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Wikifolio – Investoren Update

Investoren-Update

Mittlerweile wurden knapp 200 000 Euro in von mir verwalteten Wikifolios investiert. Da sich die Summe größtenteils auf drei veschiedene Wikifolios verteilt, habe ich mich dazu entschlossen, ein Update für alle diese Wikifolios zu veröffentlichen. Die bisherigen Updates zum Wikifolio „Light Version nach Levermann“ werden hier entsprechend integriert. Je nach finanziellen Umschichtungen der Anleger kann es in Zukunft zu Veränderungen dieser Vorgehensweise kommen. Ich denke jedoch, dass ein Update vor allem da notwendig ist, wo die meiste Nachfrage entsteht. Daher beginne ich an dieser Stelle auch mit dem Wikifolio mit der höchsten Anlagesumme.

Wikifolio – Investieren mit Kopf

Investierte Summe: 118.953 Euro – Jahresperformance: 120%

Hier geht es direkt zum Wikifolio.

Das namensgleiche Wikifolio zum Blog ist bisher das erfolgreichste. Das liegt vor allem an der Entwicklung und der Korrelation zum Kurs der Bitcoin Group. Die Gewichtung ist sehr hoch und somit leider auch die Schwankungen. Aufgrund der steigenden Nachfrage des Bitcoin im Allgmeinen und der Begrenzung der maximalen Anzahl der Bitcoin auf 21 Millionen, rechne ich jedoch mit einem weiteren Anstieg in den nächsten Jahren. Grundvoraussetzung für ein Investment in Kryptowährungen oder Unternehmen, die solche anbieten, ist Vertrauen in die Sache an sich. Ich glaube, dass der Markt der Kryptowährungen in den nächsten 2-5 Jahren die Gesamtmarktkapitalisierung um den Faktor 20 oder 30 steigern wird. Es ist unmöglich zu wissen wie hoch der Multiplikator sein wird, jedoch nicht schwer zu sehen, dass die Bitcoin Group profitieren wird.

Real Money Depot

Aufgrund meiner eigenen Überzeugung vom Erfolg der Kryptowährungen, der Bitcoin Group und des Wikifolios „Investieren mit Kopf“ werde ich in den kommenden Tagen aus dem Wikifolio ein Real Money Depot machen. Die Bitcoin Group macht etwa die Hälfte der Gewichtung des Depots aus. Die andere Hälfte beinhaltet einige stabilisierende Werte wie z.B. Amazon oder Activision Blizzard. Der Vorteil ist, dass das Depot, anders als der Bitcoin an sich, weniger volatil sein wird. Hinzu kommen einige erfolgversprechende Nebenwerte wie Blue Cap oder MBB.

Bitcoin Group

Das Wikifolio ist stark mit dem Erfolg der Bitcoin Group verknüpft. Daher möchte ich einige Sätze zum aktuellen Stand der Dinge schreiben. Die Bitcoin Group ist zu 100% an bitcoin.de beteiligt, einer Börse für Kryptowährungen. Die Handelsumsätze sind in den letzten Wochen enorm gestiegen. Das hängt in erste Linie mit dem Anstieg des Bitcoin an sich zusammen. Die US-Börsenaufsicht hat grünes Licht für Bitcoin Futures gegeben. In etwa zwei Wochen soll es möglich sein Futures zu erwerben. Gerade für Großinvestoren kann das interessant sein. Auf vielen Börsen für Kryptowährungen sind die möglichen Invest Summen limitiert. Hierdurch kann es schwierig sein, größere Summen zu platzieren. Durch die Bitcoin Futures sollten diese Marktteilnehmer besser bedient werden und eventuell zum ersten Mal überhaupt am Markt beteiligt sein. Diese Nachricht hat den Kurs des Bitcoin und der meisten anderen Kryptowährungen befeuert und somit hat auch die Bitcoin Group profitiert. Das aktuelle Handelsvolumen im 4.Quartal 2017 lässt auf eine Steigerung des Umsatzes von mehreren hundert Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 schließen. Selbst ein Anstieg um den Faktor 1000 ist denkbar. Wegen der gering bleibenden Kosten, dürfte auch der Gewinn massiv ansteigen.

Wikifolio TecDAX Top Ten

Investierte Summe: 40.222 Euro – Jahresperformance: 65%

Hier geht es direkt zum Wikifolio

Die TecDAX Top Ten haben seit Jahresbeginn einen sehr starken Anstieg von mehr als 40% erwirtschaftet. Die Konsolidierung in den letzten Wochen ist daher nicht verwunderlich und hängt zum Großteil mit dem leider eingebrochenen Kurs der Evotec AG zusammen. Aufgrund der volatilen Natur der TecDAX Werte bleibt die Cashquote sehr hoch. Im Monat Dezember mussten neben der Evotec AG ,die  Nemetschek AG und die Morphosys AG das Wikifolio verlassen. Sie werden ersetzt durch die Cancom, S&T, sowie SLM Solutions.

Wikifolio – Light Version nach Levermann

Investierte Summe: 20.258 Euro – Jahresperformance: 29%

Hier geht es direkt zum Wikifolio.

Etwas im Schatten der beiden anderen Wikifolios verlief die Performance des Wikifolios „Light Version nach Levermann“. Dennoch schlägt das Wikifolio in den letzten Monaten die Performance des großen Levermann Wikifolios. Insbesondere der Zukauf der Finlab AG Anfang September machte dies möglich. Sie profitiert durch einige erfolgreiche Beteiligungen in der Welt der Kyptowährungen. Die Lloyd Fonds AG und die MPH Health Care AG erreichen nicht mehr die erforderliche Punktzahl (siehe Tabelle) und werden somit verkauft. Neu hinzu gekommen ist die S Immo AG. Sie erreicht mit 5 Punkten die volle Punktzahl der Levermann Light Version, sowie mit 7 Punkten die erforderliche Punktzahl der Vollversion. Die Überprüfung der Einzelwerte findest du, wie gewohnt, in der unten angefügten Tabelle.

