Die besten Wikifolios – SZEW Grundinvestment

SZEW Grundinvestment

Als erstes Wikifolio in dieser Reihe möchte ich euch das SZEW Grundinvestment vorstellen. Dieses investierbare Portfolio basiert hauptsächlich auf stark unterbewerteten Unternehmen. Zumeist handelt es sich hierbei um deutsche Nebenwerte. Fundamentale Analysen spielen ebenso eine Rolle wie potentielle Dividendengewinne. Auch Turnaroundkandidaten oder Small Caps mit hohem Wachstumspotential können das Wikifolio ergänzen.

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Bisherige Erfolge des SZEW Grundinvestment

Die Performance seit Erstellung des Wikifolios kann sich sehen lassen. Man könnte die bisherigen Gewinne mit gutem Gewissen als „Outperformance“ einstufen. Seit Beginn des Wikifolios wurden etwa 80% erwirtschaftet (Stand heute). Etwa 50% konnte das SZEW Grundinvestment seit der Erstemission zulegen. Besonders wichtig ist mir die Beobachtung, dass im bisher schwierigen Börsenjahr kaum Verluste, sogar leichte Gewinne verbucht werden konnten. Auch wird der DAX regelmäßig geschlagen.

Weitere Gründe für SZEW Grundinvestment

Bei meiner Wikifolio-Recherche ist mir beim SZEW Grundinvestment sofort eine Sache ins Auge gefallen: Transparenz. Jeden Freitag werden die aktuellen Entwicklungen des Depots vom User in der Kommentarfunktion veröffentlicht. Dort kann man sich auch auf den blog von SZEW Grundinvestment weiterleiten lassen. Hierfür wird man mit einer formatierten Version belohnt. In der wöchentlichen Rückschau wird vor allem auf einzelne Aktien aus fundamentaler Sicht eingegangen. Man kann hieran sehen, dass Aktien nicht einfach nach Gefühl gekauft oder andere Anleger imitiert werden. Es steckt Mühe und Sachverstand dahinter. Käufe, Verkäufe, Kursschwankungen und aktuelle Marktentwicklungen werden mit gut recherchierten Argumenten bekräftigt. Das war für mich der Hauptgrund mir selbst einige Stücke des Zertifikats ins Depot zu legen.

Intrinsicher Wert vs Börsenwert

Soweit ich das SZWE Grundinvestment verstanden habe ist diese Kennzahl wohl die wichtigste beim Kauf neuer Aktien. Ähnlich gehen Aktionäre vor, die Value Investing betreiben. Es werden nur Aktienwerte ins Depot aufgenommen, deren tatsächlicher Wert dem aktuellen Preis an der Börse übersteigt. Man ist dabei auf der Suche nach der sogenannten Unterbewertung. Sehr häufig werden sich der intrinsische Wert und der aktuelle Börsenwert im Laufe der Zeit angleichen. Somit erhöhen Aktionäre ihre Chance auf Gewinne. Es handelt sich hierbei um eine eher langfristige Anlageform, die ich selbst auch praktiziere und präferiere. SZEW Grundinvestment spricht dabei von einem Anlagehorizont von 6-12 Monaten pro Aktie. Wenn ihr nun Interesse habt euch das Wikifolio mal anzuschauen, dann klickt unten auf die Verlinkung.

Hier gehts zum Wikifolio SZEW Grundinvestment

Wikifolio-Auszeichnungen

  1. Aktiv diversifiziert
  2. Schwerpunkt Deutschland
  3. Regelmäßige Aktivität
  4. Treue Anleger
  5. Häufig Gekauft
  6. Guter Money Manager

 

Was ist Value Investing?

Was ist Value Investing?

Value Investing ist eine beliebte und sinnvolle Anlagestrategie bei Investoren. Sie gehört zu den langfristigen Anlagestrategien. Berühmte Vertreter des Value Investing sind Benjamin Graham und Warren Buffet. Beim Kauf einer Aktie achten Value Investoren vor allem auf den Preis des Unternehmens in Relation zu seinem tatsächlichen Wert. Im Grunde genommen versuchen Anleger Unternehmen zu finden, die eigentlich wesentlich teurer sind als ihr aktueller Preis. So gesehen sind Value Investoren nichts weiter als Schnäppchenjäger.

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Warum Value Investing?

Value Investoren kaufen fast ausschließlich nach dem Motto Buy and Hold. Das bedeutet, dass sie einen einmal getätigten Kauf sehr selten wieder verkaufen. Sie haben zumindest einen sehr langen Anlagehorizont. Das hat mehrere Gründe. Zunächst gehen Value Investoren davon aus, dass sich der Preis des Unternehmens dem eigentlichen Wert früher oder später anpassen wird. Darüber hinaus kommt es über die Jahre und Jahrzehnte bei vielen fundamental gut aufgestellte Unternehmen zu einer weiteren Wertsteigerung. Value Investoren vertrauen darauf, dass andere Anleger den Wert des Unternehmens mit der Zeit ebenfalls erkennen und Anteile kaufen.

