Ab welchem Betrag macht Investieren Sinn?

Ab welchem Betrag macht Investieren Sinn?

Kapital investieren in Aktien oder Immobilien macht meines Erachtens erst ab einem Betrag von mindestens 10 000 Euro Sinn. Habt ihr diesen Betrag nicht zur Verfügung, solltet ihr versuchen euer Konsum- und Sparverhalten so auszurichten, dass ihr irgendwann mindestens diese Summe besitzt.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Kauf von Aktien?

Beim Kauf von Aktien habt ihr das Problem der Gebühren. Aktieninvestments machen nur mit einer gewissen Streuung Sinn. Wenn man nicht genügend Kapital zur Verfügung hat, dann kann man sich diese notwendige Streuung nicht leisten und die Gebühren werden die investierte Summe stark belasten. Je höher mein Ausgangskapital ist, desto weniger stören die Gebühren.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Man kann zum Beispiel einen ETF-Sparplan einrichten oder ein Wikifolio-Zertifikat kaufen.

Investition in immobilien?

Möchte man in eine Immobilie investieren reichen 10 000 Euro kaum aus, denn die Bank verlangt meist ein gewisses Eigenkapital von 10 oder 20%, je nach Immobilie. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass in der heutigen Zeit in Deutschlands Innenstädten für 100 000 Euro keine Wohnung zu haben ist wenn ich davon nur 10% Eigenkapital zur Verfügung habe.

Falls ihr nicht über diesen Mindestbetrag verfügen solltet, dann setzt euch ein Ziel bis wann ihr dieses Geld ansparen könnt. Kümmert euch nur um das Ansparen und investiert das Geld erst wenn eine Streuung beim Aktienhandel oder die Anzahlung für eine Immobilie im Bereich des Möglichen sind.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit der 100% Finanzierung, wovon ich jedoch abraten würde. Letztendlich erhöht es für einen selbst die Risikobereitschaft und oft auch den Zins. Also lieber schauen wo Einsparreserven vorhanden sind, diese ausnutzen und sich in Geduld üben.

Warum sollte ich mein Geld an der Börse anlegen?

Warum sollte ich mein Geld an der Börse anlegen?

Wir leben in einer kapitalistischen Welt und um den Kapitalismus am Leben zu erhalten, benötigen wir stetiges Wirtschaftswachstum. Zumindest behaupten das die meisten Wirtschaftsexperten. Durch dieses Wachstum erhöht sich das BIP (Bruttoinlandsprodukt). Dadurch wiederum steht mehr Geld zur Verfügung. Dieses Geld wird verteilt. Zum Einen nimmt der Staat Geld z.B. über Steuern ein. Je höher das BIP, desto mehr Produkte und Dienstleistungen werden angeboten. Desto mehr Arbeitsplätze entstehen, desto höher sind auch die Steuereinnahmen. Der Staat verteilt dieses Geld auf verschiedene Töpfe. Somit erhält er z.B. unser Verkehrssystem, tätigt Investitionen in die Bildung (HAHA) oder erschafft die Rente mit 63.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Dividenden und Gewinnbeteiligungen

Zum Anderen nehmen auch die Unternehmen mehr Geld durch Wachstum ein. Mit diesem Kapital werden Löhne oder Betriebsrenten bezahlt, neue Investitionen getätigt oder Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet. Je mehr Aktien ich also besitze, desto höher ist auch meine Gewinnbeteiligung an einem Unternehmen. Dies entspricht dem Ursprungsgedanken einer Börse als Platz an dem sich zwei verschiedene Arten von Menschen begegnen. Die Menschen, die eine Idee haben, jedoch nicht das Geld diese umzusetzen und die Menschen, welche Geld haben, jedoch nicht die Idee, um mehr Geld zu generieren. Im Gegenzug für die Aktienkäufe werden Dividenden als Gewinnbeteiligung an den Unternehmen ausgeschüttet.

