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7 essentielle Tipps für Börsenneulinge während einer Börsenrally

7 essentielle Tipps für Börsenneulinge während einer Börsenrally

In diesen Tagen geschieht es wieder.  Der DAX stürmt schon seit Tagen zu neuen Höchstständen. Im Zuge dessen befinden sich Aktieninvestments wieder in aller Munde. Die Medien berichten über die aktuelle Jahresendrally, Experten werden interviewt und der Markt analysiert. All das kann Neugier und das Gefühl gerade etwas zu verpassen schüren. Zumindest bei interessierten Anlegern, die noch keine Börsenerfahrung haben. Die alles entscheidende Frage ist dabei die, nach dem richtigen Einstieg. In diesem Artikel möchte ich Börsenneuligen 7 essentielle Tipps mit auf den Weg geben, um nicht in die üblichen Anfängerfallen zu tappen.

1) Es passiert alle Jahre wieder

Es lässt sich ein gewisses Muster ableiten, wann die meisten Börsenneulinge auftauchen. In der Regel findet über einige Jahre ein stetiger bis teilweise rasanter Anstieg der Börsenkurse statt. Erst im Anschluss daran, sprich bei neuen Höchstständen, erscheint die Börsenrally im Bewusstsein größerer Bevölkerungsgruppen. Immer neue Interessenten würden gerne an den aktuell hohen Renditen und Kursgewinnen teilhaben. Die aller meisten Neuaktionäre springen nach einem jahrelangen Anstieg des Marktes auf den Zug auf, um an den Gewinnen teilhaben zu können. Das Problem ist, das bis zu diesem Zeitpunkt bereits die meiste Rendite erzielt wurde. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit eines Kursrutsches (siehe: Regression zum Mittelwert). Solltest du Interesse haben in Aktien zu investieren, sei dir dieser Tatsache bewusst. Wie du mit diesem Wissen umgehen kannst, erkläre ich dir im nächsten Punkt.

2) Das Geld an der Börse fließt immer von den Ungeduldigen zu den Geduldigen

Fast täglich melden die Medien zur Zeit neue Höchststände. Für viele Neuaktionäre ist das eine sehr schwierige Situation. Denn jeden Tag hat man das Gefühl etwas zu verpassen und ist dazu geneigt überhastet zu reagieren. Geduld ist eine der obersten Tugenden, insbesondere an den Börsen. Auf lange Sicht ist der Einstieg nicht von Bedeutung. Du kannst dir ohne Weiteres einige Zeit nehmen, um dich im Bereich Finanzen fortzubilden. Verschaffe dir zunächst einen Überblick darüber, welche Produkte an der Börse überhaupt gehandelt werden können. Definiere dir Ziele. Dazu gehört, wie viel Geld du bereit bist zu investieren und über welchen Zeitraum hinweg. Auch dein Alter und deine berufliche Situation sind Ausschlag gebende Kriterien. Mit anderen Worten: Werde dir zunächst bewusst, was genau du an der Börse erreichen willst bevor du einen überhasteten Schritt wagst. Die Börsenszenerie mit wachen Augen zu beobachten, anstatt mit allen Mittel auf den Zug aufzuspringen,  hätte in der Vergangenheit so manchem Neuling viel Geld gespart.

3) Der Anlagehorizont

Je länger dein Anlagehorizont ist, desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit von Verlusten. In den Jahren 2000 (Dotcom-Blase) und 2007 (Weltwirtschaftskrise) gab es die letzten größeren Börsencrashs. Hier lässt sich das gleiche Muster erkennen, welches in Abschnitt 1 beschrieben wurde. Nach einer jahrelangen Kursrally erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Rücksetzern, die damals mit aller Gewalt kamen. Das bedeutet nicht, dass wir aktuell vor einem erneuten Crash stehen. Die jetzigen Kursanstiege können durchaus noch einige Jahre anhalten. In diesem Punkt geht es um den Anlagehorizont. Denn viele Neubörsianer kaufen erst nach jahrelangen Kursanstiegen Aktien. Nicht wenige verkaufen sie entmutigt bereits einige Jahre später, wenn die gewünschte Rendite nicht erzielt wurde. Selbst Anleger, die es geschafft hätten, jeweils einen Tag vor den beginnenden Börsencrashs z.B. DAX-Aktien zu kaufen, hätten heute ihr Geld fast verdoppelt. Unter der Voraussetzungen eines sehr langen Anlagehorizonts und der Bereitschaft ihre Aktien über mindestens 10 Jahre zu  halten.

