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Ist die Ehe ein finanzielles Desaster?

Ist die Ehe ein finanzielles Desaster?

Heute möchte ich mich der Fragestellung widmen: „Ist die Ehe ein finanzielles Desaster?“ Die meisten von uns Investieren in die Ehe. Manche früher, manche später und einige sogar mehrfach. Die Ehe ist eine der am tiefsten verwurzelten Institutionen unserer Gesellschaft. Sie ist so fest in unser Sein und Handeln verankert, dass sie für viele Bürgerinnen und Bürger die Grundvoraussetzung eines glücklichen Lebens bedeutet. Genährt durch unsere Sozialisation, gesellschaftliche Konventionen und den Medien, ist die Ehe immer noch der Lebensentwurf, welcher am Erstrebenswertesten scheint.

Eine Investition mit sehr hohem Risiko

Die Scheidungsraten sind seit fünf Jahren leicht rückläufig. Dennoch werden aktuell 40% aller Ehen geschieden. Zu etwa zwei Dritteln geht die Initiative dabei von den Frauen aus. Das macht bezüglich der finanziellen Einbußen für beide Parteien keinen Unterschied. Es bedeutet lediglich, dass Männer statistisch gesehen häufiger unfreiwillig in diese Situation geraten. Kommt es zur Scheidung, müssen Frauen und Männer mit erheblichen finanziellen Einschnitten rechnen. Bevor ich auf diese eingehe, möchte ich einen Blick auf die finanziellen Vorteile von Eheschließungen werfen.



Keine Pauschalaussagen möglich

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass finanzielle Vor- und Nachteile sehr von der jeweilig individuellen Situation abhängig sind. Ein 20 Jahre verheiratetes Paar mit Haus, drei Kindern und ohne Ehevertrag, wird mit komplexen Fragestellungen bezüglich der finanziellen Konsequenzen konfrontiert sein. Insbesondere dann, wenn beide sehr unterschiedlich verdienen oder es sich sogar um eine so genannte Hausfrauenehe handelt. Dahingegen unterscheiden sich die finanziellen Belastungen zum Beispiel bei einem kinderlosen recht frisch verheirateten Paar mit Ehevertrag und ohne Immobilie deutlich von dem anderen genannten Beispiel.

Finanzielle Vorteile

Da die meisten Ehepaare die hohe Scheidungsrate aus einer Mischung aus Naivität und Romantik gerne verdrängen, rechnen sie mit folgenden finanziellen Vorteilen: Bei unterschiedlichen Einkommen sind Steuerersparnisse durch den Wechsel der Steuerklasse möglich. Der Freibetrag der Abgeltungssteuer erhöht sich zudem von 801 Euro auf 1602 Euro. Sehr große Vorteile sind in den Bereichen Erbe und Schenkungen möglich. Auch die potentielle Witwen- oder Witwerrenten haben ihre Daseinsberechtigung. Ebenfalls lässt sich durch das Zusammenlegen einiger Versicherungen Geld sparen. Außerdem findet eine finanzielle Absicherung durch den Ehepartner statt u.a. bei geringerem Verdienst, Krankheit, Berufsunfähigkeit, Kinderbetreuung etc.. Die finanzielle Versorgung der Kinder wird durch Unterhaltsansprüche gesichert.

Im Fall der Fälle

Einige der finanziellen Vorteile sind ebenfalls eher individuell anzusehen. Verdienen Frau und Mann zum Beispiel etwa gleich viel, bringt der Wechsel der Steuerklassen kaum Vorteile. Außerdem liegt es im Auge des Betrachters, ob die Zusammenlegung des Vermögens nun eher ein Vorteil ist oder zu hohe Risiken birgt. Denn vier von zehn Ehen werden wieder geschieden. Auch die finanziellen Nachteile sind individuell zu sehen. Sehr häufig unterscheiden sich nach einer Scheidung auch die finanziellen Herausforderungen zwischen Männern und Frauen. Hierauf werde ich im weiteren Verlaufe des Artikels noch etwas eingehen.

Nachteile im Allgemeinen

Das gemeinsame Vermögen wird in der Regel aufgeteilt. Als Vermögen gilt alles was in der Ehe angeschafft worden ist. Wer das finanziert hat ist nicht relevant, da die Ehe als Zugewinngemeinschaft betrachtet wird. Das bedeutet eine angeschaffte Immobilie wird häufig entweder verkauft oder einer der Partner muss ausbezahlt werden. Ebenso verhält es sich mit allen in der Ehe getätigten Anschaffungen (Auto, Hausrat etc.) Hinzu können erhebliche Anwalts- und Gerichtskosten kommen. Je höher der Streitwert, desto höher sind die Kosten. Unterhaltsansprüche können sehr belastend sein. Während ein Ehepartner vielleicht darauf angewiesen ist, muss der zahlende Ehepartner mit jahrelangen erheblichen finanziellen Einbußen leben. Aus einem Haushalt müssen wieder zwei Haushalte gemacht werden. Das kann richtig Geld kosten.

