10 Kryptowährungen für 2018

10 Kryptowährungen für 2018





Kryptowährungen sind in aller Munde. Insbesondere über Bitcoin wird in den Medien nahezu täglich berichtet. Die Mutter aller Kryptowährungen hat im Jahr 2017 über 1 700 % an Performance zugelegt. Das weckt Begehrlichkeiten und ruft Kritiker auf den Plan. In diesem Artikel möchte ich vor Allem auf digitale Währungen eingehen, die noch  nicht das gleiche Rampenlicht genießen wie Bitcoin.

Wohin geht die Reise?

Viele Anleger fragen sich, ob es sich beim Thema Kryptowährungen um eine Blase handelt oder ob wir erst am Anfang eines beispiellosen Wachstums stehen. Hier geht es jedoch nicht um die Klärung dieser Grundsatzfrage. Wenn du an die Zukunft der Kryptowährungen glaubst, dann kannst du womöglich einige wertvolle Tipps in diesem Artikel finden. Bist du dir unsicher, rate ich dir von einer Investition ab. Es handelt sich hier auch nicht um Kaufempfehlungen. Ich persönlich gehe auch im Jahr 2018 von weiteren Anstiegen der Kurse aus und besitze neun der zehn hier vorgestellten Währungen selbst.

Einige Informationen für Anfänger

Hier kannst du dir bei Interesse erklären lassen was eigentlich eine Kryptowährung ist.

Falls du noch nicht weißt was eine Blockchain ist, kannst du das hier lesen.

Solltest du dich im Bereich Kryptowährungen bisher wenig auskennen, empfehle ich dir den Youtube Kanal von Dr. Julian Hosp, den du hier finden kannst. Dieser ist auch als Podcast erhältlich.

Wenn du Bitcoin oder andere Währungen kaufen möchtest, kannst du das z.B. über bitcoin.de *, einer Börse oder einem Marktplatz für digitale Währungen tun. Weitere Informationen findest du am Ende dieses Artikels.

1) Iota (IOT)

Iota ist einer meiner Favoriten für das Jahr 2018. Sie ist eine der wenigen Währungen, die keine Blockchain verwendet, sondern ein Netzwerk names Tangle. Hierdurch kann sie drei wesentliche Probleme von Bitcoin lösen. Sie ist unheimlich schnell, hat kein Skalierungsproblem und ist absolut kostenlos. Vor Allem letzterer Punkt ist ein riesiger Wettbewerbsvorteil. Während das Netzwerk von Bitcoin häufig überlastet ist und Überweisungen hierdurch auch mal 30 oder 60 Minuten dauern, kann das bei Iota aufgrund des Tangles nicht geschehen. Es kann quasi keinen Stau auf der digitalen Autobahn geben. Iota möchte das „Internet of Things“ ermöglichen. Es geht darum, dass sich Maschinen untereinander in Echtzeit autonom abrechnen. Stell dir vor, du fährst dein Auto in eine Parklücke und dieses rechnet die Gebühr für das entsprechende Parkticket innerhalb weniger Sekunden ab. Der Ansatz von Iota ist sehr vielversprechend und Unternehmen könnten hiervon massiv profitieren. Am 19. Dezember 2017 hat z.B. Bosch massiv in Iota investiert.

2) Cardano (Ada)

Cardano hat in den letzten Wochen einen enormen Zuspruch erhalten. Das Team möchte eine Art dritte Generation für Kryptowährungen schaffen, welche die Geschwindigkeits- und Skalierungsprobleme der ersten Generation (Bitcoin) und der zweiten Generation (Ethereum) beheben. Charles Hoskinson, einer der Co-Founder von Ethereum, ist Teil dieses Teams. Es wird unter anderem auch damit geworben, dass die führenden Personen hinter Cardano einen akademischen Hintergrund haben (Wissenschaftler und Ingenieure). Cardano möchte zudem ein Bindeglied zwischen den Ansprüchen der Nutzer und der Notwendigkeit von Regulierungen sein. So ist das Ziel die Plattform Cardano direkt bei größeren Organisationen zu platzieren. Über die Plattform Cardano können dann Transaktionen mit Hilfe des Coins Ada getätigt werden. Auch so genannte Smart Contracts, wie bei Ethereum, sollen folgen.