4) Basics

Um an der Börse erfolgreich zu sein, benötigst du nicht viel. Du brauchst Geduld, einen langen Anlagehorizont und ein paar Basics. Aktieninvestments sind keine Raketenwissenschaft. Anders als uns das viele Finanzexperten und Finanzmagazine verkaufen wollen, ist das erfolgreiche Investieren an der Börse eine recht simple Angelegenheit. Dennoch solltest du Überblick über einige Grundlagen haben. Hierzu gehören:

Ich habe dir einige Artikel zu den jeweils passenden Grundlagen hinzugefügt. Einfach auf die grün gefärbten Passagen klicken.

5) Welche Produkte soll ich kaufen?

Einen der oben genannten Punkte greife ich an dieser Stelle auf. An der Börse gibt es mittlerweile eine Vielfalt von Produkten, die du erwerben kannst. Zunächst mal gebe ich dir den Tipp dir einen entsprechenden online Broker zu suchen. Ich persönlich nutze hierfür überwiegend die comdirect Bank. Sie ist einsteigerfreundlich und übersichtlich. Ansonsten solltest du davon absehen, dich von einem Bankmitarbeiter oder Vermögensberater beraten zu lassen. Man braucht sie tatsächlich nicht und muss zunächst ihre Provision oder Gebühr wieder erwirtschaften. Bei der Auswahl der Produkte empfehle ich dir als Anfänger dich auf ETF und Aktien zu beschränken. Auch viele langjährig erfolgreiche Aktionäre nutzen ausschließlich den Kauf von Aktien und/oder ETF. Begriffe wie: Futures und Optionen, CFD-Handel, Zertifikate oder Hebelprodukte kannst du als Anfänger mit gutem Gewissen umgehen. Wie du gute Aktien finden kannst, habe ich auf meinem Blog hier bereits beschrieben.

6) Es ist dein Geld – Es ist dein Weg

Die Aktien oder ETF, die du kaufst, sollten auf deinen eigenen freien Entscheidungen beruhen. Häufig fragen Anfänger Menschen, die bereits länger dabei sind, welche Aktien sie kaufen sollen. Das ist hilfreich, um sich einen Überblick zu verschaffen. Mehr jedoch nicht. Denn was zum Tippgeber passt, muss noch lange kein gutes Produkt für dich sein. Denkt man dieses Prinzip in Bezug auf das gesamte Depot weiter, hast du am Ende vielleicht eine Diversifikation, die gar nicht zu deinen eigenen Bedürfnissen passt. Versteh das nicht falsch, denn es ist von immenser Bedeutung sich mit anderen Anlegern auszutauschen. Deine Entscheidungen zu Aktienkäufen sollten jedoch niemals auf der Grundlage der Argumente von Börsenmagazinen, Freunden, Kollegen oder bekannten beruhen, sondern grundsätzlich auf deine eigenen. Wenn du zum Beispiel nicht an den Siegeszug von Kryptowährungen glaubst, dann lass dich nicht dazu überreden Aktien aus dieser Branche zu kaufen.

7) Das Investieren an der Börse ist keine Spekulation

Zugegebenermaßen gibt es rein spekulative Anlageprodukte an der Börse. Darüber hinaus gibt es auch Investoren, die rein spekulativ arbeiten. Jedoch ist Börse, wenn man sie richtig nutzt, keine Spekulation, sondern eine, wenn nicht die beste Anlageklasse unter vielen. An der Börse kannst du eine höhere Rendite erzielen als mit Konkurrenzprodukten wie z.B. Festgeldkonten. Diese höhere Rendite erzielst du, indem du Schwankungen in Kauf nimmst. Bei einem langfristigen Anlagehorizont, wie oben beschrieben, ist die Rendite an sich nicht in Frage gestellt. Es stellen sich nur die Fragen, wann du sie erreichen wirst und welchen Schwankungen sie unterliegen wird. Wer zu einem beliebigen Zeitpunkt über 15 Jahre hinweg in einen beliebigen Index (DAX, DOW Jones etc.) investiert hat, musste noch nie Verluste verkraften. Das änderten auch Weltwirtschaftskrisen, Weltkriege, der Zusammenbruch ganzer Staaten, Währungsumstellungen oder sonstige politisch und wirtschaftlich einschneidende Ereignisse nicht. Mit langfristigem Anlagehorizont und der entsprechenden Geduld wirst du von der Börse profitieren.