Je nach Geschlecht

In vielen Ehen bleibt der Mann derjenige, der die Brötchen verdient. Frauen bleiben häufiger zu Hause oder gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach, um das Familienleben zu managen. Hieraus entstehen unterschiedliche Herausforderungen finanzieller Art. In mehr als 80% aller geschiedenen Ehen bleiben die Kinder bei den Müttern. Hierdurch entstehen Schicksale von alleinerziehenden Frauen, die Beruf und Familie unter Umständen mit geringen finanziellen Mitteln unter einen Hut bekommen müssen. Auf Seiten der Männer gibt es unzählige Zahlväter, die malochen und schuften, um den hohen Unterhaltsansprüchen gerecht zu werden. Hierbei dürfen sie ihre Kinder häufig nur sehr selten sehen, was psychisch meist sehr belastend sein kann.

Aus Sicht der Frau (oder des alleinerziehenden Elternteils)

Grundsätzlich ist der alleinerziehende Part (meist sind es eben Frauen) finanziell durch den Ex-Partner abgesichert. Die Unterhaltszahlungen sind in der Regel recht hoch. Dennoch kommt es zu Fällen, in denen der Vater entweder nicht zahlen kann oder nicht zahlen will. Hinzu kommt, dass manche Frauen bereits sehr lange keiner beruflichen Beschäftigung mehr nachgegangen sind und somit eine Integration in den Arbeitsmarkt schwierig ist. Laut Gesetz sind alleinerziehende Eltern in der Lage ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften, sobald die Kinder mindestens drei Jahre alt sind. Man geht davon aus, dass der Nachwuchs dann eine Kinderbetreuung bekommen und die Mutter wieder arbeiten gehen kann. So kann es zu ungünstigen Kombinationen kommen. Nämlich dann, wenn eine Mutter schwer in den Arbeitsmarkt zu integrieren ist oder gar nicht arbeiten möchte. Und gleichzeitig der Vater keinen Unterhalt zahlen kann oder will. Die Leidtragenden sind die Kinder. Übrigens sind 85% aller kriminellen Männer vaterlos aufgewachsen!

Aus Sicht der Männer (oder des bröchtenverdienenden Elternteils)

Bei einer Scheidung wird die Ehe ohne Ehervertrag als Zugewinngemeinschaft angesehen. Das heißt angeschafftes Vermögen, das sehr häufig durch die Väter erwirtschaftet wird, gehört zu gleichen Teilen beiden Ehepartnern. Entsprechend wird es auch aufgeteilt. Da in den meisten Ehen die Kinder bei der Mutter bleiben, müssen Väter mit sehr hohen Unterhaltsforderungen über einen sehr langen Zeitraum rechnen. Berechnet wird der Unterhaltsanspruch am Einkommen. Über die sogenannten Düsseldorfer Tabelle kann man einsehen, was einen erwartet.

Ein Beispiel

Verdienst du als Mann 2 500 Euro netto und hast zwei Kinder im Alter von 10 und 16 Jahren, dann zahlst du insgesamt etwas über 1 000 Euro netto an deine Ex-Gattin. Außerdem verzichtest du auf das Kindergeld. Vielleicht ging das Kindergeld für beide Kinder vorher auf dein Konto ein, was bei dem oben genannten Beispiel zu einem monatlichen Geldeingang von etwa 2 900 Euro geführt hätte (das Kindergeld liegt bei 190 Euro pro Kind bei zwei Kindern, ich runde der Einfachheit halber auf). So würde sich dein monatlicher Geldeingang im Anschluss an die Scheidung für einen sehr langen Zeitraum um etwa 1 400 Euro verringern und somit quasi halbieren. An dieser Stelle sind noch keine eventuellen Unterhaltsansprüche deiner Frau eingerechnet. Dein Selbstbehalt liegt bei 1080 Euro, vorausgesetzt du bist erwerbstätig (ansonsten 880 Euro). Bis zu diesem Betrag kann dir der Staat theoretisch jeden Euro abnehmen.

Nur in der Ehe?