Einen ausführlichen Bericht zur Strategie des Wikifolios findest du hier.

Du kannst die Informationen zu den oben genannten Wikfiolios als Orientierung für eigenen Investitionen nutzen, die Strategien einfach aus Interesse verfolgen oder in die Wikifolio investieren.

Arm und Reich – Was wir ändern können um Armut zu vermeiden

Arm und Reich

„Es ist besser nicht zu regieren, als falsch“. Die Aussage von Christian Lindner nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche spiegelt womöglich eine der essentiellen gesellschaftlichen Fragestellungen des 21. Jahrhunderts wider. Durch den Kapitalismus haben wir vorher nie gesehen materiellen Reichtum geschaffen.  Eine generelle Verurteilung des prägenden Wirtschaftssystems greift daher viel zu kurz. Doch wie können wir die Herausforderung meistern, die breite Masse am Wohlstand teilhaben zu lassen? Eines ist sicher: Die aktuellen politischen Strömungen in Deutschland sind sich schon mal nicht einig.

Stetige Umverteilung

Wir haben ein System etabliert, das Umverteilung von unten nach oben auf vielen Wegen ermöglicht. Alleine die Grundidee des Zinses lässt Geldströme von Armen zu Reichen fließen. Wer kein Kapital hat, leiht sich Geld und bezahlt Zinsen an Menschen, die Kapital haben. Ein Extrembeispiel der letzten 20 Jahre ist die Immobilienbranche. Rund 40% aller deutschen Haushalte geben mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. In der Regel sind das Menschen, die sich kein Eigentum leisten können.  Vermieter hingegen profitieren nicht nur von den Mieteinkünften, sondern auch von der enormen Wertsteigerung.

In Deutschland besitzen 10% der Haushalte mehr als die Hälfte des Vermögens. Tendenz steigend.

Wie kann man das ändern?

Diese Entwicklung aufzuhalten oder umzukehren scheint kaum möglich zu sein. Die politischen Ansätze könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die einen auf Regulierungen und Subventionen mit planwirtschaftlichem Beigeschmack setzen, wollen andere freie Märkte, weniger Fesseln für Unternehmen und finanzielle Anreize. Selbst über die Frage , ob dies eine globale, europäische oder sogar nationale Aufgabe ist, streiten die Parteien im Bundestag.

Status Quo

Deutschland befindet sich im Herzen eines alternden Europas, welches noch von den technischen Errungenschaften des letzten Jahrhunderts profitiert (Bsp. Maschinenbau). Die wirtschaftliche Stärke ist eine Momentaufnahme. Sie ist vor allem durch zwei Dinge gespeist. Die Reformen zur Zeit Gerhard Schröders, insbesondere durch den Niedriglohnsektor und durch die andauernde Niedrigzinspolitik. In vielen Bereichen fehlt das Geld. Wir sparen im großen Stil zum Beispiel an der Infrastruktur oder am Bildungssystem des Landes. Die Überschüsse des Bundes von 35-45 Milliarden Euro decken den Bedarf an Investitionen nicht. Letztendlich vertagen wir die Probleme mit unserer aktuellen (Wirtschafts-)politik in die Zukunft. Früher haben Eltern geschuftet, um der nächsten Generation ein besseres Leben zu ermöglichen. Heute versucht die nächste Generation den Standard der Eltern aufrecht zu erhalten und wird daran vermutlich scheitern.

Der Sozialstaat spart sich arm

Eine Chance zur Veränderung?

Es gibt Möglichkeiten wie wir uns selbst finanziell für die Zukunft wappnen können. Dabei geht es vor allem darum bewusst zu konsumieren und frühzeitig zu investieren. Vor einigen Wochen habe ich diesbezüglich hier bereits einen Artikel verfasst. Jedoch können wir als Bürger nur schwer die makroökonomischen Entwicklungen steuern. Die besten Möglichkeiten, die wir haben sind unser Kaufverhalten und unsere Wählerstimme. Daher nehme ich ganz eindeutig die Politik in die Pflicht. Um den notwendigen Strukturwand zu verwirklichen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Denn es gab und gibt Projekte und Unternehmen, die wirtschaftlich erfolgreich waren und sind und dabei die „normalen“ Arbeitnehmer nicht vernachlässigten.

Freigeld -Beispiel Wörgl

Aus dem Seminar „Fallstudien der Volkswirtschaftslehre“ der TU Dresden ein Zitat (Quelle):