3) Bitcoin (BTC)

Bitcoin ist mittlerweile im Vergleich zu anderen Kryptowährungen technisch deutlich unterlegen. Das Netzwerk ist langsam und überlastet. Dennoch traue ich Bitcoin auch im Jahr 2018 sehr viel zu. Bitcoin ist in manchen Ländern (Japan, Australien) offizielles Zahlungsmittel, in den meisten europäischen Ländern gibt es bereits Bitcoin-Geldautomaten, man benötigt häufig Bitcoin, um andere Kryptowährungen zu kaufen und Bitcoin wird sich wahrscheinlich als Wertanlage etablieren. Um die Marktkapitalisierung von Gold zu erreichen, müsste der Preis für 1 Bitcoin noch um den Faktor 25 ansteigen. Die Mutter aller Kryptowährungen gehört in jedes Krypto-Depot.

4) Lisk (LSK)

Lisk möchte es ermöglichen dezentrale Apps, so genannten dApps, zu entwickeln. Dabei funktioniert Lisk ähnlich wie Ethereum. Jedoch gibt es nicht nur eine Blockchain, sondern neben der Mainchain weitere Sidechains. Hierdurch ist Lisk flexibler, skalierbarer und es sind auch nicht immer Hard Forks nötig. Der riesige Vorteil von Lisk ist jedoch, dass es Java-Script verwendet. Das ist eine der gängigsten Programmiersprachen. IT-Leute müssen sich daher nicht einarbeiten und bekommen somit viel einfacher Zugang, um dApps zu entwickeln.

5) Omisego (OMG)

Omisego ist eine Art dezentrales Zahlungsnetzwerk, das die Welt der Kryptowährungen mit der Welt der gängigen Fiat-Währungen verbinden möchte. Es ermöglicht daher weltweit innerhalb weniger Sekunden Überweisungen in alle Währungen. Zudem sollen hierüber auch andere Vermögenswerte, z.B. Aktiendepots oder Immobilien verwaltet werden. Man könnte es so beschreiben, dass du mit Omisego deine eigene individuelle und dezentralisierte Bank bist. Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt Ripple. Jedoch unterscheiden sich beide in Punkto Dezentralisierung. Während Ripple ein gewisse Zentralität benötigt, kommt Omisego ohne diese aus.

6) Golem (GNT)

Golem hat den Anspruch ein dezentraler Supercomputer zu sein, dessen Rechenleistung du anbieten, vermieten oder selbst nutzen kannst. Stell dir vor dir fehlt in deinem Unternehmen aus dem Bereich Wirtschaft oder Wissenschaft die Rechenleistung, um ein bestimmtes Projekt durchzuführen. Dann kannst du diese Rechenleistung über das Golem Netzwerk nutzen. Häufig wird Golem deswegen auch als AirBnb für Rechenleistung angesehen. Du kannst quasi nicht verwendete, leer stehende Rechner vermieten oder selbst nutzen.

7) Ark (ARK)

Ark ist aus einer Hard Fork von Lisk entstanden und möchte eine Brücke zwischen allen gängigen Kryptowährungen schlagen. Hierfür werden so genannte Smart Bridges verwendet. Mit anderen Worten soll die Plattform folgendes ermöglichen: Wenn du jemandem Bitcoin senden möchtest, kannst du deine Ark Coins senden und diese konvertieren sich am anderen Ende automatisch in Bitcoin. Darüber hinaus möchte das Ark Team das Klonen ermöglichen. Auf Basis der Technologie soll jeder in der Lage sein eine eigene Blockchain als Sidechain (ähnlich wie bei Lisk) anzufügen. Diese wird dann Teil der Hauptchain. Ich finde, dass insbesondere die Smart Bridges sehr interessant klingen.