Umverteilung

Generell läuft der Geldfluss oder die „Umverteilung“ innerhalb des kapitalistischen Systems nur in eine Richtung. Von unten nach oben! Wenn ich genügend Geld übrig habe, welches ich nicht benötige, kann ich z.B. eine Immobilie kaufen. Ich verleihe diese Immobilie an Menschen, die sich das nicht leisten können und nehme durch die Mieteinnahmen mehr Geld ein, womit ich auch das mir geliehene Geld zurück bezahle. Mit den Mieteinnahmen leihe ich mir neues Geld von der Bank, die übrigens ebenfalls Geld geliehen hat z.B. von der EZB und kaufe mir eine neue Immobilie, welche ich ebenfalls vermiete und mein Vermögen noch weiter steigere. Vermögen ist immer in Verbindung zu setzen mit Einkommen, denn Vermögen generiert ganz simpel mehr Einkommen. Das ist das eigentlich perverse an unserem System. Kann ich mir jedoch den Kauf einer Immobilie nicht leisten, muss ich sie mieten und bezahle so im Grunde genommen den Kredit derjenigen, denen die Immobilien tatsächlich am Ende gehören. Damit ich dieses geliehene Haus bzw. Geld verwenden darf, muss ich Zinsen bezahlen. Zinsen sind quasi der Preis des Geldes, den es zu begleichen gilt.

Geldanlage

So ähnlich verhält es sich mit der Geldanlage. Habe ich Geld übrig, welches ich nicht brauche, kann ich daraus mehr Geld generieren. Brauche ich mehr Geld als ich zur Verfügung habe, muss ich es mir leihen und den Preis (Zins) dafür an Leute bezahlen, die schon genug Geld haben. Je höher mein Vermögen also ist, desto höher sind meine Gewinnbeteiligungen.

Ohne Geld investieren?

Mal ganz davon abgesehen, dass viele Menschen leider gar kein Geld übrig haben, um sich Aktien leisten zu können. So legen es viele, die es können, häufig auf Tagesgeldkonten oder Sparbüchern an oder horten es sogar als Bargeld. Wenn wir jedoch den Wert unseres Geldes erhalten wollen, dann sind wir gezwungen den Wert unseres übrigen Geldes auch zu erhöhen. Denn wie oben bereits erwähnt wächst die Weltwirtschaft immer und immer weiter. Das heißt eben auch, dass 100 Euro, die ich beiseite gelegt habe in zehn Jahren zwar immer noch 100 Euro sind, jedoch nicht mehr die selbe Kaufkraft besitzen wie zuvor. Denn mit der Wirtschaft wachsen die Produkt- und Konsumpreise.

Die Nullzinspolitik

In den 60er, 70er oder 80er Jahren gab es die Zeit der hohen Zinsen auf verschiedene Sparmöglichkeiten. Heute in Zeiten der Niedrigzinspolitik oder gar Nullzins- oder Strafzinspolitik, sind Investitionen in Aktien nahezu konkurrenzlos. Ich jedenfalls, möchte mein Geld nicht für 0,1% jährlich auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen.

Auf Diversifikation achten

Die viel sinnvollere Variante lautet sich an den Gewinnen der Unternehmen zu beteiligen und zwar über Aktienkäufe. Ein diversifiziertes Depot mit Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung und regelmäßigen Dividendenausschüttungen wird höchstwahrscheinlich bei einem langfristigen Anlagehorizont den Wert steigern.

Langfristig Anlegen

Wenn man langfristig in einen der gr0ßen Indizes investiert hat, dann hat man über einen Zeitraum von 15 Jahren noch nie, egal zu welcher Zeit, Verlust machen können. Man sollte also keine Angst vor Kursschwankungen haben, denn die Börse hat so ziemlich alles überlebt und sich erholt was Menschen und Staaten das Leben gekostet hat. Die großen Indizes haben zwei Weltkriege, Ölkrisen, den kalten Krieg, den Niedergang des Kommunismus und die deutsche Angst vor Aktienkäufen überlebt und seinen Wert dabei gesteigert!

Möchte man also aus dem Umverteilungsmechanismus des Kapitalismus ausbrechen und selbst zu denjenigen gehören, die davon profitieren, dann muss man weg von Zinszahlungen und zu hohem Konsum und selbst Zinsen kassieren, Dividenden einfahren oder Mieteinnahmen generieren.