Kostenvorteile

Value Investing hat Kostenvorteile. Zum Einen sparen diese Anlagestrategie Tradinggebühren. Jeder ausgeführte Trade bei einem Broker verursacht Gebühren. Diese schwanken in etwa zwischen 6 und 10 Euro Mindestgebühr. Es liegt auf der Hand. Wenn ich meine Aktien länger halte, zahle ich weniger Gebühren. Zum Anderen müssen Aktiengewinne, die über den Freibetrag von 801 bzw. 1602 Euro hinaus gehen, jährlich versteuert werden.

Zeitvorteile

Die meisten von uns sind berufstätig und viele von uns haben weitere Verpflichtungen wie Familie oder Freunde. Auf diese Errungenschaften wollen wir auch nicht verzichten. Aktives Trading nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch. Hierfür muss man Aktien sichten, bewerten, Kursverläufe beobachten, den Markt verfolgen und eventuell auch die Charttechnik verstehen. Den meisten Menschen fehlen schlicht und ergreifend die Zeit und die Muse sich in diese Thematik einzuarbeiten. Selbst wenn wir es tun würden, hätten wir am Markt gegenüber den Profis und den extra dafür entwickelten Algorithmen klare Wettbewerbsnachteile. Beim Value Investing benötige ich weder vertieftes Börsenwissen, noch viel Zeit oder eine überdurchschnittliche Intelligenz.

Was braucht man, um Value Investor zu werden?

An Fähigkeiten, Eigenschaften und Tools braucht man lediglich ein Verständnis für Value Investing (Basics), ein klar definiertes System und sehr viel Geduld.

In dieser Themenreihe werde ich dir die wichtigsten Grundlagen des Value Investing etwas näher bringen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese von mir vorgestellten Basics der einzige Zugang zum Value Investing sind. Betrachte sie eher als Start oder als Ergänzung zu bereits erworbenem Wissen und gestalte dir dein eigenes Anlagesystem.

Los geht es im nächsten Teil der Themenreihe mit:

Kaufe den maximalen Pessimismus

Ab welchem Alter investieren?

Investieren in jedem Alter möglich

Grundsätzlich kann man in jedem Alter investieren. Die Art der Investition ist jedoch abhängig vom Alter, der finanziellen Situation und den persönlichen Vorlieben. Ein 65-jähriger Neu-Rentner mit einem gut gefüllten Sparbuch wird eine völlig andere Anlagestrategie wählen als ein Student im ersten Semester.

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Je jünger man ist, desto langfristiger sind die Investitionsziele. Das liegt auf der Hand. Denn man hat die Zeit auf seiner Seite, um langfristig Vermögen aufzubauen. Ein Rentner, der sich über die Jahrzehnte auf seinem Sparbuch eine ordentliche Summe angespart oder eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen hat, sollte sich vielleicht eher nach einer dividendenorientierten Anlageform umschauen. Er/Sie hätte die Möglichkeit sein Geld diversifiziert in etablierte Large Caps (Unternehmen mit sehr hoher Marktkapitalisierung, die dadurch weniger volatil sind) zu investieren und die jährliche Dividende als zusätzliches Einkommen zu nutzen.

Investieren in jungen Jahren

Interessant finde ich jedoch vor allem die Möglichkeit des Investierens in frühen Jahren. Der Start in eine Investmentkarriere über einen ETF-Sparplan kann Sinn machen. Insbesondere wenn Sie noch recht jung sind und bisher wenig Kapital angespart haben. Einen ETF-Sparplan bekommen Sie bei den meisten Banken bereits ab einer Summe von 25 Euro monatlich oder quartalsweise. Das hat den riesigen Vorteil, dass man sich schon ab 25 Euro im Monat Diversifikation leisten könnt. Denn Sie haben die Möglichkeit zum Beispiel in einen DAX-ETF zu investieren und sind so an allen 30 DAX-Unternehmen beteiligt. Würde man sich diese Diversifikation mit dem Kauf von Aktien leisten wollen, dann würden die Ordergebühren einen Großteil Ihrer Investition bereits auffressen.

Über die letzten 30 Jahre hinweg hat der Dax im Durchschnitt eine Rendite von etwa 6% jährlich erwirtschaftet. Angenommen Sie legen im Alter von 20 Jahren 25 Euro monatlich beiseite. Dann hätten Sie nach 30 Jahren im Jahr 2046 eine Summe von knapp 25 000 Euro zusammen gespart bei nur 9 000 Euro Einsatz. Der Rest ist passives Einkommen. Das muss zwar noch zu etwa 25-27% versteuert werden, aber schließlich haben Sie dafür nichts weiter getan, als einen ETF-Sparplan zu erwerben. Bei 100 Euro monatlich, kämen nach 30 Jahren knapp 100 000 Euro heraus.

