Die hoffnungslose Renditejagd – Performance Chasing

Was ist Performance Chasing?

Viele Privatanleger, insbesondere Anfänger, betreiben mehr oder weniger bewusst Performance Chasing. Hat eine bestimmte Assetklasse oder Branche schon über einen längeren Zeitraum eine gute Rendite erzielt, springen nicht wenige Privatanleger noch auf den Zug auf. Sie glauben die in der Vergangenheit erzielte Rendite auf die Zukunft prognostizieren zu können. Doch den Markt und den Kaufmann interessieren die Vergangenheit nicht.

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Ein Beispiel

Nehmen wir an ein Privatinvestor beobachtet seit längerer Zeit die Immobilienbranche und hat einen bestimmten Fonds im Blick. Innerhalb der letzten beiden Jahre konnte dieser fiktive Fonds eine Überrendite von mehr als  80% erwirtschaften. Diese Zahlen verleiten nicht nur Laien dazu von diesem Aufschwung zu profitieren. Das Problem ist jedoch, dass die Rendite mit diesem Fonds bereits erzielt wurde und es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt sie nicht wiederholen zu können. In diesem Sinne verhält sich der Privatanleger prozyklisch, was meist zu einer Unterrendite führt.

Prozyklisches Verhalten

Prozyklisches Verhalten ist im Prinzip nichts anderes als der Versuch, von in der Vergangenheit geschehenen Kursverläufen profitieren zu wollen. Jedoch ist dies meist ein hoffnungsloses Unterfangen, denn die Gewinne oder Verluste wurden ja bereits erzielt und eingepreist. Bei stark fallenden Kursen steigen viele Privatanleger zu schnell aus, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Sie vergessen dabei die Tatsache, dass die Vergangenheit mit der Zukunft häufig nicht übereinstimmt.

Performance Chasing ist einer der Hauptgründe von Underperformance

90% aller Anleger an der Börse sind institutionell. Selbst diese professionellen Investoren können den Markt nach Abzug von Gebühren und Steuern meist nicht schlagen. Noch schlechter schneiden Privatanleger ab. Mehr als die Hälfte aller privaten Investoren können nicht die gleiche Rendite erzielen wie der Markt. Neben häufigen Trades und zu hohen Gebühren gilt Performance Chasing als einer der Hauptgründe für eine niedrige Rendite und ist einer der häufigsten Anfängerfehler an der Börse.

Was Sie beachten sollten

Lassen Sie sich nicht von Performance Chasing beirren. Wenn die Nachbarn, die Freunde, die Kollegen oder Börsenzeitschriften begeistert von lang anhaltenden Rallyes sprechen, sollten sie ihre Investments mit Vorsicht betreiben. Raten Ihnen viele Quellen von Investments ab, dann sollten Sie über Käufe nachdenken, um zu den ersten zu gehören, die von der nächsten Rallye profitieren.

Die 5 größten Börsenillusionen

1) Rendite in der Vergangenheit bedeutet Rendite in der Zukunft

Es geschieht immer wieder. Steigen die Aktienkurse über einige Jahre hinweg, werden immer mehr Teilnehmer am Markt investieren. Im Jahre 1995 lag die Rendite des Dax bei etwa 28%. Im folgenden Jahr stieg der Index sogar um 47%. Die nächsten beiden Jahre zeigt die Statistik eine Performance von rund 17%, bzw 39% auf. Innerhalb dieser vier Jahre investierten immer mehr Menschen ihr Geld an der Börse.

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Wie konnte das geschehen?

Menschen wollen an positiven Entwicklungen teilhaben. Je mehr Leute von einer Sache profitieren, desto mehr Leute wollen auch ein Stück des großen Kuchen für sich beanspruchen. Darüber hinaus lieferten die weit überdurchschnittlichen Renditen im Zeitraum zwischen 1995-1999 sehr gute Argumente für jegliche Art von Finanzberatern. So konnte sie ihre überteuerten Produkte an viele ahnungslose Kunden verkaufen. Diese waren im Endeffekt die Leidtragenden. Werbemaßnahmen größere Unternehmen trugen ihren Teil zur Katastrophe bei. Anstatt die Bürger finanziell zu bilden, werden ihnen Illusionen aufgetischt, um Produkte zu verkaufen.

