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Eine mögliche ETF Stategie

Welche ETF Strategie ist sinnvoll?

Vor einigen Tagen brachte eine große deutsche Bank eine Statistik über die Art und Weise an die Öffentlichkeit, wie deutsche Anleger ihr Depot gestalten. Dabei wurden über 900 000 Depots beleuchtet.  Überwiegend investieren deutsche Anleger in Einzelaktien. Die beliebteste Aktie ist dabei Daimler. Nur 9% des Vermögens sind in sogenannte Indexfonds (ETFs) investiert. Dahingegen sind 24% des Vermögens in wesentlich teurere aktiv gemanagte Fonds investiert. Hier gibt es also Aufklärungspotential. Im Übrigen wurden im Jahr 2016 bis Oktober im Durchschnitt knapp 9 Trades getätigt.

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Regression zum Mittelwert

Regression zum Mittelwert

Die Regression zum Mittelwert ist eigentlich ein Begriff aus der Mathematik, genauer gesagt aus der Wahrscheinlichkeitstheorie. Dieser statistische Wert sagt aus, dass bei Datenerhebungen auf Messungen extremer Werte, bei einer wiederholten Messung, mit hoher Wahrscheinlichkeit ein eher mittlerer Wert gemessen wird.

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Ein einfaches Beispiel

Wenn zwei sehr große Elternteile ein Kind bekommen, dann wird der Nachwuchs mit einer höheren Wahrscheinlichkeit nicht die Größe der Eltern erreichen. Umgekehrt bedeutet das für zwei eher kleinwüchsige Eltern, dass ihr Zögling aller Wahrscheinlichkeit nach größer sein weren als sie selbst. Wäre dem nicht so, gäbe es längst Menschen, die entweder mehrere Meter groß oder nicht mal einen Meter groß wären.

Auf die Börse bezogen bedeutet das was?

Wenn wir einen Index genauer betrachten, dann können wir feststellen, dass sich die jährliche Rendite immer wieder auf einen Mittelwert einpendeln wird. Der Dax hat in den letzten 30 Jahren etwa 6% Performance im Jahr erreicht. In manchen Jahren lag der Dax weit unter diesem Durchschnitt und in anderen Jahren konnte man sich über zweistellige Zuwächse freuen. Auf lange Sicht jedoch, wird sich der Index immer wieder auf seine statistische Mitte zu bewegen.

Warum ist das so?

Die jährliche Rendite eines Index ist gekoppelt an das allgemeine Wirtschaftswachstum. Statistisch betrachtet, ist die Börse eigentlich ein Nullsummenspiel. Geld kann nur verdient werden wenn es an anderer Stelle wieder verloren wird und umgekehrt. Jedoch ist der Markt an sich kein Nullsummenspiel. Er wächst über die Jahre hinweg weiter und nähert sich so immer einer statistischen mittleren Rendite an.

Kann sich die Weltwirtschaft alle fünf Jahre verdoppeln?

Zwischen den Jahren 1995 und 2000 legte der Dax pro Jahr durchschnittlich etwa 20% zu. Es liegt in der Natur der Börse, dass nach einigen Jahren mit guter Rendite immer mehr Teilnehmer auf den Markt kommen. Sie glauben von den bereits erzielten Renditen der letzten Jahre noch profitieren zu können. Genährt wird das ganze durch positive News von Freunden, den Medien oder so genannten Börsenexperten. Also kauften gerade am Ende dieser 5-Jahresspanne viele Menschen Aktien, manche von ihnen sogar ihre ersten und letzten Aktien. Kennt man die Theorie von der Regression zum Mittelwert, hätten sich viele (Neu)-Aktionäre teils hohe Verluste sparen können. Denn indem sie am Ende dieser Zeitspanne Aktien kauften, unterstellten sie dem Markt damit unbewusst, dass er die Fähigkeit besäße, sich alle fünf Jahre in seinem Wert zu verdoppeln.

Risiko und Rendite

Je höher das Risiko einer Assetklasse ist, desto höher ist langfristig gesehen auch die Rendite. Die höhere Rendite wird bei der Investition durch die höheren Schwankungen gerechtfertigt. Denn Assetklassen mit höherem Risiko (z.B. CFD-Trading, Optionsscheine, Aktien) unterliegen insgesamt weniger Schwankungen. Dagegen haben Assetklassen mit niedrigerem Risiko (z.B. Staatsanleihen, Tages- und Festgeld) insgesamt wesentlich weniger Schwankungen.

