Jetzt noch in Nintendo investieren?

Jetzt in Nintendo investieren?

Man sieht sie an jeder Straßenecke. An der S-Bahn, am Supermarkt, am Sportplatz und eigentlich hat man das Gefühl überall. Geht man eine Stunde durch bevölkerungsreiches Gebiet spazieren und lauscht aufmerksam, wird man irgendwo das Wörtchen Pokemon hören.

Lohnt sich denn jetzt noch ein Einstieg in die Nintendo Aktie?

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Meiner Meinung nach nein. Denn durch den rasanten Anstieg in den letzten Wochen ist der Börsenwert des Unternehmens nahezu verdoppelt worden. Die Frage ist nun, ob eine simple, aber zugegebenermaßen geniale App diesen Anstieg rechtfertigen kann? Schließlich müsste für eine Rechtfertigung des rasanten Marktwertanstiegs die App diesen Anstieg refinanzieren. Sprich Nintendo müsste an dieser App ordentlich viel Kohle verdienen. Dies gilt es aber zu bezweifeln, vor allem wenn man bedenkt, dass Nintendo nicht das einzige Unternehmen ist, welches an Pokemon Go beteiligt ist. Es gibt einige andere Unternehmen, die an potentiellen Gewinnen beteiligt sind. Möchte man in Nintendo investieren, sollte man das im Hinterkopf haben.

An dieser Stelle muss jedoch gesagt sein: Wenn man früh genug den Hype erkennt und reagieren möchte, kann man mit einem Aktiensprung wie bei Nintendo viel Geld verdienen. Einigen Aktionären ist dies auch gelungen. Die Psychologie der Anleger spielt hierbei eine entscheidende Rolle, weil jeder an diesem Hype beteiligt sein möchte und alleine dadurch eine Aktie getrieben werden kann. Dies hat eben mit dem menschlichen Herdentrieb zu tun. Also wenn ihr das Gefühl habt euch in einer bestimmten Materie sehr gut auszukennen und so einen Hype frühzeitig zu bemerken, dann lohnt sich eine schnelle Reaktion. Doch Vorsicht ist geboten. Nicht jeder Hype führt direkt zu einem rasanten Anstieg der Aktie. Daher macht es nur Sinn wenn man sich sehr sehr sicher ist.

Bei diesem rasanten Anstieg ist nun erst mal mit Gewinnmitnahmen zu rechnen, denn man darf nicht vergessen: Ein derart signifikanter Anstieg eines etablierten Börsenunternehmens ist höchst selten.

 

Altersarmut und Niedrigrente? Nein danke!

Altersarmut und Niedrigrente

In den Medien kommt man aktuell nicht um das Thema Altersarmut herum. Bis zum Jahre 2030 soll jede zweite Rentnerin und jeder zweite Rentner an der Armutsgrenze leben und staatliche Hilfe zur Finanzierung des Lebensabends benötigen.

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Die Rentenproblematik

Die Rentenproblematik ist absolut real und super gefährlich, doch müssen wir die Zahl von“50%“ etwas relativieren. Abgesehen davon, dass dieses Thema von unserer Regierung immer wieder zum Einfangen von Wählerstimmen bemüht wird, muss man bedenken, dass hiermit nur die gesetzliche Rentenversicherung gemeint ist. Nicht mit eingerechnet wurden mögliche private und betriebliche Rentenvorsorge. Außerdem ist man bei der Berechnung von den jetzigen Einkommen ausgegangen. Die für die Rente relevanten Einkommen liegen im Jahr 2030 wahrscheinlich höher. Außerdem wurden auch Ehepaare als Einzelpersonen betrachtet.

Trotz der Relativierung bleiben die Rentensituation und die Altersarmut hoch problematisch, denn wer will schon 40-45 Jahre arbeiten und im Alter von Sozialhilfe leben. Das fühlt sich nicht nur wahnsinnig ungerecht an, es verhindert auch die besonders im Alter wichtige Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben.

