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Wozu der ganze Stress ums Geld?

Wozu der ganze Stress ums Geld?

Jeder will es haben. Am besten so schnell und unkompliziert wie möglich. Die Rede ist vom Geld oder alles was sich in selbiges umtauschen lässt. Doch wozu der ganze Stress, den wir auf uns nehmen, um möglichst viel Geld zu erhalten?

Von Schnecken und Muscheln

Um Tauschhandel zu ermöglichen kamen Menschen im alten China vor über 3 500 Jahren auf die Idee Kauri-Schnecken als Währung zu akzeptieren. In Ägypten wurden Reis, Tee oder Pfeffer als Währung verwendet. Damals bestimmte die Regierung einen entsprechenden Gegenwert. Auch Muscheln kamen als Tauschmittel immer wieder vor. Doch man stellte schnell fest, dass eine auf Dauer funktionierende Währung gewisse Voraussetzungen benötigte. Neben der entsprechenden Haltbarkeit, musste sie vor allem gut transportabel, knapp und fälschungssicher sein. Im 21. Jahrhundert werden diese Bedingungen übrigens am besten durch Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum erfüllt.

Voraussetzung erfüllt

Wenn eine Währung die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, wollen wir Menschen sie unbedingt besitzen. Dabei ist es weniger wichtig, ob es sich um Euro, Dollar, Gold oder Bitcoin handelt. Vermutlich würden wir so ziemlich jeden Gegenstand besitzen wollen, vorausgesetzt er genießt das Vertrauen der Bevölkerung.

Geld und die Bedürfnisse

Durch die Etablierung eines funktionierenden Währungssystems, eingebettet in stabile wirtschaftliche und politische Verhältnisse, ist man in der Lage, die Grundbedürfnisse einer sehr großen Anzahl von Menschen zu befriedigen. Bürgerinnen und Bürger, die einen Beitrag an der Gemeinschaft in Form von Erwerbstätigkeit leisten, bekommen hierfür einen gewissen Anteil der im Land akzeptierten Währung. Hiermit können sie ihre Grundbedürfnisse (Wohnen, Transport, Lebensmittel, Paarung) finanzieren.

Die Wurzel des Trubels

Neid, Missgunst, Eifersucht, Streit, Ehebrüche, bis hin zu Körperverletzung und Mord. All diese negativen Phänomene können aus finanziellen Motiven entstehen. Wir Menschen sind von Beginn unserer Existenz dahingehend sozialisiert, dass wir den Besitz von Geld mit einer vorausgegangenen Erwerbstätigkeit koppeln. Da unsere Grundbedürfnisse hiermit zusammenhängen, ist Geld eine äußerst sensible Angelegenheit. Die Tatsache, dass Grundbedürfnisse immer teurer werden, insbesondere Wohnen und Transport, rückt private Finanzthemen in ein noch heikleres Licht.

Entkopplung des Geldes von Erwerbstätigkeit

Unter Umständen könnte es der Bevölkerung helfen die Erfüllung von Grundbedürfnissen durch den Besitz einer akzeptierten Währung von Erwerbstätigkeit zu entkoppeln. Hiermit möchte ich nicht auf eine Art bedingungsloses Grundeinkommen hinaus, sondern zunächst von den Möglichkeiten, die sich so in unseren Denkstrukturen entfalten könnten. Wenn die Erwerbstätigkeit nicht mehr oder nur noch teilweise für die Erfüllung unserer Bedürfnisse notwendig wäre, würde unser Geist offener für Alternativen sein.

Zurück zu den Finanzen

Wir alle können selbstbestimmt einen Teil unseres Geldes, das wir für die Deckung unserer Grundbedürfnisse benötigen, durch alternative Angebote erwirtschaften und durch intelligentes Finanzmanagement im Privathaushalt optimieren. Anfang des Jahres hat die Investmentbank Credit Suisse die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die belegen kann, dass Aktien seit dem Jahr 1900 die renditestärkste Anlageform sind.