Das bisher wohl bekannteste Freigeldexperiment fand im österreichischen Wörgl statt. 1932 lebten dort 4200 Menschen, darunter 500 Arbeitslose direkt im Ort zuzüglich 1000 in der näheren Umgebung sowie 200 völlig mittellose Familien. Der Bürgermeister des Ortes, Michael Unterguggenberger, kannte sowohl die Ideen von Silvio Gesell als auch die Wära-Tauschgesellschaft. Angesichts der langen Liste von Projekten, die die Stadt durchführen sollte, wozu ihr aber die finanziellen Mittel fehlten, gelang es ihm, die Stadtverwaltung von diesem Experiment zu überzeugen. So wurden im Juli 1932 „Arbeitswertscheine“ ausgegeben, die dem Schilling als gleichwertig angesehen wurden, da sie durch den gleichen Betrag in Schilling gedeckt waren. Wie schon bei der Wära mussten auch hier am Ende jeden Monats die Scheine mit einer Marke zu einem Prozent ihres Nennwertes beklebt werden. Durch diese Umlaufgebühr versuchten die Menschen, ihr Geld vor Monatsende auszugeben. So kam es, dass sie sogar ihre Steuern im voraus bezahlten. Dadurch konnten diverse öffentliche Projekte durchgeführt werden. Auch die eingenommene Gebühr wurde für Vorhaben ausgegeben, die dem Gemeinwohl dienten. Zu beachten ist, dass der größte Teil der Arbeitsplätze nicht durch die öffentlichen Projekte selbst entstand, sondern erst, als die ersten von der Stadt eingestellten Arbeiter ihre Arbeitswertscheine ausgegeben hatten. Innerhalb eines Jahres konnte so die Arbeitslosenquote um 25 % reduziert werden. Daraufhin wurde der Ort von vielen Interessenten aus dem In- und Ausland besucht. In Österreich planten 170 Städte und Dörfer eine Übernahme des in Wörgl überaus erfolgreich praktizierten Systems. Doch dazu kam es nicht, da die Österreichische Zentralbank einschritt, um ihr Monopol der Geldausgabe zu sichern. Im November 1933 wurde auch in Österreich jegliches Notgeld verboten Mit der zwangsweisen Rückkehr zum alten Währungssystem stieg die Arbeitslosenquote in Wörgl und Umgebung wieder auf ca. 30 %

Notgeld

Wäre es denkbar die Umverteilung von  armen zu reichen Bürgern aufgrund Mieten, Zinsen und Krediten durch eine Währung im Zaum zu halten, die jeden Monat an Wert verliert? Könnte das unter Umständen sogar durch digitale Währungen ermöglicht werden? Das Experiment ist zumindest eine sehr interessante Alternative. Doch es geht auch anders was ich am folgenden Beispiel von Mondragon verdeutlichen möchte.

Mondragon

Mondragon ist das siebtgrößte Unternehmen und die größte Genossenschaft Spaniens. Zu Mondragon gehören mehr als 100 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen, insbesondere aus der Maschinenbaubranche. 81% der fast 80 000 Mitarbeiter sind Genossen. Als Genosse muss man eine Einlage von 15 000 Euro hinterlegen. Diese Summe wird mit einer festen Rendite verzinst. Auf Wunsch auch nach Renteneintrittsalter. So kann man weiterhin an den Unternehmensgewinnen partizipieren. Das höchste Gehalt einer einzelnen Person darf maximal das achtfache Gehalt des niedrigsten Verdienstes sein. Genossen sind unkündbar und bekommen zum Beispiel bei Berufsunfähigkeit das volle Gehalt bis zum Renteneintritt. Alle Details kann ich hier nicht aufführen und es gibt auch Kritik. Jedoch ist das System Mondragon gerade in Zeiten der Standortschließungen von Siemens bei gleichzeitigem Rekordgewinn Anlass genug notwendige Veränderungen zu diskutieren.

Die Abstiegsgesellschaft – eine Illusion?

Dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinander geht scheint Konses. Kaum einer zweifelt das an. Doch gibt es auch Stimmen, die  von einer gefühlten und einer tatsächlichen Wahrheit sprechen.  Sie argumentieren zum Beispiel mit dem aktuellen Wohlstandsbericht und sagen: Die Arbeitslosigkeit wurde fast halbiert, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist angestiegen, Arbeitseinkommen sind höher gestiegen als Gewinneinkommen, befriste  Jobs und Minijobs sind rückläufig, die Privatvermögen sind gewachsen und die Ungleichheit der Vermögen ist etwas zurückgegangen. Ist Armut also ein lobbyistischer Medientrick? Nach dem Motto: Wer oft genug hört die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander, glaubt es auch.

Die Grundsatzfrage

Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf die vollständige Wahrheit oder die Lösung aller Armutsprobleme. Ich will eher zum Nachdenken anregen. Es mag sein, dass die nackten Zahlen Deutschland einen breit gefächerten Wohlstand attestieren wie es die Armutskritiker behaupten. Auch glaube ich daran, dass unsere Generation höhere Ansprüche hat und insgesamt mit völligem Selbstverständnis viel mehr konsumiert. So sind Lebensmittel im Vergleich zu den letzten Generationen zum Beispiel wesentlich günstiger und wir jammern weiter über die Preise. Dennoch kann die Entwicklung zwischen Vermögenden und Armen kritisch betrachtet werden. Insbesondere im Hinblick auf die nächsten Generationen.

Die Probleme der Mitte

Lebensmittel sind zwar günstiger geworden, doch andere Grundbedürfnisse viel teurer. Die Mitte der Gesellschaft kann sich Wohnen und Transport in deutschen Städten kaum leisten. Hinzu kommt, dass meist beide Partner arbeiten gehen müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Das ist eine Doppelbelastung und somit bezahlen wir Deutschlands Wohlstand nicht nur mit Niedriglöhnen, Niedrigzinsen und fehlenden Investitionen, sondern auch mit jede Menge Stress.

An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass wir unsere Finanzen selbst in die Hand nehmen können wenn wir frühzeitig genug (auch für die eigenen Kinder) investieren. Hier findest du einige essentielle Tipps zum Thema.

Wie ist eure Meinung? Haben wir ein Armutsproblem? Muss die Mitte den Abstieg fürchten? Was haltet ihr von Projekten wie Wörgl und Mondragon?

 

Bitcoin Spaltung abgesagt – SegWit2x kommt vorerst nicht

Bitcoin Spaltung abgesagt

Die für Mitte November geplante Hard Fork wurde abgesagt. Mike Belshe, CEO von BitGo, verschiebt mit sofortiger Wirkung die Entwicklung von SegWit2x. Publiziert wurde die Absage per E-Mail:

“Es war immer unser Ziel ein reibungsloses Upgrade für Bitcoin zu schaffen. Auch wenn wir fest daran glauben, dass eine größere Block-Size notwendig ist, so glauben wir, dass eine Sache wichtiger ist: die Community zusammenzuhalten.