Das Finanzsystem für sich nutzen

Also was kann man tun, um nicht in die Altersarmut zu rutschen? Im Prinzip sollte man unser Finanzsystem genauso ausnutzen wie es unsere wohlhabenden Mitbürger tun. Zwar kann man das mit geringen finanziellen Möglichkeiten nicht im gleichen Umfang und auch nicht mit der gleichen Produktpalette, jedoch gibt es mittlerweile mannigfaltige Angebote sein Geld zu investieren.

Eine konkrete Möglichkeit zur Vorsorge vor Altersarmut wäre zum Beispiel ein ETF-Sparplan. Bei meiner Bank kann ich ab einem Betrag von 25 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan investieren. Dabei hat man ein hohes Maß an Flexibilität, denn man kann die Sparrate monatlich erhöhen, herab – oder sogar aussetzen. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist im Prinzip ein Fonds, jedoch keiner der gemanagt werden muss. Hinter einem klassischen Fonds steckt ein Finanzexperte, welcher jedoch nicht unbedingt gut sein muss. Außerdem verlangt er durch das aktive Verwalten des Fonds Gebühren.

Der ETF-Sparplan

Ein ETF-Sparplan ist gekoppelt an einen Markt. Zum Beispiel an alle Dax- oder DowJones-Werte. Dieser Fonds funktioniert ohne Manager und Personalkosten, denn er steigt und fällt in etwa wie der Markt. Möchte man in einen ETF-Sparplan investieren, sollte man langfristig denken, da Investitionen über 15 Jahre und darüber hinaus noch niemals ein Verlustgeschäft eingebracht haben. Dieser Charakter passt auf jeden Fall zur Altersvorsorge, denn sie soll frühzeitig beginnen und langfristig sein. Gegen Ende der Laufzeit und kurz vor der Rente kann über eine Umschichtung in sichere Geldanlagen nachgedacht werden, da man kurzfristig eben auch mit Kursschwankungen rechnen muss.

 

Ein Rechenbeispiel

Angestelle X beginnt ihre berufliche Karriere im Alter von 20 Jahren. Sie verdient den Mindestlohn von 8,50 Euro. Nach aktuellen Berechnungen muss man über 45 Jahre 11,50 Euro bei voller Stelle in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben, um zum Eintritt des Rentenalters nicht vom Existenzminimum zu leben. Wenn Angestellte X diese 45 Jahre in einen ETF-Sparplan z.B. in den Weltaktienindex investieren würde, dann könnte sie bei einem monatlichen Sparbetrag von 25 Euro in diesen 45 Jahren nach Abzug von Steuern und Gebühren eine Summe von fast 100 000 Euro ansparen. Die Grundlage hierfür ist die durchschnittliche Rendite des Weltaktienindex der letzten 15 Jahre. Denn dies sollte der Mindestzeitraum einer langfristig angelegten Altersvorsorge sein. 25 Euro im Monat kann fast jeder fürs Alter beiseite legen und durch die hohe Flexibilität, kann man den Plan im Notfall einige Monate aussetzen.

Wie spart man mindestens 10 000 Euro an?

Wie beginnt Vermögensaufbau?

Angestellter X gönnt sich zu jeder Mittagspause eine warme gekaufte Mahlzeit (Mensa, Döner, Currywurst + Getränk). Im Schnitt gibt er hierfür täglich 6 Euro aus. Das ist es ihm wert. Arbeitgeber Y steht jeden Morgen 15 Minuten früher auf und bereitet sich seinen Mittagssnack zu Hause vor. Im Durchschnitt gibt er hierfür 3 Euro pro Tag aus. Ein normaler Arbeitnehmer mit 5-Tage-Woche hat in vielen Branchen etwa 30 Urlaubstage. Bleiben also 46 Arbeitswochen an denen Arbeitgeber Y täglich 3 Euro weniger ausgibt als Arbeitgeber X. jedes Jahr käme so eine angesparte Summe von 690 Euro zusammen. Hätten beide Arbeitnehmer nun noch 30 Arbeitsjahre vor sich, dann wäre die gesparte Summe 20 700 Euro. Die durchschnittliche Rendite der größeren Aktienindizes lag in den letzten 30 Jahren bei etwa 6-9%. Hätte Arbeitgeber Y nun diese gesparten drei Euro jährlich investiert, dann hätten sich die täglich angesparten 3 Euro bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 6% bis auf 51 686 Euro summiert, Abgeltungssteuer eingerechnet.

