Archiv der Kategorie: Finanzielle Freiheit

Entspannung durch finanzielle Freiheit

Entspannung durch finanzielle Freiheit

Auf der Suche nach Gleichgesinnten, die den Weg zur Entspannung durch finanzielle Freiheit suchen, stieß ich neulich auf den Blog von „Privatier“. Dabei bin ich auf die von ihm ausgerufene Blogparade aufmerksam geworden. Es handelt sich um eine Parade zum Thema „Freiheit oder Langeweile?“. Bei Interesse, könnt ihr hier alle anderen Beiträge hierzu lesen. Es lohnt sich auf alle Fälle!  Der Untertitel meines eigenen Blogs lautet: Entspannung durch finanzielle Freiheit. Dieses Konzept zieht sich wie ein roter Faden durch meinen gesamten Blog. Die Finanzielle Freiheit ist eine Art Protagonist oder Meta-Überschrift jedes einzelnen Beitrags. Jedoch gibt es noch keinen separaten Artikel auf meinem Blog, der sich ausschließlich mit dieser Thematik beschäftigt. Da kommt die Blogparade gerade recht!

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Das verstehe ich unter finanzieller Freiheit

Finanzielle Freiheit entsteht für mich in verschiedenen Stadien. Am Ende dieser Stufen steht die absolute finanzielle Freiheit. Im Optimalfall kann ich dann von meinem passiven Einkommen alle notwendigen Kostenpunkte meines Lebens decken. Arbeit wäre kein Muss, sondern eine freiwillige Aktivität. Denn die finanzielle Freiheit bietet Unabhängigkeit vom eigentlichen Beruf, sowie Geldnöten und -sorgen. Darüber hinaus denke ich, sorgt die finanzielle Freiheit für mehr Sicherheit. Damit meine ich nicht nur Sicherheit im Sinne der Existenzsicherung, sondern eine Verstärkung der Selbstsicherheit. Wenn man nicht mehr arbeiten muss, geht man mit einer ganz anderen Einstellung und Erwartungshaltung zum Arbeitsplatz. Vielleicht möchte man seinem eigentlichen Beruf auch nur noch zu 50% nachgehen und morgens lieber ein wenig später ins Büro. Finanzielle Freiheit fördert daher die Selbstsicherheit und die Authentizität der eigenen Persönlichkeit.

Die Schritte zur finanziellen Freiheit

Unabhängigkeit vom Einkommen aus regelmäßiger Arbeit entsteht nicht über Nacht. Es ist ein langer, teils auch langweiliger Weg, der Schritt für Schritt zur finanziellen Freiheit führen kann. Wenn man zum Beispiel durch cleveres Investieren 500 Euro passives Einkommen pro Monat erreicht hat, kann man seine reguläre Arbeit reduzieren. Womöglich möchte man nur noch zu 75% arbeiten. Somit hätte man im Umkehrschluss 25% finanzielle Freiheit erreicht.

Ein Marathon mit Etappen

Diese Etappenziele sind von immenser Bedeutung. Wie bereits erwähnt ist der Weg dahin meist lang und erfordert viel Geduld. Man kann dies mit einem Marathonlauf vergleichen. Ein Läufer denkt innerhalb der ersten 30 Minuten seines Laufes selten an die Gesamtstrecke von knapp 42 Kilometern. Die Gedanken an das finale Ziel können demotivierend sein. Daher setzen sich Läufer Etappenziele und freuen sich zum Beispiel beim Erreichen der 10 km-Marke über das Geleistete. Ganz ähnlich sehe ich das bei der finanziellen Freiheit. Es ist wichtig sich Etappenziele zu setzen. Wenn man zum Beispiel „nur“ 200 Euro pro Monat zurücklegen kann, dann sollte man nicht über ein passives Einkommen zur Sicherung des Lebensabends nachdenken.  Man setzt sich zum Beispiel das Ziel, dass man innerhalb der ersten 5 Jahre eine Gesamtsumme von 20 000 Euro durch Investitionen ansammelt. Meiner Meinung nach ist es immer am besten sich recht hohe Ziele zu setzen.  Zwar werden diese dann häufig verfehlt, aber es erhöht die Motivation und am Ende auch den Ertrag.