Die Fünfjahresgrenze

Unterhalb von fünf Jahren ist die Wirkung der Regression zum Mittelwert praktisch aufgehoben. Innerhalb dieses Zeitraums spielen Trends meist eine übergeordnete Rolle, insbesondere beim Aktienhandel. Je längerfristiger Sie investieren wollen, desto mehr können Sie sich über die Regression zum Mittelwert freuen. Denn es steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ihre Investitionen dem mittleren Wert der Assetklasse annähern werden. Somit wird ihre Investition sicherer und sie können beruhigt schlafen.

Gilt das auch für Wirtschaftskrisen?

Die Regression zum Mittelwert hat möglicherweise bereits den größten Stresstest bestanden. In den letzten hundert Jahren überstand dieses Statistiktheorie zwei Weltkriege, mehrere Wirtschaftskrisen, den Untergang ganzer Gesellschaftsformen (Kommunismus), den Zerfall mehrerer Staaten und unzählige sonstige mittelschwere Katastrophen. Unter diesen Gesichtspunkten, können sie sich auf die Wirkung dieser Theorie verlassen.

WIe kann ich mir die Regression zum Mittelwert zu Nutze machen?

Neben der Tatsache, dass sie durch das Wissen um die Regression zum Mittelwert ein besseres Timing haben werden und beruhigter schlafen können, nutzt Ihnen diese Theorie bei der Aufstellung Ihrer Asset Allocation. Sie wissen nun: Je höher das Risiko, desto höher die Rendite, desto höher aber auch die Schwankungen. Machen Sie sich bewusst, wie langfristig Sie investieren wollen und welche Risikotoleranz Sie haben. Wählen Sie dementsprechend ihre Assets. Sind sie risikofreudig, können Sie einen größeren Teil Ihrer Mittel z.B. in ein Aktienportfolio oder Aktien-ETFs investieren. Bezeichnen Sie sich als risikoscheu, legen Sie ihr wohl verdientes Geld überwiegend in weniger schwankende Assets an. Vermischen Sie ihre Assets nach Ihren persönlichen Vorlieben und bringen Sie so Stabilität in ihr Depot.

Asset Allocation – Wie Vermögensaufteilung funktioniert

Asset Allocation – Wie Vermögensaufteilung funktioniert

Die Asset Allocation ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sie während Ihrer Investmentkarriere treffen werden. Häufig vernachlässigen Privatanleger ihre eigene Asset Allocation. Das liegt einerseits daran, dass sich viele Anleger zu wenig über Finanzprodukte informieren und andererseits an einer falschen Beratung von so genannten Finanzexperten.

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Was ist Asset Allocation?

Im Prinzip versteht man unter einer Asset Allocation eine Aufteilung des eigenen Vermögens auf verschiedene Assets, um eine höchst möglche Diversifikation zu erhalten. Meist wählen Privatanleger eine (Immobilien) oder maximal zwei (Aktien) Assetklassen. Je mehr Anlageklassen jedoch genutzt werden, desto stabiler ist meist das Portfolio aufgestellt.

Welche Assetklassen gibt es?

Die übergeordneten Assetklassen lassen sich recht leicht klassifizieren. Unterklassen sind etwas schwieriger einzuordnen, sind jedoch bis zu einem gewissen Grad auch vernachlässigbar. Folgende Anlageklassen können grob unterschieden werden:

  • Cash (Sparguthaben, Tagesgeld…)
  • Aktien (Groth Aktien, Nebenwerte, Value Aktien…)
  • Immobilien (Wohn- oder Gewerbeimmobilien…)
  • Anleihen (Staatanleihen, Pfandbriefe…)
  • Rohstoffe (Edelmetalle, Öl, Erdgas…)
  • Optionen (Call, Put…)
  • Sammlerobjekte, Antiquitäten
  • Humankapital

Wahl der Assetklassen

Welche Assetklassen Sie für Investitionen nutzen wollen hängt von ihren Vorlieben und ihrer Risikotoleranz ab. Während Optionen das höchste Risiko aufweisen sind Cashanlagen hingegen risikoarm. Da Rendite von Risiko kommt, liegt auf der Hand, dass Assetklassen mit hohem Risiko höhere Renditen versprechen (No Risk, No Fun!). Jedoch unterliegen sie auch stärkeren Schwankungen.