Zugegeben sind einige dieser genannten Nachteile nicht auf die Ehe beschränkt. Unterhaltspflichtig ist man gegenüber den eigenen Kindern immer. Jedoch kommen in der Ehe eventuell Unterhaltsansprüche an den Ehepartner hinzu, sowie erhebliche Einbußen durch die Zugewinngemeinschaft, bzw. das halbierte Vermögen. Daneben kann es noch zu einem Versorgungsausgleich kommen bis hin zur Übertragung von Rentenansprüchen, sowie hohen Kosten für Anwälte, Verträge und Gerichte.

Ehe = Erstrebenswertes Lebensmodell oder finanzielles Desaster?

Es bleibt jedem selbst überlassen sich für oder gegen die Ehe aus finanzieller Sicht zu entscheiden. Frauen sollten definitiv darauf achten nicht in eine Abhängigkeit vom Geldbeutel des Mannes zu geraten. Männern sollte die Statistik bewusst sein, dass die Scheidungsrate bei 40% liegt und die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht werden. Darüber hinaus in mehr als 80% aller Fälle die Kinder bei den Müttern bleiben und somit sehr lange viel Unterhalt gezahlt werden muss. Wer heiraten möchte, dem sollte bewusst sein, dass es das Ende der finanziellen Freiheit sein kann.

Tipps zum Selbstschutz

Damit du nicht in ein finanzielles Desaster steuerst, fasse ich hier noch einige Tipps zu deinem Schutz zusammen. Egal, ob Mann oder Frau.

  • Begib dich nicht in eine finanzielle Abhängigkeit von deinem Partner
  • Bleib nah am Arbeitsmarkt auch mit Kindern
  • Führt getrennte Konten und ein gemeinsames Haushaltskonto
  • Setzt einen Ehevertrag auf und lasst ihn notariell beglaubigen. Ansonsten nutzt er euch nicht viel.
  • Beide sollten das Sorgerecht haben
  • Denkt über ein Wechselmodell im Falle einer Scheidung nach
  • Heirate generell nicht aus finanziellen Gründen
  • Die Zugewinngemeinschaft gilt erst ab Beginn der Ehe. Was vor der Ehe dir war, bleibt dir. Aber du musst es nachweisen können!
  • Überlasst nie eurem Partner alle finanziellen Belange
  • Denkt über eine Lebensgemeinschaft ohne Ehe nach
  • Heirate keinen egozentrischen Menschen.  Sie werden in der Regel bei einer Scheidung alles „heraus holen“ wollen
  • Investiert fleißig in Aktien!

 

 

 

 

 

Minimalistisch Leben für die Rendite?

Alles für die Rendite

Lohnt es sich minimalistisch zu Leben für die Rendite? Ein Europäer besitzt heutzutage im Durchschnitt 10 000 Dinge. Vor 100 Jahren besaß eine Familie im Schnitt etwa 180 Gegenstände.  Doch leben wir deswegen heute besser, glücklicher und zufriedener? Diese Frage lässt sich schwer beantworten und ist höchst individuell. Alle Dinge, die wir besitzen, sind verbunden mit einem bestimmten Bedürfnis. So erhoffen wir uns bewusst oder unterbewusst Anerkennung beim Kauf von Konsumgütern. Hinter diesen Bedürfnissen stecken Gefühle. Das könnte die Freude darüber sein, dass jemand unseren veränderten Look toll findet und somit das Bedürfnis der Anerkennung stillt. Oder wir fühlen uns gut, weil wir uns einen Fernseher auf dem neuesten Stand der Technik gekauft haben.

Haben sich die Bedürfnisse geändert?

Wohl kaum! Lediglich die Optionen diese zu erlangen haben sich vervielfacht. Vieles davon ist durch unsere Kultur und Sozialisation vorgegeben. Wäre es früher noch in Ordnung gewesen sich ein Mal in der Woche zu waschen, dürfte das heute schon schwieriger werden. Daher benötigt jeder Mensch schon mal wesentlich mehr Hygienartikel und besitzt somit auch mehr Gegenstände als früher. Auch bei anderen Konsumgütern wie Kleidung, Transport oder Immobilien gibt es gewisse Maßstäbe, die man nicht unterschreiten möchte, weil man dazu gehören will.




Wie viel ist genug?

Doch wo zieht man für sich die Grenze?  Ab welchem Qualitätsstandard deines Konsums fühlst du dich  von deiner Umgebung noch akzeptiert? Ich denke das ist eine sehr individuelle Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Interessant ist vor allem die Herangehensweise.