8) Ethereum (ETH)

Ethereum ist aktuell die Nummer zwei hinter Bitcoin. Das Hautpanliegen des Unternehmens ist es Smart Contracts, aber auch dApps zu ermöglichen. Für das Datenhosting oder das Überwachen der Erfüllung von Verträgen werden häufig zentrale Internetriesen benötigt z.B. Amazon. Sie wären bei der Nutzung von Smart Contracts überflüssig. Ebenso hättest du bei der Nutzung von dApps die notwendigen Daten aufgrund der Dezentralisierung wieder in den eigenen Händen. Der Kurs von Ethereum hat in den letzten Wochen einen großen Sprung gemacht. Das lässt sich auf das Erscheinen der Cryptokitties zurückführen. Da Ethereum sich momentan als Nummer Zwei hinter Bitcoin etabliert hat, gehört die Währung in jedes Krypto-Depot.

9) Ripple (XRP)

Ripple ermöglicht, ähnlich wie Oimsego, eine Art Finanznetzwerk. Es wird deswegen häufig als Bitcoin für Banken bezeichnet. Ripple möchte es ermöglichen Finanzassets in Echtzeit auszutauschen. So könnten zum Beispiel Banken über das Ripple Netzwerk Schuldscheine ausstellen und speichern. Ripple hat darüber hinaus gegenüber Bitcoin aufgrund ihrer Blockchain, bzw. Ledger einen Geschwindigkeits- und Kostenvorteil. Um das Ripple Netzwerk funktionsfähig zu gestalten werden mit so genannten Gateways Brücken zwischen z.B. Bitcoin und der realen Welt installiert. Innerhalb des Ripple Netzwerkes werden keine Werte, sondern nur Platzhalter (Schuldscheine) für diese Werte übertragen. Damit ein realer Gegenwert auch überwiesen werden kann, braucht es diese Gateways. Eigentlich sind diese Gateways so eine Art Finanzdienstleister, die das Ripple Netzwerk verwenden und absichern, dass am Ende auch wieder in Fiatwährungen getauscht werden kann. Häufig wird das von der Community als Kritikpunkt angesehen, da es den dezentralen Charakter etwas in Frage stellt. Somit unterscheidet sich Ripple in der Hinsicht z.B. von Omisego.

10) Eos (EOS)

Eos basiert, wie z.B. auch Omisogo, auf der Ethereum-Technologie. Das Projekt nutzt den bescheidenen Slogan „Decentralize Everything”“ und möchte damit eine ernsthafte Konkurrenz zu zentralen Unternehmen wie Ebay oder Facebook werden. Um die entsprechend notwendige Geschwindigkeit der Transaktionen zu ermöglichen wird das so genannten Proof of Stake verwendet, ebenfalls wie bei Omisego. Blöcke und Coins werden nicht mehr auf Hardware generiert wie bei Bitcoin, sondern über Coins in der Blockchain. Eos startete erst im Juli 2017 und wurde u.a. von Dan Larimer gegründet, welcher auch BitShares und Steem ins Leben gerufen hat.

 

Wie kannst du Kryptowährungen kaufen?

Um eine Währung kaufen zu können, benötigst du eine Börse oder ein Marktplatz für Kryptowährungen. Du solltest jedoch wissen, dass es nicht möglich ist alle diese Währungen über einen Anbieter  zu kaufen. Coinbase ist die derzeit größte Börse am Markt. Sie bietet jedoch mit Bitcoin, Ethereum und Litecoin nur drei Kryptowährungen an. Hinzu kommt, dass du viele alternative Währungen (Altcoins) nur mit Bitcoin oder Ether kaufen kannst. Solltest du Interesse an einem Kauf haben, empfehle ich dir eine Börse oder ein Marktplatz als eine Art Basis zu verwenden. Du könntest z.B. über bitcoin.de*  oder coinbase.de* Ether kaufen und die erworbenen Ether sogleich an eine andere Börse transferieren, welche Altcoins anbietet. Dort kannst du die transferierten Ether z.B. in Iota, Cardano oder Lisk umwanden. Ich empfehle dir für die Transaktion Ether Bitoin vorzuziehen, da es schneller geht und weniger Gebühren kostet.