Unglücklicherweise haben wir für eine glatte Erhöhung der Block-Size nicht genügend Vertrauen in der Community aufgebaut. Diesen Pfad weiter zu verfolgen, könnte die Community spalten und Bitcoins Entwicklung umkehren. Das war niemals das Ziel von SegWit2x.”

Community und Vetrauen

Anscheinend hat das Skalierungsprojekt SegWit2x am Ende wohl schlicht und ergreifend nicht genügend Unterstützer in der Bitcoin-Community erhalten. Um die Gemeinde und das Wachstum von Bitcoin nicht zu gefährden, wurde die Reißleine gezogen.

Das Skalierungsproblem bleibt

Aufgrund der aktuellen Blockchaingröße ist das Bitcoin-Netzwerk überlastet. Die Folge sind steigende Transaktionskosten -und zeiten. Aufgeschoben ist in diesem Fall nur aufgehoben. Früher oder später wird es zwangsläufig eine erneute Spaltung geben müssen, um die technischen Limitierungen zu beheben.

Was bedeutet das für Bitcoin Anleger?

Für alle Anleger, die im Besitz von Bitcoin sind oder Aktien der Bitcoin Group halten, sind das keine schlechten Neuigkeiten. Ähnlich wie an der Börse im Allgemeinen scheuen Investoren Unsicherheiten. Vor Ereignissen wie dem Brexit oder der Wahl Trumps zum US-Präsident halten sich viele Börsianer eher bedeckt. Sobald eine unsichere Entscheidung vorerst geklärt scheint, trauen sich Anleger wieder Investitionen zu. Den gleichen Effekt könnte die Verschiebung der Absage für Bitcoin haben. Es wäre jedenfalls nicht verwunderlich, wenn die Kurse von Bitcoin und der Bitcoin Group nun weiter parallel steigen.

Wann kommt die nächste Hard Fork?

Diese Frage lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Es lässt sich jedoch mit Sicherheit festhalten, dass weitere Hard Forks kommen werden. Die Voraussetzungen hierfür sind tatsächliche technische Verbesserungen und die Unterstützung der meisten Miner und Core Developer.

Warum gab es in letzter Zeit so viele Hard Forks?

Die Anzahl der Hardforks hat mehrere Gründe. Zum Einen sind sie, wie oben bereits beschrieben eine technische Notwendigkeit. Zum Anderen jedoch, haben Hard Forks auch etwas mit dem Streben nach Macht zu tun. Der Bitcoin ist stark kontrolliert von Minern und Core Developern. Innerhalb dieser Gemeinde gibt es Leute, die gerne selbst ihre Position verbessern, bzw. ihr eigenes Projekt durchziehen wollen. Eine Bitcoin-Fork verspricht darüber hinaus eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit, als eine völlig neue Coin mit unbekannter Bezeichnung. Beispiele hierfür sind die letzten Spaltungen namens Bitcoin Cash und Bitcoin Gold. Ein weiterer Grund ist, dass das Bitcoin-Mining mit Grafikkarten aktuell eher unrentabel ist. Aus diesem Grund sind Miner und Grafikkartenherstseller immer offen für neue Projekte, die bei der Herstellung rentabler sind.

Sind Hard Forks eine Gefahr für dich als Anleger?

Meiner Meinung nach nein. Ein Bitcoin Investment an sich birgt gewisse Risiken. Man könnte Investitionen in Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen auch als High Risk Anlagen bezeichnen. Ohne das entsprechende Risiko, kann eben keine hohe Rendite erzielt werden. Sie sind zwei Seiten einer Medaille. Jedoch glaube ich, dass die Forks weder kurzfristig, noch langfristig eine Gefahr für dich als Anleger sind. Auf kurze Sicht springen Miner gerne auf neue Projekte auf, unterstützen diese aus eigenem wirtschaftlichen Interesse und es gibt weiterhin genügend Unterstützer für die Ursprungscoin. Im besten Fall verdoppelt sich durch die Spaltung sogar dein Bestand, wie das bei Bitcoin Cash der Fall gewesen ist. Auf lange Sicht steigert jede vom Bitcoin genommene Hürde das Vertrauen und die Akzeptanz. Wenn der Bitcoin trotz diversen Spaltungen oder nationalen Einschränkungen wie in China weiter wachsen sollte, ist das definitiv ein gutes Zeichen. In der Wahrnehmung der Menschen wird sich Bitcoin als glaubhaft und krisensicher etablieren.

Wie kannst du dich als Anleger verhalten?

Solltest du bereits länger in Bitcoin, anderen Kryptowährungen oder der Bitcoin Group investiert sein, kannst du dich getrost zurück lehnen und die weitere Entwicklung abwarten. Falls du dich noch wenig mit Themen rund um Bitcoin beschäftigt hast, stelle ich dir am Ende des Textes ein paar Investmentmöglichkeiten zusammen (Es handelt sich hierbei nicht um Affiliate Links, ich verdiene nichts durch deinen Klick). Bedenke jedoch, dass Anlagen im Bereich Kryptowährungen großen Schwankungen unterliegen und mit einem höheren Risiko verbunden sind. Wenn Investitionen dieser Art nicht in dein Risikoprofil passen, rate ich dir davon ab. Solltest du jedoch, wie ich,  an die Zukunft von digitalen Währungen glauben, dann könnten Investitionen am Ende sehr lohnenswert sein.

Börsen für Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum und Co.)