80/20 Regel

Ich selbst würde mich als eher risikofreudig bezeichnen. Daher investiere ich etwa 80% meiner Mittel in risikoreiche Assetklassen, insbesondere in Aktien. Dem gegenüber stehen etwa 20% Investitionen in risikoarme Anlageklasse z.B. Tagesgeld. Sie bieten zwar weniger Rendite, jedoch hat es Vorteile sich an die Regel zu halten. Erstens hat man bei Marktrücksetzern Cash für Nachkäufe zur Verfügung. Zweitens sorgen sie für Stabilität. Vergessen Sie nicht: Wenn Sie 100% ihres Geldes z.B. in den Dax investieren und innerhalb eines Jahres 23% verlieren, dann mǘssen Sie im darauf folgenden Jahr schon 30% Gewinn erwirtschaften, um wieder auf Null zu kommen. Haben Sie ein schlechtes Timing erwischt und der Markt steckt z.B. die ersten drei Jahre ihrer Investmentkarriere in den roten Zahlen verstärkt sich dieser Effekt und schmälert ihre langfristige Rendite. Daher sollten Sie unbedingt Teile ihrer zur Verfügung stehenden Mitteln in risikoarme Anlageklassen investieren

Woher das Geld nehmen?

Die wenigsten Menschen haben genügend Geld auf der hohen Kante, um all diese Assetklassen zu bedienen. Das ist auch nicht unbedingt notwendig. Man sollte nur nicht all sein Geld in das eigene Heim oder in Aktien stecken. Das Risiko ist durch die mangelnde Diversifikation zu hoch. Sie können jedoch auch mit kleinem Geldbeutel eine Streuung über mehrere Assetklassen über so genannte ETFs (Exchange Trust Funds) erreichen.

Asset Allocation durch ETFs

ETFs bilden Indizes ab. Solche Indizes gibt es für alle möglichen Assets. Die bekanntesten bilden Aktienindizes wie den DAX oder den Dow Jones ab. Da ETFs auch Immobilien- oder Rohstoffindizes abbilden, können Sie so ihr eigenes Portfolio über mehrere Anlageklassen individuell zusammenstellen. Wenn Sie mehr über ETFs erfahren wollen können Sie die dazugehörigen Berichte auf meinem Blog lesen.

 

Die hoffnungslose Renditejagd – Performance Chasing

Was ist Performance Chasing?

Viele Privatanleger, insbesondere Anfänger, betreiben mehr oder weniger bewusst Performance Chasing. Hat eine bestimmte Assetklasse oder Branche schon über einen längeren Zeitraum eine gute Rendite erzielt, springen nicht wenige Privatanleger noch auf den Zug auf. Sie glauben die in der Vergangenheit erzielte Rendite auf die Zukunft prognostizieren zu können. Doch den Markt und den Kaufmann interessieren die Vergangenheit nicht.

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Ein Beispiel

Nehmen wir an ein Privatinvestor beobachtet seit längerer Zeit die Immobilienbranche und hat einen bestimmten Fonds im Blick. Innerhalb der letzten beiden Jahre konnte dieser fiktive Fonds eine Überrendite von mehr als  80% erwirtschaften. Diese Zahlen verleiten nicht nur Laien dazu von diesem Aufschwung zu profitieren. Das Problem ist jedoch, dass die Rendite mit diesem Fonds bereits erzielt wurde und es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt sie nicht wiederholen zu können. In diesem Sinne verhält sich der Privatanleger prozyklisch, was meist zu einer Unterrendite führt.

Prozyklisches Verhalten

Prozyklisches Verhalten ist im Prinzip nichts anderes als der Versuch, von in der Vergangenheit geschehenen Kursverläufen profitieren zu wollen. Jedoch ist dies meist ein hoffnungsloses Unterfangen, denn die Gewinne oder Verluste wurden ja bereits erzielt und eingepreist. Bei stark fallenden Kursen steigen viele Privatanleger zu schnell aus, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Sie vergessen dabei die Tatsache, dass die Vergangenheit mit der Zukunft häufig nicht übereinstimmt.

Performance Chasing ist einer der Hauptgründe von Underperformance

90% aller Anleger an der Börse sind institutionell. Selbst diese professionellen Investoren können den Markt nach Abzug von Gebühren und Steuern meist nicht schlagen. Noch schlechter schneiden Privatanleger ab. Mehr als die Hälfte aller privaten Investoren können nicht die gleiche Rendite erzielen wie der Markt. Neben häufigen Trades und zu hohen Gebühren gilt Performance Chasing als einer der Hauptgründe für eine niedrige Rendite und ist einer der häufigsten Anfängerfehler an der Börse.