Wo kannst du Kryptowährungen kaufen?

Damit du den Überblick behältst, liste ich dir jeweils zwei Börsen auf, welche die jeweiligen Kryptowährungen anbieten. Ich selbst nutze übrigens mehrere Börsen: bitcoin* , anycoindirect, coinbase*, bitfinex, binance*, und huobi

Bitcoin: bitcoin*, coinbase* (und jede andere existierende Börse)

Ethereum: bitcoin*, coinbase* (und jede andere existierende Börse)

Iota: bitfinex, binance*

Cardano: binance*, bittrex

Lisk: binance*, bittrex

Omisego: binance*, bittrex

Golem: bittrex, huobi

Ark: binance*, bittrex

Ripple: binance*, bitfinex

Eos: binance*, bitfinex

DGTX: Digitex*

Ein Hinweis zu bitcoin.de: Streng genommen handelt es sich bei dieser Plattform nicht um eine klassische Börse für Kryptowährungen, sondern um einen Marktplatz, vergleichbar mit Ebay. Daher kannst du dort deine Coins meist etwas günstiger einkaufen.

Wie kannst du Kryptowährungen sichern?

Um Kryptowährungen sichern zu können, benötigst du einen digitalen Geldbeutel, ein so genanntes Wallet. Du kannst dir die Arbeit auch von einer Börse für Kryptowährungen abnehmen lassen. Deine Coins werden direkt vom Anbieter verwaltet. Manche Anbieter speichern die Coins online (Hot Wallets), andere sichern sie auf Hardware oder Papier (Cold Wallets).  Du musst jedoch bedenken, dass du deine Coins verlieren kannst, wenn der Anbieter pleite geht oder du dein Speichermedium verlierst. Willst du deine Coins vom Anbieter verwalten lassen, empfehle ich dir die Coins auf mehrere Börsen zu verteilen. Zum Erstellen von eigenen Wallets findest du im Internet eine ganze Reihe von Anleitungen. Geeignet sind alle gängigen Datenspeicher (USB-Sticks, Festplatten etc.). Statistisch gesehen, wurde mit der sichereren Variante (Cold Wallet) bisher mehr Geld verloren, weil einige Käufer schlicht ihren digitalen Geldbeutel verloren haben. Solltest du dich entscheiden deine Coins von einer Börse aufbewahren zu lassen, ist es sehr wichtig, dass du die Anweisungen zur Sicherheit auf deren Homepage genau befolgst. In der Regel wird eine Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten, die du unbedingt aktivieren solltest.

Hier findest du drei weitere vielversprechende Coins für Anfang 2018.

Hier findest du 5 Kryptowährungen für Sonner 2018

 

 

Wikifolio – Investoren Update

Investoren-Update

Mittlerweile wurden knapp 200 000 Euro in von mir verwalteten Wikifolios investiert. Da sich die Summe größtenteils auf drei veschiedene Wikifolios verteilt, habe ich mich dazu entschlossen, ein Update für alle diese Wikifolios zu veröffentlichen. Die bisherigen Updates zum Wikifolio „Light Version nach Levermann“ werden hier entsprechend integriert. Je nach finanziellen Umschichtungen der Anleger kann es in Zukunft zu Veränderungen dieser Vorgehensweise kommen. Ich denke jedoch, dass ein Update vor allem da notwendig ist, wo die meiste Nachfrage entsteht. Daher beginne ich an dieser Stelle auch mit dem Wikifolio mit der höchsten Anlagesumme.

Wikifolio – Investieren mit Kopf

Investierte Summe: 118.953 Euro – Jahresperformance: 120%

Hier geht es direkt zum Wikifolio.

