Paul möchte finanziell frei sein

Finanzielle Freiheit ganz konkret

Der Weg zur finanziellen Freiheit unterliegt zwar immer den gleichen Gesetzmäßigkeiten des Marktes, aber die konkrete Ausführung ist sehr individuell. Im folgenden habe ich mal ein fiktives Beispiel genommen, wie ein Weg zur finanziellen Freiheit aussehen könnte. Bitte versteht das nicht als Anleitung zur finanziellen Freiheit, sondern als einen möglichen Weg, den ich mir mit meiner bescheidenden subjektiven Meinung vorstellen könnte.

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Paul möchte finanziell frei sein

Paul ist eine fiktive Person und hat folgende Voraussetzungen:

  • Alter: 27
  • keine Kinder, ledig, lebt mir seiner Freundin zusammen
  • monatliches Nettoeinkommen: 2 200 Euro
  • monatliche Ausgaben: 1 800 Euro
  • Ersparnisse: 8 000 Euro
  • mögliche monatliche Sparsumme 400 Euro

Schritt 1: Ausgaben überprüfen

Die monatlichen Ausgaben von 1 800 Euro im Monat sollten überprüft werden. Was davon ist tatsächlich notwendig und welche Ausgaben sind weniger sinnvoll? Die zwei größten Kostenpunkte der Deutschen sind das Wohnen und der Transport. Ist das finanzierte Auto tatsächlich nötig, um glücklich zu sein? Lohnt sich ein Umzug?  Hat Paul einen wenig gewinnbringenden Riester-Vertrag, den er stilllegen könnte oder ist er generell überversichert? Auch Kleinigkeiten können einen großen Effekt haben. Vielleicht ist es sinnvoller sich den täglichen Kaffee bei Starbucks für 3 Euro in der Mittagspause zu sparen und davon lieber Starbucks-Aktien zu kaufen. Es gibt viele Wege Sparpotentiale zu nutzen. Versteht das nicht falsch, man sollte sich weiterhin etwas gönnen dürfen. Man macht es nur mit Bedacht.

Schritt 2: Ziele setzen und Handeln

Zunächst sollten zwei Nettomonatsgehälter auf ein Tagesgeldkonto zur Absicherung überwiesen werden. Von der Sparsumme können dann noch 3 600 Euro für Investitionen verwendet werden. Sie könnten als Startkapital für einen ETF-Sparplan dienen, den Paul mit weiteren 200 Euro pro Monat füttern könnte. Diese 200 Euro sollte man auf 3-4 verschiedene konservative ETFs verteilt werden, um eine gute Diversifikation zu erhalten. Da Paul mit Kopf investieren möchte, sucht er bei einer Direktbank nach ETFs mit Aktionspreisen. Somit fressen die Gebühren die Rendite nicht auf. Die restlichen 200 Euro werden monatlich in erfolgreiche Wikifolios investiert. Pauls Ziel ist es so innerhalb von 2-3 Jahren eine Summe von 20 000 Euro anzusparen.

Diversifikation muss man sich leisten können

Ab diesem Zeitpunkt möchte sich Paul ein diversifiziertes Aktien-Portfolio einrichten. Er kauft 10-15 Aktien nach dem Prinzip des Value Investing. Die monatlichen Sparraten in die ETFs und Wikifolios lässt er weiter laufen. Sollte Paul nach einigen Jahren über einen sechstelligen Betrag verfügen, werden Teile seines Vermögens in dividendenstarke Unternehmen investiert. Somit schafft sich Paul weiteres passives Einkommen. Die Erträge aus den Dividenden werden reinvestiert. Erhöht sich die Sparsumme zum Beispiel durch Gehaltserhöhungen, werden diese ebenfalls reinvestiert.