Bewusstsein schaffen

Zunächst braucht es ein Bewusstsein, welche unserer Käufe mit welchen Bedürfnissen zusammenhängen. Grundbedürfnisse müssen auf alle Fälle gestillt werden. Jeder Bürger gibt mit Sicherheit Geld für Wasser und Abwasser aus. Hier gibt es auch keine großartigen Qualitätsunterschiede. Bei anderen Grundbedürfnissen (z.B. Essen) kann man bereits sehr wohl über Qualitätsunterschiede nachdenken. Benötigt man tatsächlich eine Ceran-Kochplatte auf einer freistehenden Kochinsel, einen Kaffeevollautomaten und das teure Service? Hierüber darf man sich erlauben bewusst nachzudenken. Steigert die tolle Küche samt Inventar tatsächlich die Zufriedenheit oder bildet  man sich das nur ein? Höchst wahrscheinlich gehen die Meinungen hier auseinander. Das ist auch gut so, denn die Entscheidung ist eben sehr individuell.

Bewusst konsumieren

Wenn man sich darüber bewusst ist, welche Konsumgüter tatsächlich die eigene Lebensqualität steigern, kann man beginnen bewusst zu sparen. Vielleicht kommst du zu dem Schluss, dass der Kaffevollautomat für dich einfach jeden morgen ein Genuss und somit ein Pflichtkauf ist. Plötzlich bemerkst du an anderer Stelle jedoch, dass der Pulli, den du gestern gekauft hast, in keiner Weise deine Zufriedenheit verändert. Eventuell beginnst du Konsum mit anderen Augen zu sehen. Was kaufst du wirklich für dich? Was brauchst du und was brauchst du nicht? Welche Dinge erstehst du nur, um dir kurzfristig ein Glücksgefühl zu verschaffen?

Von allem das Beste

Sicherlich ist es schön einen Gegenstand von höchster Qualität zu besitzen. Doch wer kann sich das leisten bei etwa 10 000 Gegenständen? Möchtest du von allen Konsumgütern das beste haben, dann wird es sehr schwer werden mit (finanzieller) Freiheit. Es gibt zum Beispiel viele junge Familien, die ein schönes Haus mit Garten in einer guten Lage erstehen wollen. Meist werden zwei Autos benötigt, da beide berufstätig sind und die Kinder Hobbys pflegen. Weil das Platzangebot so lockt, ist der Erstwagen ein solider SUV aus deutscher Herstellung. Urlaub muss zwei Mal im Jahr sein, damit es mit der Erholung klappt. In der Zwischenzeit mäht der teure Rasenmäherroboter den Rasen, während die ebenfalls teure automatisierte Bewässerungsanlage die Pflanzen versorgt. Wenn diese Beispiel-Familie finanziell frei sein möchte, könnte das unter den gegebenen Voraussetzungen sehr schwierig werden. Denn es scheitert an zu hohen Ansprüchen.

Sobald man in der Lage ist bewusst zu konsumieren, schafft man sich Ressourcen in den Bereichen Geld und Zeit.

Gegenstände und Aufmerksamkeit

Besitzt ein Mensch 10 000 Dinge werden all diese Gegenstände früher oder später seine Aufmerksamkeit benötigen. Das fördert Stress, kann für Anspannung sorgen und hält ihn davon ab, seine Aufmerksamkeit auf wirklich wichtige Dinge zu lenken. Wenn du bewusst konsumierst, wirst du insgesamt weniger Dinge besitzen. Somit benötigen weniger Gegenstände deine Aufmerksamkeit und nicht selten setzt ein befreiendes Gefühl ein. Du kannst dir aussuchen wem oder was du deine Aufmerksamkeit widmest. Nebenbei  sparst du damit eine Menge Geld.

Ersparnisse investieren

Durch bewussten Konsum besitzt du nach einigen Jahren vielleicht nur die Hälfte der Gegenstände im Vergleich zu einem Durchschnittseuropäer. Für die andere Hälfte hast du kein Geld ausgegeben. Du lebst kein bisschen schlechter und bist nicht weniger zufrieden. Vielleicht fühlst du dich sogar freier. Die finanziellen Ressourcen kannst du nun eintauschen gegen Dinge, die dir wirklich wichtig sind. Du kannst an der Börse oder in Immobilien investieren, um finanziell immer freier zu werden und vom Zinseszinseffekt profitieren. Vielleicht möchtest du aber auch sofort weniger arbeiten und arbeitest von nun an nur noch Teilzeit. Ist das nicht ein geiler Gedanke? Letztendlich geht es gar nicht darum minimalistisch zu leben für die Rendite, sondern bewusst.

Wie stehst du zum Thema Konsum? Kannst du dich davon befreien oder willst du stets das neueste und beste? Mich würde eure Meinung sehr interessieren!

 

 

Smartsteuer – Einfach und verständlich

Alle Jahre wieder

Letzte Woche habe ich meine Steuererklärung mit Smartsteuer erledigt. Alle Jahre wieder habe ich das Thema Steuern als sehr lästig empfunden. Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert. Jedoch wurde ich mit dem Online-Anbieter „Smartsteuer“ positiv überrascht. Hierdurch wird die Steuererklärung insgesamt einfacher, verständlicher und damit auch weniger nervenaufreibend.