Das namensgleiche Wikifolio zum Blog ist bisher das erfolgreichste. Das liegt vor allem an der Entwicklung und der Korrelation zum Kurs der Bitcoin Group. Die Gewichtung ist sehr hoch und somit leider auch die Schwankungen. Aufgrund der steigenden Nachfrage des Bitcoin im Allgmeinen und der Begrenzung der maximalen Anzahl der Bitcoin auf 21 Millionen, rechne ich jedoch mit einem weiteren Anstieg in den nächsten Jahren. Grundvoraussetzung für ein Investment in Kryptowährungen oder Unternehmen, die solche anbieten, ist Vertrauen in die Sache an sich. Ich glaube, dass der Markt der Kryptowährungen in den nächsten 2-5 Jahren die Gesamtmarktkapitalisierung um den Faktor 20 oder 30 steigern wird. Es ist unmöglich zu wissen wie hoch der Multiplikator sein wird, jedoch nicht schwer zu sehen, dass die Bitcoin Group profitieren wird.

Real Money Depot

Aufgrund meiner eigenen Überzeugung vom Erfolg der Kryptowährungen, der Bitcoin Group und des Wikifolios „Investieren mit Kopf“ werde ich in den kommenden Tagen aus dem Wikifolio ein Real Money Depot machen. Die Bitcoin Group macht etwa die Hälfte der Gewichtung des Depots aus. Die andere Hälfte beinhaltet einige stabilisierende Werte wie z.B. Amazon oder Activision Blizzard. Der Vorteil ist, dass das Depot, anders als der Bitcoin an sich, weniger volatil sein wird. Hinzu kommen einige erfolgversprechende Nebenwerte wie Blue Cap oder MBB.

Bitcoin Group

Das Wikifolio ist stark mit dem Erfolg der Bitcoin Group verknüpft. Daher möchte ich einige Sätze zum aktuellen Stand der Dinge schreiben. Die Bitcoin Group ist zu 100% an bitcoin.de beteiligt, einer Börse für Kryptowährungen. Die Handelsumsätze sind in den letzten Wochen enorm gestiegen. Das hängt in erste Linie mit dem Anstieg des Bitcoin an sich zusammen. Die US-Börsenaufsicht hat grünes Licht für Bitcoin Futures gegeben. In etwa zwei Wochen soll es möglich sein Futures zu erwerben. Gerade für Großinvestoren kann das interessant sein. Auf vielen Börsen für Kryptowährungen sind die möglichen Invest Summen limitiert. Hierdurch kann es schwierig sein, größere Summen zu platzieren. Durch die Bitcoin Futures sollten diese Marktteilnehmer besser bedient werden und eventuell zum ersten Mal überhaupt am Markt beteiligt sein. Diese Nachricht hat den Kurs des Bitcoin und der meisten anderen Kryptowährungen befeuert und somit hat auch die Bitcoin Group profitiert. Das aktuelle Handelsvolumen im 4.Quartal 2017 lässt auf eine Steigerung des Umsatzes von mehreren hundert Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 schließen. Selbst ein Anstieg um den Faktor 1000 ist denkbar. Wegen der gering bleibenden Kosten, dürfte auch der Gewinn massiv ansteigen.

Wikifolio TecDAX Top Ten

Investierte Summe: 40.222 Euro – Jahresperformance: 65%

Hier geht es direkt zum Wikifolio

Die TecDAX Top Ten haben seit Jahresbeginn einen sehr starken Anstieg von mehr als 40% erwirtschaftet. Die Konsolidierung in den letzten Wochen ist daher nicht verwunderlich und hängt zum Großteil mit dem leider eingebrochenen Kurs der Evotec AG zusammen. Aufgrund der volatilen Natur der TecDAX Werte bleibt die Cashquote sehr hoch. Im Monat Dezember mussten neben der Evotec AG ,die  Nemetschek AG und die Morphosys AG das Wikifolio verlassen. Sie werden ersetzt durch die Cancom, S&T, sowie SLM Solutions.