Warum finanzielle Freiheit?

Wir alle kennen das sogenannte Hamsterrad. Man steht früh morgens auf, geht zur Arbeit und erledigt seinen Job. Zu Hause angekommen kümmert man sich um den Haushalt und spielt mit den Kindern. Man bereitet Essen vor, bringt die Kinder zu Bett, checkt noch ein paar E-Mails und am Ende das Tages hat man vielleicht noch die Kraft für eine Runde passives Berieseln lassen vor dem TV. Das was viele Menschen (nicht alle) häufig deprimiert, ist das Wissen, dass der nächste Tag und die meisten der darauf folgenden Tage in etwa den gleichen Ablauf haben werden. Als Mensch, der sich weiter entwickeln möchte, ist die aufkommende Stagnation eine Gefahr, welche man oft nicht wahrnimmt.  Nicht selten werden die Persönlichkeiten vieler Leute mit der Zeit kühler und am Lebensabend oft verbittert. Natürlich kann man sich ein Hobby suchen, Sport treiben, ein Instrument lernen, reisen etc. Doch die qualitative Eigenzeit ist meist zu niedrig, um diesen Aktivitäten mit Energie, Zeit und Muse nachzugehen.

Was bedeutet finanzielle Freiheit für mich?

Ich persönlich möchte meine Eigenzeit durch finanzielle Freiheit erhöhen. Wahrscheinlich würde ich selbst bei Erreichen einer absoluten finanziellen Freiheit meine eigentliche Arbeit nicht vollständig aufgeben. Ich würde mich jedoch mit Sicherheit mehr mit Aktivitäten beschäftigen, die mir viel Freude bereiten. Dazu gehört auch das Pflegen eines Blogs zum Thema „Finanzielle Freiheit“. Im Endeffekt erhoffe ich mir dadurch auch mehr Entspannung.

Wir brauchen mehr Dosen Eigenzeit

Ich erinnere mich an meine Studienzeit zurück, insbesondere an die Semesterferien. Damals hatte ich immer wieder mal Phasen, meist nach der Prüfungssaison, in denen ich nicht wusste, was ich mit meiner vielen Zeit anfangen sollte. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich meine Eigenzeit in Dosen verpackt und bei Ebay zur Versteigerung angeboten. Eigentlich wäre das eine super Geschäftsidee gewesen. Worauf ich hinaus möchte ist folgendes: Ein Mensch benötigt ein gewisses Maß an qualitativer Eigenzeit. Dieses Maß ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, doch jeder Mensch braucht es. Die beiden von mir beschriebenen Extreme der Semesterferien und des Hamsterrades können beide ungesund sein. Sie können Menschen auf lange Sicht sogar krank machen. Daher ist es auch nicht sicher, ob die finanzielle Freiheit, sprich das Endziel, die Erfüllung aller Ziele ist und sich somit die absolute Glückseligkeit einstellt.

Finanzielle Freiheit hinterfragt – Kommt Langeweile auf?

Mein Weg zur finanziellen Freiheit hat ein paradoxes Ziel. Das Ziel ist nämlich gar nicht mal so sehr die finanzielle Freiheit an sich, sondern der Weg dahin. Ich freue mich natürlich über jedes neue Stadium der finanziellen Freiheit. Durch die Vorzüge der finanziellen Freiheit habe ich mir ja erst diesen Weg zum Ziel gemacht. Man sollte sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass die Erwartungshaltung des absoluten Glücks beim Erreichen eines Lebenstraumes unerwartete psychologische Folgen haben kann. Nachdem Reinhold Messner einen seiner größten Erfolge erreicht hatte, erfuhr er Leere. Als Boris Becker die Nummer 1 der Tenniswelt wurde, fühlte er sich traurig. Als Michael Schumacher seinen 50. Grand Prix Erfolg feierte, überkamen ihn ähnliche Gefühle. Finanzielle Freiheit ist keine Garantie Glück und Zufriedenheit zu erfahren. Wenn man dieses Stadium erreicht hat, ist es wichtig, sich neue Ziele zu setzen und einen neuen Weg zu finden. Geld macht nicht glücklich!