Es gibt mittlerweile sehr viele Börsen für Kryptowährungen. Ich habe dir die Handelsplätze aufgelistet mit denen ich selbst Erfahrungen gemacht habe und sie als empfehlenswert erachte.

www.bitcoin.de

www.coinbase.com

www.anycoindirect.eu/de

https://www.bitfinex.com/

Wenn du möchtest kannst du dir auch in das zum Blog gehörende Wikifolio Investieren mit Kopf ansehen. Dort befindet sich die Bitcoin Group im Depot, welche sozusagen eine indirekte Investition in Bitcoin ermöglicht.

 

7 essentielle Tipps für Börsenneulinge während einer Börsenrally

7 essentielle Tipps für Börsenneulinge während einer Börsenrally

In diesen Tagen geschieht es wieder.  Der DAX stürmt schon seit Tagen zu neuen Höchstständen. Im Zuge dessen befinden sich Aktieninvestments wieder in aller Munde. Die Medien berichten über die aktuelle Jahresendrally, Experten werden interviewt und der Markt analysiert. All das kann Neugier und das Gefühl gerade etwas zu verpassen schüren. Zumindest bei interessierten Anlegern, die noch keine Börsenerfahrung haben. Die alles entscheidende Frage ist dabei die, nach dem richtigen Einstieg. In diesem Artikel möchte ich Börsenneuligen 7 essentielle Tipps mit auf den Weg geben, um nicht in die üblichen Anfängerfallen zu tappen.

1) Es passiert alle Jahre wieder

Es lässt sich ein gewisses Muster ableiten, wann die meisten Börsenneulinge auftauchen. In der Regel findet über einige Jahre ein stetiger bis teilweise rasanter Anstieg der Börsenkurse statt. Erst im Anschluss daran, sprich bei neuen Höchstständen, erscheint die Börsenrally im Bewusstsein größerer Bevölkerungsgruppen. Immer neue Interessenten würden gerne an den aktuell hohen Renditen und Kursgewinnen teilhaben. Die aller meisten Neuaktionäre springen nach einem jahrelangen Anstieg des Marktes auf den Zug auf, um an den Gewinnen teilhaben zu können. Das Problem ist, das bis zu diesem Zeitpunkt bereits die meiste Rendite erzielt wurde. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit eines Kursrutsches (siehe: Regression zum Mittelwert). Solltest du Interesse haben in Aktien zu investieren, sei dir dieser Tatsache bewusst. Wie du mit diesem Wissen umgehen kannst, erkläre ich dir im nächsten Punkt.

2) Das Geld an der Börse fließt immer von den Ungeduldigen zu den Geduldigen

Fast täglich melden die Medien zur Zeit neue Höchststände. Für viele Neuaktionäre ist das eine sehr schwierige Situation. Denn jeden Tag hat man das Gefühl etwas zu verpassen und ist dazu geneigt überhastet zu reagieren. Geduld ist eine der obersten Tugenden, insbesondere an den Börsen. Auf lange Sicht ist der Einstieg nicht von Bedeutung. Du kannst dir ohne Weiteres einige Zeit nehmen, um dich im Bereich Finanzen fortzubilden. Verschaffe dir zunächst einen Überblick darüber, welche Produkte an der Börse überhaupt gehandelt werden können. Definiere dir Ziele. Dazu gehört, wie viel Geld du bereit bist zu investieren und über welchen Zeitraum hinweg. Auch dein Alter und deine berufliche Situation sind Ausschlag gebende Kriterien. Mit anderen Worten: Werde dir zunächst bewusst, was genau du an der Börse erreichen willst bevor du einen überhasteten Schritt wagst. Die Börsenszenerie mit wachen Augen zu beobachten, anstatt mit allen Mittel auf den Zug aufzuspringen,  hätte in der Vergangenheit so manchem Neuling viel Geld gespart.

3) Der Anlagehorizont

Je länger dein Anlagehorizont ist, desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit von Verlusten. In den Jahren 2000 (Dotcom-Blase) und 2007 (Weltwirtschaftskrise) gab es die letzten größeren Börsencrashs. Hier lässt sich das gleiche Muster erkennen, welches in Abschnitt 1 beschrieben wurde. Nach einer jahrelangen Kursrally erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Rücksetzern, die damals mit aller Gewalt kamen. Das bedeutet nicht, dass wir aktuell vor einem erneuten Crash stehen. Die jetzigen Kursanstiege können durchaus noch einige Jahre anhalten. In diesem Punkt geht es um den Anlagehorizont. Denn viele Neubörsianer kaufen erst nach jahrelangen Kursanstiegen Aktien. Nicht wenige verkaufen sie entmutigt bereits einige Jahre später, wenn die gewünschte Rendite nicht erzielt wurde. Selbst Anleger, die es geschafft hätten, jeweils einen Tag vor den beginnenden Börsencrashs z.B. DAX-Aktien zu kaufen, hätten heute ihr Geld fast verdoppelt. Unter der Voraussetzungen eines sehr langen Anlagehorizonts und der Bereitschaft ihre Aktien über mindestens 10 Jahre zu  halten.

4) Basics

Um an der Börse erfolgreich zu sein, benötigst du nicht viel. Du brauchst Geduld, einen langen Anlagehorizont und ein paar Basics. Aktieninvestments sind keine Raketenwissenschaft. Anders als uns das viele Finanzexperten und Finanzmagazine verkaufen wollen, ist das erfolgreiche Investieren an der Börse eine recht simple Angelegenheit. Dennoch solltest du Überblick über einige Grundlagen haben. Hierzu gehören:

Ich habe dir einige Artikel zu den jeweils passenden Grundlagen hinzugefügt. Einfach auf die grün gefärbten Passagen klicken.

5) Welche Produkte soll ich kaufen?