Umdenken

Da wir vor allem in Deutschland dem Erwerb von Geld durch Arbeit einen so hohen Stellenwert beimessen, verpassen wir die Möglichkeit mit zum Beispiel langfristigen Aktieninvestments der Erwerbstätigkeit teilweise zu entgehen und dennoch unsere Bedürfnisse stillen zu können. Wir erachten Aktien, ETF oder Kryptowährungen als etwas semi-kriminelles, verachtenswertes oder umoralisches, weil es nicht mit unserem indoktrinierten sozialen Kompass übereinstimmt. Dieser behauptet Geld wird alternativlos durch Arbeit erwirtschaftet und hat immer den gleichen Wert. Aktien unterliegen Schwankungen und Gewinne sind auch noch ohne Erwerbstätigkeit möglich. Das passt nicht zusammen.

Politischer Konsens – Was ist sozial?

Es wird sogar als nicht sozial angesehen an Unternehmensgewinnen beteiligt zu sein. Denn wir halten an unserer gewohnten Gedankenstruktur fest, dass Gewinne, die nicht aus Erwerbstätigkeit stammen, mindestens einen faden Beigeschmack haben. Wäre es nicht viel sozialer einem größeren Teil der Bevölkerung die Partizipation am Aktienmarkt zu ermöglichen, um die Abhängigkeit von der Erwerbstätigkeit etwas zu verringern?

Die Schattenseiten der schwarzen Null

Deutschland geht es super, die Kassen sind voll und die Steuern sprudeln. Auch das ist aktuell Konsens. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass die wirtschaftliche Stärke Deutschlands auf der Einführung des Niedriglohnsektors, befristeten Arbeitsverträgen und der Zinspolitik der EZB beruht. In Kombination mit stark angestiegenen Preisen für die Grundbedürfnisse Wohnen und Transport machen sich Sorgen und Unzufriedenheit in der Bevölkerung breit. Es kann zu einer Spaltung der Gesellschaft und politischen Spannungen führen.  Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft durch ihren Beitrag zur Erwerbstätigkeit chronisch erschöpft und starkem Stress ausgesetzt ist.

Die Belohnung

Als Individuum hat man nun Sorgen um die eigene Erwerbstätigkeit, denn sie ist unter Umständen befristet. Man macht sich Gedanken um das notwendige Geld, weil die Preise steigen. Den Stress und die Müdigkeit nimmt man kaum noch war, da er sich als Dauerzustand etabliert hat. Um diesem unangenehmen Szenario zu entkommen benötigen wir eine Belohnung, die höhere Bedürfnisse wie Anerkennung oder Selbstverwirklichung befriedigen soll. Hierfür nutzen wir das rare Geld und kaufen uns temporäres, aber kein nachhaltiges Glück. Der Konsum hilft der Wirtschaft, aber das eigene Burnout wurde nur aufgeschoben.

Wozu also der Stress ums Geld?

Für nachhaltiges Glück benötigen wir weniger Materielles als wir tatsächlich besitzen. Doch um Sicherheit, Zufriedenheit und Gesundheit in der Bevölkerung zu etablieren, benötigt man entsprechende Rahmenbedingungen, die politisch gegeben sein müssten.  Aber auch jede/r Einzelne ist des eigenen Glückes Schmied. Je schneller wir uns von dem Gedanken lösen, dass nur Erwerbstätigkeit unsere Bedürfnisstruktur befriedigt, desto eher werden wir kreative Ideen entwickeln und Alternativen finden. Langfristiges Investieren ist hierfür bestens geeignet.

Wie geht das?

Um die Befriedigung der Grundbedürfnisse teilweise von Erwerbstätigkeit zu entkoppeln, müssen wir früh über Alternativen reden. Finanzielle Bildung könnte Teil des Schulcurriculums sein. Schülerinnen und Schüler benötigen ein Verständnis für Zusammenhänge und Kausalitäten in diesem Bereich. Wie häufig kommen junge Menschen in schlecht bezahlte Berufe und übernehmen sich finanziell und wäre das nicht durch eine frühe Unterstützung vermeidbar? Darüber hinaus müssten Vorurteile im Bereich der Investments abgebaut werden. Eltern sollten Beratungsangebote wahrnehmen können, wie sie am besten für ihre Kinder finanziell vorsorgen oder auch ihre Haushaltskasse führen können. Vermutlich gibt es irgendwo da draußen noch bessere und bereits ausgearbeitete Ideen.

Wozu der Stress ums Geld? Über Beiträge zum Thema freue ich mich sehr!

 

Ist die Ehe ein finanzielles Desaster?

Ist die Ehe ein finanzielles Desaster?