Was Sie beachten sollten

Lassen Sie sich nicht von Performance Chasing beirren. Wenn die Nachbarn, die Freunde, die Kollegen oder Börsenzeitschriften begeistert von lang anhaltenden Rallyes sprechen, sollten sie ihre Investments mit Vorsicht betreiben. Raten Ihnen viele Quellen von Investments ab, dann sollten Sie über Käufe nachdenken, um zu den ersten zu gehören, die von der nächsten Rallye profitieren.

Das Humankapital – Die wichtigste Investition Ihres Lebens

Was ist Humankapital?

Das Humankapital wird häufig auf eine gesamte Bevölkerung bezogen und repräsentiert das wirtschaftlich nutzbare Potential, das sich aus Bildung, Fähigkeiten, Kenntnissen und Verhaltensweisen der Bürger zusammensetzt. Auf eine Person bezogen bedeutet das Humankapital im Prinzip das gleiche. Welche erworbenen Fähigkeiten einer Person lassen welchen wirtschaftlichen Nutzen erwarten? Einfacher ausgedrückt: Wie viel Geld lässt sich aus Ihren individuellen Fähigkeiten und erworbenen Qualifikationen generieren?

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Bildung fördert finanzielle Freiheit

Je mehr Sie über sich selbst und die Welt erfahren, desto besser werden sie sich selbst und die Welt verstehen. Bildung fördert die Fähigkeit Informationen verarbeiten zu können und sie für sich selbst wirtschaftlich nutzbar zu machen. Aus vielerlei Hinsicht kann dieses Argument unterstützt werden. Wissen Sie selbst um Ihre Fähigkeiten, dann sind sie in der Lage sich realistisch einschätzen zu können. Dadurch lassen sich für Ihr persönliches und finanzielles Leben entsprechende Verhaltensweisen ableiten, die förderlich sind.

Beratungsresistenz ist eine große Gefahr

Kaum eine Eigenschaft ist für den Menschen im Allgemeinen und Investoren gefährlicher als Beratungsresistenz. Zum Einen halten sich nicht wenige Investoren für unglaublich gut, ausgestattet mit privilegierten Hochleistungsgehirnen. Zum Anderen stehen vielen Anlegern meist das eigene Ego und der eigenen falsche Stolz im Weg. Sie können einfach nicht zugeben auch mal nicht richtig zu liegen oder eben nicht zu den Talentiertesten zu gehören. Das kann man sich so lange einreden, bis man beginnt, selbst daran zu glauben. Meist ist dies auch der Fall.

Merke: Beratungsresistenz bedeutet schlechte Rendite!

Wie Sie in Ihr Humankapital investieren

Es hängt von Ihrem Altern und Ihrer Lebenssituation ab, wie viel Sie in ihr Humankapital investieren können und wollen. Gehen wir zunächst Mal von einer jungen Person in den 20ern aus. In diesem Lebensabschnitt ist die Ausbildung bzw. das Studium das wichtigste Gut. Sollten Sie nicht gerade zur Gattung der Genies gehören und kurz davor sein z.B. einen Quantencomputer in Massenfertigung herstellen zu können, dann sollte Ihr Motto lauten: Bessere Bildung führt zu überdurchschnittlich hohen und sicheren Einkünften.

Achtung: Nicht jeder Weg führt zur finanziellen Freiheit

„Bildung = Geld“ ist eine oft propagierte und schön einfache Antwort, die aber unvollständig und daher falsch ist. Eher müsste es lauten: „Gezielte Blldung = Geld„, denn nicht jeder Bildungsweg ist wirtschaftlich gleich gut nutzbar. Fragen Sie den Dauerstudenten, den es vielleicht auch in Ihrem Freundeskreis gibt, der 13 Semester Philosophie und Ägyptologie studiert hat und kurz vor seinem Examen steht. Für das Humankapital ist diese Studienwahl schädlich. Sicherlich sollte man seinen Interessen nachgehen, jedoch ist es außerordentlich wichtig zu wissen, dass nicht jede Form der Bildung zur finanziellen Freiheit führen wird. Ein dreijähriges duales Studium bei einem größeren Unternehmen würde da weitaus mehr Sinn machen. Erstens verdienen Sie schon während ihrer Ausbildung Geld. Zweitens treten Sie früher in den Arbeitsmarkt ein und drittens haben Sie schon einen Fuß in der Tür eines größeren Unternehmens

40 Jahre, verheiratet, Kinder, Vollzeitjob

Menschen, die mitten im Leben stehen haben es nicht mehr ganz so einfach Ihr Humankapital zu erhöhen. Vielleicht gehören Sie zu den glücklichen, die bereits teilweise oder ganz finanziell frei sind. Eventuell haben Sie bereits ein so hohes Humankapital, dass sie einen sehr guten Verdienst haben. Herzlichen Glückwunsch! Dann haben Sie vieles richtig gemacht. Außer sie gehören zu den 90% der deutschen Bundesbürger, die Ihre Ausgaben stets an ihre Einnahmen anpassen und daher immer den gleichen Cashflow haben, unabhängig davon, wie viel sie arbeiten oder verdienen.