Wikifolio – Light Version nach Levermann

Investierte Summe: 20.258 Euro – Jahresperformance: 29%

Hier geht es direkt zum Wikifolio.

Etwas im Schatten der beiden anderen Wikifolios verlief die Performance des Wikifolios „Light Version nach Levermann“. Dennoch schlägt das Wikifolio in den letzten Monaten die Performance des großen Levermann Wikifolios. Insbesondere der Zukauf der Finlab AG Anfang September machte dies möglich. Sie profitiert durch einige erfolgreiche Beteiligungen in der Welt der Kyptowährungen. Die Lloyd Fonds AG und die MPH Health Care AG erreichen nicht mehr die erforderliche Punktzahl (siehe Tabelle) und werden somit verkauft. Neu hinzu gekommen ist die S Immo AG. Sie erreicht mit 5 Punkten die volle Punktzahl der Levermann Light Version, sowie mit 7 Punkten die erforderliche Punktzahl der Vollversion. Die Überprüfung der Einzelwerte findest du, wie gewohnt, in der unten angefügten Tabelle.

Einen ausführlichen Bericht zur Strategie des Wikifolios findest du hier.

Du kannst die Informationen zu den oben genannten Wikfiolios als Orientierung für eigenen Investitionen nutzen, die Strategien einfach aus Interesse verfolgen oder in die Wikifolio investieren.

Arm und Reich – Was wir ändern können um Armut zu vermeiden

Arm und Reich

„Es ist besser nicht zu regieren, als falsch“. Die Aussage von Christian Lindner nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche spiegelt womöglich eine der essentiellen gesellschaftlichen Fragestellungen des 21. Jahrhunderts wider. Durch den Kapitalismus haben wir vorher nie gesehen materiellen Reichtum geschaffen.  Eine generelle Verurteilung des prägenden Wirtschaftssystems greift daher viel zu kurz. Doch wie können wir die Herausforderung meistern, die breite Masse am Wohlstand teilhaben zu lassen? Eines ist sicher: Die aktuellen politischen Strömungen in Deutschland sind sich schon mal nicht einig.

Stetige Umverteilung

Wir haben ein System etabliert, das Umverteilung von unten nach oben auf vielen Wegen ermöglicht. Alleine die Grundidee des Zinses lässt Geldströme von Armen zu Reichen fließen. Wer kein Kapital hat, leiht sich Geld und bezahlt Zinsen an Menschen, die Kapital haben. Ein Extrembeispiel der letzten 20 Jahre ist die Immobilienbranche. Rund 40% aller deutschen Haushalte geben mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. In der Regel sind das Menschen, die sich kein Eigentum leisten können.  Vermieter hingegen profitieren nicht nur von den Mieteinkünften, sondern auch von der enormen Wertsteigerung.

In Deutschland besitzen 10% der Haushalte mehr als die Hälfte des Vermögens. Tendenz steigend.

Wie kann man das ändern?

Diese Entwicklung aufzuhalten oder umzukehren scheint kaum möglich zu sein. Die politischen Ansätze könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die einen auf Regulierungen und Subventionen mit planwirtschaftlichem Beigeschmack setzen, wollen andere freie Märkte, weniger Fesseln für Unternehmen und finanzielle Anreize. Selbst über die Frage , ob dies eine globale, europäische oder sogar nationale Aufgabe ist, streiten die Parteien im Bundestag.

Status Quo

Deutschland befindet sich im Herzen eines alternden Europas, welches noch von den technischen Errungenschaften des letzten Jahrhunderts profitiert (Bsp. Maschinenbau). Die wirtschaftliche Stärke ist eine Momentaufnahme. Sie ist vor allem durch zwei Dinge gespeist. Die Reformen zur Zeit Gerhard Schröders, insbesondere durch den Niedriglohnsektor und durch die andauernde Niedrigzinspolitik. In vielen Bereichen fehlt das Geld. Wir sparen im großen Stil zum Beispiel an der Infrastruktur oder am Bildungssystem des Landes. Die Überschüsse des Bundes von 35-45 Milliarden Euro decken den Bedarf an Investitionen nicht. Letztendlich vertagen wir die Probleme mit unserer aktuellen (Wirtschafts-)politik in die Zukunft. Früher haben Eltern geschuftet, um der nächsten Generation ein besseres Leben zu ermöglichen. Heute versucht die nächste Generation den Standard der Eltern aufrecht zu erhalten und wird daran vermutlich scheitern.