Natürlich gibt es neben ETF-Sparplänen weitere Investitionsmöglichkeiten. Der Kauf von Aktien, Zertifikaten (Achtung Emittentenrisiko), Tagesgeld oder Immobilien etc. Hierauf werde ich von Zeit zu Zeit in anderen Artikeln eingehen.

Investieren in P2P Kredite

Investieren in P2P Kredite

Eine interessante Geldanlage kann das Investieren in P2P Kredite sein. Peer to peer bedeutet ganz einfach übersetzt von Mensch zu Mensch. Es handelt sich also um Kredite von Privatperson zu Privatperson. Wenn du also etwas Geld verdienen oder leihen möchtest ist die P2P Anlage eventuell eine denkbare Option.

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Wieso sollte man fremden Menschen Geld leihen?

Der ein oder andere wird sich beim Thema P2P Kredite die Frage stellen, ob dies nicht eine zu gefährliche Geldanlage ist. Schließlich leihe ich mein Geld dann einem Fremden. Tatsächlich können P2P Investitionen riskant sein. Doch nur ein nicht kalkuliertes Risiko ist eine echte Gefahr. Um erfolgreich Kredite an Privatpersonen zu leihen ist eine breite Streuung, eine Diversifikation notwendig und möglich. Das funktioniert ähnlich wie bei der Aktienanlage. Man investiert breit gestreut, um so 1-2 Ausfälle mit den Gewinnen der anderen Aktien oder in diesem Fall Kredite kompensieren zu können.

Wie funktioniert das?

Angenommen du hättest 2 500 Euro zur Verfügung, die du in P2P Kredite investieren möchtest. Dieses Geld kann aufgeteilt werden in 100 Miniinvestitionen zu je 25 Euro. Denn nicht du alleine finanzierst einen ganzen Kredit alleine, sondern nur Teile des Kredits. Werden nun 5 Kredite nicht mehr bedient ist das nicht weiter schlimm wenn die Rendite der anderen 95 Miniinvestitionen stimmt. Diese 5 ausgefallenen Kredite kann man auch mit einem Abschlag auf dem sogenannten Zweitmarkt oder Sekundärmarkt zum Verkauf anbieten. Möglicherweise findet sich ein Käufer für die ausgefallenen Kredite. Es handelt sich also um einen Kreditmarkt im Kreditmarkt. Dort kann man auch selbst als Käufer tätig werden. Das würde ich jedoch nur fortgeschrittenen Usern empfehlen.

Welche Funktionen haben die wichtigsten Anbieter?

Einige Anbieter bieten eine Ausfallsicherung an, d.h. du bekommst das investierte Geld in nicht bediente Kredite zurück. Meist jedoch erst nach Ablauf der vereinbarten Kreditlaufzeit. Viele Anbieter geben dir die Möglichkeit ein Investorprofil zu gestalten. In einem separaten Formular kannst du angeben in welche Kredite du bereit bist zu investieren, z.b. nur Kunden mit einer hohen Bonität oder nur bei einer Laufzeit von höchstens 36 Monaten. Auch lässt sich eine Automatisierung einstellen, so dass erwirtschaftete oder zurückbezahlte Gewinne sofort reinvestiert werden können. Weitere Einstellungsmöglichkeiten sind z.B. die gewünschte Rendite (Achtung: je höher, desto riskanter) oder die maximale Höhe einer Kreditbeteiligung. Sobald du dein Investorprofil und deine Bereitschaft zum Investieren in P2P Kredite bestätigst, werden automatisch Investitionen getätigt. So hast du fast keine Arbeit beim Aufbau eines passiven Einkommens. Der Nachteil ist, dass du nicht weist wem du Geld leihst und für was diese Person dieses Geld verwenden möchte. Es gibt auch Anbieter, die dieses Feature anbieten. Dann wäre wiederum der Nachteil, dass du wesentlich mehr Arbeit hast, weil du dir jeden potentiellen Kunden erst anschauen musst.

Was sind die bekanntesten Anbieter für P2P Kredite?

Es gibt mittlerweile rund 70 europäische Anbieter auf dem P2P Markt. Der bekannteste deutsche Vertreter ist auxmoney. Weitere interessante Anbieter sind z.B. bondora und mintos. Falls ihr euch für diese Investionsform interessieren solltet, dann wäre es wichtig sich die Anbieter einfach mal anzuschauen. Schaut euch Vor- und Nachteile der verschiedenen Plattformen an und entscheidet dann aufgrund eurer Vorlieben. Auch Investitionen bei mehreren Anbietern sind natürlich möglich. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Investitionen in P2P Kredite zwar etwas mit Risiko behaftet sind, man jedoch bei geschickter Diversifikation durchaus zweistellige Renditechancen hat.