Einen der oben genannten Punkte greife ich an dieser Stelle auf. An der Börse gibt es mittlerweile eine Vielfalt von Produkten, die du erwerben kannst. Zunächst mal gebe ich dir den Tipp dir einen entsprechenden online Broker zu suchen. Ich persönlich nutze hierfür überwiegend die comdirect Bank. Sie ist einsteigerfreundlich und übersichtlich. Ansonsten solltest du davon absehen, dich von einem Bankmitarbeiter oder Vermögensberater beraten zu lassen. Man braucht sie tatsächlich nicht und muss zunächst ihre Provision oder Gebühr wieder erwirtschaften. Bei der Auswahl der Produkte empfehle ich dir als Anfänger dich auf ETF und Aktien zu beschränken. Auch viele langjährig erfolgreiche Aktionäre nutzen ausschließlich den Kauf von Aktien und/oder ETF. Begriffe wie: Futures und Optionen, CFD-Handel, Zertifikate oder Hebelprodukte kannst du als Anfänger mit gutem Gewissen umgehen. Wie du gute Aktien finden kannst, habe ich auf meinem Blog hier bereits beschrieben.

6) Es ist dein Geld – Es ist dein Weg

Die Aktien oder ETF, die du kaufst, sollten auf deinen eigenen freien Entscheidungen beruhen. Häufig fragen Anfänger Menschen, die bereits länger dabei sind, welche Aktien sie kaufen sollen. Das ist hilfreich, um sich einen Überblick zu verschaffen. Mehr jedoch nicht. Denn was zum Tippgeber passt, muss noch lange kein gutes Produkt für dich sein. Denkt man dieses Prinzip in Bezug auf das gesamte Depot weiter, hast du am Ende vielleicht eine Diversifikation, die gar nicht zu deinen eigenen Bedürfnissen passt. Versteh das nicht falsch, denn es ist von immenser Bedeutung sich mit anderen Anlegern auszutauschen. Deine Entscheidungen zu Aktienkäufen sollten jedoch niemals auf der Grundlage der Argumente von Börsenmagazinen, Freunden, Kollegen oder bekannten beruhen, sondern grundsätzlich auf deine eigenen. Wenn du zum Beispiel nicht an den Siegeszug von Kryptowährungen glaubst, dann lass dich nicht dazu überreden Aktien aus dieser Branche zu kaufen.

7) Das Investieren an der Börse ist keine Spekulation

Zugegebenermaßen gibt es rein spekulative Anlageprodukte an der Börse. Darüber hinaus gibt es auch Investoren, die rein spekulativ arbeiten. Jedoch ist Börse, wenn man sie richtig nutzt, keine Spekulation, sondern eine, wenn nicht die beste Anlageklasse unter vielen. An der Börse kannst du eine höhere Rendite erzielen als mit Konkurrenzprodukten wie z.B. Festgeldkonten. Diese höhere Rendite erzielst du, indem du Schwankungen in Kauf nimmst. Bei einem langfristigen Anlagehorizont, wie oben beschrieben, ist die Rendite an sich nicht in Frage gestellt. Es stellen sich nur die Fragen, wann du sie erreichen wirst und welchen Schwankungen sie unterliegen wird. Wer zu einem beliebigen Zeitpunkt über 15 Jahre hinweg in einen beliebigen Index (DAX, DOW Jones etc.) investiert hat, musste noch nie Verluste verkraften. Das änderten auch Weltwirtschaftskrisen, Weltkriege, der Zusammenbruch ganzer Staaten, Währungsumstellungen oder sonstige politisch und wirtschaftlich einschneidende Ereignisse nicht. Mit langfristigem Anlagehorizont und der entsprechenden Geduld wirst du von der Börse profitieren.

Ein Hinweis

Zu guter Letzt noch ein Hinweis darauf, welche Produkte ich kaufen würde wenn ich Anfang November nochmal an der Börse anfangen würde. Ich würde mich zunächst daran erinnern, dass die Gier nach der schnellen Rendite sehr gefährlich ist. Wenn dich also jemand mit einer dreistelligen Rendite lockt, die er/sie in den letzten 1-2 Jahren erwirtschaftet hat, hörst du am besten gar nicht hin. Die schnelle Rendite ist eine absolute Ausnahme und nur mit hohem Risiko zu erwirtschaften, welches man als Anfänger nicht einschätzen kann. Daher ist eine Rückbesinnung auf Langzeitinvestments notwendig, um sich nicht von dem Hype zu Fehlern verleiten zu lassen.  Zunächst würde ich einen ETF-Sparplan installieren. Auf eine mögliche ETF-Strategie habe ich auf dem blog schon mehrfach hingewiesen. Wenn ich weitere finanzielle Mittel zur Verfügung hätte, würde ich in Wachstumsunternehmen investieren, von denen ich überzeugt bin, dass sie auch in 10-20 Jahren Geld verdienen werden. Amazon oder Fielmann wären solche Unternehmen. Es ginge mir darum einen Grundstock von solide wirtschaftenden Unternehmen ins Depot zu legen, die am besten auch regelmäßige Dividenden ausschütten. Wer meine Wikifolios verfolgt, weiß, dass ich auch sehr gerne in Nebenwerte investiere, da hier höhere Renditen zu erzielen sind. Oberste Priorität beim Kauf von Nebenwerten während Börsenrallys sind gute finanzielle Möglichkeiten der Unternehmen. Eine hohe Eigenkapitalquote, bzw. hohe Gewinnmargen sind sehr wichtig, da kleinere Unternehmen bei Börsencrashs schwerer getroffen werden als größere. Finanzielle Polster sind daher notwendig. Momentan wäre ich mir jedoch nicht zu schade für eine sehr hohe Cashquote. Manchmal ist es an der Börse besser nichts zu tun und mit dem Geld an der Seitenlinie bei Rücksetzern gewünschte Aktien zu Sonderangeboten kaufen zu können.