Warum die Rechnung nicht aufgehen konnte

Die jährlichen Renditen des Dax Ende der 90er Jahre konnten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht langfristig aufrecht erhalten worden. Alleine der Fakt, dass viele Menschen diesen unglaublich simplen Mechanismen des Marktes auf den Leim gegangen sind, zeugt von unserem Rückstand an finanzieller Bildung im eigenen Lande. Finanzielle Bildung sollte längst Bestandteil der Schulbildung jedes einzelnen Bürgers sein, gerade in Zeiten der Altersarmut und der Niedrigrente. Die Renditen aller Assetklassen pendeln sich langfristig immer auf einen Mittelwert ein. Man nennt dieses Phänomen „Regression zum Mittelwert“. Auf Jahre extrem hoher Gewinne folgen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Zeiträume mit niedrigeren Renditen. Würde man den Zeitraum 1995 bis 1999 als Ausgangspunkt einer Durchschnittsrendite verstehen wollen, wäre das so, als würde man der Weltwirtschaft unterstellen, dass sie sich in ihrem Wert alle fünf Jahre verdoppeln kann. Das ist schlicht unmöglich.

2) An Kursprognosen von Experten glauben

Es ist ein beliebtes Mittel vieler Privatinvestoren. Die Jagd nach dem nächsten todsicheren Börsentipp von bekannten Experten oder Finanzgurus. Zeitschriften und Onlinemagazine sind voll von Aktienanalysen und Kursprognosen. Man sieht sie überall, denn sie können wunderbar verkauft werden. Alles was dabei sicher ist, ist das Grundgehalt der sogenannten Finanzexperten.

Die Macht der Einpreisung

Wissen, welches bereits in der Finanzwelt veröffentlicht und angekommen ist, wurde in aller Regel längst in einen Aktienkurs eingepreist. Der aktuelle Preis einer Aktie spiegelt den aktuellen Wert wieder. Darin enthalten sind bereits alle Erwartungen, Meinungen oder Analysen. Die einzige Möglichkeit, dass dieses Wissen noch nicht im aktuellen Kurs eingepreist ist, wäre Unwissenheit in der Finanzwelt. Das heißt, derjenige mit dem Wissen, müsste sein Wissen für sich behalten. Nur so kann eine Information nicht bereits eingepreist sein.

Investing is no Rocket Science

Viele Menschen glauben, dass Finanzexperten gegenüber Laien einen Wissensvorsprung haben müssten. Schließlich sei dies in nahezu allen Bereichen so. An der Börse ist das nur eine weitere Illusion. Darüber hinaus betreiben Finanzexperten gerne Ergebsniskosmetik. Falsche Prognosen aus der Vergangenheit werden gerne unter den Teppich gekehrt, während man mit zutreffenden Prognosen hausieren geht.

3) Renditeangaben von Finanzinstituten sind richtig

Zahlen und Fakten lügen nicht oder etwa doch? Renditen sind der Schlüssel zum Erfolg. Sie führen den Privatinvestor zur finanziellen Freiheit und den Finanzexperten zu höheren Einkünften. Daher können Renditeangaben eigentlich nicht lügen. Leider ist diese Annahme nicht richtig, denn es gibt mehrere mathematische Grundlagen, die zu unterschiedlich hohen Renditeangaben führen können.

Arithmetische vs geometrische Durchschnittsrendite

Gehen wir von einem Investor aus, der über drei Jahre hinweg 1 000 Euro in einer Einmalzahlung investieren möchte.

InvestmentJahr 1Jahr 2Jahr 3
1 000 Euro1 250 Euro1 000 Euro1 300 Euro
Rendite25%-20%30%

Schauen wir uns die Rendite des arithmetischen Durchschnitts an: 25% + (-20%) + 30% = 35%/3 = 11,66% p.a. – Es wurde eine durchschnittliche Jahresrendite von 11,66% erzielt. Die geometrische Durchschnittsrendite relativiert diese Angaben. Die Formel hierfür lautet x(1+r) hoch n. „r“ steht für die Rendite als Dezimalzahl und „n“ für die Anzahl der Jahre. Also: 1 000 x (1+r) hoch 1 300. Löst man diese Formel nach r auf: r = (1 300 + 1 000) hoch 1/3 -1 erhalten wir eine durchschnittliche Jahresrendite von 9,1%. Kommen innerhalb der drei Jahre Ein- oder Auszahlungen hinzu, wird sich der Wert wieder verändern. Hierfür verwendet man den „internen Zinsfuß„, den ich Ihnen an dieser Stelle ersparen werde.

