ETFs – Die Allzweckwaffe der Privatinvestoren

Was sind ETFs?

Exchange Trust Funds oder kurz ETFs, sind Investmentfonds, die es in aktiver und passiver Form gibt. Letztere bilden meist einen Index nach, deren Ziel es ist, die Performance des Marktes zu imitieren. Über diese passive Investmentmöglichkeit möchte ich hier berichten.

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Performance der ETF-Strategie

Wie bereits erwähnt, bilden ETFs in aller Regel die Performance eines Indizes nach. Größere, bekannte Indizes sind z.B. der Dax, der Dow Jones oder der Nikkei. Aber auch kleinere Indizes können abgebildet werden. Die zu erwartende Performance liegt bei den meisten größeren Indizes in etwa zwischen 6-9% pro Jahr. Da das ein Durchschnittswert ist, kann es im Umkehrschluss auch Jahre mit negativer Performance geben. Daher sollte man nur Geld investieren, das man auf lange Sicht nicht benötigt. Ist dies der Fall, kann man mit einer langfristigen Rendite von 6-9% pro Jahr rechnen.

Warum lohnen sich ETFs?

ETFs haben einige entscheidende Vorteile. Ein großer Vorteil sind die Gebühren. Aktiv gemanagte Fonds beinhalten Personalkosten. Bevor überhaupt Rendite erwirtschaftet werden kann, werden Gebühren fällig. Bei einer langfristigen Anlagestrategie können die fälligen Gebühren die Rendite extrem schmälern. Die passive Investmentform der ETFs ist wesentlich günstiger. Auch hier sollte man Angebote vergleichen und abwägen, jedoch lassen sich bei größeren Direktbanken sogar ETFs ohne Transaktionsgebühr finden. Die Gesamtgebühren können dann bei weniger als einem halben Prozent liegen. Der zweite und wichtigste Vorteil der ETFs sind ihre Performance. Schätzungen geben Hinweise darauf, dass 80% der aktiv gemanagten Fonds den Markt auf Dauer nicht schlagen können. Somit erreichen ETFs auf Dauer eine höhere Rendite und sind zudem günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Weitere Vorteile der ETFs sind die Diversifikation, die Flexibilität und der Arbeitsaufwand.

ETFs sind für jeden Geldbeutel geeignet

Bei den meisten Direktbanken können Sie bereits ab einer Summe von 25 Euro monatlich ETFs in Form von Wertpapiersparplänen besparen. Hierfür suchen sie sich einen ETF aus, der zum Beispiel den Dax oder den Dow Jones abbildet und besparen ihn monatlich mit der genannten Summe. Wertpapiersparpläne sind dabei so liquide wie ein Sparbuch oder ein Girokonto. Sie können die Zahlungen jederzeit aussetzen, erhöhen oder sich dafür entscheiden nur alle zwei Monate einzuzahlen. Neben den Wertpapiersparplänen gibt es noch die Möglichkeiten der Einmalzahlung. Haben Sie zum Beispiel eine gewisse Summe gespart oder geerbt und wollen Sie sie in einen ETF investieren, können Sie das mit einer Einmalzahlung tun. Auch diese Summe kann jederzeit verändert werden.

Wie funktioniert das mit den ETFs?

Die günstigste Form des ETF-Handels werden sie bei Direktbanken finden, weil dort die Personalkosten wegfallen. Entscheiden Sie sich zum Beispiel für eine monatliche Sparsumme von 200 Euro, können sie diese Summe auf mehrere ETFs verteilen, um ihre Diversifikation zu verbessern. Sie könnten zum Beispiel je ein Drittel der Summe in die Indizes Dax, S&P 500 und den MSCI World investieren. Durch diese Option wären Sie in drei verschiedene ETFs investiert und würden von deren Marktperformance profitieren.

Meine eigene Erfahrung

Ich nutze die passive Anlageform der ETFs seit längerer Zeit und schätze deren Vorteile. Sie sind ein Grundpfeiler meiner gesamten Asset Alloction und sorgen für Stabilität in meinem Depot. Ich bin der Meinung man sollte nicht so naiv sein, von sich selbst zu behaupten auf lange Sicht einer der besten Händler an der Börse zu sein. Zwar konnte ich bisher mit aktiven Investments den Markt meist schlagen. Das könnte jedoch genauso gut Zufall sein. Daher halte ich weiter an meiner ETF-Strategie fest.