Wie erreicht man finanzielle Freiheit?

Im Grunde genommen erreicht man finanziellen Freiheit durch den momentanen Verzicht auf Konsum, um von einer jetzt getätigten Investition später zu profitieren. Verzichte ich auf Geld und investiere es zum Beispiel in Aktien, ETFs oder Wikifolios, dann erhoffe ich mir früher oder später vom Zinseszins passives Einkommen zu generieren. Verzichtet man auf Eigenzeit und verbringt sie mit Arbeit, investiert man in das Humankapital und erhofft sich dadurch später einen finanziellen Erfolg. In aller Regel werden beide Herangehensweisen parallel durchgeführt.

Was kostet finanzielle Freiheit?

Die Kosten der finanzielle Freiheit sind ganz individuell. Sie sind abhängig von deinem Einkommen, deinen laufenden Kosten und deinem Lebensstil. Finanzielle Freiheit erreicht man jedoch nur dann, wenn man weniger ausgibt als man hat und die Differenz investiert. Daher sollte man Wohn- und Transportkosten niedrig halten. Auch Konsumschulden sollte man dringend vermeiden, denn wir wollen ja vom Zinseszins profitieren und uns nicht von ihm versklaven lassen. Zu diesen Themen habe ich schon den ein oder anderen Artikel verfasst, die ihr euch hier anschauen könnt.

Fazit

Finanzielle Freiheit ist ein vielschichtiger, abstrakter Begriff und deckt viele Teilbereiche der Finanzwelt ab. In meinem Beitrag zur Blogparade habe ich die aus meiner Sicht wichtigsten Aspekte angesprochen. Je nach Definition der finanziellen Freiheit und der Motivation, warum man sie erreichen will, kristallisieren sich ganz individuelle Wege dahin heraus. Wichtig ist sich bewusst zu werden, was finanzielle Freiheit für einen bedeutet, warum man sie haben möchte und was man bereit ist dafür zu investieren.

Solltet ihr Kritik, Anregungen oder Fragen haben, lasst es mich über die Kommentarfunktion wissen. Sehr interessiert wäre ich auch daran, wie ihr eure finanzielle Freiheit erreichen wollt oder bereits erreicht habt.

Info:

Hier geht es zur Blogparade

 

 

 

 

3 Schritte zur finanziellen Freiheit

3 Schritte zur finanziellen Freiheit

Der Weg zur finanziellen Freiheit ist ein langfristiger und manchmal langweiliger Weg, der viel Geduld erfordert. Nicht selten liest man im Internet über Möglichkeiten, wie man schnell und ohne Anstrengung zu Reichtum gelangen kann. Sie können jedoch davon ausgehen, dass diese Vorschläge der Wahrheit zu fast 100% nicht entsprechen.

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Was ist finanzielle Freiheit?

Finanzielle Freiheit kann auf verschiedene Art und Weise interpretiert werden. Meist geht man davon aus, dass finanzielle Freiheit Unabhängigkeit vom eigentlichen Beruf bedeutet, den sie ausüben. Man muss also nicht mehr arbeiten, sondern kann arbeiten wenn man das möchte. Das passive Einkommen reicht in diesem Fall aus, um alle Kosten zu decken und weitere Investitionen zu tätigen. Ich differenziere gerne in weiteren Schritten. Die absolute finanzielle Freiheit erreicht man nicht über Nacht. Man kann sie schrittweise erreichen. Wenn ihr passives Einkommen zum Beispiel eine Höhe von 20% ihres Gehaltes entsprechen, dann haben sie im Umkehrschluss 20% finanzielle Freiheit erlangt. Das bedeutet, sie können ohne irgendwelche Verluste ihr Arbeitspensum auf 80% reduzieren. Somit haben sie sich einen Teil finanzielle Freiheit geschaffen. In diesem Artikel geht es im Groben um die 3 wichtigsten Schritte zur finanziellen Freiheit wenn man bei „Null“ anfängt.