Was lernen wir daraus?

Wir wissen meist nicht welche mathematische Formel bei den Renditeangaben in Börsenzeitschriften oder bei Onlinemagazinen zugrunde liegt. Sie können sich jedoch vorstellen, dass eine unternehmerisch denkende Redaktion den vorteilhafteren Wert wählen wird. Davon abgesehen sind die Angaben meist vor Gebühren, Steuern und nicht inflationsbereinigt. So bleiben von den  fiktiven 11,9% einer Börsenzeitschrift gerne mal nur reale 5% tatsächliche Rendite für den Anleger übrig. Eine große Börsenillusion! Die geometrische Durchschnittsrendite ist der arithmetischen im Übrigen immer vorzuziehen.

4) Fondsratings wären aussagekräftig

Viele Menschen wollen sich vor dem Erwerb eines aktiv gemanagten Fonds über ihre Optionen informieren. Eines der Hauptargumente beim Kauf sind Fondsratings. Auf den ersten Blick bekommen Privatanleger dadurch einen Überblick über langfristig erfolgreiche Fonds oder deren Manager. Die Rechnung ist simpel. Man kauft einfach den über einen längeren Zeitraum besten Fond vom besten Manager.

Die Tricks beim Fondsrating

Fondsratings werden fast immer von ihrer besten Seite präsentiert. Angenommen ein Fonds hätte über die letzten 10 Jahre im geometrischen Mittel 15% Performance erwirtschaftet. Wir wissen jedoch nicht, ob zum Beispiel die ersten beiden Jahre extrem erfolgreich verliefen, während die nachfolgenden acht Jahre jeweils eine Benchmark (Vergleichsindex) nicht schlagen konnte. In einem anderen Beispiel können wir annehmen, dass ein Fonds über 5 Jahre eine Performance von 14% erreicht hat. Der gleiche Fonds jedoch über die letzten 7 Jahre nur 9% Performance erreichte. Wohl gemerkt vor Gebühren, Steuern und Inflation. Darüber hinaus wissen wir ja bereits, dass Renditen aus der Vergangenheit keine Aussagekraft auf die Renditen in der Zukunft haben.

5) Finanzberater seien Finanzexperten

Wenn Sie krank sind gehen Sie zum Arzt. Hatten Sie einen Unfall, dann bringen Sie ihr Auto in die Werkstatt. Wollen Sie Geld verdienen, dann vermeiden Sie Finanzberater!

Der Interessenkonflikt

Der Arzt möchte sie heilen und der Mechatroniker will ihr Auto reparieren. Zwar werden beiden Fachgruppen Ihnen wahrscheinlich zu viel berechnen, doch im Grunde genommen teilen sie ihr Interesse. Ein Finanzberater möchte Ihnen nicht zur finanziellen Freiheit verhelfen, sondern Produkte verkaufen. Sie stehen somit in einem Interessenkonflikt. Eigentlich müsste seine Berufsbezeichnung Finanzprodukteverkäufer lauten. In aller Regel ist der Finanzberater darauf angewiesen Ihnen möglichst gewinnbringend Produkte zu verkaufen. Hierfür verwendet er übrigens alle bereits besprochenen Börsenillusionen.

Wer hilft Ihnen dann?

Helfen Sie sich selbst! Börse funktioniert im Grunde genommen ganz einfach. Das Finanzsystem, die Medien und so genannte Finanzberater wollen uns gerne etwas anderes glauben lassen, denn Gebühren, Steuern und häufiges Kaufen und Verkaufen sind sichere Einnahmen für alle genannten Bereiche. Eventuell finden Sie auch einen Honorarberater. Das ist ein Finanzexperte, der ein Honorar erhält und zwar unabhängig von den angebotenen Produkten. In diesem Falle hätten Sie das gleiche Interesse und er würde höchstens etwas zu viel berechnen, sowie der Arzt und der Mechatroniker.