Ein Hinweis

Zu guter Letzt noch ein Hinweis darauf, welche Produkte ich kaufen würde wenn ich Anfang November nochmal an der Börse anfangen würde. Ich würde mich zunächst daran erinnern, dass die Gier nach der schnellen Rendite sehr gefährlich ist. Wenn dich also jemand mit einer dreistelligen Rendite lockt, die er/sie in den letzten 1-2 Jahren erwirtschaftet hat, hörst du am besten gar nicht hin. Die schnelle Rendite ist eine absolute Ausnahme und nur mit hohem Risiko zu erwirtschaften, welches man als Anfänger nicht einschätzen kann. Daher ist eine Rückbesinnung auf Langzeitinvestments notwendig, um sich nicht von dem Hype zu Fehlern verleiten zu lassen.  Zunächst würde ich einen ETF-Sparplan installieren. Auf eine mögliche ETF-Strategie habe ich auf dem blog schon mehrfach hingewiesen. Wenn ich weitere finanzielle Mittel zur Verfügung hätte, würde ich in Wachstumsunternehmen investieren, von denen ich überzeugt bin, dass sie auch in 10-20 Jahren Geld verdienen werden. Amazon oder Fielmann wären solche Unternehmen. Es ginge mir darum einen Grundstock von solide wirtschaftenden Unternehmen ins Depot zu legen, die am besten auch regelmäßige Dividenden ausschütten. Wer meine Wikifolios verfolgt, weiß, dass ich auch sehr gerne in Nebenwerte investiere, da hier höhere Renditen zu erzielen sind. Oberste Priorität beim Kauf von Nebenwerten während Börsenrallys sind gute finanzielle Möglichkeiten der Unternehmen. Eine hohe Eigenkapitalquote, bzw. hohe Gewinnmargen sind sehr wichtig, da kleinere Unternehmen bei Börsencrashs schwerer getroffen werden als größere. Finanzielle Polster sind daher notwendig. Momentan wäre ich mir jedoch nicht zu schade für eine sehr hohe Cashquote. Manchmal ist es an der Börse besser nichts zu tun und mit dem Geld an der Seitenlinie bei Rücksetzern gewünschte Aktien zu Sonderangeboten kaufen zu können.

Ich hoffe ich konnte Börsenanfängern helfen, bei der aktuellen Marktlage gute Entscheidungen zu treffen und freue mich sehr auf euer Feedback!

 

So findest du die besten Aktien

So findest du die besten Aktien

Immer mal wieder fragen mich Freunde oder Bekannte nach einem guten Aktientipp. Sie wollen  wissen, ob es sich noch lohnt Apple zu kaufen, welche Aktien im Zuge der E-Mobilität zu einer Kursrakete werden oder ob sie in Kryptowährungen investieren sollten. Die Suche nach der Rendite lässt sich jedoch nicht pauschalisieren und schon gar nicht garantieren.  Die meisten Anfänger benötigen zunächst einen gut gemeinten Hinweis, dass sie ein diversifiziertes Depot benötigen und zwar am besten über mehrere Anlageklassen hinweg. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du eine gute Aktie als Ergänzung zu deinem breit gestreuten Depot finden kannst.

Voraussetzungen und Ziele

Zunächst musst du dir über deine Voraussetzungen und Ziele im Klaren sein. Wenn du 5 000 Euro zur Verfügung hast und wissen möchtest, wie du innerhalb von 10 Jahren Millionär wirst, passt dein Ziel einfach nicht zu deinen Voraussetzungen. Je realistischer und pragmatischer du bleibst, desto höher ist die Chance erfolgreich zu sein. Für den Bericht hier nehmen wir mal an, du hast einen beliebigen vierstelligen Betrag zur Verfügung und möchtest langfristigen Vermögensaufbau betreiben oder mittelfristig etwas dazu verdienen.

Ziele definieren und Risikoprofil

In den ersten Schritten kannst du Ziele genauer definieren und deine Risikofreudigkeit bewerten. In der Regel ist man in der Phantasie etwas risikofreudiger und malt sich tolle Renditen aus. Sobald reales Geld im Spiel ist, findet man als Anleger jedoch seine Risikomitte. Wenn du eher solide und konservativ investieren möchtest, dann ist für dich eine dividendenorientierte Anlage in größere Unternehmen vielleicht das Richtige. Deren Kurse weniger Schwankungen ausgesetzt und bieten eine (fast) garantierte Dividendenzahlung. Solltest du der Meinung sein auch größere Schwankungen verkraften zu können, empfehle ich dir Investments in kleinere Unternehmen innerhalb einer Wachstumsbranche.

Du bist der Experte

Die beste Investition ist immer dort, wo du dich am besten auskennst. In der jungen Generation sind das häufig Unternehmen im technischen Bereich oder Dienstleistungsanbieter. Bist du mit Videospielen aufgewachsen, kannst du dir Activision Blizzard anschauen. Kennst du dich auf dem Handymarkt gut aus, dann denke über Apple. Kaufe deine ersten Aktien in einem Markt, den du kennst und einschätzen kannst. Es ist nicht wichtig, ob dies der Automobilmarkt, die Chemieindustrie oder die Rohstoffindustrie ist.