Finanzielle (Un)bildung

Aus Zeitgründen erfordert es im obig beschriebenen Fall etwas Disziplin das eigenen Humankapital zu erhöhen. Anfangen sollte man mit einer Einschätzung der finanziellen Lage und dem Beginn der eigenen finanziellen Bildung. Denn die meisten Menschen sind finanziell ungebildet. Leider kommen viele unwichtige Informationen zu uns, die wir überhaupt nicht benötigen. Ich wette auch Sie haben in Ihrer Schul-oder Studienzeit Unmengen an Wissen angehäuft, für welches Sie niemals wieder Verwendung gefunden haben. Finanzielle Bildung jedoch benötigt jeder. Dennoch kommt sie nicht in didaktisch aufbereiteten Informationshäppchen zu uns, die wir innerhalb einiger Jahre entpacken dürfen. Auch Medien, Bankberater und Versicherungsfachleute führen uns auf die falsche Fährte.

Wie also das Humankapital erhöhen?

„Die Wurst kommt nicht zum Hund“ und „der Berg kommt auch nicht zum Propheten“. Nehmen Sie ihre finanzielle Bildung selbst in die Hand. Nachdem Sie ihre finanzielle Situation eingeschätzt haben, bilden Sie sich zunächst finanziell fort. Kaufen Sie sich zum Beispiel drei Bücher, die sie in den nächsten Wochen oder Monaten durchlesen wollen. Aus Zeitgründen sollte mindestens ein Buch zur passiven Investmentanlage dabei sein. Glauben Sie mir an dieser Stelle, wenn ich behaupte, passive Investmentstrategien schlagen in der Regel 90% aller aktiven Trader inklusive den professionellen Tradern!

Ziehen Sie die richtigen Schlüsse

Gehören Sie nicht zu den beratungsresistenten Menschen, dann können Sie ihre Situation nun realistisch einschätzen. Sie wissen um Ihre finanzielle Lage und haben sich finanziell weiter gebildet. Setzen Sie sich nun Ziele. Überlegen Sie sich, wie viel Geld sie monatlich investieren wollen, um ihre finanzielle Freiheit zu erreichen. Nutzen Sie zudem Ihre Sparpotentiale. Leben Sie weiterhin gut und so, dass sie nicht auf jeden Euro schauen müssen, aber vermeiden Sie unnötige Ausgaben. Kündigen Sie unnütze Finanzprodukte, die Ihnen ihr Bankberater aufgeschwatzt hat oder legen Sie sie still, falls der Rückkaufwert sich nicht rentiert.

Erhöhen Sie ihren Wert

Investieren Sie weiter in ihre eigene berufliche Bildung. Vielleicht gibt es Fortbildungsmöglichkeiten in Ihrem Beruf, welche Sie interessieren, wofür Sie jedoch bisher nicht die richtige Motivation entwickelt haben. Mit passiven Investments bliebe Ihnen sogar die nötige Zeit sich weiterzubilden. Erhöhen Sie Ihr Humankapital innerhalb Ihrer Firma und machen Sie sich dort unverzichtbar. Ihre Mitarbeiter und Vorgesetzten werden diese von Ihnen getätigte Investition früher oder später bemerken und so könnte sie sich in Form einer Gehaltserhöhung auszahlen. Alternativ haben Sie vielleicht ein Hobby, welches Sie nebenberuflich gewinnbringend ausüben können.

Humankapital als Teil der Asset Allocation

Das Humankapital hat unzweifelhaft einen großen Einfluss auf ihre finanzielle Möglichkeiten. In der Literatur wird das Humankapital teilweise als wichtigster Bestandteil der Asset Allocation angesehen. Genau so sollten Sie das Humankapital auch behandeln. Neben Ihren Investitionen in Aktien, ETFs, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle, sollten Sie die Investitionen in Ihr Humankapital als wichtigen Bestandteil Ihres Depots ansehen.