 

Ich hoffe ich konnte mit den 5 größten Börsenillusionen Ihren Blick auf das Finanzgeschehen schärfen. Kennen Sie weitere Illusionen oder sind sie anderer Meinung? Dann hinterlassen Sie einen Kommentar!

Das Humankapital – Die wichtigste Investition Ihres Lebens

Was ist Humankapital?

Das Humankapital wird häufig auf eine gesamte Bevölkerung bezogen und repräsentiert das wirtschaftlich nutzbare Potential, das sich aus Bildung, Fähigkeiten, Kenntnissen und Verhaltensweisen der Bürger zusammensetzt. Auf eine Person bezogen bedeutet das Humankapital im Prinzip das gleiche. Welche erworbenen Fähigkeiten einer Person lassen welchen wirtschaftlichen Nutzen erwarten? Einfacher ausgedrückt: Wie viel Geld lässt sich aus Ihren individuellen Fähigkeiten und erworbenen Qualifikationen generieren?

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Bildung fördert finanzielle Freiheit

Je mehr Sie über sich selbst und die Welt erfahren, desto besser werden sie sich selbst und die Welt verstehen. Bildung fördert die Fähigkeit Informationen verarbeiten zu können und sie für sich selbst wirtschaftlich nutzbar zu machen. Aus vielerlei Hinsicht kann dieses Argument unterstützt werden. Wissen Sie selbst um Ihre Fähigkeiten, dann sind sie in der Lage sich realistisch einschätzen zu können. Dadurch lassen sich für Ihr persönliches und finanzielles Leben entsprechende Verhaltensweisen ableiten, die förderlich sind.

Beratungsresistenz ist eine große Gefahr

Kaum eine Eigenschaft ist für den Menschen im Allgemeinen und Investoren gefährlicher als Beratungsresistenz. Zum Einen halten sich nicht wenige Investoren für unglaublich gut, ausgestattet mit privilegierten Hochleistungsgehirnen. Zum Anderen stehen vielen Anlegern meist das eigene Ego und der eigenen falsche Stolz im Weg. Sie können einfach nicht zugeben auch mal nicht richtig zu liegen oder eben nicht zu den Talentiertesten zu gehören. Das kann man sich so lange einreden, bis man beginnt, selbst daran zu glauben. Meist ist dies auch der Fall.

Merke: Beratungsresistenz bedeutet schlechte Rendite!

Wie Sie in Ihr Humankapital investieren

Es hängt von Ihrem Altern und Ihrer Lebenssituation ab, wie viel Sie in ihr Humankapital investieren können und wollen. Gehen wir zunächst Mal von einer jungen Person in den 20ern aus. In diesem Lebensabschnitt ist die Ausbildung bzw. das Studium das wichtigste Gut. Sollten Sie nicht gerade zur Gattung der Genies gehören und kurz davor sein z.B. einen Quantencomputer in Massenfertigung herstellen zu können, dann sollte Ihr Motto lauten: Bessere Bildung führt zu überdurchschnittlich hohen und sicheren Einkünften.

Achtung: Nicht jeder Weg führt zur finanziellen Freiheit

„Bildung = Geld“ ist eine oft propagierte und schön einfache Antwort, die aber unvollständig und daher falsch ist. Eher müsste es lauten: „Gezielte Blldung = Geld„, denn nicht jeder Bildungsweg ist wirtschaftlich gleich gut nutzbar. Fragen Sie den Dauerstudenten, den es vielleicht auch in Ihrem Freundeskreis gibt, der 13 Semester Philosophie und Ägyptologie studiert hat und kurz vor seinem Examen steht. Für das Humankapital ist diese Studienwahl schädlich. Sicherlich sollte man seinen Interessen nachgehen, jedoch ist es außerordentlich wichtig zu wissen, dass nicht jede Form der Bildung zur finanziellen Freiheit führen wird. Ein dreijähriges duales Studium bei einem größeren Unternehmen würde da weitaus mehr Sinn machen. Erstens verdienen Sie schon während ihrer Ausbildung Geld. Zweitens treten Sie früher in den Arbeitsmarkt ein und drittens haben Sie schon einen Fuß in der Tür eines größeren Unternehmens