Der Sozialstaat spart sich arm

Eine Chance zur Veränderung?

Es gibt Möglichkeiten wie wir uns selbst finanziell für die Zukunft wappnen können. Dabei geht es vor allem darum bewusst zu konsumieren und frühzeitig zu investieren. Vor einigen Wochen habe ich diesbezüglich hier bereits einen Artikel verfasst. Jedoch können wir als Bürger nur schwer die makroökonomischen Entwicklungen steuern. Die besten Möglichkeiten, die wir haben sind unser Kaufverhalten und unsere Wählerstimme. Daher nehme ich ganz eindeutig die Politik in die Pflicht. Um den notwendigen Strukturwand zu verwirklichen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Denn es gab und gibt Projekte und Unternehmen, die wirtschaftlich erfolgreich waren und sind und dabei die „normalen“ Arbeitnehmer nicht vernachlässigten.

Freigeld -Beispiel Wörgl

Aus dem Seminar „Fallstudien der Volkswirtschaftslehre“ der TU Dresden ein Zitat (Quelle):

Das bisher wohl bekannteste Freigeldexperiment fand im österreichischen Wörgl statt. 1932 lebten dort 4200 Menschen, darunter 500 Arbeitslose direkt im Ort zuzüglich 1000 in der näheren Umgebung sowie 200 völlig mittellose Familien. Der Bürgermeister des Ortes, Michael Unterguggenberger, kannte sowohl die Ideen von Silvio Gesell als auch die Wära-Tauschgesellschaft. Angesichts der langen Liste von Projekten, die die Stadt durchführen sollte, wozu ihr aber die finanziellen Mittel fehlten, gelang es ihm, die Stadtverwaltung von diesem Experiment zu überzeugen. So wurden im Juli 1932 „Arbeitswertscheine“ ausgegeben, die dem Schilling als gleichwertig angesehen wurden, da sie durch den gleichen Betrag in Schilling gedeckt waren. Wie schon bei der Wära mussten auch hier am Ende jeden Monats die Scheine mit einer Marke zu einem Prozent ihres Nennwertes beklebt werden. Durch diese Umlaufgebühr versuchten die Menschen, ihr Geld vor Monatsende auszugeben. So kam es, dass sie sogar ihre Steuern im voraus bezahlten. Dadurch konnten diverse öffentliche Projekte durchgeführt werden. Auch die eingenommene Gebühr wurde für Vorhaben ausgegeben, die dem Gemeinwohl dienten. Zu beachten ist, dass der größte Teil der Arbeitsplätze nicht durch die öffentlichen Projekte selbst entstand, sondern erst, als die ersten von der Stadt eingestellten Arbeiter ihre Arbeitswertscheine ausgegeben hatten. Innerhalb eines Jahres konnte so die Arbeitslosenquote um 25 % reduziert werden. Daraufhin wurde der Ort von vielen Interessenten aus dem In- und Ausland besucht. In Österreich planten 170 Städte und Dörfer eine Übernahme des in Wörgl überaus erfolgreich praktizierten Systems. Doch dazu kam es nicht, da die Österreichische Zentralbank einschritt, um ihr Monopol der Geldausgabe zu sichern. Im November 1933 wurde auch in Österreich jegliches Notgeld verboten Mit der zwangsweisen Rückkehr zum alten Währungssystem stieg die Arbeitslosenquote in Wörgl und Umgebung wieder auf ca. 30 %

Notgeld

Wäre es denkbar die Umverteilung von  armen zu reichen Bürgern aufgrund Mieten, Zinsen und Krediten durch eine Währung im Zaum zu halten, die jeden Monat an Wert verliert? Könnte das unter Umständen sogar durch digitale Währungen ermöglicht werden? Das Experiment ist zumindest eine sehr interessante Alternative. Doch es geht auch anders was ich am folgenden Beispiel von Mondragon verdeutlichen möchte.