Heute möchte ich mich der Fragestellung widmen: „Ist die Ehe ein finanzielles Desaster?“ Die meisten von uns Investieren in die Ehe. Manche früher, manche später und einige sogar mehrfach. Die Ehe ist eine der am tiefsten verwurzelten Institutionen unserer Gesellschaft. Sie ist so fest in unser Sein und Handeln verankert, dass sie für viele Bürgerinnen und Bürger die Grundvoraussetzung eines glücklichen Lebens bedeutet. Genährt durch unsere Sozialisation, gesellschaftliche Konventionen und den Medien, ist die Ehe immer noch der Lebensentwurf, welcher am Erstrebenswertesten scheint.

Eine Investition mit sehr hohem Risiko

Die Scheidungsraten sind seit fünf Jahren leicht rückläufig. Dennoch werden aktuell 40% aller Ehen geschieden. Zu etwa zwei Dritteln geht die Initiative dabei von den Frauen aus. Das macht bezüglich der finanziellen Einbußen für beide Parteien keinen Unterschied. Es bedeutet lediglich, dass Männer statistisch gesehen häufiger unfreiwillig in diese Situation geraten. Kommt es zur Scheidung, müssen Frauen und Männer mit erheblichen finanziellen Einschnitten rechnen. Bevor ich auf diese eingehe, möchte ich einen Blick auf die finanziellen Vorteile von Eheschließungen werfen.



Keine Pauschalaussagen möglich

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass finanzielle Vor- und Nachteile sehr von der jeweilig individuellen Situation abhängig sind. Ein 20 Jahre verheiratetes Paar mit Haus, drei Kindern und ohne Ehevertrag, wird mit komplexen Fragestellungen bezüglich der finanziellen Konsequenzen konfrontiert sein. Insbesondere dann, wenn beide sehr unterschiedlich verdienen oder es sich sogar um eine so genannte Hausfrauenehe handelt. Dahingegen unterscheiden sich die finanziellen Belastungen zum Beispiel bei einem kinderlosen recht frisch verheirateten Paar mit Ehevertrag und ohne Immobilie deutlich von dem anderen genannten Beispiel.

Finanzielle Vorteile

Da die meisten Ehepaare die hohe Scheidungsrate aus einer Mischung aus Naivität und Romantik gerne verdrängen, rechnen sie mit folgenden finanziellen Vorteilen: Bei unterschiedlichen Einkommen sind Steuerersparnisse durch den Wechsel der Steuerklasse möglich. Der Freibetrag der Abgeltungssteuer erhöht sich zudem von 801 Euro auf 1602 Euro. Sehr große Vorteile sind in den Bereichen Erbe und Schenkungen möglich. Auch die potentielle Witwen- oder Witwerrenten haben ihre Daseinsberechtigung. Ebenfalls lässt sich durch das Zusammenlegen einiger Versicherungen Geld sparen. Außerdem findet eine finanzielle Absicherung durch den Ehepartner statt u.a. bei geringerem Verdienst, Krankheit, Berufsunfähigkeit, Kinderbetreuung etc.. Die finanzielle Versorgung der Kinder wird durch Unterhaltsansprüche gesichert.

Im Fall der Fälle

Einige der finanziellen Vorteile sind ebenfalls eher individuell anzusehen. Verdienen Frau und Mann zum Beispiel etwa gleich viel, bringt der Wechsel der Steuerklassen kaum Vorteile. Außerdem liegt es im Auge des Betrachters, ob die Zusammenlegung des Vermögens nun eher ein Vorteil ist oder zu hohe Risiken birgt. Denn vier von zehn Ehen werden wieder geschieden. Auch die finanziellen Nachteile sind individuell zu sehen. Sehr häufig unterscheiden sich nach einer Scheidung auch die finanziellen Herausforderungen zwischen Männern und Frauen. Hierauf werde ich im weiteren Verlaufe des Artikels noch etwas eingehen.