40 Jahre, verheiratet, Kinder, Vollzeitjob

Menschen, die mitten im Leben stehen haben es nicht mehr ganz so einfach Ihr Humankapital zu erhöhen. Vielleicht gehören Sie zu den glücklichen, die bereits teilweise oder ganz finanziell frei sind. Eventuell haben Sie bereits ein so hohes Humankapital, dass sie einen sehr guten Verdienst haben. Herzlichen Glückwunsch! Dann haben Sie vieles richtig gemacht. Außer sie gehören zu den 90% der deutschen Bundesbürger, die Ihre Ausgaben stets an ihre Einnahmen anpassen und daher immer den gleichen Cashflow haben, unabhängig davon, wie viel sie arbeiten oder verdienen.

Finanzielle (Un)bildung

Aus Zeitgründen erfordert es im obig beschriebenen Fall etwas Disziplin das eigenen Humankapital zu erhöhen. Anfangen sollte man mit einer Einschätzung der finanziellen Lage und dem Beginn der eigenen finanziellen Bildung. Denn die meisten Menschen sind finanziell ungebildet. Leider kommen viele unwichtige Informationen zu uns, die wir überhaupt nicht benötigen. Ich wette auch Sie haben in Ihrer Schul-oder Studienzeit Unmengen an Wissen angehäuft, für welches Sie niemals wieder Verwendung gefunden haben. Finanzielle Bildung jedoch benötigt jeder. Dennoch kommt sie nicht in didaktisch aufbereiteten Informationshäppchen zu uns, die wir innerhalb einiger Jahre entpacken dürfen. Auch Medien, Bankberater und Versicherungsfachleute führen uns auf die falsche Fährte.

Wie also das Humankapital erhöhen?

„Die Wurst kommt nicht zum Hund“ und „der Berg kommt auch nicht zum Propheten“. Nehmen Sie ihre finanzielle Bildung selbst in die Hand. Nachdem Sie ihre finanzielle Situation eingeschätzt haben, bilden Sie sich zunächst finanziell fort. Kaufen Sie sich zum Beispiel drei Bücher, die sie in den nächsten Wochen oder Monaten durchlesen wollen. Aus Zeitgründen sollte mindestens ein Buch zur passiven Investmentanlage dabei sein. Glauben Sie mir an dieser Stelle, wenn ich behaupte, passive Investmentstrategien schlagen in der Regel 90% aller aktiven Trader inklusive den professionellen Tradern!

Ziehen Sie die richtigen Schlüsse

Gehören Sie nicht zu den beratungsresistenten Menschen, dann können Sie ihre Situation nun realistisch einschätzen. Sie wissen um Ihre finanzielle Lage und haben sich finanziell weiter gebildet. Setzen Sie sich nun Ziele. Überlegen Sie sich, wie viel Geld sie monatlich investieren wollen, um ihre finanzielle Freiheit zu erreichen. Nutzen Sie zudem Ihre Sparpotentiale. Leben Sie weiterhin gut und so, dass sie nicht auf jeden Euro schauen müssen, aber vermeiden Sie unnötige Ausgaben. Kündigen Sie unnütze Finanzprodukte, die Ihnen ihr Bankberater aufgeschwatzt hat oder legen Sie sie still, falls der Rückkaufwert sich nicht rentiert.

Erhöhen Sie ihren Wert

Investieren Sie weiter in ihre eigene berufliche Bildung. Vielleicht gibt es Fortbildungsmöglichkeiten in Ihrem Beruf, welche Sie interessieren, wofür Sie jedoch bisher nicht die richtige Motivation entwickelt haben. Mit passiven Investments bliebe Ihnen sogar die nötige Zeit sich weiterzubilden. Erhöhen Sie Ihr Humankapital innerhalb Ihrer Firma und machen Sie sich dort unverzichtbar. Ihre Mitarbeiter und Vorgesetzten werden diese von Ihnen getätigte Investition früher oder später bemerken und so könnte sie sich in Form einer Gehaltserhöhung auszahlen. Alternativ haben Sie vielleicht ein Hobby, welches Sie nebenberuflich gewinnbringend ausüben können.