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Machen Aktien Sinn?

In einem anderen Beitrag habe ich geschrieben, dass ein Aktieninvestment erst ab einer Summe von mindestens 10 000 Euro sinnvoll ist. Ähnlich verhält es sich mit Immobilienkäufen, da man eine gewisse Anzahlung bei der Bank zu leisten hat. Viele Menschen haben diese Summe jedoch nicht einfach mal so auf der hohen Kante. Doch es gibt Alternativen sein verfügbares Geld zu vermehren bis man sich eine aktive Streuung leisten kann.

Der Vermögensaufbau startet

Für das Ansparen einer fünfstelligen Summe mit geringen finanziellen Mitteln gibt es keine Zauberformel, kein Patentrezept und keine Geschenke. Es erfordert exaktes Wissen über die eigene finanzielle Situation und knallharte Konsequenz. denn es funktioniert nur mit einem sehr bewussten Umgang des eigenen Einkommens. Darüber hinaus erfordert es möglicherweise einen Zeitraum über einige wenige Jahre. Dazu sind die Lösungsansätze höchst individuell und stark abhängig vom Einkommen, den laufenden Kosten und des eigenen Lebensstils.

Je nach Lebenssituation gibt es eine recht hohe Anzahl an Kniffen, Tipps und Tricks. Jeden möglichen Gedanken kann ich hier nicht niederschreiben. Außerdem sind viele dieser Ideen Binsenweisheiten, die eigentlich jeder kennt und ich will hier niemanden für dumm verkaufen. Aber die wenigstens setzen diese Dinge wirklich in die Tat um. Im Folgenden eine Auswahl an wichtigen Verhaltensweisen, die man beim Sparen bedenken sollte:

Keine Konsumschulden

Möchte man sich ein neues Auto kaufen oder neue Möbel weil die alten 10 Jahre oder mehr auf dem Buckel haben. Dann sollte man das nur in dem Maße tun, wie es der Geldbeutel erlaubt. Alles andere schadet dem Vermögensaufbau. Mache keine Konsumschulden und bezahle keine Zinsen für ein Konsumgut auch nicht in der Niedrigzinsphase.

Gebraucht kaufen, ausleihen und teilen

Es macht keinen Sinn sich einen Neuwagen zu kaufen. Wer das tut und sich freut wenn er den Neuwagen in seine Garage abstellt ist ein Idiot, denn er hat gerade 30% des Wertes des Autos auf dem Weg vom Autowerk zur Garage verbrannt. Diese Regel gilt für alle Dinge, die es gebraucht in gutem Zustand zu kaufen gibt: Videospiele niemals neu, Babyklamotten vom Babybasar, Fahrräder gebraucht aus speziellen Läden etc.

Dieses Motto lässt sich auch auf andere Aktivitäten und Notwendigkeiten übertragen: Gartengeräte werden ausgeliehen, Kinobesuche nur am Kinotag, das Bundesliga Sky Abo wird mit dem Nachbar geteilt etc.