Finanzielle Freiheit

Es liegt auf der Hand, dass ein Großteil der Deutschen sich diesen Luxus nicht leisten kann Geld zu verwenden, um mehr Geld zu generieren. Wie man jedoch auch klein anfangen und daraus auf lange Sicht ein Vermögen aufbauen kann, das wird bald Thema eines neuen Artikels sein.

Was kosten Aktien?

Was Aktien kosten?

Beim Kauf von Aktien erhofft man sich Gewinne und vernachlässigt manchmal die anfallenden Gebühren. Die gilt es jedoch unbedingt zu beachten, da nur so eine korrekte und realistische Prognose über Erfolgsaussichten möglich ist. Zu unterscheiden wären:

  • Depotgebühren
  • Ordergebühren
  • Kapitalertragssteuer

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Unterschiede der Broker

Die Depot- und Ordergebühren unterscheiden sich von Broker zu Broker. Auch gilt es Sonderaktionen oder Vieltradingangebote zu beachten. Hier helfen definitiv Vergleichsportale weiter. Für Anfänger lohnt es sich jedenfalls einen übersichtlichen Broker zu suchen, denn manche spezialisierte Broker wirken wie Profitools und sind für Laien zunächst schwer zu verstehen. Daher sollte man nicht nur das aller günstigste Angebot nehmen, sondern auch darauf achten, dass der Broker zu mir passt.

Am Beispiel comdirect

Da es so viele unterschiedliche Broker gibt, stelle ich die Gebühren anhand meines eigenen Brokers da, der comdirect Bank. So viel vorweg, sie ist nicht die günstigste Bank, aber sehr gut und übersichtlich gestaltet. Daher eine Empfehlung für alle Anfänger.

Die eigentliche Grundgebühr liegt bei 4,90 Euro pro Kauf oder Verkauf + o,25% des Orderwertes als Orderprovision. Jedoch kostet die Order mindestens 9,90 Euro, auch wenn die rechnerische Gebühr noch darunter liegen würde. Dies gilt ebenso für den Verkauf. Es gibt auch einen Maximalwert von 59,90 Euro, aber den erreicht man zunächst nicht, außer man hat ein üppiges Sümmchen geerbt, denn die Ordergebühr richtet sich nach dem Wert der Order. Je höher der Orderwert, desto höher die Gebühr.

Gebühren nicht unterschätzen

Diese Gebühren sind keinesfalls zu unterschätzen, denn den größten Fehler, den Anleger immer wieder begehen sind zu viele Trades in der Hoffnung verlorenes Geld durch den Kauf anderer Aktien wieder hereinzuholen. So kann es leicht passieren, dass die Gebühren die Gewinne auffressen.

Auf Diversifikation achten

Eine weiterer wichtiger Punkt ist die Diversifikation. Man sollte sein Geld keinesfalls in nur wenige oder gar eine Aktie stecken. Viele deutsche Anleger, die um die Jahrtausendwende nur die Telekomaktie gekauft haben, verloren riesige Anteile ihres Vermögens und erachten Aktienhandel seither als Teufelszeug, was sie auch bei jeder Gelegenheit kundtun. Dabei sind sie auf ihre eigene Naivität und Unwissenheit hereingefallen. Eine Streuung des Depots auf 10-20 Aktien verkraftet Rückschläge einzelner Aktien. Erfolg ist die Summe richtiger Entscheidungen. Für die Klärung der Frage „Was kosten Aktien“ gehen wir bei der comdirect Bank mal von einem Depot mit 10 Aktienkäufen aus. Angenommen ich hätte 10 000 Euro zur Verfügung. Teile ich dieses Geld auf 10 Aktien auf, kaufe ich logischerweise bei jeder Aktie Stücke im Wert von 1000 Euro. Bei einer Mindestgebühr von 9,90 bei Kauf und Verkauf fallen so knapp 200 Euro Gebühr an. Das bedeutet ich müsste mit dem Depot zunächst 2% Gewinn machen, um überhaupt auf Null zu kommen. Aktienhandel macht also erst ab einer gewissen Investitionssumme Sinn, weil ich mir dann die Diversifikation leisten kann.