1. Eigenkapital ansparen

Investieren an der Börse oder Investieren in Immobilien lohnt sich erst ab einem gewissen Betrag. Ansonsten fressen die Gebühren an der Börse das eingesetzte Kapital auf oder man bekommt keinen Kredit von einer Bank für den Kauf einer Investmentimmobilie. Daher ist der erste Schritt das regelmäßige  Sparen von nicht benötigten finanziellen Mitteln. Sparpotentiale gibt es viele. Um sich einen genauen Überblick über die laufenden Kosten zu machen, lohnt sich das Führen eines Haushaltsbuches. So entdeckt man einerseits vermeidbare Ausgaben und entwickelt andererseits ein Gefühl für potentielle Sparsummen. Die größten Kostenpunkte der Deutschen sind das Wohnen und der Transport. Häufig übernimmt man sich bei der Miete einer Wohnung, weil man sich mehr leistet als man sich leisten kann. Viele finanzieren zudem zu teure Autos, weil man sich mit weniger nicht zufrieden geben möchte. Eine weitere Grundregel wäre keine Konsumschulden zu machen. Wer finanzielle Freiheit erreichen möchte, muss verstehen, dass er vom Zinseszins profitieren und nicht darunter leider möchte. Wer mehr zu diesem Thema erfahren will, klickt bitte hier.

2. Vom Zinseszins profitieren

Die mächtigste Waffe des Investors ist der Zinseszins. Unsere kapitalistische Gesellschaft ist darauf aufgebaut. Menschen mit viel Geld geben Menschen mit wenig Geld Kredite und verlangen Zinsen. Der Dax hat in den letzten 30 Jahren durchschnittlich 6% Rendite pro Jahr erreicht. Wer heute 100 Euro pro Monat investiert, hätte bei der der gleichen Rendite nach 10 Jahren etwa 16 300 Euro angespart. Davon wären 4 300 Euro Einnahmen durch Zinsen, die bei Verkauf noch mit der Abgeltungssteuer (etwa 27%) verrechnet werden müssten. Spart man den gleichen Betrag 10 weitere Jahre an, käme man bereits auf eine Summe von etwa 44 000 Euro. Davon wären fast die Hälfte der Einnahmen Zinsen. Man kann also leicht erkennen: Je mehr Kapital man zur Verfügung hat, desto mehr profitiert man von den Zinseszinsen. Über verschiedene Investitionsmöglichkeiten auf dem Weg zur finanziellen Freiheit habe ich hier bereits einen Artikel verfasst. Einnahmen aus Dividenden sollten dabei reinvestiert werden.

3. Das passive Einkommen managen

Hat man sich Vermögen aufgebaut gilt es dies zu managen. Meist hat man in diesem Stadium das 40. oder 50. Lebensjahr schon hinter sich und die Rente rückt immer näher. Daher sollte man das Risiko der Investitionen reduzieren, um von kurzfristigen Markterschütterungen nicht getroffen zu werden. Hat man einen langfristigen Anlagehorizont von einigen Jahrzehnten, fallen starke Marktschwankungen weniger ins Gewicht. Wollen sie aber passives Einkommen generieren, um zum Beispiel die finanziellen Lücken wie die der Rente zum letzten Gehalt zu schließen, dann macht es Sinn, schrittweise seine Investitionen umzustrukturieren. Eine Möglichkeit wäre eine Dividendenstrategie zu wählen. Sie können sich ein Aktienportfolio mit sicheren Dividendenzahlern einrichten. Unabhängig von Schwankungen des Kurses werden diese gezahlt und sie generieren so ein passives Einkommen. Anstatt die Dividendenzahlungen zu reinvestieren, leben sie nun davon. Sie können auch Aktien von Unternehmen mit sehr hoher Marktkapitalisierung kaufen. Diese sind weit weniger volatil und weisen dadurch in schlechten Marktphasen weniger Verluste auf. Ich hoffe ich konnte ihnen auf dem Weg zur finanziellen Freiheit etwas weiterhelfen. Wenn sie weitere Ideen und Vorschläge haben, lassen sie es mich wissen.