Der Unterschied zu Elster

Das vom Finanzamt kostenlos zur Verfügung gestellte Elsterformular dient auch bei smartsteuer als Grundlage. Jedoch füllst du bei smartsteuer nicht das Elsterformular aus. Du wirst durch ein einfaches und verständliches Interview geführt, welches automatisch die Informationen an die entsprechende Stelle des Elster- bzw. Steuerformulars einträgt. Des Weiteren unterscheiden sich beide Steuerprogramme in den Punkten Registrierung und Erklärungen einzelner Positionen. Ebenso besitzt smartsteuer eine Funktion, die dir die Höhe der Steuererstattung direkt beim Eintrag simuliert.

Das Interview

Möchtest du das Steuerprogramm smartsteuer nutzen, so wirst du zunächst durch ein Interview zu deiner Lebenssituation geführt. Hier beantwortest du Fragen zu persönlichen Daten wie z.B. Familienstand, Konfession oder Kinder. Im Anschluss leitet dich das Interview durch weitere Teilbereiche wie Einkünfte, Kapitalvermögen oder Werbungskosten. Dabei füllst du kein eigentliches Formular aus wie das beim Elsterprogramm der Fall ist. Du beantwortest konkrete und verständlich gestellte Fragen, die vom Programm eben automatisch verarbeitet werden.

Hilfestellungen

Nicht immer ist es jedem möglich alle Fragen ohne Hilfestellungen zu beantworten. Smartsteuer verbindet die an dich gestellten Fragen mit notwendigen Beschreibungen. In einem Fall kann es sein, dass dir das Programm verrät, wo du überhaupt eine bestimmte Information finden kannst. In anderen Fällen werden dir grundsätzliche Entscheidungen näher erklärt. Zum Beispiel, ob es für dich besser wäre, Kindergeld zu beziehen oder Kinderfreibeträge zu nutzen. Manchmal werden auch konkrete Tipps gegeben. So erinnert dich das Programm zum Beispiel daran, dass du die Gebühren für die Kita deiner Kinder absetzen kannst.

Der Smartcheck

Am Ende des Interviews kannst und solltest du den angebotenen smartcheck verwenden. Hiermit wird dir zum Beispiel aufgezeigt, ob alle Daten korrekt eingegeben und vollständig sind oder ob es Unstimmigkeiten gibt. So wird zum Beispiel ein Besitzer einer Photovoltaik-Anlage daran erinnert auch die richtige Gewerbeform auszuwählen. Ansonsten könnte das Finanzamt diesen Fall nicht bearbeiten. Der smartcheck gibt dir auch weitere Tipps, welche Kosten du noch von der Steuer absetzen könntest, die du selbst nicht im Blick hattest (z.B. Handwerkerkosten).

Die Auswertung

Nach jedem Zwischenschritt wird dir die Summe der Steuererstattung simuliert. Das ist ein sehr hilfreiches Tool, da  es dir ein direktes Feedback gibt, wie viel zum Beispiel die Pendlerpauschale an der Gesamterstattung ausmacht. Am Ende des Interviews bekommst du als weitere Auswertung deine Besteuerungsgrundlagen als Übersicht dargestellt. Hier kannst du deine Daten nochmal überprüfen und hast alles wichtige auf einen Blick. Die Summe der voraussichtlichen Steuererstattung wird angezeigt. Ebenso wie diese Summe überhaupt berechnet wird.

Abgabe

Die Abgabe funktioniert elektronisch. Auch hier wirst du Schritt für Schritt angeleitet. Über einen webcam-check, der etwa 60 Sekunden dauert, wird deine Identität geprüft. Du kannst nun die Steuererklärung elektronisch übermitteln und deine Unterlagen ausdrucken. Als sehr hilfreich habe ich persönlich auch eine Checkliste der benötigten Belege empfunden. Diese wird dir nach der Eingabe deiner Daten individuell zusammengestellt. So gibt es kein langes Überlegen mehr, welche Unterlagen überhaupt an das Finanzamt geschickt werden müssen.

Kosten

Das Steuerprogramm von smartsteuer kostet 15 Euro. Die Bezahlung ist jedoch erst ganz am Ende des Interviews fällig. Das heißt du kannst alle Funktionen nutzen und erst ganz am Ende bezahlen. Die Kosten für ein Steuerprogramm sind übrigens grundsätzlich von der Steuer absetzbar. Somit liegen die Gesamtkosten bei etwa 10 Euro. Gewerbetreibende zahlen insgesamt 30 Euro für das Programm. Es ist jedoch auch möglich mit dem Kauf eines Programms mehrere Steuerfälle zu bearbeiten (z.B. die des Lebenspartners).

