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Bitcoin Spaltung abgesagt – SegWit2x kommt vorerst nicht

Bitcoin Spaltung abgesagt

Die für Mitte November geplante Hard Fork wurde abgesagt. Mike Belshe, CEO von BitGo, verschiebt mit sofortiger Wirkung die Entwicklung von SegWit2x. Publiziert wurde die Absage per E-Mail:

“Es war immer unser Ziel ein reibungsloses Upgrade für Bitcoin zu schaffen. Auch wenn wir fest daran glauben, dass eine größere Block-Size notwendig ist, so glauben wir, dass eine Sache wichtiger ist: die Community zusammenzuhalten.

Unglücklicherweise haben wir für eine glatte Erhöhung der Block-Size nicht genügend Vertrauen in der Community aufgebaut. Diesen Pfad weiter zu verfolgen, könnte die Community spalten und Bitcoins Entwicklung umkehren. Das war niemals das Ziel von SegWit2x.”

Community und Vetrauen

Anscheinend hat das Skalierungsprojekt SegWit2x am Ende wohl schlicht und ergreifend nicht genügend Unterstützer in der Bitcoin-Community erhalten. Um die Gemeinde und das Wachstum von Bitcoin nicht zu gefährden, wurde die Reißleine gezogen.

Das Skalierungsproblem bleibt

Aufgrund der aktuellen Blockchaingröße ist das Bitcoin-Netzwerk überlastet. Die Folge sind steigende Transaktionskosten -und zeiten. Aufgeschoben ist in diesem Fall nur aufgehoben. Früher oder später wird es zwangsläufig eine erneute Spaltung geben müssen, um die technischen Limitierungen zu beheben.

Was bedeutet das für Bitcoin Anleger?

Für alle Anleger, die im Besitz von Bitcoin sind oder Aktien der Bitcoin Group halten, sind das keine schlechten Neuigkeiten. Ähnlich wie an der Börse im Allgemeinen scheuen Investoren Unsicherheiten. Vor Ereignissen wie dem Brexit oder der Wahl Trumps zum US-Präsident halten sich viele Börsianer eher bedeckt. Sobald eine unsichere Entscheidung vorerst geklärt scheint, trauen sich Anleger wieder Investitionen zu. Den gleichen Effekt könnte die Verschiebung der Absage für Bitcoin haben. Es wäre jedenfalls nicht verwunderlich, wenn die Kurse von Bitcoin und der Bitcoin Group nun weiter parallel steigen.

Wann kommt die nächste Hard Fork?

Diese Frage lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Es lässt sich jedoch mit Sicherheit festhalten, dass weitere Hard Forks kommen werden. Die Voraussetzungen hierfür sind tatsächliche technische Verbesserungen und die Unterstützung der meisten Miner und Core Developer.

Warum gab es in letzter Zeit so viele Hard Forks?

Die Anzahl der Hardforks hat mehrere Gründe. Zum Einen sind sie, wie oben bereits beschrieben eine technische Notwendigkeit. Zum Anderen jedoch, haben Hard Forks auch etwas mit dem Streben nach Macht zu tun. Der Bitcoin ist stark kontrolliert von Minern und Core Developern. Innerhalb dieser Gemeinde gibt es Leute, die gerne selbst ihre Position verbessern, bzw. ihr eigenes Projekt durchziehen wollen. Eine Bitcoin-Fork verspricht darüber hinaus eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit, als eine völlig neue Coin mit unbekannter Bezeichnung. Beispiele hierfür sind die letzten Spaltungen namens Bitcoin Cash und Bitcoin Gold. Ein weiterer Grund ist, dass das Bitcoin-Mining mit Grafikkarten aktuell eher unrentabel ist. Aus diesem Grund sind Miner und Grafikkartenherstseller immer offen für neue Projekte, die bei der Herstellung rentabler sind.

Sind Hard Forks eine Gefahr für dich als Anleger?

Meiner Meinung nach nein. Ein Bitcoin Investment an sich birgt gewisse Risiken. Man könnte Investitionen in Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen auch als High Risk Anlagen bezeichnen. Ohne das entsprechende Risiko, kann eben keine hohe Rendite erzielt werden. Sie sind zwei Seiten einer Medaille. Jedoch glaube ich, dass die Forks weder kurzfristig, noch langfristig eine Gefahr für dich als Anleger sind. Auf kurze Sicht springen Miner gerne auf neue Projekte auf, unterstützen diese aus eigenem wirtschaftlichen Interesse und es gibt weiterhin genügend Unterstützer für die Ursprungscoin. Im besten Fall verdoppelt sich durch die Spaltung sogar dein Bestand, wie das bei Bitcoin Cash der Fall gewesen ist. Auf lange Sicht steigert jede vom Bitcoin genommene Hürde das Vertrauen und die Akzeptanz. Wenn der Bitcoin trotz diversen Spaltungen oder nationalen Einschränkungen wie in China weiter wachsen sollte, ist das definitiv ein gutes Zeichen. In der Wahrnehmung der Menschen wird sich Bitcoin als glaubhaft und krisensicher etablieren.

Wie kannst du dich als Anleger verhalten?

Solltest du bereits länger in Bitcoin, anderen Kryptowährungen oder der Bitcoin Group investiert sein, kannst du dich getrost zurück lehnen und die weitere Entwicklung abwarten. Falls du dich noch wenig mit Themen rund um Bitcoin beschäftigt hast, stelle ich dir am Ende des Textes ein paar Investmentmöglichkeiten zusammen (Es handelt sich hierbei nicht um Affiliate Links, ich verdiene nichts durch deinen Klick). Bedenke jedoch, dass Anlagen im Bereich Kryptowährungen großen Schwankungen unterliegen und mit einem höheren Risiko verbunden sind. Wenn Investitionen dieser Art nicht in dein Risikoprofil passen, rate ich dir davon ab. Solltest du jedoch, wie ich,  an die Zukunft von digitalen Währungen glauben, dann könnten Investitionen am Ende sehr lohnenswert sein.

Börsen für Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum und Co.)

Es gibt mittlerweile sehr viele Börsen für Kryptowährungen. Ich habe dir die Handelsplätze aufgelistet mit denen ich selbst Erfahrungen gemacht habe und sie als empfehlenswert erachte.

www.bitcoin.de

www.coinbase.com

www.anycoindirect.eu/de

https://www.bitfinex.com/

Wenn du möchtest kannst du dir auch in das zum Blog gehörende Wikifolio Investieren mit Kopf ansehen. Dort befindet sich die Bitcoin Group im Depot, welche sozusagen eine indirekte Investition in Bitcoin ermöglicht.