Aktienscouting

Du kennst dein Risikoprofil, deine Voraussetzungen und deine Ziele? Dann kann das „Aktienscouting“ beginnen. Viele Anfänger verlassen sich bei ihrer Recherche gerne auf Börsenzeitschriften oder Börsenonlinemagazine. Es besteht jedoch häufig ein Interessenkonflikt, denn Zeitschriften und Magazine möchten ihre Klickrate bzw. ihre Auflage hoch halten. Aus  diesen Gründen wird ganz gerne mal gemogelt, übertrieben oder bewusst parteiisch geschrieben.

Das bessere Aktienscouting

Die besten Erfahrungen habe ich persönlich mit sozialen Netzwerken gemacht. Damit meine ich nicht facebook oder twitter, sondern Social Trading Plattformen wie  Wikifolio, Finanzblogs oder Finanzforen wie wallstreet online.  Denn hier besteht kein Interessenkonflikt, sondern meist eine Interessenkongruenz. Im Folgenden werde ich dir einige Informationen zusammenstellen, die es dir vereinfachen sollen, die besten Aktien zu finden. Alle Quellen nutze ich selbst für meine eigene Recherche. Ich füge dir die entsprechenden links an, so dass du bei Gefallen und Interesse diesen Tradern ebenfalls folgen kannst.

Die Suche Teil 1 Wikifolio

Mittlerweile gibt es  mehr als 13 000 Wikifolios. Über 5 000 Wikifolios sind investierbar. Zwar besteht der Sinn des Social Trading in der Transparenz der Depots, jedoch ist es nicht immer einfach nachhaltig gute Wikifolios zu finden. ich habe dir an dieser Stelle einige von mir selbst verfolgte Wikifolios verlinkt. Diese Depots nutze ich auch als Anregung für eigene Investitionen. Ich habe die jeweilige Jahresperformance hinzugefügt.

Bereits auf dem Blog vorgestellt

Platintrader 1000% Leidenschaft. Jahresperformance: 29,55%

Börsenbriefempfehlungen nutzen. Jahresperformance: 56,55%

Bisher noch nicht auf dem Blog vorgestellt

Value Driven. Jahresperformance: 130%

Chancen suchen und finden. Jahresperformance: 51,31%

Eigene Wikifolios

Top 10 Tec Dax. Jahrensperformance: 44,37%

Investieren mit Kopf. Jahresperformance: 58,6%

Wikifolios haben einen hohen Lerneffekt. Selbst wenn du nicht in Wikifolios investieren möchtest, kannst du dir die Informationen aufgrund der Transparenz für eigene Investments zu Nutze machen.

Die Suche Teil 2 Finanzblogs

In den letzten Jahren ist eine sehr große Finanzblog Community entstanden. Ich bin persönlich der Meinung, dass die allermeisten deutschsprachigen Finanzblogs eine sehr hohe Qualität aufweisen. Einen Überblick über die größten Blogs kannst du dir hier verschaffen. Nicht alle Blogger veröffentlichen tatsächlich Aktienkäufe oder geben Kaufempfehlungen. Das liegt auch in den unterschiedlichen Schwerpunkten der Themenauswahl begründet. Eine richtige Erfolgsgeschichte findest du jedoch auf dem Blog Intelligent Investieren. Diese Liste ist nach verschiedenen Bereichen strukturiert. In aller Regel werden die Käufe, sowie die Verkäufe ausführlich und kompetent kommentiert. Über so genannte Investor Updates werden Interessierte von Zeit zu Zeit auf dem Laufenden gehalten. Ich habe dir die Empfehlungsliste hier verlinkt.

Die Suche Teil 3 wallstreet online

Einige der genannten Investoren oder Wikifolio Trader sind auf der Seite wallstreet online aktiv. Einstein (Platintrader), Intelligent Investieren und mich selbst (unter dem Namen TheBowlgod) kann man dort antreffen. Solltest du von einem Investor überzeugt sein, kannst du seinen Kommentaren folgen. Außerdem kannst du dir einige interessante Threads automatisiert merken, über die du dann auf dem Laufenden gehalten wirst. Beispielsweise gibt es einen regen Austausch der Community über deutsche Small Caps, welchen du dir hier anschauen kannst. Im Übrigen kann man auch über wallstreet online die aktuelle erfolgreichsten Wikifolios hier verfolgen.