Kostenpunkt Wohnen

Ein großer Kostenpunkt auf dem Weg zum Vermögensaufbau ist das Wohnen. Wenn man Single ist sollte man sich keine teure geräumige Wohnung in der Innenstadt leisten, sondern darüber nachdenken, sich zu verkleinern oder aufs Land in eine Kleinstadt zu ziehen. Dort sind die Mieten wesentlich geringer und die Infrastruktur dennoch gegeben. Für Familien bietet sich das auch an, gerade wenn man ein Haus finanzieren möchte. Die niedrigen Zinsen verlocken zwar und ältere Semester schauen immer neidisch auf 1,x% Zinsen, jedoch sind die Anschaffungskosten aufgrund von Auflagen z.B. für energieeffizientes Bauen und die Grundstückspreise astronomisch hoch. Als Geldanlage ist eine Immobilie in der Nähe eines Stadtzentrums geeignet, als Eigenheim eher nicht.

Kostenpunkt Transport

Transportkosten sind nach dem Wohnen die höchsten Kosten im Leben eines Deutschen. Wenn möglich, dann sollte man näher an den Arbeitsort ziehen und das Fahrrad oder die Bahn als Alternative nutzen. Ein Auto sollte man niemals neu kaufen, aber auf Qualität achten, denn es soll ja lange halten. Auch wichtig ist, dass Instandhaltungskosten mit einkalkuliert sind. Es macht auch durchaus Sinn sein Auto auf Autogas umzurüsten. Das ist steuerlich subventioniert (zwar nur bis 2018, im Anschluss gibt es noch keine Regelung, man vermutet jedoch keine Preissteigerung). Aktuell kostet der Liter Autogas zwischen 55 und 60 Cent und es macht einfach Freude für 25 Euro vollzutanken. Die Anschaffungskosten sind nach 40 000 bis 50 000 gefahrenen km amortisiert. Dann beginnt das Sparen.

Versicherungen und Energieversorger überprüfen

Wenn man noch Versicherungen mit Beratungsstelle vor Ort nutzt, dann sollte man zu einem Onlineanbieter wechseln. Dasselbe gilt für das Bankinstitut. Beides ist in der Regel günstiger, weil es die Personalkosten spart. Den Strom- und Gasanbietervergleich sollte man jährlich angehen. Dies ist nicht mal ein großer Aufwand, jedoch gilt folgendes zu bedenken: Viele Stromanbieter sind günstiger aufgrund von Sonderangeboten und Prämien in den ersten 12 Monaten. Man muss sich also die Mühe machen, jedes Jahr neu zu kündigen und abzuschließen. Das ist jedoch bares Geld wert.

Erste Investitionen: Wikifolios oder Indizes

Wikifolios bieten den Vorteil sich eine Streuung theoretisch schon mit geringen finanziellen Mitteln leisten zu können. Wir reden von einer Größenordnung von wenigen hundert Euro. Wichtig ist vor allem auf die Handelsidee und die Pflege des wikifolios zu achten. Die Handelsidee sollte eben diese Streuung abdecken und das Depot sollte vom Verwalter regelmäßig gepflegt sein. Das erkennt man an den Kommentaren und den Trades. Manche Händler verknüpfen ihre wikifolios auch mit einem Blog. (siehe Artikel: Wikifolios – Investierbare Musterdepots für jeden Geldbeutel).

Wenn man wie Arbeitgeber Y sein Geld in den Markt investieren möchte, so bietet sich auch ein Kauf eines Index an. Man ist somit z.B. direkt an den Erfolg oder Misserfolg aller Unternehmen dieses Indizes gekoppelt z.B. aller 30 Dax-Unternehmen.

Ab welchem Betrag macht Investieren Sinn?

Ab welchem Betrag macht Investieren Sinn?

Kapital investieren in Aktien oder Immobilien macht meines Erachtens erst ab einem Betrag von mindestens 10 000 Euro Sinn. Habt ihr diesen Betrag nicht zur Verfügung, solltet ihr versuchen euer Konsum- und Sparverhalten so auszurichten, dass ihr irgendwann mindestens diese Summe besitzt.

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Kauf von Aktien?

