Börse ist böse

Börse ist böse

Von Zeit zu Zeit sehe ich mich als Börsianer in die Ecke getrieben. Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl. Während einer Diskussion stellt man fest, dass der Konversationspartner eine felsenfeste Einstellung zum Thema Börse hat. Diese lautet: Börse ist Böse! Grundsätzlich, immer und zu jeder Zeit! Vor einigen Tagen habe ich die Phrase „Börse ist böse“ einfach mal gegoogelt. Die Kommentare zum allerersten Artikel, den ich anklickte, hatten es in sich. Hier einige Beispiele:

Die Börse ist nicht böse? Dass ich nicht lache

Die Börse ist die Ausgeburt des egoistischen Raffens.

 So, wie die Börse ist, IST sie böse!

…leider bin ich nun in meinem Portfolio durch die VW Aktien schön ins minus gerutscht. Das wird wohl die nächsten Jahre nichts….! Wie man sieht, es kann auch gehörig nach hinten losgehen.

Nur ein Dummer oder extrem kluger Mensch investiert in Aktien.

Und man muss sich sorgfältiger darum kümmern als um einen Wurf junger Katze, die gerade anfangen zu laufen. Das haben über 99% der Menschen in Deutschland nicht drauf.

HÄNDE WEG VON AKTIEN !




Börse ist zocken, Börse bleibt zocken.

Die Türsteher der Finanzindustrie wollen auch noch aus dem letzten Bürger der sein Geld an der Börse noch nicht verloren hat,den letzten Groschen herauspressen.

Also……die Börse ist absolut nichts für Leute die ihr Geld gerne sicher verwahrt sehen.

Gewiss kann man dort Profite machen, aber das ist nichts für den Normalverbraucher und seriöse Profis zu finden ist wie Lotto zu spielen

Da verzichte ich lieber auf Zinsen und verliere etwas an die Inflation anstatt alles in die Taschen von Spekulanten zu schaufeln die sich auf ihrer Yacht in der Karibik über die naiven Kleinaktionäre amüsieren.

.Als Otto Normal Verbraucher ist das nix zu holen.

An die richtige Aktien die Ertrag bringen kommt ein Normal Bürger gar nicht heran. Der kleine Mann soll nur ausgenommen werden.

Mit den paar Groschen, die unsereins sich mühsam erarbeitet und vom Mund abspart zu ZOCKEN – nein Danke!

http://www.focus.de/finanzen/experten/gruener/zaudern-bringt-keine-rendite-zum-weltspartag-deutsche-lassen-sich-aus-angst-die-chance-auf-reichtum-entgehen_id_5048690.html

Nichts neues und dennoch berührend

Im Grunde genommen ist das nichts wirklich neues, was ich berichte. Den ein oder anderen Leser wird das vermutlich kaum überraschen. Mir persönlich wurde jedoch sehr schnell wieder bewusst, wie vehement manche Kritiker die Börse als böse verteufeln. Das geschieht dann auch gerne mal auf der Grundlage von gefährlichem Halbwissen oder Stammtischparolen.

Wie soll man damit umgehen?

Sitzt dir ein solcher Gesprächspartner gegenüber, wird es selbst mit handfesten Argumenten schwierig, ihn von seiner Verblendung zu befreien. Also wie reagiert man in solcen Situationen? Zunächst wäre es vielleicht sinnvoll dein Gegenüber im Gespräch „abzuklopfen“. So kannst du herausfinden, ob er offen genug wäre, sich deine Argumente ernsthaft anzuhören und sich in deine Lage hinein zu versetzen. Ist dies nicht der Fall, dann ist Ignorieren wohl die beste Variante.

Börsenverdrossenheit

Als Börsenverdrossenheit könnte man Desinteresse und eine allgemeine Ablehnung gegenüber dem Finanzsystem an sich bezeichnen. In den oben genannten Kommentaren sind unheimlich viele Vorurteile versteckt. Diese resultieren in der Regel aus Unkenntnis. Insbesondere die Meinung, die Börse wäre nur für die Reichen da, ärgert mich persönlich am meisten. Jeder Bürger kann bei uns an der Börse investiert sein. Mir ist bewusst, dass viele Menschen am Existenzminimum leben. Doch die Möglichkeiten z.B. über eine selbstständige Tätigkeit und Investitionen das eigenen Vermögen aufzubauen sind gegeben. Das war in der Vergangenheit nicht immer so, auch wenn es nicht einfach ist.

Kleinvieh macht Mist

Über einen langen Zeitraum sind kleine Summen nicht zu unterschätzen. Wer vor 30 Jahren 1 000 Euro in den Dax investiert hätte, könnte sich heute über knapp 25 000 Euro freuen. Bei einer Investition von 5 000 Euro, wären es schon fast 125 0000 Euro. Über ETF-Sparpläne, die ab 25 Euro im Monat oder in Intervallen von zwei Monaten sparplanfähig sind, kann man sich fast jeder dieses Startkapital erwirtschaften. Insbesondere wenn du Kinder hast, ist der langfristige Gedanke von hoher Bedeutung. Legst du dieses Geld bei der Geburt deines Kindes an, so profitieren deine Nachkommen bereits in sehr jungen Jahren davon.

Börse ist NICHT böse!

Kann man an der Börse sein Geld verlieren? Ja! Haben sich Menschen in der Vergangenheit an der Börse finanziell ruiniert? Definitiv! Kommt der nächsten Börsenchrash? Das ist nur eine Frage der Zeit! Nichtsdestotrotz bietet die Börse Optionen und reichhaltige Möglichkeiten. Mit etwas gesundem Menschenverstand, Geduld und ein wenig Wissen, kann jeder von der Börse profitieren.

Wie ist deine Meinung zum Thema Börse im Allgemeinen? Hast du ebenfalls Erfahrungen mit Börsenverdrossenen gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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Ein Gedanke zu „Börse ist böse“

  1. Meine letzte Diskussion mit der „Börse ist böse“ Fraktion lief in etwa so:

    Er: „Aber hast Du denn keine Angst, dein Geld an der Börse zu verlieren?“
    Ich: „Aber klar! Ich gehe sogar fest davon aus, Geld zu verlieren…“
    — irritiertes Schweigen —
    „… der Trick ist, in Summe mehr zu gewinnen, als zu verlieren!“

    Der Hinweis, dass man über einen langen Zeithorizont quasi immer Gewinn macht (wenn man nicht alles auf eine Karte setzt), hat ihn leider auch nicht überzeugt. Ich hab’s am Ende (mal wieder) aufgegeben.

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