Tipps zum Vermögensaufbau 15-21

Tipps zum Vermögensaufbau

In dieser Artikelreihe möchte ich allgemeine und konkrete Tipps zum Vermögensaufbau geben.  Von Zeit zu Zeit werde ich Fortsetzungen veröffentlichen. Sehr gerne dürft ihr weitere Tipps, Ergänzungen oder andere Meinungen in den Kommentaren erwähnen, damit die Leser noch mehr von der „Tippsammlung“ profitieren können. In diesem Artikel stelle ich die Tipps 15-21 vor. Wer die vorherigen Teile verpasst hat, kann das hier gerne nachholen. Viel Spaß beim Lesen!

15) Hin und Her macht Taschen leer

Langfristigen Erfolg an der Börse erreicht man nicht durch häufiges Handeln. Die Versuchung ist groß Verluste durch Käufe und Verkäufe auszugleichen. Jedoch sind bei jedem Trade die Gebühren deines Brokers fällig. Darüber hinaus müssen auf Kapitalerträge ab 801 Euro, bzw. 1602 Euro (bei Eheleuten) Steuern gezahlt werden. Wenn du keinen Freistellungsauftrag gestellt hast, sogar ab 1 Euro Gewinn. Der Zinseszinseffekt einer langfristigen Strategie ist in der Regel gewinnbringender.



16) Sei immun gegen Vorurteile

Neun von zehn Mitglieder deines Bekanntenkreises werden versuchen dir erzählen, dass Börse spekulativ und reines Glücksspiel ist. In den meisten Fällen werden diese Aussagen auf der Basis von Vorurteilen und nicht von Argumenten geäußert. Selbst sehr intelligente und in anderen Bereichen erfolgreiche Menschen, sind finanziell häufig schlecht gebildet. Sehr beliebt ist dabei immer noch das „Telekomargument“. Lass dich von den häufig unqualifizierten Kommentaren nicht verunsichern und traue deinem eigenen Urteil.

17) Umgib dich mit börsenaffinen Menschen

Dieser Punkt knüpft an den vorherigen an. Wir Menschen benötigen für unser Handeln Bestätigung. Sprich mit Menschen, die ebenfalls ihr Können und Wissen (nicht ihr Glück!) an der Börse versuchen wollen. Es ist sehr wohltuend sich nicht rechtfertigen zu müssen, wenn dein Gegenüber ebenfalls um die Vorzüge des Investierens weiß. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist das gegenseitige Lernen. Man kann sich von so ziemlich jedem Börsianer etwas abschauen. Auch zu erfahren, wie man es nicht machen sollte, gehört dazu (Stichwort: Telekomargument).

18) Fass dir an die eigene Nase

Rückschläge gehören an der Börse dazu. Aus diesem Grund diversifizieren wir unsere Depots. Einige von uns gekaufte Aktien werden eine negative Performance erzielen. Häufig suchen wir den Fehler dann an anderer Stelle. Vielleicht hat jemand einen schlechten Tipp gegeben oder man hat einer Börsenzeitschrift geglaubt. Doch die sind nicht Schuld an der eigenen Performance. Je mehr man die Fähigkeit hat sich selbst zu hinterfragen, desto wahrscheinlicher wird man aus seinen eigenen Fehlern lernen.

19) Setze immer ein Limit

Insbesondere für Anfänger ist dieser Tipp ein wichtiger. Bei den meisten Brokern hast du die Möglichkeit zwischen der Option „Limit“ oder „Bestens“ zu entscheiden.  Bei meinem ersten Aktienkauf hatte ich mich für „bestens“ entschieden. Es liegt der Gedanke nah, dass die Aktie zum besten Preis eingekauft wird. Das ist jedoch nicht der Fall. Die Order wird lediglich zum bestmöglichen Zeitpunkt eingekauft und zwar zum Preis, der in diesem Moment verfügbar ist Im Normalfall hast du dann zu teuer eingekauft. Setzt du ein Preislimit, wird oberhalb dieses Limits nicht eingekauft. Die Order wird nur zu deinen gesetzten Obergrenzen ausgeführt. Als fortgeschrittener Börsianer kannst du über weitere Orderoptionen wie „Stop-Limit“ oder „Stopp-Loss-Limit“ etc. nachdenken.

20) Das schnelle Geld ist sehr unwahrscheinlich

Gerade zu Beginn einer Börsenkarriere hat man noch kein Gefühl dafür, welche Performance realistisch ist und welche nicht. Viele Anfänger sind der Meinung, dass es ein leichtes wäre, den Markt zu schlagen. Doch die wenigsten schaffen das. Manche Neuinvestoren sind enttäuscht, wenn sie hören, dass selbst ein Warren Buffet in der Regel „nur“ 20% Performance erwirtschaftet. Über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg ist dieser Gewinn jedoch um ein vielfaches potenziert. Es ist wichtig, nicht linear, sondern immer an den Zinseszins zu denken. Wer an der Börse sein Geld innerhalb weniger Monate vervielfachen will, betreibt tatsächlich Glücksspiel.

21) Fange heute an

Wenn mich Nichtbörsianer fragen, wann sie denn am besten investieren sollten, lautet meine Antwort immer „jetzt“. Gerade wenn der Markt neue Rekordstände aufzuweisen hat, häuft sich diese Frage. Meist lassen sich zwei Verhaltensweisen beobachten bei Menschen, die neu an der Börse sind und gerne investieren würden. Die einen wollen noch schnell auf den Zug aufspringen und am besten all ihr Geld investieren. Die anderen investieren gar nicht, weil ja schon alle Gewinne der Vergangenheit angehören. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Bei einer langfristig angelegten Strategie ist der Zeitpunkt des Investierens statistisch gesehen fast egal. Aus diesem Grund würde ich immer dazu empfehlen zu investieren. Wenn der Markt heiß gelaufen ist, dann investiert man lediglich weniger und erhöht die Cashquote.

 

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