Meine Meinung

Mich persönlich hat das Programm voll überzeugt. Ich war nie wirklich unzufrieden mit dem Elsterprogramm, doch wollte ich einfach mal eine günstige Alternative austesten. Die Bedienung des Programms von smartsteuer ist sehr einfach, verständlich, konkret und bietet alle notwendigen Hilfestellungen. Die Dauer der Steuererklärung liegt schätzungsweise je nach Fall zwischen 60 und 90 Minuten. Hervorzuheben sind die Anleitung durch das Programm, die Erklärungen, die Auswertung, sowie die Tatsache, dass die Kostenerstattung direkt berechnet wird.
Wenn du das Programm smartsteuer ebenfalls ausprobieren möchtest kannst du dich In weniger als 1 Minute registrieren und sofort mit der Steuererklärung beginnen.*

7 Wege zum passiven Einkommen

7 Wege zum passiven Einkommen

Wer träumt nicht von einem passiven Einkommen leben zu können? Viele von uns befinden sich im allseits bekannten Hamsterrad namens Alltag. In der heutigen Zeit sind oftmals beide Lebens- oder Ehepartner berufstätig. Nicht selten arbeiten beide auch zu 100%. Kommen dann noch weitere Verpflichtungen hinzu wie Kinder, Familie, Eltern oder Freunde bleibt nicht mehr viel Zeit für das eigene Wohl. Ich bezeichne das gerne als fehlende Eigenzeit. Das darf man nicht falsch verstehen, denn schließlich hat man sich seine Verpflichtungen selbst ausgesucht. Man geht ihnen auch sehr gerne nach. Das Problem ist eher, dass der Tag zu wenige Stunde hat, um auch etwas qualitative Eigenzeit einzubauen. Sei es für sich ganz alleine oder für und mit anderen. Wichtig ist, dass diese Eigenzeit genügend Raum zur Entfaltung bekommt. Das passive Einkommen und die finanzielle Freiheit sollen uns das ermöglichen.

Im folgenden möchte ich auf 7 Wege zum passiven Einkommen eingehen mit denen ich selbst Erfahrungen gemacht habe. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das kann sie gar nicht, denn es gibt viele weitere Optionen zur finanziellen Freiheit z.B. die Unternehmensgründung, Immobilien, Humankapital, Internetpräsenz etc. Betrachtet diese Ideen als Einstieg oder Ergänzung eures Wissens. Gerne könnt ihr z.B. in den Kommentaren weitere Möglichkeiten aufführen oder eigene Erfahrungen teilen.

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1) Der ETF-Sparplan

Den ETF-Sparplan betrachte ich als eine Art Einstiegsmöglichkeit für Anleger mit eher geringen finanziellen Mitteln. Solltest du höhere Summen zur Verfügung haben, dann können ETF-Sparpläne aber auch eine sinnvolle Ergänzung deines Depots sein. Ein ETF-Sparplan ermöglicht dir ab einem Investitionsvolumen von 25 Euro eine sehr gute Diversifikation. Wenn man sich Einzelaktien kaufen möchte, dann macht dies erst ab einer höheren Summe Sinn. Ansonsten fressen die Ordergebühren dein noch geringes Kapital auf. ETF-Sparpläne können z.B. mit Indizes verwirklicht werden. Für 25 Euro im Monat kannst du also alle 30 DAX-Werte in deinem Sparplan haben. Somit ist die investierte Summe weniger anfällig für Kursschwankungen. Jeden Monat würde man dann zum aktuellen Preis des Indizes neu hinzukaufen. Das hat den Vorteil, dass man von Kursschwankungen sogar profitieren kann. Denn in manchen Monaten kauft man einfach günstiger ein. Historisch gesehen hat der DAX in den letzten 30 Jahren pro Jahr etwa 6% zugelegt. Davon kannst du mit ETF-Sparplänen profitieren.

2) Value Investing

Spricht man von Value Investing, dann fällt fast immer der Name Warren Buffet. Als Gründer des Value Investing gilt übrigens Benjamin Graham. Es handelt sich hierbei um eine langfristige Anlageform. Als Anleger kauft man Aktien von Unternehmen, deren tatsächlicher Wert dem aktuellen Preis an der Börse übersteigt. Man sichtet so genannte unterbewertete Aktien und geht davon aus, dass über die Zeit viele andere Aktionäre den Wert des Unternehmens ebenfalls erkennen und zukaufen. Ein oft zitiertes Motto der Value Investoren lautet:

Kaufe keine Aktien, sondern Unternehmen

Das soll bedeutet, dass Anleger sich nur Aktien von Unternehmen kaufen sollten, die sie auch ein Leben lang halten würden. Wenn du interessiert bist wie Value Investing genau funktioniert, dann schau bei meiner Themenreihe „Value Investing“ vorbei. In den weiten des Internets findest du viele weitere nützliche News.