Mondragon

Mondragon ist das siebtgrößte Unternehmen und die größte Genossenschaft Spaniens. Zu Mondragon gehören mehr als 100 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen, insbesondere aus der Maschinenbaubranche. 81% der fast 80 000 Mitarbeiter sind Genossen. Als Genosse muss man eine Einlage von 15 000 Euro hinterlegen. Diese Summe wird mit einer festen Rendite verzinst. Auf Wunsch auch nach Renteneintrittsalter. So kann man weiterhin an den Unternehmensgewinnen partizipieren. Das höchste Gehalt einer einzelnen Person darf maximal das achtfache Gehalt des niedrigsten Verdienstes sein. Genossen sind unkündbar und bekommen zum Beispiel bei Berufsunfähigkeit das volle Gehalt bis zum Renteneintritt. Alle Details kann ich hier nicht aufführen und es gibt auch Kritik. Jedoch ist das System Mondragon gerade in Zeiten der Standortschließungen von Siemens bei gleichzeitigem Rekordgewinn Anlass genug notwendige Veränderungen zu diskutieren.

Die Abstiegsgesellschaft – eine Illusion?

Dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinander geht scheint Konses. Kaum einer zweifelt das an. Doch gibt es auch Stimmen, die  von einer gefühlten und einer tatsächlichen Wahrheit sprechen.  Sie argumentieren zum Beispiel mit dem aktuellen Wohlstandsbericht und sagen: Die Arbeitslosigkeit wurde fast halbiert, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist angestiegen, Arbeitseinkommen sind höher gestiegen als Gewinneinkommen, befriste  Jobs und Minijobs sind rückläufig, die Privatvermögen sind gewachsen und die Ungleichheit der Vermögen ist etwas zurückgegangen. Ist Armut also ein lobbyistischer Medientrick? Nach dem Motto: Wer oft genug hört die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander, glaubt es auch.

Die Grundsatzfrage

Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf die vollständige Wahrheit oder die Lösung aller Armutsprobleme. Ich will eher zum Nachdenken anregen. Es mag sein, dass die nackten Zahlen Deutschland einen breit gefächerten Wohlstand attestieren wie es die Armutskritiker behaupten. Auch glaube ich daran, dass unsere Generation höhere Ansprüche hat und insgesamt mit völligem Selbstverständnis viel mehr konsumiert. So sind Lebensmittel im Vergleich zu den letzten Generationen zum Beispiel wesentlich günstiger und wir jammern weiter über die Preise. Dennoch kann die Entwicklung zwischen Vermögenden und Armen kritisch betrachtet werden. Insbesondere im Hinblick auf die nächsten Generationen.

Die Probleme der Mitte

Lebensmittel sind zwar günstiger geworden, doch andere Grundbedürfnisse viel teurer. Die Mitte der Gesellschaft kann sich Wohnen und Transport in deutschen Städten kaum leisten. Hinzu kommt, dass meist beide Partner arbeiten gehen müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Das ist eine Doppelbelastung und somit bezahlen wir Deutschlands Wohlstand nicht nur mit Niedriglöhnen, Niedrigzinsen und fehlenden Investitionen, sondern auch mit jede Menge Stress.

An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass wir unsere Finanzen selbst in die Hand nehmen können wenn wir frühzeitig genug (auch für die eigenen Kinder) investieren. Hier findest du einige essentielle Tipps zum Thema.

Wie ist eure Meinung? Haben wir ein Armutsproblem? Muss die Mitte den Abstieg fürchten? Was haltet ihr von Projekten wie Wörgl und Mondragon?