Alternativen

Als Alternative kann ich übrigens wärmsten das Wikifolio empfehlen. Denn dort kann ich Zertifikate theoretisch ab 100 Euro erwerben. Die Gebühren sind günstiger und die Trades sind sogar kostenlos. Ein riesiger Vorteil! Auch ETF-Sparpläne bieten sich sehr gut an!

Depotgebühren

Die Depotgebühren unterscheiden sich ebenfalls von Broker zu Broker. Nutzt man die Onlinebank neben dem Depot als Gehaltseingangskonto, dann fallen die Depotgebühren oft gar nicht an. Ansonsten kosten sie einige wenige Euro im Monat oder im Quartal. Auch hier gilt es spezielle Angebote zu beachten und auf das eigene Anlegeverhalten abzustimmen. Viele Broker bieten bei Vieltradern Gebührenentlastungen an.

Steuern nicht vergessen

Sollte man tatsächlich mit seinem Depot Gewinn erwirtschaften, was auch meistens der Fall ist, fällt die Kapitalertragssteuer an. Bei Singles sind die ersten 801 Euro Gewinn steuerfrei, bei Verheirateten 1602 Euro, vorausgesetzt man hat bei der Bank einen Freistellungsauftrag gestellt. Diese Freistellungsaufträge lassen sich auch auf mehrere Banken oder Institute aufteilen. Erwarte ich z.B. Gewinn von einem Tagesgeldkonto (HAHA dank der EZB) und einem Depot, dann kann ich den Freistellungsauftrag beliebig aufteilen.

Alles was über den Freibetrag hinaus geht wird mit 25% besteuert. Seit 2009 wird eine Kirchensteuer (Skandal!) eingerechnet, so dass die endgültige Steuerlast bei 26,375% liegt.

Langfristig planen

Im ersten Moment ist man vielleicht etwas überrascht wegen der anfallenden Gebühren, doch wer über einen langen Zeitraum z.B. für die Altersvorsorge seriös Aktienhandel betreibt wird sehen, dass seine Gewinne die Gebühren wahrscheinlich weit übersteigen.

 

Wo kann man Aktien kaufen?

Wo man Aktien kaufen kann

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten Aktien zu erwerben. Eine Option wäre ein Depot bei einer Bank zu eröffnen und die Bank aufzufordern, gewisse Aktien in diesem Depot zu ordern und aufzubewahren. Außerdem gibt es die Möglichkeit eine Vermögensverwalter aufzusuchen und ihm den Auftrag zu erteilen, das eigene Geld gegen Gebühr zu vermehren. Aus meiner Sicht sind beide Optionen eher unflexibel und schränken die Selbstständigkeit des Vermögensaufbaus ein.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Kauf bei Brokern

Eine dritte und weitaus flexiblere und einfachere Methode Aktien zu erwerben, ist über einen Onlinebroker. Die meisten Direktbanken bieten mittlerweile die Eröffnung und Verwaltung eines Depots an. Es gibt auch reine Broker, die sich auf das Angebot des Börsengeschäfts spezialisiert sind, jedoch macht es Sinn, sich bei einer ganz normalen Onlinebank anzumelden und die Option zu nutzen, nebenbei ein Depot zu eröffnen. Hat man z.B. sein Girokonto bei einer Onlinebank mit regelmäßigem monatlichen Einkommen, spart das z.B. häufig die Depotgebühren.

Angebote gibt es sehr viele. Über gängige Vergleichssuchmaschinen kann eine gute Auswahl getroffen werden. Hat man sich nun bei einer Onlinebank angemeldet und möchte ein Depot eröffnen, muss man sich normalerweise mit seinem Personalausweis identifizieren. Wenn das Depot eröffnet ist kann es losgehen.

Möglichkeiten der Investition

Es gibt gefühlt unendlich viele Möglichkeiten an der Börse sein Geld zu investieren durch z.B. Anleihen, ETFs, CFD-Trading, Rohstoffe, Währungen, Indizes etc. Wir konzentrieren uns hier zunächst mal auf den einfachen Kauf einer Aktie.