3) Wikifolio Zertifikate

Wikifolios sind investierbare Musterdepots für jeden Geldbeutel. Sie bestechen vor allem durch Transparanz. Jeder angemeldete User kann ein Musterdepot eröffnen. Das dann erstellte Portfolio beinhaltet alle Informationen bezüglich getätigte Trades, Statistiken, Performance, Kommentare, Handelsidee und vieles mehr. So hat man als potentieller Anleger maximale Transparenz und kann in Musterdepots von nachweislich erfolgreichen Aktionären profitieren. Wenn man in ein Musterdepot investieren möchte, kann man das in der Form von Zertifikaten tun. Ein investierbares Wikifoliozertifikat wurde an der Börse als Zertifikat emittiert, welches du erwerben kannst. Beachten solltest du jedoch das Emittentenrisiko. Aus diesem Grund würde ich das Investieren in Wikifolio-Zertifikate nicht für sehr hohe Summen empfehlen, sondern zum Aufbau von Kapital bis man sich selbst eine ordentliche Diversifikation leisten kann. Man kann Wikifolio-Zertifikate aber auch als sinnvolle Ergänzung des Depots sehen. Jedenfalls lassen sich mit den richtigen Zertifikaten Überrenditen verdienen. Ich habe in den Jahren 2015 und 2016 gute zweistellige Renditen erreicht. Hier findest du meine Themenreihe „die besten Wikifolios“ in denen ich auch immer noch selbst investiert bin.

4) Imitieren erfolgreicher Anleger

Das Internet ist eine unvorstellbar riesige Ansammlung von Informationen. Weiß man wonach man suchen soll, dann können diese Informationen sehr wertvoll sein. Mittlerweile tummeln sich etliche Investoren und Anleger im Internet, die z.B. ihre Aktien-Empfehlungslisten veröffentlichen. Man sollte sich die Mühe machen einige Investoren zu sichten und etwas länger zu beobachten. So kann man die erfolgreichen von denen unterscheiden, die so tun als wären sie erfolgreich. Wenn man jedoch eine vertrauenswürdige und seriöse Quelle gefunden hat, dann kann man deren Tipps in die Tat umsetzen. Auf diese Art und Weise lassen sich einige tolle Aktien-Werte finden mit denen man viel Freude haben kann. Auch hier sollte man nicht alles Geld auf ein Pferd setzen, sondern immer auf eine gute Streuung achten. Hier findest du eine meiner favorisierten Quellen.

5) Die Levermann Strategie

Quantitative Strategien schaffen es sehr häufig den Markt und sehr guter Broker zu übertreffen. Man spricht dann von Outperformance. Diese Anlagestrategien beruhen auf klar definierten einfachen mathematischen Regeln oder anderen Kennzahlen. Die Levermannstrategie basiert auf 13 einfachen Kennzahlen mit Hilfe derer man Aktien analysieren kann. Bei der Analyse werden mit Hilfe dieser Kennzahlen Punkte vergeben. Nur Aktien-Werte von Unternehmen, die eine gewisse Punktzahl übersteigen werden gekauft. Fallen diese unter den bestimmten Wert werden sie wieder verkauft. Die Vorteile dieser Strategie sind, dass es einem das Denken abnimmt und man dennoch erfolgreich sein kann. Es funktioniert über einen langfristigen Zeitraum tatsächlich. Außerdem sind Levermann-Aktien meist wenig volatil. Der Nachteil ist die Analyse eines einzelnen Aktien-Wertes dauert für den Geübten etwa 15 Minuten. Man sollte diese Analyse auch alle 2 bis 4 Wochen prüfen. Hier findest du das dazu gehörige Buch von Susan Levermann. Es ist sehr interessant. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

6) P2P Kredite

Peer to Peer Kredite sind Kredite von Privatpersonen für Privatpersonen. Viele fragen sich an dieser Stelle, ob das seriös und ohne Risiko sein kann. Es ist seriös und das Risiko kann minimiert und kontrolliert werden. Bei Investitionen gibt es immer Risiken, sonst würden wir uns die guten Renditen nicht verdienen können. Unser ganzes Wirtschaftssystem beruht auf dem P2P-Prinzip. Menschen mit Geld verleihen Geld an Menschen ohne Geld und verlangen Zinsen. Solltest du dich für diese Anlageform interessieren, dann ist es zwingend notwendig auf eine sehr breite Streuung zu achten. Denn es werden definitiv einige Kredite nicht bedient werden. Das ist nicht weiter schlimm wenn die Rendite der anderen Kredite stimmt. Das ist auch fast immer der Fall. Bekannte Anbieter sind z.B. Mintos, auxmoney oder smava. Hier erfährst du mehr über P2P-Kredite und hier kannst du dir ein spannendes Video zum Thema anschauen von einem Youtuber, den ich selbst sehr gerne sehe.