Ich hoffe ich konnte Börsenanfängern helfen, bei der aktuellen Marktlage gute Entscheidungen zu treffen und freue mich sehr auf euer Feedback!

 

So findest du die besten Aktien

So findest du die besten Aktien

Immer mal wieder fragen mich Freunde oder Bekannte nach einem guten Aktientipp. Sie wollen  wissen, ob es sich noch lohnt Apple zu kaufen, welche Aktien im Zuge der E-Mobilität zu einer Kursrakete werden oder ob sie in Kryptowährungen investieren sollten. Die Suche nach der Rendite lässt sich jedoch nicht pauschalisieren und schon gar nicht garantieren.  Die meisten Anfänger benötigen zunächst einen gut gemeinten Hinweis, dass sie ein diversifiziertes Depot benötigen und zwar am besten über mehrere Anlageklassen hinweg. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du eine gute Aktie als Ergänzung zu deinem breit gestreuten Depot finden kannst.

Voraussetzungen und Ziele

Zunächst musst du dir über deine Voraussetzungen und Ziele im Klaren sein. Wenn du 5 000 Euro zur Verfügung hast und wissen möchtest, wie du innerhalb von 10 Jahren Millionär wirst, passt dein Ziel einfach nicht zu deinen Voraussetzungen. Je realistischer und pragmatischer du bleibst, desto höher ist die Chance erfolgreich zu sein. Für den Bericht hier nehmen wir mal an, du hast einen beliebigen vierstelligen Betrag zur Verfügung und möchtest langfristigen Vermögensaufbau betreiben oder mittelfristig etwas dazu verdienen.

Ziele definieren und Risikoprofil

In den ersten Schritten kannst du Ziele genauer definieren und deine Risikofreudigkeit bewerten. In der Regel ist man in der Phantasie etwas risikofreudiger und malt sich tolle Renditen aus. Sobald reales Geld im Spiel ist, findet man als Anleger jedoch seine Risikomitte. Wenn du eher solide und konservativ investieren möchtest, dann ist für dich eine dividendenorientierte Anlage in größere Unternehmen vielleicht das Richtige. Deren Kurse weniger Schwankungen ausgesetzt und bieten eine (fast) garantierte Dividendenzahlung. Solltest du der Meinung sein auch größere Schwankungen verkraften zu können, empfehle ich dir Investments in kleinere Unternehmen innerhalb einer Wachstumsbranche.

Du bist der Experte

Die beste Investition ist immer dort, wo du dich am besten auskennst. In der jungen Generation sind das häufig Unternehmen im technischen Bereich oder Dienstleistungsanbieter. Bist du mit Videospielen aufgewachsen, kannst du dir Activision Blizzard anschauen. Kennst du dich auf dem Handymarkt gut aus, dann denke über Apple. Kaufe deine ersten Aktien in einem Markt, den du kennst und einschätzen kannst. Es ist nicht wichtig, ob dies der Automobilmarkt, die Chemieindustrie oder die Rohstoffindustrie ist.

Aktienscouting

Du kennst dein Risikoprofil, deine Voraussetzungen und deine Ziele? Dann kann das „Aktienscouting“ beginnen. Viele Anfänger verlassen sich bei ihrer Recherche gerne auf Börsenzeitschriften oder Börsenonlinemagazine. Es besteht jedoch häufig ein Interessenkonflikt, denn Zeitschriften und Magazine möchten ihre Klickrate bzw. ihre Auflage hoch halten. Aus  diesen Gründen wird ganz gerne mal gemogelt, übertrieben oder bewusst parteiisch geschrieben.

Das bessere Aktienscouting

Die besten Erfahrungen habe ich persönlich mit sozialen Netzwerken gemacht. Damit meine ich nicht facebook oder twitter, sondern Social Trading Plattformen wie  Wikifolio, Finanzblogs oder Finanzforen wie wallstreet online.  Denn hier besteht kein Interessenkonflikt, sondern meist eine Interessenkongruenz. Im Folgenden werde ich dir einige Informationen zusammenstellen, die es dir vereinfachen sollen, die besten Aktien zu finden. Alle Quellen nutze ich selbst für meine eigene Recherche. Ich füge dir die entsprechenden links an, so dass du bei Gefallen und Interesse diesen Tradern ebenfalls folgen kannst.

Die Suche Teil 1 Wikifolio

Mittlerweile gibt es  mehr als 13 000 Wikifolios. Über 5 000 Wikifolios sind investierbar. Zwar besteht der Sinn des Social Trading in der Transparenz der Depots, jedoch ist es nicht immer einfach nachhaltig gute Wikifolios zu finden. ich habe dir an dieser Stelle einige von mir selbst verfolgte Wikifolios verlinkt. Diese Depots nutze ich auch als Anregung für eigene Investitionen. Ich habe die jeweilige Jahresperformance hinzugefügt.

Bereits auf dem Blog vorgestellt

Platintrader 1000% Leidenschaft. Jahresperformance: 29,55%

Börsenbriefempfehlungen nutzen. Jahresperformance: 56,55%

Bisher noch nicht auf dem Blog vorgestellt

Value Driven. Jahresperformance: 130%

Chancen suchen und finden. Jahresperformance: 51,31%

Eigene Wikifolios

Top 10 Tec Dax. Jahrensperformance: 44,37%

Investieren mit Kopf. Jahresperformance: 58,6%

Wikifolios haben einen hohen Lerneffekt. Selbst wenn du nicht in Wikifolios investieren möchtest, kannst du dir die Informationen aufgrund der Transparenz für eigene Investments zu Nutze machen.