Nicht blind kaufen – selbst analysieren

Die oben genannten Tipps zur Aktiensuche über Wikfolios, Finanzblogs, sowie wallstreet online dienen lediglich der Recherche. Auf keinen Fall solltest du blind Aktienkäufe aufgrund der Ratschläge anderer Investoren tätigen. Es ist von immenser Bedeutung eigene Analysen folgen zu lassen. Kaufe niemals Aktien, die du nicht selbst analysiert hast. Zum Zwecke einer möglichen Analyse gehe ich auf eine Branche etwas genauer ein. In den letzten Monaten sind Aktien von so genannten Fintech Unternehmen sehr beliebt. Drei aktuell viel gehandelte Vertreter sind die Bitcoin, die Fintech und die Naga Group.

Die Makroanalyse

Mit den drei genannten Aktien Fintech Group, Naga Group und Bitcoin Group betrachten wir jüngere Unternehmen in einer Wachstumtsbranche, welche hohen Kursschwankungen unterliegen. Möglicherweise fühlst du ich damit nicht wohl, dann kannst du die nächsten Abschnitte exemplarisch für eine sicherer erscheinende Anlage nutzen. Von Bedeutung ist zunächst die Makroanalyse. Hier solltest du einschätzen, ob Fintech-Unternehmen im Allgemeinen Wachstum in den nächsten Jahren zu erwarten haben. Bist du überzeugt davon, dass wir in 10-20 Jahren ohne Bargeld mit Hilfe digitaler Währungen bezahlen werden? Dann kannst du genauer hinschauen. Wenn du das alles für einen übertriebenen Hype hälst, dann hast du dich in der Makroanalyse bereits gegen eine Investition in Fintech-Unternehmen entschieden und das ist auch absolut legitim. Ebenfalls von Bedeutung bei der Makroanalyse ist, ob ein entsprechendes Unternehmen zum Beispiel irgendwelche Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Marktteilnehmern hat.

Die Fundamentalanalyse

Bei der fundementalen Analyse bewertest du von den Unternehmen veröffentlichte Kennzahlen wie z.B. das KGV oder die Eigenkapitalquote.  Darüber hinaus machst du dir Gedanken darüber, ob das Unternehmen in den nächsten Jahren den Umsatz und Gewinne steigern kann. Ich habe vor einiger Zeit auf meinem Blog das Unternehmen Fielmann fundamental analysiert. Eine solche Analyse kann sehr detailliert stattfinden. Eventuell ist es notwendig sich als Anfänger über die wichtigsten Kennzahlen zu informieren. Auf keinen Fall solltest du eine Analyse mit einer einzelnen Kennzahl betreiben, wie das manchmal bei der Betrachtung des KGV der Fall ist. Eine Fundamentalanalyse deuten zu können erfordert auch etwas Übung. Je mehr du dich damit beschäftigst, desto eher wirst du einschätzen können, welche Auslegung der Analyse Sinn macht und Kaufentscheidungen hierdurch erleichtern. Übrigens lohnt sich im Zuge einer Fundamentalanalyse auch immer ein Blick in den Geschäftsbericht eines Unternehmens.

Quantitative Analyse

Es gibt weitere Möglichkeiten ein Unternehmen zu analysieren. Eine quantitative Analyse ist eine streng mathematische. Du kaufst eine Aktie wenn sie in ein bestimmtes Kriterienraster passt. Zum Beispiel könntest du jedes Jahr zum 1. Januar die 5 schlechtesten DAX-Aktien kaufen und dies im darauf folgenden Jahr wiederholen. Dieses Beispiel dient nur der Veranschaulichung. So werden alle menschlichen Fehlerquellen oder Fehlinterpretationen quasi umgangen. Eine sehr bekannte und erfolgreiche quantitative Analyse names Levermann Strategie habe ich hier bereits beschrieben.

The Bigger Picture – Analysen miteinander in Bezug setzen

Das Vertrauen in den Kauf einer Aktie kann auf mehreren Säulen stehen. Wenn einer deiner potentiellen Käufe fundamental gut bewertet ist, den aktuellen Test der Levermannanalyse besteht und von Tradern deiner Wahl empfohlen wird, lohnt sich ein genauer Blick. Letztendlich solltest du bei all den Empfehlungen und Analysen vor allem auf deine eigene Einschätzung vertrauen.

 

 

 

 

Börse ist böse

Börse ist böse

Von Zeit zu Zeit sehe ich mich als Börsianer in die Ecke getrieben. Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl. Während einer Diskussion stellt man fest, dass der Konversationspartner eine felsenfeste Einstellung zum Thema Börse hat. Diese lautet: Börse ist Böse! Grundsätzlich, immer und zu jeder Zeit! Vor einigen Tagen habe ich die Phrase „Börse ist böse“ einfach mal gegoogelt. Die Kommentare zum allerersten Artikel, den ich anklickte, hatten es in sich. Hier einige Beispiele:

Die Börse ist nicht böse? Dass ich nicht lache

Die Börse ist die Ausgeburt des egoistischen Raffens.

