6 Tipps beim Aktienkauf

Heute möchte ich euch 6 einfache Tipps beim Aktienkauf geben. Das hier beschriebene sind „Basics“ und daher insbesondere für Börsenanfänger interessant. Gerne könnt ihr in den Kommentaren wertvolle Börsentipps für Anfänger ergänzen.





.

1) Geeignete Broker

Um den richtigen Broker zu finden empfehle ich ausschließlich unter online direkt Banken zu suchen. Dort fallen die Personalkosten geringer aus, weswegen die Gebühren in der Regel geringer sind. Ich persönlich nutze am häufigsten die comdirect Bank (Jetzt das comdirect Depot eröffnen!*). Das ist der übersichtlichste Broker, der mir bekannt ist und darüber hinaus über ein sehr umfangreiches Angebot verfügt. Günstige Ordergebühren findet man zum Beispiel auch bei der OnVista Bank*. Bei einer langfristigen Strategie fällt das nicht weiter ins Gewicht. Möchtest du jedoch häufiger handeln – wovon ich abrate – bietet sich eine Bank mit sehr geringen Ordergebühren an. Über beide Broker kann man auch Wikifolio-Zertifikate handeln, was mir persönlich sehr wichtig ist.

2) Der richtige Börsenplatz

Zunächst geht es darum den richtigen Börsenplatz zu finden. Letztendlich hat diese Entscheidung keine weitreichenden Folgen. Hauptsächlich ist zu bedenken, dass sich die Handelszeiten bei den verschiedenen Börsenplätzen unterscheiden. Xetra ist der bekannteste und größte Handelsplatz. Während Xetra um 17:30 Uhr schließt ist der Börsenplatz Tradegate bis 22 Uhr geöffnet. Ich persönlich tendiere dazu meine Aktien bei Xetra zu kaufen. Ist die Börse bis 22 Uhr geöffnet, bin ich häufig versucht mich bis spät am Abend mit Kursen zu beschäftigen. Bei Xetra packe ich die Watchlist spätestens um 17:30 Uhr bei Seite. Auf Abb. 1 siehst du die drei gängigsten Börsenplätze. Aufgrund der Uhrzeit kannst du bei Xetra in der Abb keine Daten erkennen, denn Börsenplatz hatte bereits geschlossen.

3) Immer während der Handelszeiten

Ich empfehle dir deine Aktienkäufe während der Handelszeiten abzuwicklen. Außerhalb der Handelszeiten ist der Spread meist höher. Das bedeutet die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis ist höher. Dies dient hauptsächlich zur Orientierung welches Limit du setzen kannst und zu welchem vernünftigen Preis du daraufhin kaufen kannst.

4) Niemals ohne Limit

Eine der wichtigsten Regeln für Anfänger ist immer ein Limit zu setzen. Ich erinnere mich, dass ich in meiner Anfangszeit vor einigen Jahren zunächst „billigst/bestens“ angeklickt hatte. Die Bezeichnung klingt fälschlicherweise verführerisch. Klickst du billigst a, wird deine Order in der Regel sofort ausgeführt. Das bedeutet jedoch auch, dass der günstigste Preis akzeptiert wird zu dem jemand gerade bereit ist seine Aktien zu verkaufen. Meistens ist somit der Kaufpreis höher. Klickst du Limit an wird deine Order erst ausgeführt wenn jemand bereit ist zu deinem angegeben Preis zu verkaufen. Das Limit würde ich immer zum unteren Ende des Spreads hin setzen. Irgendjemand will immer verkaufen. Gerade wenn die Kurse fallen wird häufig panisch verkauft.

Abb 2. Limit und Gültigkeit

5) Auf Gültigkeit achten

Auch die Gültigkeit ist ein wichtiges Thema. Wenn du „tagesgültig“ anklickst, dann ist deine Order nur für den heutigen Tag gültig. Im Beispiel der Abb. 2 wäre der Kauf der BASF Aktie bis Ende Januar gültig. Habe ich bis dahin den Zuschlag nicht bekommen, weil ich zum Beispiel ein zu niedriges Limit gesetzt habe, muss die Order erneuert werden.

6) Gebühren bedenken

In Abb. 3 wird meine Order unmittelbar vor Kauf nochmal als Übersicht dargestellt. Spätestens jetzt sollte man sich Gedanken über die anstehenden Gebühren machen. In diesem Fall liegt eine Limit Order des Unternehmens BASF vor. 50 Stück sollen zu einem Limit von 88,2 Euro gekauft werden. Die Gebühren bei der comdirect Bank, die ich hauptsächlich nutze liegen in diesem Fall bei 4,90 Euro zuzüglich 0,25% des Ordervolumens. Das macht knapp 16 Euro für die Order. Das bedeutet, dass ich erst ab einem Gewinn von mindestens 0,4% bei meinem Investment in der Gewinnzone bin. Wobei hier bedacht werden muss, dass für den Verkauf ebenfalls Gebühren anfallen. Übrigens würde ich Einzelaktienkauf erst ab einer Investitionssumme von mindestens 20 000 Euro empfehlen. Ansonsten kannst du dir keine Diversifikation leisten und investierst dein Geld besser in einen ETF-Wertpapiersparplan.

Abb. 3 Gebühren berechnen

2 Gedanken zu „6 Tipps beim Aktienkauf“

  1. Hey Bowlgod,

    du hast das schon recht umfassend aufgeführt. Deinen Basics ist gar nicht so viel hinzuzufügen.

    Ich habe bislang über den außerbörslichen Direkthandel (Tradegate) gute Erfahrungen gemacht. Dort habe ich einen transparenten Festpreis und großzügigere Handelszeiten. Der etwas höhere Spread und das Wegfallen der Ordernebenkosten heben sich für mein Ordervolumen ungefähr auf. Das dürfte den meisten Privatanlegern ähnlich gehen. Da ich keine Exotenpapiere kaufe, habe ich auch keine Schwierigkeiten Handelspartner zu finden.

    Was deine empfohlene Untergrenze von 20000 Euro für Einzelaktieninvestments angeht, bin ich da anderer Meinung. Man kann besser klein anfangen und sich dann langsam steigern. Ein gesundes Risikobewusstsein und eine entsprechende Strategie sind da wichtiger, als eine pauschale Grenze.

    Schöne Grüße
    Marco

    1. Hallo lieber Vermögensanleger,

      vielen Dank für deinen Beitrag und deine sehr nützlichen Ergänzungen zu meinem Artikel.

      Was die Untergrenze beim Aktienankauf angeht ist das Wohl ein wenig typabhängig. Eine pauschaule Richtlinie gibt es dabei natürlich nicht. Meine Vorschlag ist als Anhaltspunkt gedacht, da ich perönlich der Meinung bin erst ab einem guten fünstelligen Betrag richtig und kostengünstig differenzieren zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt würde ich persönlich in ETF investieren und zeitgleich eventuell Sparpotentiale überprüfen.

      Beste Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.