Langfristig denken

Das schnelle Geld

Um Vermögen aufzubauen, ist es meist notwendig, langfristig zu denken. Doch die Verlockung des schnellen Geldes ist sehr groß. Ihre Anziehungskraft hat schon so manchen potentiell vermögenden Menschen in den Ruin getrieben. Auch das Internet ist voll von großen Versprechungen bezüglich des schnellen Geldes. Und es gibt sie auch, die Millionäre, welche über risikoreiche Wetten oder Lottogewinne tatsächlich reich wurden. Doch stellen sie mit Sicherheit die Ausnahme dar.

Was ist Geld?

Um zu verstehen, wie Vermögen entsteht, ist es wichtig zu verstehen, was Geld eigentlich ist. Im Grunde genommen ist Geld nichts anderes als ein Gutschein auf der Basis eingefrorener Arbeit. Fünf Euro könnten zum Beispiel 20 Minuten deiner eingefrorenen Arbeit sein. Was mit diesem Schein passiert kannst du frei entscheiden. Wählst du eine Investition dieser 20 Euro zum Beispiel in einen ETF-Sparplan, dann entscheidest du dich im Prinzip dafür auf dieses Geld im hier und jetzt zu verzichten.



Eine Frage der Betrachtung

Betrachtest du Geld als eine Form eingefrorener Arbeit, wird deutlich, dass diese Arbeit zunächst verrichtet werden muss. Daher scheitern in aller Regel fast alle Versuche an das schnelle Geld zu kommen. An dieser Stelle könnte man die Frage stellen, warum Menschen es dennoch schaffen passives Einkommen zu beziehen? Das liegt an der Investition, die sie vorher getätigt haben. Geld, also eingefrorene Arbeit, bekommst du nur dann, wenn du für deine Umgebung einen gewissen Wert hast. Je höher dein Wert für deine Umgebung ist, desto mehr Geld wirst du verdienen können. Sollte dein Wert so hoch sein, dass Menschen dir das Geld quasi zur Haustür tragen, kannst du ein System installieren, welches dir passives Einkommen ermöglicht.

Beispiel Immobilien

Vielleicht möchtest du dein passives Einkommen durch Immobilien generieren. Daher musst du für deine potentiellen Mieter einen hohen Wert schaffen. Am aller besten denkst du gar nicht über Geld nach, sondern darüber, wie du den besten Wohnraum anbieten kannst. Um diesen anbieten zu können, braucht es zunächst Arbeit und Investitionen. Du brauchst Know-How und Eigenkapital, sowie Zeit. Du denkst also langfristig und wirst erst später die Früchte deiner Arbeit ernten könnten.

Beispiel Nebenjob

Menschen, die dem Hamsterrad entfliehen wollen, versuchen häufig einen Ausstieg über eine Nebentätigkeit. Sobald diese erfolgreich läuft, ist unter Umständen einen Selbstständigkeit in Vollzeit sinnvoll. Auch hier ist langfristiges Denken notwendig. Eine Yoga-Lehrerin hat wie der Immobilieninvestor zunächst Zeit und Geld investiert, bevor sie einen so hohen Wert besaß, dass Menschen bereit waren ihr Geld für ihre Dienstleistung zu geben. Je höher ihr Wert ist, desto mehr Geld wird sie potentiell verdienen können.

Weitere Beispiele

Selbst im privaten Bereich kann man langfristig investieren. Wenn du für die Kinder eines Freundes zum Beispiel kostenlos Nachhilfe gibst, dann erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass du etwas  hierfür zurück bekommst. Ganz nebenbei wertet das die Freundschaft auf. Auch beim Sport kommt Erfolg nur über langfristiges Denken. Der Aufbau einer Liebesbeziehung, das Erlernen eines Musikinstrumentes und das Großziehen der eigenen Kinder. Überall steckt langfristiges Denken drin.

Und an der Börse?

An der Börse ist die Versuchung des schnellen Geldes besonders hoch. Insbesondere die Börsenmedien verbreiten aus meiner Sicht manchmal verantwortungslos Informationen, die das schnelle Geld suggerieren. Das liegt auf der Hand. Welches Börsenmagazin möchte nur über passives Investieren mit Hilfe einer ETF-Strategie berichten? Das ist ja fürchterlich langweilig. An der Börse fließt über einen längeren Zeitraum das Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen. Wenn du es schaffst über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren geduldig zu investieren, wirst du am Ende stark profitieren.

Das Hier und Jetzt

Manchmal höre ich Aussagen wie „Ein schönes Auto ist doch ein Stück Lebensqualität“ oder „Man muss sich doch auch im Hier und Jetzt etwas gönnen und nicht auf jeden Cent schielen“.  Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden. Es geht vielmehr darum bewusst zu konsumieren und investieren. Wenn du zum Beispiel 150 Euro im Monat in einen Wertpapiersparplan investierst, heißt das nicht, dass du dir keinen Urlaub auf Mallorca mehr gönnen sollst. Ab einem gewissen Zeitpunkt, werden in der Vergangenheit getätigte Investitionen auch im Hier und Jetzt auftauchen.

Hast selbst über langfristige Investitionen Erfolge vorzuweisen? Oder kannst über schnelle Gewinne das Gegenteil belegen? Teile es uns in den Kommentaren mit!

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Ein Gedanke zu „Langfristig denken“

  1. Hallo,

    Ich bin auch der Meinung, dass man langfristig denken sollte. Habe mir sogar vor ein paar Wochen vorgenommen meinen eigenen Beitrag dazu zu schreiben, in dem ich genau auf meinen Fall eingehe. Vielleicht wird es ja demnächst etwas.

    Mir geht es hauptsächlich darum Ruhe zu bewahren, wenn es einmal nicht so gut läuft. Ich versuche mich daran zu erinnern, wieviel in der Zukunft verdient wird durch den Zinseszinseffekt. Das hilft mir manchmal sehr 🙂

    mfG Chri

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