Beim Kauf von Aktien habt ihr das Problem der Gebühren. Aktieninvestments machen nur mit einer gewissen Streuung Sinn. Wenn man nicht genügend Kapital zur Verfügung hat, dann kann man sich diese notwendige Streuung nicht leisten und die Gebühren werden die investierte Summe stark belasten. Je höher mein Ausgangskapital ist, desto weniger stören die Gebühren.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Man kann zum Beispiel einen ETF-Sparplan einrichten oder ein Wikifolio-Zertifikat kaufen.

Investition in immobilien?

Möchte man in eine Immobilie investieren reichen 10 000 Euro kaum aus, denn die Bank verlangt meist ein gewisses Eigenkapital von 10 oder 20%, je nach Immobilie. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass in der heutigen Zeit in Deutschlands Innenstädten für 100 000 Euro keine Wohnung zu haben ist wenn ich davon nur 10% Eigenkapital zur Verfügung habe.

Falls ihr nicht über diesen Mindestbetrag verfügen solltet, dann setzt euch ein Ziel bis wann ihr dieses Geld ansparen könnt. Kümmert euch nur um das Ansparen und investiert das Geld erst wenn eine Streuung beim Aktienhandel oder die Anzahlung für eine Immobilie im Bereich des Möglichen sind.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit der 100% Finanzierung, wovon ich jedoch abraten würde. Letztendlich erhöht es für einen selbst die Risikobereitschaft und oft auch den Zins. Also lieber schauen wo Einsparreserven vorhanden sind, diese ausnutzen und sich in Geduld üben.

Warum sollte ich mein Geld an der Börse anlegen?

Warum sollte ich mein Geld an der Börse anlegen?

Wir leben in einer kapitalistischen Welt und um den Kapitalismus am Leben zu erhalten, benötigen wir stetiges Wirtschaftswachstum. Zumindest behaupten das die meisten Wirtschaftsexperten. Durch dieses Wachstum erhöht sich das BIP (Bruttoinlandsprodukt). Dadurch wiederum steht mehr Geld zur Verfügung. Dieses Geld wird verteilt. Zum Einen nimmt der Staat Geld z.B. über Steuern ein. Je höher das BIP, desto mehr Produkte und Dienstleistungen werden angeboten. Desto mehr Arbeitsplätze entstehen, desto höher sind auch die Steuereinnahmen. Der Staat verteilt dieses Geld auf verschiedene Töpfe. Somit erhält er z.B. unser Verkehrssystem, tätigt Investitionen in die Bildung (HAHA) oder erschafft die Rente mit 63.

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Dividenden und Gewinnbeteiligungen

Zum Anderen nehmen auch die Unternehmen mehr Geld durch Wachstum ein. Mit diesem Kapital werden Löhne oder Betriebsrenten bezahlt, neue Investitionen getätigt oder Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet. Je mehr Aktien ich also besitze, desto höher ist auch meine Gewinnbeteiligung an einem Unternehmen. Dies entspricht dem Ursprungsgedanken einer Börse als Platz an dem sich zwei verschiedene Arten von Menschen begegnen. Die Menschen, die eine Idee haben, jedoch nicht das Geld diese umzusetzen und die Menschen, welche Geld haben, jedoch nicht die Idee, um mehr Geld zu generieren. Im Gegenzug für die Aktienkäufe werden Dividenden als Gewinnbeteiligung an den Unternehmen ausgeschüttet.

Umverteilung

Generell läuft der Geldfluss oder die „Umverteilung“ innerhalb des kapitalistischen Systems nur in eine Richtung. Von unten nach oben! Wenn ich genügend Geld übrig habe, welches ich nicht benötige, kann ich z.B. eine Immobilie kaufen. Ich verleihe diese Immobilie an Menschen, die sich das nicht leisten können und nehme durch die Mieteinnahmen mehr Geld ein, womit ich auch das mir geliehene Geld zurück bezahle. Mit den Mieteinnahmen leihe ich mir neues Geld von der Bank, die übrigens ebenfalls Geld geliehen hat z.B. von der EZB und kaufe mir eine neue Immobilie, welche ich ebenfalls vermiete und mein Vermögen noch weiter steigere. Vermögen ist immer in Verbindung zu setzen mit Einkommen, denn Vermögen generiert ganz simpel mehr Einkommen. Das ist das eigentlich perverse an unserem System. Kann ich mir jedoch den Kauf einer Immobilie nicht leisten, muss ich sie mieten und bezahle so im Grunde genommen den Kredit derjenigen, denen die Immobilien tatsächlich am Ende gehören. Damit ich dieses geliehene Haus bzw. Geld verwenden darf, muss ich Zinsen bezahlen. Zinsen sind quasi der Preis des Geldes, den es zu begleichen gilt.

