch unmöglich all sein Geld an der Börse zu verlieren Sogar die Telekomanleger, die zu Beginn des Jahrtausends zu viel Geld für ein einziges, überteuertes Wertpapier ausgaben, haben mittlerweile ihre Verluste wieder ausgeglichen. Vorausgesetzt sie sind nicht ausgestiegen. Anleger, die grundsätzliches Börsenwissen (Diversifikation, kein Performance Chasing etc.) beachten, werden von ihren Investitionen auf lange Sicht auch profitieren.

Mein Nachbar hat riesige Verluste gemacht

Häufig sieht man sich auch folgender Argumentation ausgesetzt: „Ich kenne da einen, der hat sich Aktie xy gekauft und sein Geld verloren“. Diese Negativbeispiele schrecken schlecht informierte Menschen ab. Auf der einen Seite ist das verständlich. Auf der anderen Seite fahre ich immer noch gerne Auto, obwohl mein Nachbar beim Einparken Gas und Bremse verwechselt hat. Ich hoffe das Prinzip wird klar. Wenn jemand mit einer Aktie große Verluste gemacht hat? ist die Schlussfolgerung doch nicht zwangsläufig, dass Aktien gefährlich sind. Sondern, dass sich dieser bestimmte Anleger beim Aktienkauf vielleicht besonders dämlich angestellt hat.

Beim nächsten Crash ist alles futsch

Die Jahre 2000/2001, 2007/2008 und mit Abstrichen 2011 haben doch gezeigt, dass man bei der Börse unheimlich viel Geld verlieren kann. Wer im Jahre 2008 nur DAX-Investitionen im Depot hatte, musste womöglich einen Wertverlust von über 70% in Kauf nehmen. Anleger, die auf eine entsprechende Asset Allocation wert gelegt haben, erlitten dagegen vielleicht nur 30% Verlust. Bis zum Jahre 2017 sind diese Anleger jedoch fast ausschließlich in der Gewinnzone. Im 20. Jahrhundert gab es zwei Weltkriege, die Welt stand kurz vor einem Atomkrieg, es sind ganze Gesellschaftssysteme zerbrochen, es gab Terrorismus, Weltwirtschaftskrisen und Börsencrashs. Am Ende jedoch, stiegen die Kurse immer! An dieser Stelle ist es wichtig sich immer eine gewisse Cashquote bereit zu halten. Das ermöglicht es bei Börsencrashs zu Sonderangeboten Aktien zu kaufen.

Aktien kann ich mir nicht leisten

„Wenn ich das Geld hätte, dann würde ich auch Aktien kaufen“. Das ist ein weiteres häufig vorkommendes Argument. Es ist ein Irrglaube, dass nur wohlhabende Menschen von der Börse profitieren können. Im Gegenteil, denn die Börse kann uns auf lange Sicht die eigene Rente versüßen. Mittlerweile gibt es sparplanfähige ETFs, die ab 25 Euro im Monat (oder auch alle 2 Monate) investierbar sind. So kann jeder früher oder später vom Zinseszins profitieren.

Das Geschäft der Bösen

„Die Börse ist etwas für Verbrecher“ oder „An der Börse wird man nur abgezockt“ sind weitere beliebte Ausreden von Menschen mit  Börsenphobie. Es versteht sich von selbst, dass ein Fondsmanager einer Bank vor allem an der Provision des verkauften Produktes verdient und somit ein Interessenkonflikt mit dem Kunden existiert. Wenn ich als Anleger jedoch einen Indexfonds kopiere oder Dividendentitel kaufe, dann ist das weder böse, noch kann mir ein durchtriebener Banker meine Gewinne streitig machen.

Das Risiko ist mir zu hoch

Wer über einen Zeitraum von 15,3 Jahren in einen der größeren Indexfonds investiert hat, konnte noch nie kein Geld gewinnen. Um davon zu profitieren, muss ich das Risiko von Schwankungen ertragen können. Eine langfristige Strategie trägt nicht das Risiko Geld zu verlieren, sondern das Risiko Schwankungen auszuhalten. Je höher die angestrebte Rendite ist, desto höher ist das Risiko von Kursschwankungen. Auf lange Sicht jedoch, gewinnen Börsianer immer.

Welchen Börsen Vorurteilen seht ihr euch als Anleger von Menschen mit Börsenphobie ausgesetzt? Die oben ausgeführte Liste kann gerne von euch in den Kommentaren erweitert werden!

Investieren für die Kinder

Investieren für die Kinder

Durch Investieren für die Kinder können wir die nächste Generation tatkräftig unterstützen. Vor einigen Tagen habe ich ein Video zum Thema „1 Million Euro Depot mit 35 Jahren“ auf einem meiner favorisierten Youtube Kanäle „Aktien mit Kopf“ gesehen. Ein User schrieb einen sehr berührenden und informativen Kommentar:

Investieren für die Kinder weiterlesen