7) Sparen mit Kopf

Zum Schluss noch einer der wichtigsten Tipps. Am besten lernt man diese Übung übrigens von reichen Menschen. Sie alle können meistens sehr gut Sparen. Sparmöglichkeiten gibt es viele. Hier habe ich bereits einen Artikel darüber geschrieben. Einer der wichtigsten Grundsätze lautet „keine Konsumschulden“. Leiste dir nur Dinge, die du dir wirklich leisten kannst. Kein Auto auf Pump, keine zu hohe Miete, keine Urlaube über die Kredikarte etc. Auch Gewohnheiten wie den täglichen Kaffee im Restaurant während der Mittagspause gilt es zu überdenken. Lässt du ihn weg, hast du schon mindestens die 25 Euro pro Monat für den ETF-Sparplan zur Verfügung.

Hast du Kritik, eigene Erfahrungen zum Thema passives Einkommen, Fragen oder weitere Ideen zur finanziellen Freiheit, dann lasse es mich über die Kommentarfunktion wissen.

Ab welchem Alter investieren?

Investieren in jedem Alter möglich

Grundsätzlich kann man in jedem Alter investieren. Die Art der Investition ist jedoch abhängig vom Alter, der finanziellen Situation und den persönlichen Vorlieben. Ein 65-jähriger Neu-Rentner mit einem gut gefüllten Sparbuch wird eine völlig andere Anlagestrategie wählen als ein Student im ersten Semester.

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Je jünger man ist, desto langfristiger sind die Investitionsziele. Das liegt auf der Hand. Denn man hat die Zeit auf seiner Seite, um langfristig Vermögen aufzubauen. Ein Rentner, der sich über die Jahrzehnte auf seinem Sparbuch eine ordentliche Summe angespart oder eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen hat, sollte sich vielleicht eher nach einer dividendenorientierten Anlageform umschauen. Er/Sie hätte die Möglichkeit sein Geld diversifiziert in etablierte Large Caps (Unternehmen mit sehr hoher Marktkapitalisierung, die dadurch weniger volatil sind) zu investieren und die jährliche Dividende als zusätzliches Einkommen zu nutzen.

Investieren in jungen Jahren

Interessant finde ich jedoch vor allem die Möglichkeit des Investierens in frühen Jahren. Der Start in eine Investmentkarriere über einen ETF-Sparplan kann Sinn machen. Insbesondere wenn Sie noch recht jung sind und bisher wenig Kapital angespart haben. Einen ETF-Sparplan bekommen Sie bei den meisten Banken bereits ab einer Summe von 25 Euro monatlich oder quartalsweise. Das hat den riesigen Vorteil, dass man sich schon ab 25 Euro im Monat Diversifikation leisten könnt. Denn Sie haben die Möglichkeit zum Beispiel in einen DAX-ETF zu investieren und sind so an allen 30 DAX-Unternehmen beteiligt. Würde man sich diese Diversifikation mit dem Kauf von Aktien leisten wollen, dann würden die Ordergebühren einen Großteil Ihrer Investition bereits auffressen.

Über die letzten 30 Jahre hinweg hat der Dax im Durchschnitt eine Rendite von etwa 6% jährlich erwirtschaftet. Angenommen Sie legen im Alter von 20 Jahren 25 Euro monatlich beiseite. Dann hätten Sie nach 30 Jahren im Jahr 2046 eine Summe von knapp 25 000 Euro zusammen gespart bei nur 9 000 Euro Einsatz. Der Rest ist passives Einkommen. Das muss zwar noch zu etwa 25-27% versteuert werden, aber schließlich haben Sie dafür nichts weiter getan, als einen ETF-Sparplan zu erwerben. Bei 100 Euro monatlich, kämen nach 30 Jahren knapp 100 000 Euro heraus.

Natürlich gibt es neben ETF-Sparplänen weitere Investitionsmöglichkeiten. Der Kauf von Aktien, Zertifikaten (Achtung Emittentenrisiko), Tagesgeld oder Immobilien etc. Hierauf werde ich von Zeit zu Zeit in anderen Artikeln eingehen.