Tipps zum Vermögensaufbau 8-14

Tipps zum Vermögensaufbau

In dieser Artikelreihe möchte ich allgemeine und konkrete Tipps zum Vermögensaufbau geben.  Von Zeit zu Zeit werde ich Fortsetzungen veröffentlichen. Sehr gerne dürft ihr weitere Tipps, Ergänzungen oder andere Meinungen in den Kommentaren erwähnen, damit die Leser noch mehr von der „Tippsammlung“ profitieren können. In diesem Artikel stelle ich die Tipps 8-14 vor. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann das hier gerne nachholen. Viel Spaß beim Lesen!

8) Kaufe keine Konsumgüter, die an Wert verlieren

Der Reiz des Neuen ist überall. Kaum jemand kann ihm gänzlich entsagen.  Dafür ist die Anziehungskraft der Industrie und der Werbung zu groß. Zudem fühlt es sich sehr gut an zum Beispiel einen tollen Neuwagen zu fahren. Der Preis ist jedoch hoch. Sobald man ein neues Auto auf die Straße fährt, hat man bereits meist einen vierstelligen Verlust gemacht. Vermeide Konsumkäufe mit hohen Wertverlusten.




9) Halte deine Gebühren niedrig

Aktien kaufen kostet auch Geld. Gerade Anfänger unterschätzen häufig die Langzeitwirkung von zu hohen Gebühren. In schlechten Marktphasen kann es zu Ungeduld kommen. Nicht wenige Börsianer versuchen Verluste durch Verkäufe und Käufe auszugleichen. Das ständige Hin und Her belastet die Depotkosten sehr. Die neuen Gebühren müssen zunächst wieder erwirtschaftet werden und schmälern den Langzeiteffekt des Zinseszins. Bei einer langfristigen Anlagestrategie sind kurzzeitige Kursstände nicht so wichtig. Hierdurch kannst du die Gebühren auf Dauer gering halten. Vergleiche zudem die Tradinggebühren einzelner Broker.

10) Lebe in der Balance

Sehr häufig arbeiten wir im hier und jetzt, um irgendwann in der Zukunft davon zu profitieren. Das ist eine Einstellung, die auch bei finanziell gebildeten Menschen häufig vorkommt. Nach dem Motto: Wenn ich die nächsten 10-15 Jahre hart arbeite, bin ich im Anschluss finanziell frei. Der Weg zur finanziellen Freiheit ist jedoch ein schleichender und kein plötzlich einsetzender Prozess. Hoch motivierte und immer arbeitende Menschen sind zudem anfälliger für schwere Krankheiten (Herzinfarkt, Burnout etc.). Es spricht überhaupt nichts gegen harte Arbeit. Doch wir brauchen regelmäßig Zeiten der Ruhe. Schaffe dir eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit, damit du auch in Zukunft von deinen Investitionen profitieren kannst.

11) Konsumiere bewusst

Ein Europäer im 21. Jahrhundert besitzt im Durchschnitt etwa 10 000 Gegenstände. Vor etwa 100 Jahren besaßen Menschen im Durchschnitt 150 Gegenstände. Einerseits erhöhen viele tolle Produkte unseren Lebensstandard sehr. Doch wie häufig kaufen wir uns ein gutes Gefühl durch das Erwerben eines neuen tollen Gegenstandes? Viele Dinge, die wir in unserem Leben erstehen, erhöhen unsere Zufriedenheit nicht langfristig. Nach einigen Wochen hat man sich an den neuen Fernseher und die neuen Möbel gewöhnt. Die alten Sachen hätten es vermutlich auch getan. Gänzlich auf Konsum verzichten ist auch keine Lösung. Hin und wieder gönnt man sich auch einfach gerne mal einen teuren Tag in der Therme oder etwas anderes. Durch bewusstes Konsumieren erhöhst du jedoch die Ressourcen, welche du für Investments nutzen kannst.

12) Sichere dich ab

Sich absichern kann man auf vielfältige Art und Weise. Gemeint sind an dieser Stelle vor allem eintretende Ereignisse im Leben, die deine finanzielle Freiheit massiv gefährden können. Das wäre zum Beispiel Arbeitsunfähigkeit. Eine Arbeits- oder Dienstunfähigkeitsversicherung kann finanzielle Einbußen abfedern. Sei auch nicht zu romantisch für einen Ehevertrag. Bei einer Trennung gibt es große finanzielle Einschnitte auf beiden Seiten. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist Arbeitslosigkeit. Für diesen Fall solltest du zwei bis vier Monatsnettogehälter auf ein Tagesgeldkonto ansparen, bevor du dir Aktien kaufst.

13) Getrennte Konten

Dieser Punkt knüpft an Tipp 12 an. Die Scheidungsrate in Deutschland beträgt immer noch rund 40%.  Es wäre naiv zu denken, es könnte einen selbst nicht treffen. Getrennte Konten können hier viel Ärger sparen. Auch nicht verheiratet Paare legen gerne ihre Konten zusammen. Ein möglicher Ansatz wären jeweils getrennte Konten, sowie ein gemeinsames Haushaltskonto.

14) Verlasse dich nicht auf den Staat

20% aller Riesterveträge liegen still. Das ist keine Überraschung, denn nur eine Minderheit der abgeschlossenen Verträge lohnen sich. Diese sind zudem mit aller Wahrscheinlichkeit einer langfristig angelegten ETF-Strategie weit unterlegen. Häufig besitzen staatliche Vorsorgeprodukte auch eine Progression, die sich viele Anleger mit der Zeit schlicht nicht leisten können oder wollen. Rechnet man manches Szenario durch, würden Anleger, die ihre monatliche Riesterrente in Ansruch nehmen wollen, teilweise erst ab einem Lebensalter von 80 Jahren mehr Geld bekommen als sie vorher investiert haben. Um deine Zukunft finanziell abzusichern empfehle ich dir eine gut diversifizierte ETF-Strategie.

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