 So, wie die Börse ist, IST sie böse!

…leider bin ich nun in meinem Portfolio durch die VW Aktien schön ins minus gerutscht. Das wird wohl die nächsten Jahre nichts….! Wie man sieht, es kann auch gehörig nach hinten losgehen.

Nur ein Dummer oder extrem kluger Mensch investiert in Aktien.

Und man muss sich sorgfältiger darum kümmern als um einen Wurf junger Katze, die gerade anfangen zu laufen. Das haben über 99% der Menschen in Deutschland nicht drauf.

HÄNDE WEG VON AKTIEN !




Börse ist zocken, Börse bleibt zocken.

Die Türsteher der Finanzindustrie wollen auch noch aus dem letzten Bürger der sein Geld an der Börse noch nicht verloren hat,den letzten Groschen herauspressen.

Also……die Börse ist absolut nichts für Leute die ihr Geld gerne sicher verwahrt sehen.

Gewiss kann man dort Profite machen, aber das ist nichts für den Normalverbraucher und seriöse Profis zu finden ist wie Lotto zu spielen

Da verzichte ich lieber auf Zinsen und verliere etwas an die Inflation anstatt alles in die Taschen von Spekulanten zu schaufeln die sich auf ihrer Yacht in der Karibik über die naiven Kleinaktionäre amüsieren.

.Als Otto Normal Verbraucher ist das nix zu holen.

An die richtige Aktien die Ertrag bringen kommt ein Normal Bürger gar nicht heran. Der kleine Mann soll nur ausgenommen werden.

Mit den paar Groschen, die unsereins sich mühsam erarbeitet und vom Mund abspart zu ZOCKEN – nein Danke!

http://www.focus.de/finanzen/experten/gruener/zaudern-bringt-keine-rendite-zum-weltspartag-deutsche-lassen-sich-aus-angst-die-chance-auf-reichtum-entgehen_id_5048690.html

Nichts neues und dennoch berührend

Im Grunde genommen ist das nichts wirklich neues, was ich berichte. Den ein oder anderen Leser wird das vermutlich kaum überraschen. Mir persönlich wurde jedoch sehr schnell wieder bewusst, wie vehement manche Kritiker die Börse als böse verteufeln. Das geschieht dann auch gerne mal auf der Grundlage von gefährlichem Halbwissen oder Stammtischparolen.

Wie soll man damit umgehen?

Sitzt dir ein solcher Gesprächspartner gegenüber, wird es selbst mit handfesten Argumenten schwierig, ihn von seiner Verblendung zu befreien. Also wie reagiert man in solcen Situationen? Zunächst wäre es vielleicht sinnvoll dein Gegenüber im Gespräch „abzuklopfen“. So kannst du herausfinden, ob er offen genug wäre, sich deine Argumente ernsthaft anzuhören und sich in deine Lage hinein zu versetzen. Ist dies nicht der Fall, dann ist Ignorieren wohl die beste Variante.

Börsenverdrossenheit

Als Börsenverdrossenheit könnte man Desinteresse und eine allgemeine Ablehnung gegenüber dem Finanzsystem an sich bezeichnen. In den oben genannten Kommentaren sind unheimlich viele Vorurteile versteckt. Diese resultieren in der Regel aus Unkenntnis. Insbesondere die Meinung, die Börse wäre nur für die Reichen da, ärgert mich persönlich am meisten. Jeder Bürger kann bei uns an der Börse investiert sein. Mir ist bewusst, dass viele Menschen am Existenzminimum leben. Doch die Möglichkeiten z.B. über eine selbstständige Tätigkeit und Investitionen das eigenen Vermögen aufzubauen sind gegeben. Das war in der Vergangenheit nicht immer so, auch wenn es nicht einfach ist.

Kleinvieh macht Mist

Über einen langen Zeitraum sind kleine Summen nicht zu unterschätzen. Wer vor 30 Jahren 1 000 Euro in den Dax investiert hätte, könnte sich heute über knapp 25 000 Euro freuen. Bei einer Investition von 5 000 Euro, wären es schon fast 125 0000 Euro. Über ETF-Sparpläne, die ab 25 Euro im Monat oder in Intervallen von zwei Monaten sparplanfähig sind, kann man sich fast jeder dieses Startkapital erwirtschaften. Insbesondere wenn du Kinder hast, ist der langfristige Gedanke von hoher Bedeutung. Legst du dieses Geld bei der Geburt deines Kindes an, so profitieren deine Nachkommen bereits in sehr jungen Jahren davon.