Nachteile im Allgemeinen

Das gemeinsame Vermögen wird in der Regel aufgeteilt. Als Vermögen gilt alles was in der Ehe angeschafft worden ist. Wer das finanziert hat ist nicht relevant, da die Ehe als Zugewinngemeinschaft betrachtet wird. Das bedeutet eine angeschaffte Immobilie wird häufig entweder verkauft oder einer der Partner muss ausbezahlt werden. Ebenso verhält es sich mit allen in der Ehe getätigten Anschaffungen (Auto, Hausrat etc.) Hinzu können erhebliche Anwalts- und Gerichtskosten kommen. Je höher der Streitwert, desto höher sind die Kosten. Unterhaltsansprüche können sehr belastend sein. Während ein Ehepartner vielleicht darauf angewiesen ist, muss der zahlende Ehepartner mit jahrelangen erheblichen finanziellen Einbußen leben. Aus einem Haushalt müssen wieder zwei Haushalte gemacht werden. Das kann richtig Geld kosten.

Je nach Geschlecht

In vielen Ehen bleibt der Mann derjenige, der die Brötchen verdient. Frauen bleiben häufiger zu Hause oder gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach, um das Familienleben zu managen. Hieraus entstehen unterschiedliche Herausforderungen finanzieller Art. In mehr als 80% aller geschiedenen Ehen bleiben die Kinder bei den Müttern. Hierdurch entstehen Schicksale von alleinerziehenden Frauen, die Beruf und Familie unter Umständen mit geringen finanziellen Mitteln unter einen Hut bekommen müssen. Auf Seiten der Männer gibt es unzählige Zahlväter, die malochen und schuften, um den hohen Unterhaltsansprüchen gerecht zu werden. Hierbei dürfen sie ihre Kinder häufig nur sehr selten sehen, was psychisch meist sehr belastend sein kann.

Aus Sicht der Frau (oder des alleinerziehenden Elternteils)

Grundsätzlich ist der alleinerziehende Part (meist sind es eben Frauen) finanziell durch den Ex-Partner abgesichert. Die Unterhaltszahlungen sind in der Regel recht hoch. Dennoch kommt es zu Fällen, in denen der Vater entweder nicht zahlen kann oder nicht zahlen will. Hinzu kommt, dass manche Frauen bereits sehr lange keiner beruflichen Beschäftigung mehr nachgegangen sind und somit eine Integration in den Arbeitsmarkt schwierig ist. Laut Gesetz sind alleinerziehende Eltern in der Lage ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften, sobald die Kinder mindestens drei Jahre alt sind. Man geht davon aus, dass der Nachwuchs dann eine Kinderbetreuung bekommen und die Mutter wieder arbeiten gehen kann. So kann es zu ungünstigen Kombinationen kommen. Nämlich dann, wenn eine Mutter schwer in den Arbeitsmarkt zu integrieren ist oder gar nicht arbeiten möchte. Und gleichzeitig der Vater keinen Unterhalt zahlen kann oder will. Die Leidtragenden sind die Kinder. Übrigens sind 85% aller kriminellen Männer vaterlos aufgewachsen!

Aus Sicht der Männer (oder des bröchtenverdienenden Elternteils)

Bei einer Scheidung wird die Ehe ohne Ehervertrag als Zugewinngemeinschaft angesehen. Das heißt angeschafftes Vermögen, das sehr häufig durch die Väter erwirtschaftet wird, gehört zu gleichen Teilen beiden Ehepartnern. Entsprechend wird es auch aufgeteilt. Da in den meisten Ehen die Kinder bei der Mutter bleiben, müssen Väter mit sehr hohen Unterhaltsforderungen über einen sehr langen Zeitraum rechnen. Berechnet wird der Unterhaltsanspruch am Einkommen. Über die sogenannten Düsseldorfer Tabelle kann man einsehen, was einen erwartet.

Ein Beispiel

Verdienst du als Mann 2 500 Euro netto und hast zwei Kinder im Alter von 10 und 16 Jahren, dann zahlst du insgesamt etwas über 1 000 Euro netto an deine Ex-Gattin. Außerdem verzichtest du auf das Kindergeld. Vielleicht ging das Kindergeld für beide Kinder vorher auf dein Konto ein, was bei dem oben genannten Beispiel zu einem monatlichen Geldeingang von etwa 2 900 Euro geführt hätte (das Kindergeld liegt bei 190 Euro pro Kind bei zwei Kindern, ich runde der Einfachheit halber auf). So würde sich dein monatlicher Geldeingang im Anschluss an die Scheidung für einen sehr langen Zeitraum um etwa 1 400 Euro verringern und somit quasi halbieren. An dieser Stelle sind noch keine eventuellen Unterhaltsansprüche deiner Frau eingerechnet. Dein Selbstbehalt liegt bei 1080 Euro, vorausgesetzt du bist erwerbstätig (ansonsten 880 Euro). Bis zu diesem Betrag kann dir der Staat theoretisch jeden Euro abnehmen.