Geldanlage

So ähnlich verhält es sich mit der Geldanlage. Habe ich Geld übrig, welches ich nicht brauche, kann ich daraus mehr Geld generieren. Brauche ich mehr Geld als ich zur Verfügung habe, muss ich es mir leihen und den Preis (Zins) dafür an Leute bezahlen, die schon genug Geld haben. Je höher mein Vermögen also ist, desto höher sind meine Gewinnbeteiligungen.

Ohne Geld investieren?

Mal ganz davon abgesehen, dass viele Menschen leider gar kein Geld übrig haben, um sich Aktien leisten zu können. So legen es viele, die es können, häufig auf Tagesgeldkonten oder Sparbüchern an oder horten es sogar als Bargeld. Wenn wir jedoch den Wert unseres Geldes erhalten wollen, dann sind wir gezwungen den Wert unseres übrigen Geldes auch zu erhöhen. Denn wie oben bereits erwähnt wächst die Weltwirtschaft immer und immer weiter. Das heißt eben auch, dass 100 Euro, die ich beiseite gelegt habe in zehn Jahren zwar immer noch 100 Euro sind, jedoch nicht mehr die selbe Kaufkraft besitzen wie zuvor. Denn mit der Wirtschaft wachsen die Produkt- und Konsumpreise.

Die Nullzinspolitik

In den 60er, 70er oder 80er Jahren gab es die Zeit der hohen Zinsen auf verschiedene Sparmöglichkeiten. Heute in Zeiten der Niedrigzinspolitik oder gar Nullzins- oder Strafzinspolitik, sind Investitionen in Aktien nahezu konkurrenzlos. Ich jedenfalls, möchte mein Geld nicht für 0,1% jährlich auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen.

Auf Diversifikation achten

Die viel sinnvollere Variante lautet sich an den Gewinnen der Unternehmen zu beteiligen und zwar über Aktienkäufe. Ein diversifiziertes Depot mit Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung und regelmäßigen Dividendenausschüttungen wird höchstwahrscheinlich bei einem langfristigen Anlagehorizont den Wert steigern.

Langfristig Anlegen

Wenn man langfristig in einen der gr0ßen Indizes investiert hat, dann hat man über einen Zeitraum von 15 Jahren noch nie, egal zu welcher Zeit, Verlust machen können. Man sollte also keine Angst vor Kursschwankungen haben, denn die Börse hat so ziemlich alles überlebt und sich erholt was Menschen und Staaten das Leben gekostet hat. Die großen Indizes haben zwei Weltkriege, Ölkrisen, den kalten Krieg, den Niedergang des Kommunismus und die deutsche Angst vor Aktienkäufen überlebt und seinen Wert dabei gesteigert!

Möchte man also aus dem Umverteilungsmechanismus des Kapitalismus ausbrechen und selbst zu denjenigen gehören, die davon profitieren, dann muss man weg von Zinszahlungen und zu hohem Konsum und selbst Zinsen kassieren, Dividenden einfahren oder Mieteinnahmen generieren.

Finanzielle Freiheit

Es liegt auf der Hand, dass ein Großteil der Deutschen sich diesen Luxus nicht leisten kann Geld zu verwenden, um mehr Geld zu generieren. Wie man jedoch auch klein anfangen und daraus auf lange Sicht ein Vermögen aufbauen kann, das wird bald Thema eines neuen Artikels sein.