Die 6 größten Börsen Vorurteile

Die 6 größten Börsen Vorurteile

Wahrscheinlich hat sich jeder Anleger schon diverse Börsen Vorurteile anhören müssen. Schlecht informierte Börsenlaiern erlauben sich auf der Basis von gefährlichem Halbwissen eine Meinung über eine Thematik, die sich nicht verstehen. Im folgenden Artikel habe ich die 6 größten Vorurteile von Menschen mit Börsenphobie zusammengefasst.




Man kann all sein Geld verlieren

Wenn ich Bekannten, Kollegen oder Freuden von meinen Börsenaktivitäten erzählte, dann sehe ich mich nicht selten mit einem Spruch konfrontiert wie diesem hier: „Tue was du nicht lassen kannst, wenn du mit dem Risiko leben kannst all deine Ersparnisse zu verlieren“. Ich weiß ja nicht nach welchen Maßstäben bei solch einer Argumentation gemessen wird. Jedoch ist es praktisch unmöglich all sein Geld an der Börse zu verlieren Sogar die Telekomanleger, die zu Beginn des Jahrtausends zu viel Geld für ein einziges, überteuertes Wertpapier ausgaben, haben mittlerweile ihre Verluste wieder ausgeglichen. Vorausgesetzt sie sind nicht ausgestiegen. Anleger, die grundsätzliches Börsenwissen (Diversifikation, kein Performance Chasing etc.) beachten, werden von ihren Investitionen auf lange Sicht auch profitieren.

Mein Nachbar hat riesige Verluste gemacht

Häufig sieht man sich auch folgender Argumentation ausgesetzt: „Ich kenne da einen, der hat sich Aktie xy gekauft und sein Geld verloren“. Diese Negativbeispiele schrecken schlecht informierte Menschen ab. Auf der einen Seite ist das verständlich. Auf der anderen Seite fahre ich immer noch gerne Auto, obwohl mein Nachbar beim Einparken Gas und Bremse verwechselt hat. Ich hoffe das Prinzip wird klar. Wenn jemand mit einer Aktie große Verluste gemacht hat? ist die Schlussfolgerung doch nicht zwangsläufig, dass Aktien gefährlich sind. Sondern, dass sich dieser bestimmte Anleger beim Aktienkauf vielleicht besonders dämlich angestellt hat.

Beim nächsten Crash ist alles futsch

Die Jahre 2000/2001, 2007/2008 und mit Abstrichen 2011 haben doch gezeigt, dass man bei der Börse unheimlich viel Geld verlieren kann. Wer im Jahre 2008 nur DAX-Investitionen im Depot hatte, musste womöglich einen Wertverlust von über 70% in Kauf nehmen. Anleger, die auf eine entsprechende Asset Allocation wert gelegt haben, erlitten dagegen vielleicht nur 30% Verlust. Bis zum Jahre 2017 sind diese Anleger jedoch fast ausschließlich in der Gewinnzone. Im 20. Jahrhundert gab es zwei Weltkriege, die Welt stand kurz vor einem Atomkrieg, es sind ganze Gesellschaftssysteme zerbrochen, es gab Terrorismus, Weltwirtschaftskrisen und Börsencrashs. Am Ende jedoch, stiegen die Kurse immer! An dieser Stelle ist es wichtig sich immer eine gewisse Cashquote bereit zu halten. Das ermöglicht es bei Börsencrashs zu Sonderangeboten Aktien zu kaufen.

Aktien kann ich mir nicht leisten

„Wenn ich das Geld hätte, dann würde ich auch Aktien kaufen“. Das ist ein weiteres häufig vorkommendes Argument. Es ist ein Irrglaube, dass nur wohlhabende Menschen von der Börse profitieren können. Im Gegenteil, denn die Börse kann uns auf lange Sicht die eigene Rente versüßen. Mittlerweile gibt es sparplanfähige ETFs, die ab 25 Euro im Monat (oder auch alle 2 Monate) investierbar sind. So kann jeder früher oder später vom Zinseszins profitieren.

Das Geschäft der Bösen

„Die Börse ist etwas für Verbrecher“ oder „An der Börse wird man nur abgezockt“ sind weitere beliebte Ausreden von Menschen mit  Börsenphobie. Es versteht sich von selbst, dass ein Fondsmanager einer Bank vor allem an der Provision des verkauften Produktes verdient und somit ein Interessenkonflikt mit dem Kunden existiert. Wenn ich als Anleger jedoch einen Indexfonds kopiere oder Dividendentitel kaufe, dann ist das weder böse, noch kann mir ein durchtriebener Banker meine Gewinne streitig machen.

Das Risiko ist mir zu hoch

Wer über einen Zeitraum von 15,3 Jahren in einen der größeren Indexfonds investiert hat, konnte noch nie kein Geld gewinnen. Um davon zu profitieren, muss ich das Risiko von Schwankungen ertragen können. Eine langfristige Strategie trägt nicht das Risiko Geld zu verlieren, sondern das Risiko Schwankungen auszuhalten. Je höher die angestrebte Rendite ist, desto höher ist das Risiko von Kursschwankungen. Auf lange Sicht jedoch, gewinnen Börsianer immer.

Welchen Börsen Vorurteilen seht ihr euch als Anleger von Menschen mit Börsenphobie ausgesetzt? Die oben ausgeführte Liste kann gerne von euch in den Kommentaren erweitert werden!

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Ein Gedanke zu „Die 6 größten Börsen Vorurteile“

  1. Man sollte sich immer an den Leute orientieren die etwas erreicht haben um selbst etwas zu erreichen. Loser geben nur schlechte Ratschläge.
    Eines meiner Lieblingszitate in dem Zusammenhang.

    “Es ist gewinnbringender, einen Tag im Monat über Geld nachzudenken, als 30 Tage dafür hart zu arbeiten.” — Amerikanischer Großindustrieller J.D. Rockefeller —

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