Nur in der Ehe?

Zugegeben sind einige dieser genannten Nachteile nicht auf die Ehe beschränkt. Unterhaltspflichtig ist man gegenüber den eigenen Kindern immer. Jedoch kommen in der Ehe eventuell Unterhaltsansprüche an den Ehepartner hinzu, sowie erhebliche Einbußen durch die Zugewinngemeinschaft, bzw. das halbierte Vermögen. Daneben kann es noch zu einem Versorgungsausgleich kommen bis hin zur Übertragung von Rentenansprüchen, sowie hohen Kosten für Anwälte, Verträge und Gerichte.

Ehe = Erstrebenswertes Lebensmodell oder finanzielles Desaster?

Es bleibt jedem selbst überlassen sich für oder gegen die Ehe aus finanzieller Sicht zu entscheiden. Frauen sollten definitiv darauf achten nicht in eine Abhängigkeit vom Geldbeutel des Mannes zu geraten. Männern sollte die Statistik bewusst sein, dass die Scheidungsrate bei 40% liegt und die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht werden. Darüber hinaus in mehr als 80% aller Fälle die Kinder bei den Müttern bleiben und somit sehr lange viel Unterhalt gezahlt werden muss. Wer heiraten möchte, dem sollte bewusst sein, dass es das Ende der finanziellen Freiheit sein kann.

Tipps zum Selbstschutz

Damit du nicht in ein finanzielles Desaster steuerst, fasse ich hier noch einige Tipps zu deinem Schutz zusammen. Egal, ob Mann oder Frau.

  • Begib dich nicht in eine finanzielle Abhängigkeit von deinem Partner
  • Bleib nah am Arbeitsmarkt auch mit Kindern
  • Führt getrennte Konten und ein gemeinsames Haushaltskonto
  • Setzt einen Ehevertrag auf und lasst ihn notariell beglaubigen. Ansonsten nutzt er euch nicht viel.
  • Beide sollten das Sorgerecht haben
  • Denkt über ein Wechselmodell im Falle einer Scheidung nach
  • Heirate generell nicht aus finanziellen Gründen
  • Die Zugewinngemeinschaft gilt erst ab Beginn der Ehe. Was vor der Ehe dir war, bleibt dir. Aber du musst es nachweisen können!
  • Überlasst nie eurem Partner alle finanziellen Belange
  • Denkt über eine Lebensgemeinschaft ohne Ehe nach
  • Heirate keinen egozentrischen Menschen.  Sie werden in der Regel bei einer Scheidung alles „heraus holen“ wollen
  • Investiert fleißig in Aktien!

 

 

 

 

 

Wie sich Ruhestandsinvestitionen für alleinstehende Frauen unterscheiden

Gastbeitrag von Gabi Weigl (Mehr zu ihrer Person am Ende des Artikels)

Wie sich Ruhestandsinvestitionen für alleinstehende Frauen unterscheiden

Das Nachdenken darüber ist nichts, was uns Spaß machen würde, aber es bleibt eine Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass wir unsere goldenen Jahre als alleinstehende Frau beginnen. Gemäß dem Statistischen Bundesamt leben Frauen ab 65 Jahren doppelt so häufig allein wie gleichaltrige Männer. Ob es uns also gefällt oder nicht, müssen die Damen sicherstellen, dass Sie darauf vorbereitet sind allein in den Ruhestand zu treten.

Das bedeutet fleißig sparen, beim Investieren ein diversifiziertes Portfolio zu unterhalten und einen Notfallfonds zur Hand zu haben, voll ausgestattet und einsatzbereit. Alleinstehende Rentner können einer Reihe verschiedener Hürden begegnen, die beseitigt werden müssen, um ein stabiles und solides Fundament für den Ruhestand zu schaffen, den wir uns wünschen.

Wie sieht der Plan aus?