Handelsplätze

Wenn ich eine Aktie kaufen will, muss ich eine Aktie an einem Börsenplatz ordern. Auch hiervon gibt es wieder einige. Der größte und bekannteste ist Xetra. Darüber hinaus gibt es noch weitere wie Tradegate, Stuttgart etc… Sie unterscheiden sich von den Handelszeiten und bieten die einzelnen Aktien zu leicht unterschiedlichen Preisen an. Bei Xetra findet Handel z.B. zwischen 9 und 17:30 Uhr statt während bei Tradegate die Börse von 8 bis 22 Uhr geöffnet ist. Für meinen späteren Gewinn spielt es weniger eine Rolle über welchen Börsenplatz ich meine Aktie ordere. Generell sollten Aktien jedoch nur während der Handelszeiten gekauft werden, weil die Spreads (Dazu wird es bald einen eigenen Artikel geben) dann günstiger sind und somit die Aktie zu einem besseren Preis gekauft werden kann.

Immer ein Limit setzen

Es bietet sich an beim Kauf einer Aktie immer ein Limit zu setzen. Im Ordermenu des Depots kann dieses Limit gesetzt werden. Bin ich z.B. bereit für eine Aktie, die aktuell 40 Euro kostet maximal auch 40 Euro auszugeben, dann sollte ich auch das Kauflimit bei 40 Euro setzen. Das gleiche gilt für das Verkaufslimit. Wenn ich das nicht tue, dann kann es sein, dass die Kauf zu dem Preis ge- oder verkauft wird, der gerade verfügbar ist. Es wäre also möglich, dass ich die Aktie, die bei 40 Euro steht erst bei 43 Euro kaufe, sie jedoch direkt wieder auf 40 Euro fällt. Somit hätte man schon am ersten Tag einen Verlust eingefahren. Mit einem Limit lässt sich das vermeiden. Es ist also nicht möglich den exakten Realtimekurs einer Aktie zu kaufen bis man die Aktie tatsächlich über einen Vermittler (Broker der Onlinebank) erwerben kann.

Weiter gilt es unbedingt die Gebühren beim Börsenhandel zu beachten (siehe Artikel: Was kosten Aktien?).

Was ist eine Börse?

Was ist eine Börse

Sie ist grundsätzlich nichts anderes als ein Marktplatz. Börsen gibt es sehr viele auf der Welt. Die größte befindet sich in New York, die NYSE (New York Stock Exchange). Weitere bekannte Börsen gibt es in Tokyo, Frankfurt oder London. Auch innerhalb von Deutschland gibt es mehrere Börsen wie z.B. in Berlin oder Stuttgart. Jedoch ist die Frankfurter Börse die bekannteste und größte.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Was passiert an einer Börse?

Wie bereits erwähnt ist sie ein Marktplatz. Jedoch werden hier keine physischen Waren wie Obst oder Werkzeuge zum Verkauf angeboten, sondern Aktien, also Wertpapiere. Unternehmen, die außer durch Fremdkapital (Kredite und Schuldschreibungen) weitere Geldmittel zur Expansion zur Verfügung haben wollen, können unter bestimmten Umständen eine Aktiengesellschaft gründen. Dadurch können sie Aktien zum Verkauf anbieten und somit ihren finanziellen Spielraum erheblich erhöhen.

Der Vermittler

Die Wertpapiere einer Aktiengesellschaft können nun an der Börse von Jedermann gekauft und verkauft werden. Das passiert nicht direkt, sondern über einen Vermittler z.B. über eine Bank. Die Banken wickeln den Kauf oder Verkauf einer Aktie zwischen der Börse und dem Anleger ab. Die Börse ist also ein Ort an dem sich Unternehmen liquide Mittel holen von Menschen, die diese durch ihren Aktienkauf zur Verfügung stellen. Zusammen schaffen sie so die Mittel für ein mögliches Wachstum eines Unternehmens, der zu einem Mehrwert führen und den Preis der Aktie anheben kann.

Der Preis einer Aktie richtet sich wie auf einem klassischen Marktplatz auch nach Angebot und Nachfrage. Dennoch kann es sein, dass eine Aktie, die 40 Euro kostet relativ gesehen günstig und eine Aktie, die nur 5 Euro kostet überteuert ist.