Börse ist NICHT böse!

Kann man an der Börse sein Geld verlieren? Ja! Haben sich Menschen in der Vergangenheit an der Börse finanziell ruiniert? Definitiv! Kommt der nächsten Börsenchrash? Das ist nur eine Frage der Zeit! Nichtsdestotrotz bietet die Börse Optionen und reichhaltige Möglichkeiten. Mit etwas gesundem Menschenverstand, Geduld und ein wenig Wissen, kann jeder von der Börse profitieren.

Wie ist deine Meinung zum Thema Börse im Allgemeinen? Hast du ebenfalls Erfahrungen mit Börsenverdrossenen gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Die 6 größten Börsen Vorurteile

Die 6 größten Börsen Vorurteile

Wahrscheinlich hat sich jeder Anleger schon diverse Börsen Vorurteile anhören müssen. Schlecht informierte Börsenlaiern erlauben sich auf der Basis von gefährlichem Halbwissen eine Meinung über eine Thematik, die sich nicht verstehen. Im folgenden Artikel habe ich die 6 größten Vorurteile von Menschen mit Börsenphobie zusammengefasst.




Man kann all sein Geld verlieren

Wenn ich Bekannten, Kollegen oder Freuden von meinen Börsenaktivitäten erzählte, dann sehe ich mich nicht selten mit einem Spruch konfrontiert wie diesem hier: „Tue was du nicht lassen kannst, wenn du mit dem Risiko leben kannst all deine Ersparnisse zu verlieren“. Ich weiß ja nicht nach welchen Maßstäben bei solch einer Argumentation gemessen wird. Jedoch ist es praktisch unmöglich all sein Geld an der Börse zu verlieren Sogar die Telekomanleger, die zu Beginn des Jahrtausends zu viel Geld für ein einziges, überteuertes Wertpapier ausgaben, haben mittlerweile ihre Verluste wieder ausgeglichen. Vorausgesetzt sie sind nicht ausgestiegen. Anleger, die grundsätzliches Börsenwissen (Diversifikation, kein Performance Chasing etc.) beachten, werden von ihren Investitionen auf lange Sicht auch profitieren.

Mein Nachbar hat riesige Verluste gemacht

Häufig sieht man sich auch folgender Argumentation ausgesetzt: „Ich kenne da einen, der hat sich Aktie xy gekauft und sein Geld verloren“. Diese Negativbeispiele schrecken schlecht informierte Menschen ab. Auf der einen Seite ist das verständlich. Auf der anderen Seite fahre ich immer noch gerne Auto, obwohl mein Nachbar beim Einparken Gas und Bremse verwechselt hat. Ich hoffe das Prinzip wird klar. Wenn jemand mit einer Aktie große Verluste gemacht hat? ist die Schlussfolgerung doch nicht zwangsläufig, dass Aktien gefährlich sind. Sondern, dass sich dieser bestimmte Anleger beim Aktienkauf vielleicht besonders dämlich angestellt hat.

Beim nächsten Crash ist alles futsch

Die Jahre 2000/2001, 2007/2008 und mit Abstrichen 2011 haben doch gezeigt, dass man bei der Börse unheimlich viel Geld verlieren kann. Wer im Jahre 2008 nur DAX-Investitionen im Depot hatte, musste womöglich einen Wertverlust von über 70% in Kauf nehmen. Anleger, die auf eine entsprechende Asset Allocation wert gelegt haben, erlitten dagegen vielleicht nur 30% Verlust. Bis zum Jahre 2017 sind diese Anleger jedoch fast ausschließlich in der Gewinnzone. Im 20. Jahrhundert gab es zwei Weltkriege, die Welt stand kurz vor einem Atomkrieg, es sind ganze Gesellschaftssysteme zerbrochen, es gab Terrorismus, Weltwirtschaftskrisen und Börsencrashs. Am Ende jedoch, stiegen die Kurse immer! An dieser Stelle ist es wichtig sich immer eine gewisse Cashquote bereit zu halten. Das ermöglicht es bei Börsencrashs zu Sonderangeboten Aktien zu kaufen.

Aktien kann ich mir nicht leisten

„Wenn ich das Geld hätte, dann würde ich auch Aktien kaufen“. Das ist ein weiteres häufig vorkommendes Argument. Es ist ein Irrglaube, dass nur wohlhabende Menschen von der Börse profitieren können. Im Gegenteil, denn die Börse kann uns auf lange Sicht die eigene Rente versüßen. Mittlerweile gibt es sparplanfähige ETFs, die ab 25 Euro im Monat (oder auch alle 2 Monate) investierbar sind. So kann jeder früher oder später vom Zinseszins profitieren.