Ältere Frauen in Deutschland sind stärker armutsgefährdet und von materieller Entbehrung betroffen, als Ihre männlichen Pendants. Deine Ruhestandsjahre könnten eine Zeitspanne von 20 bis 30 Jahren, oder mehr, umfassen. Du musst darauf vorbereitet sein.

Führe eine kritische Bewertung deiner finanziellen Ressourcen durch. Dies hilft Dir genau festzulegen, wie lange Du arbeiten musst, ob deine derzeitige Arbeit genug Einkommen für deine Ruhestandspläne schafft und ob Du Veränderungen deines derzeitigen Lebensstils in Erwägung ziehen solltest. Vielleicht müssest Du deine Lebenshaltungskosten jetzt einschränken, damit Du deine Ruhestandsjahre besser fördern kannst.




Du solltest ebenfalls einen Berater in Erwägung ziehen, der Dir bei Investitions- und Finanzentscheidungen zur Seite steht. Du solltest verschiedene Typen von Rentenberatern überprüfen, um einen ausfindig zu machen, der sich in Bereichen spezialisiert, der deinen Bedürfnissen entspricht. Sei Dir darüber im Klaren, dass diese Berater mit an Bord zu holen bedeutet Gebühren für die Geldverwaltung auf sich zu nehmen, für die Du verantwortlich sein wirst. Ein Berater mit Referenzen, die seine Expertise hinsichtlich der Rentenplanung belegen, wird das Geld jedoch wert sein.

Wie es mit der Sozialversicherung aussieht

Viele Frauen werden sich mit der Sozialversicherung als oberster Einnahmequelle Ihres Ruhestandseinkommens wiederfinden. Wenn das der Großteil Deines Renteneinkommens ist, solltest Du dies bestmöglich nutzen. Für die meisten alleinstehenden Frauen, ist ein Aufschub des Beginns Ihrer Sozialleistungen in der Regel vorteilhaft. Jedes Jahr des Aufschubs Deiner Leistungen, lässt den Betrag, den Du als Einkommen beziehen würdest, für jedes Jahr des Aufschubs ansteigen.

Mit Rentenersparnissen Einkommen generieren

Du kannst deine Riester-Rente oder Deine bAV-Mittel als Möglichkeit nutzen Einkommen zu generieren, wobei jedes dieser Vorhaben seine Vor- und Nachteile besitzt. Sprich mit mit einem professionellen Investitionsberater, der Dir hilft zu bestimmen, ob Dein Renteneinkommen dazu genutzt werden kann ein Renteneinkommen zu generieren, dass Deinen Umständen entspricht.

Kümmer Dich um Dich selbst

Auch wenn Du geplant hattest Deine goldenen Jahre mit jemand Besonderen zu teilen, der sich um Dich und Deine Interessen kümmert, spielt sich das Leben nicht immer so ab. Du kannst den Eintritt in Deine goldenen Jahre als alleinstehende Frau bewältigen. Das heißt Du müssest auf sich selber zählen, was eine angemessene Gesundheitsversorgung betrifft.

Wenn Du dich jetzt um dich selbst kümmerst, wirst Du unter weniger körperlichen Beschwerden leiden, wenn Du älter wirst. Niemand möchte mit potenziell invalidisierenden und teuren Krankheiten konfrontiert werden. Wenn Du jetzt die richtigen Schritte unternimmst, wie gesunde Ernährung und Bewegung, könnte sich das später im Leben großartig auszahlen. Es wird auch den Betrag Deines Rentenbudgets verringern, der in Deine Gesundheitsversorgung fließt.

Über die Gastautorin

Ich bin Gabi und bin eine Freiberufliche Schreiberin und Redakteurin. Ich schreibe seit etwas über 10 Jahren unter anderem über Finanzen, Beauty ,Fashion & Lifestyle Themen. Wenn Ich nicht schreibe verreise Ich sehr gerne und genieße die Zeit mit meinen Hund.Des weiteren setze ich mich auch aktiv für diverse Tierschutz Organisationen ein.

Investieren für die Kinder

Investieren für die Kinder

Durch Investieren für die Kinder können wir die nächste Generation tatkräftig unterstützen. Vor einigen Tagen habe ich ein Video zum Thema „1 Million Euro Depot mit 35 Jahren“ auf einem meiner favorisierten Youtube Kanäle „Aktien mit Kopf“ gesehen. Ein User schrieb einen sehr berührenden und informativen Kommentar:

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Das Humankapital – Die wichtigste Investition Ihres Lebens

Was ist Humankapital?