Die Suche Teil 2 Finanzblogs

In den letzten Jahren ist eine sehr große Finanzblog Community entstanden. Ich bin persönlich der Meinung, dass die allermeisten deutschsprachigen Finanzblogs eine sehr hohe Qualität aufweisen. Einen Überblick über die größten Blogs kannst du dir hier verschaffen. Nicht alle Blogger veröffentlichen tatsächlich Aktienkäufe oder geben Kaufempfehlungen. Das liegt auch in den unterschiedlichen Schwerpunkten der Themenauswahl begründet. Eine richtige Erfolgsgeschichte findest du jedoch auf dem Blog Intelligent Investieren. Diese Liste ist nach verschiedenen Bereichen strukturiert. In aller Regel werden die Käufe, sowie die Verkäufe ausführlich und kompetent kommentiert. Über so genannte Investor Updates werden Interessierte von Zeit zu Zeit auf dem Laufenden gehalten. Ich habe dir die Empfehlungsliste hier verlinkt.

Die Suche Teil 3 wallstreet online

Einige der genannten Investoren oder Wikifolio Trader sind auf der Seite wallstreet online aktiv. Einstein (Platintrader), Intelligent Investieren und mich selbst (unter dem Namen TheBowlgod) kann man dort antreffen. Solltest du von einem Investor überzeugt sein, kannst du seinen Kommentaren folgen. Außerdem kannst du dir einige interessante Threads automatisiert merken, über die du dann auf dem Laufenden gehalten wirst. Beispielsweise gibt es einen regen Austausch der Community über deutsche Small Caps, welchen du dir hier anschauen kannst. Im Übrigen kann man auch über wallstreet online die aktuelle erfolgreichsten Wikifolios hier verfolgen.

Nicht blind kaufen – selbst analysieren

Die oben genannten Tipps zur Aktiensuche über Wikfolios, Finanzblogs, sowie wallstreet online dienen lediglich der Recherche. Auf keinen Fall solltest du blind Aktienkäufe aufgrund der Ratschläge anderer Investoren tätigen. Es ist von immenser Bedeutung eigene Analysen folgen zu lassen. Kaufe niemals Aktien, die du nicht selbst analysiert hast. Zum Zwecke einer möglichen Analyse gehe ich auf eine Branche etwas genauer ein. In den letzten Monaten sind Aktien von so genannten Fintech Unternehmen sehr beliebt. Drei aktuell viel gehandelte Vertreter sind die Bitcoin, die Fintech und die Naga Group.

Die Makroanalyse

Mit den drei genannten Aktien Fintech Group, Naga Group und Bitcoin Group betrachten wir jüngere Unternehmen in einer Wachstumtsbranche, welche hohen Kursschwankungen unterliegen. Möglicherweise fühlst du ich damit nicht wohl, dann kannst du die nächsten Abschnitte exemplarisch für eine sicherer erscheinende Anlage nutzen. Von Bedeutung ist zunächst die Makroanalyse. Hier solltest du einschätzen, ob Fintech-Unternehmen im Allgemeinen Wachstum in den nächsten Jahren zu erwarten haben. Bist du überzeugt davon, dass wir in 10-20 Jahren ohne Bargeld mit Hilfe digitaler Währungen bezahlen werden? Dann kannst du genauer hinschauen. Wenn du das alles für einen übertriebenen Hype hälst, dann hast du dich in der Makroanalyse bereits gegen eine Investition in Fintech-Unternehmen entschieden und das ist auch absolut legitim. Ebenfalls von Bedeutung bei der Makroanalyse ist, ob ein entsprechendes Unternehmen zum Beispiel irgendwelche Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Marktteilnehmern hat.

Die Fundamentalanalyse

Bei der fundementalen Analyse bewertest du von den Unternehmen veröffentlichte Kennzahlen wie z.B. das KGV oder die Eigenkapitalquote.  Darüber hinaus machst du dir Gedanken darüber, ob das Unternehmen in den nächsten Jahren den Umsatz und Gewinne steigern kann. Ich habe vor einiger Zeit auf meinem Blog das Unternehmen Fielmann fundamental analysiert. Eine solche Analyse kann sehr detailliert stattfinden. Eventuell ist es notwendig sich als Anfänger über die wichtigsten Kennzahlen zu informieren. Auf keinen Fall solltest du eine Analyse mit einer einzelnen Kennzahl betreiben, wie das manchmal bei der Betrachtung des KGV der Fall ist. Eine Fundamentalanalyse deuten zu können erfordert auch etwas Übung. Je mehr du dich damit beschäftigst, desto eher wirst du einschätzen können, welche Auslegung der Analyse Sinn macht und Kaufentscheidungen hierdurch erleichtern. Übrigens lohnt sich im Zuge einer Fundamentalanalyse auch immer ein Blick in den Geschäftsbericht eines Unternehmens.

Quantitative Analyse

Es gibt weitere Möglichkeiten ein Unternehmen zu analysieren. Eine quantitative Analyse ist eine streng mathematische. Du kaufst eine Aktie wenn sie in ein bestimmtes Kriterienraster passt. Zum Beispiel könntest du jedes Jahr zum 1. Januar die 5 schlechtesten DAX-Aktien kaufen und dies im darauf folgenden Jahr wiederholen. Dieses Beispiel dient nur der Veranschaulichung. So werden alle menschlichen Fehlerquellen oder Fehlinterpretationen quasi umgangen. Eine sehr bekannte und erfolgreiche quantitative Analyse names Levermann Strategie habe ich hier bereits beschrieben.

The Bigger Picture – Analysen miteinander in Bezug setzen

Das Vertrauen in den Kauf einer Aktie kann auf mehreren Säulen stehen. Wenn einer deiner potentiellen Käufe fundamental gut bewertet ist, den aktuellen Test der Levermannanalyse besteht und von Tradern deiner Wahl empfohlen wird, lohnt sich ein genauer Blick. Letztendlich solltest du bei all den Empfehlungen und Analysen vor allem auf deine eigene Einschätzung vertrauen.