Das Geschäft der Bösen

„Die Börse ist etwas für Verbrecher“ oder „An der Börse wird man nur abgezockt“ sind weitere beliebte Ausreden von Menschen mit  Börsenphobie. Es versteht sich von selbst, dass ein Fondsmanager einer Bank vor allem an der Provision des verkauften Produktes verdient und somit ein Interessenkonflikt mit dem Kunden existiert. Wenn ich als Anleger jedoch einen Indexfonds kopiere oder Dividendentitel kaufe, dann ist das weder böse, noch kann mir ein durchtriebener Banker meine Gewinne streitig machen.

Das Risiko ist mir zu hoch

Wer über einen Zeitraum von 15,3 Jahren in einen der größeren Indexfonds investiert hat, konnte noch nie kein Geld gewinnen. Um davon zu profitieren, muss ich das Risiko von Schwankungen ertragen können. Eine langfristige Strategie trägt nicht das Risiko Geld zu verlieren, sondern das Risiko Schwankungen auszuhalten. Je höher die angestrebte Rendite ist, desto höher ist das Risiko von Kursschwankungen. Auf lange Sicht jedoch, gewinnen Börsianer immer.

Welchen Börsen Vorurteilen seht ihr euch als Anleger von Menschen mit Börsenphobie ausgesetzt? Die oben ausgeführte Liste kann gerne von euch in den Kommentaren erweitert werden!

Umfrage – Was ist die beste Anlageform an der Börse?

Umfrage  – Was ist die beste Anlageform an der Börse?

Vor einigen Wochen habe ich eine Umfrage zum Thema „Was ist die beste Anlageform an der Börse?“ gestartet. Im Vordergrund lag hauptsächlich zunächst das eigene Interesse, welche Form der Anlage von den Besuchern des Blogs präferiert werden würde. Jedoch habe ich schnell Gefallen an der Umfrage gefunden, so dass ich von Zeit zu Zeit neue Umfragen freischalten werde.

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Die Ergebnisse

Was ist die beste Anlageform an der Börse?

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Einzelaktien und Wikifolio

Der Kauf von Einzelaktien ist zusammen mit dem Kauf von Wikifolio-Zertifikaten der Gewinner der Umfrage. Insgesamt nahmen 45 Leser an der Umfrage teil. Jeder Besucher durfte maximal drei Stimmen abgeben. Die bevorzugten Anlageformen „Einzelaktien“ und „Wikifolio“ erhielten jeweils 20 Stimmen, gefolgt von ETF-Sparplänen, welche 15 Stimmen erreichen konnten. Relativ abgeschlagen finden sich das CFD-Trading und die klassischen Fonds wieder.

Meine Meinung

Interessanterweise spiegelt die Umfrage ziemlich genau meine eigenen Meinung wider. Hätte ich Stimmen auf die einzelnen Anlageformen verteilen müssen, sähe das Endergebnis in etwa so aus wie das Ergebnis der Umfrage. Vor allem freut mich die Erkenntnis, dass gemanagte klassische Fonds gegenüber alternativen Anlageformen wenig attraktiv scheinen und zwar zu recht. Auch wenn Fondsmanager gerne von einer „Win-Win-Situation“ sprechen, schmälern die fälligen Kosten auf lange Sicht die Rendite.

Eine gute Mischung

Manchmal werde ich gefragt, ob eine Mischform aus verschiedenen Anlagen eine sinnvolle Anlagestrategie ist. Das kommt ganz darauf an. Wenn dabei übergeordnete Gedankenspiele kombiniert werden kann diese Überlegung durchaus sinnvoll sein. Konkret könnte man einen ETF-Sparplan mit dem Kauf von Einzelaktien imitieren, um so auf lange Sicht Transaktionskosten zu sparen. Das macht jedoch nur dann Sinn wenn Sie bereit wären diese Aktien sehr lange zu halten. Dies ist eines der Hauptprinzipien des Value Investing. Insofern hätte man die Anlageformen ETF, Einzelaktien und Value Investing kombiniert.

Von allem ein bisschen

Sehr häufig jedoch wollen Anleger von allem ein bisschen machen. Zum Beispiel lesen sie ein Buch zum Thema Trendfolge und kaufen im Anschluss einige Aktien im Sinne dieser Strategie. Gleichzeitig finden sie die Levermann-Strategie interessant und kaufen einige Aktien nach diesem Prinzip. Nicht selten wird dies mit kurzfristigem Trading ergänzt. Wenn Sie verschiedene Anlageformen kombinieren wollen, dann benötigen Sie einen übergeordneten roten Faden bei ihrer Strategie.