Das Humankapital wird häufig auf eine gesamte Bevölkerung bezogen und repräsentiert das wirtschaftlich nutzbare Potential, das sich aus Bildung, Fähigkeiten, Kenntnissen und Verhaltensweisen der Bürger zusammensetzt. Auf eine Person bezogen bedeutet das Humankapital im Prinzip das gleiche. Welche erworbenen Fähigkeiten einer Person lassen welchen wirtschaftlichen Nutzen erwarten? Einfacher ausgedrückt: Wie viel Geld lässt sich aus Ihren individuellen Fähigkeiten und erworbenen Qualifikationen generieren?

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Bildung fördert finanzielle Freiheit

Je mehr Sie über sich selbst und die Welt erfahren, desto besser werden sie sich selbst und die Welt verstehen. Bildung fördert die Fähigkeit Informationen verarbeiten zu können und sie für sich selbst wirtschaftlich nutzbar zu machen. Aus vielerlei Hinsicht kann dieses Argument unterstützt werden. Wissen Sie selbst um Ihre Fähigkeiten, dann sind sie in der Lage sich realistisch einschätzen zu können. Dadurch lassen sich für Ihr persönliches und finanzielles Leben entsprechende Verhaltensweisen ableiten, die förderlich sind.

Beratungsresistenz ist eine große Gefahr

Kaum eine Eigenschaft ist für den Menschen im Allgemeinen und Investoren gefährlicher als Beratungsresistenz. Zum Einen halten sich nicht wenige Investoren für unglaublich gut, ausgestattet mit privilegierten Hochleistungsgehirnen. Zum Anderen stehen vielen Anlegern meist das eigene Ego und der eigenen falsche Stolz im Weg. Sie können einfach nicht zugeben auch mal nicht richtig zu liegen oder eben nicht zu den Talentiertesten zu gehören. Das kann man sich so lange einreden, bis man beginnt, selbst daran zu glauben. Meist ist dies auch der Fall.

Merke: Beratungsresistenz bedeutet schlechte Rendite!

Wie Sie in Ihr Humankapital investieren

Es hängt von Ihrem Altern und Ihrer Lebenssituation ab, wie viel Sie in ihr Humankapital investieren können und wollen. Gehen wir zunächst Mal von einer jungen Person in den 20ern aus. In diesem Lebensabschnitt ist die Ausbildung bzw. das Studium das wichtigste Gut. Sollten Sie nicht gerade zur Gattung der Genies gehören und kurz davor sein z.B. einen Quantencomputer in Massenfertigung herstellen zu können, dann sollte Ihr Motto lauten: Bessere Bildung führt zu überdurchschnittlich hohen und sicheren Einkünften.

Achtung: Nicht jeder Weg führt zur finanziellen Freiheit

„Bildung = Geld“ ist eine oft propagierte und schön einfache Antwort, die aber unvollständig und daher falsch ist. Eher müsste es lauten: „Gezielte Blldung = Geld„, denn nicht jeder Bildungsweg ist wirtschaftlich gleich gut nutzbar. Fragen Sie den Dauerstudenten, den es vielleicht auch in Ihrem Freundeskreis gibt, der 13 Semester Philosophie und Ägyptologie studiert hat und kurz vor seinem Examen steht. Für das Humankapital ist diese Studienwahl schädlich. Sicherlich sollte man seinen Interessen nachgehen, jedoch ist es außerordentlich wichtig zu wissen, dass nicht jede Form der Bildung zur finanziellen Freiheit führen wird. Ein dreijähriges duales Studium bei einem größeren Unternehmen würde da weitaus mehr Sinn machen. Erstens verdienen Sie schon während ihrer Ausbildung Geld. Zweitens treten Sie früher in den Arbeitsmarkt ein und drittens haben Sie schon einen Fuß in der Tür eines größeren Unternehmens

40 Jahre, verheiratet, Kinder, Vollzeitjob

Menschen, die mitten im Leben stehen haben es nicht mehr ganz so einfach Ihr Humankapital zu erhöhen. Vielleicht gehören Sie zu den glücklichen, die bereits teilweise oder ganz finanziell frei sind. Eventuell haben Sie bereits ein so hohes Humankapital, dass sie einen sehr guten Verdienst haben. Herzlichen Glückwunsch! Dann haben Sie vieles richtig gemacht. Außer sie gehören zu den 90% der deutschen Bundesbürger, die Ihre Ausgaben stets an ihre Einnahmen anpassen und daher immer den gleichen Cashflow haben, unabhängig davon, wie viel sie arbeiten oder verdienen.

Finanzielle (Un)bildung

Aus Zeitgründen erfordert es im obig beschriebenen Fall etwas Disziplin das eigenen Humankapital zu erhöhen. Anfangen sollte man mit einer Einschätzung der finanziellen Lage und dem Beginn der eigenen finanziellen Bildung. Denn die meisten Menschen sind finanziell ungebildet. Leider kommen viele unwichtige Informationen zu uns, die wir überhaupt nicht benötigen. Ich wette auch Sie haben in Ihrer Schul-oder Studienzeit Unmengen an Wissen angehäuft, für welches Sie niemals wieder Verwendung gefunden haben. Finanzielle Bildung jedoch benötigt jeder. Dennoch kommt sie nicht in didaktisch aufbereiteten Informationshäppchen zu uns, die wir innerhalb einiger Jahre entpacken dürfen. Auch Medien, Bankberater und Versicherungsfachleute führen uns auf die falsche Fährte.

Wie also das Humankapital erhöhen?

„Die Wurst kommt nicht zum Hund“ und „der Berg kommt auch nicht zum Propheten“. Nehmen Sie ihre finanzielle Bildung selbst in die Hand. Nachdem Sie ihre finanzielle Situation eingeschätzt haben, bilden Sie sich zunächst finanziell fort. Kaufen Sie sich zum Beispiel drei Bücher, die sie in den nächsten Wochen oder Monaten durchlesen wollen. Aus Zeitgründen sollte mindestens ein Buch zur passiven Investmentanlage dabei sein. Glauben Sie mir an dieser Stelle, wenn ich behaupte, passive Investmentstrategien schlagen in der Regel 90% aller aktiven Trader inklusive den professionellen Tradern!

Ziehen Sie die richtigen Schlüsse

Gehören Sie nicht zu den beratungsresistenten Menschen, dann können Sie ihre Situation nun realistisch einschätzen. Sie wissen um Ihre finanzielle Lage und haben sich finanziell weiter gebildet. Setzen Sie sich nun Ziele. Überlegen Sie sich, wie viel Geld sie monatlich investieren wollen, um ihre finanzielle Freiheit zu erreichen. Nutzen Sie zudem Ihre Sparpotentiale. Leben Sie weiterhin gut und so, dass sie nicht auf jeden Euro schauen müssen, aber vermeiden Sie unnötige Ausgaben. Kündigen Sie unnütze Finanzprodukte, die Ihnen ihr Bankberater aufgeschwatzt hat oder legen Sie sie still, falls der Rückkaufwert sich nicht rentiert.

Erhöhen Sie ihren Wert

Investieren Sie weiter in ihre eigene berufliche Bildung. Vielleicht gibt es Fortbildungsmöglichkeiten in Ihrem Beruf, welche Sie interessieren, wofür Sie jedoch bisher nicht die richtige Motivation entwickelt haben. Mit passiven Investments bliebe Ihnen sogar die nötige Zeit sich weiterzubilden. Erhöhen Sie Ihr Humankapital innerhalb Ihrer Firma und machen Sie sich dort unverzichtbar. Ihre Mitarbeiter und Vorgesetzten werden diese von Ihnen getätigte Investition früher oder später bemerken und so könnte sie sich in Form einer Gehaltserhöhung auszahlen. Alternativ haben Sie vielleicht ein Hobby, welches Sie nebenberuflich gewinnbringend ausüben können.

Humankapital als Teil der Asset Allocation

Das Humankapital hat unzweifelhaft einen großen Einfluss auf ihre finanzielle Möglichkeiten. In der Literatur wird das Humankapital teilweise als wichtigster Bestandteil der Asset Allocation angesehen. Genau so sollten Sie das Humankapital auch behandeln. Neben Ihren Investitionen in Aktien, ETFs, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle, sollten Sie die Investitionen in Ihr Humankapital als wichtigen Bestandteil Ihres Depots ansehen.