Humankapital als Teil der Asset Allocation

Das Humankapital hat unzweifelhaft einen großen Einfluss auf ihre finanzielle Möglichkeiten. In der Literatur wird das Humankapital teilweise als wichtigster Bestandteil der Asset Allocation angesehen. Genau so sollten Sie das Humankapital auch behandeln. Neben Ihren Investitionen in Aktien, ETFs, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle, sollten Sie die Investitionen in Ihr Humankapital als wichtigen Bestandteil Ihres Depots ansehen.

Über Investieren mit Kopf

Herzlichen Willkommen bei Investieren mit Kopf. Der Weg zur Entspannung durch finanzielle Freiheit.

Was sie hier erwartet:

Durch Investieren mit Kopf können Sie auf lange Sicht 90% aller aktiven Privatinvestoren outperformen. Das gilt ebenso für die professionellen Trader oder Fondsmanager.

Ich werde versuchen Ihnen zu helfen, typische Anlegerfehler zu vermeiden und sinnvolle Investmentalternativen mit langfristigem Anlagehorizont aufzuzeigen.

90% aller aktiven Investmentstrategien beruhen auf Börsenillusionen, denen wir alle (inklusive des Autors) schon auf den Leim gegangen sind. Unzählige Studien belegen mittlerweile, dass  etwa 90% aller Investoren eine Benchmark (Vergleichsindex wie z.B. den Dax) nach Abzug von Gebühren und Steuern nicht schlagen können.

Sie unterliegen den gleichen Trugschlüssen, die meist widerlegt werden können. In fast allen Fällen ist eine langfristige, passive, global über alle Assetklassen hinweg diversifizierte, konsequente Buy & Hold Strategie. die überlegene.

Solch eine Strategie wird auf lange Sicht 90% aller aktiven Privatanleger schlagen, die glauben…

  • …dass aktives Investieren auf lange Sicht einen Index schlagen kann.
  • …die Macht des Zinsesszinseffekt von passiven Investmentstrategien outperformen zu können.
  • …durch aktives Investieren Gebühren durch hohe Rendite ausgleichen zu können.
  • …den riesigen Steuervorteil von passiven Investmentstrategien schlagen zu können.
  • …überlegene Marktstrategien zu kennen wie Market-Timing oder Chartanalyse.
  • …sich auf Experten, Finanzgurus, Börsenzeitschriften oder Onlinemagazinen verlassen zu können.
  • …den nächsten heißen Tipp am Start zu haben.
  • …durch Informationen aus Foren reich zu werden.
  • …das schnelle Geld verdienen zu können.
  • etc.

Eine Sonderstellung hat meiner Meinung nach das SocialTrading. Über diese Thema werden Sie auf dem Blog einiges erfahren können. Die übergeordnete Buy & Hold Strategie vermische ich persönlich gerne mit Wikifolio-Zertifikaten. Letztere sollten jedoch einen eher kleinen Anteil des Gesamtdepots ausmachen.

Über mich

Herzlich Willkommen bei Investieren mit Kopf.

Ich will über mich gar nicht viele Worte verlieren, jedoch gerne zur Philosophie des Blogs.

Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands hat einen gravierenden Nachteil. Es geht auf Kosten der Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger, denn wir sind im Dauerstress!

Wie kommst du aus diesem Hamsterrad heraus?

Die Börse ist nicht, wie viele meinen, für die Wohlhabenden. Wer früh anfängt zu investieren, wird belohnt werden. Verfalle nicht der Konsumgesellschaft und investiere deine freien Finanzmittel. Profitiere vom Zinseszins und schaffe dir ein Stück oder gänzliche finanzielle Freiheit.

Auf diesem Blog findest du hoffentlich spannende Themen zu

  • Aktien und Börse
  • Social Trading und Wikifolio
  • ETFs
  • Kryptowährungen
  • allgemeine Tipps zum Vermögensaufbau
  • und vieles mehr

Das Ziel des Blogs ist es Vorurteile und Ängste gegenüber Aktien und Börse abzubauen und Menschen nachhaltig für die Vorzüge zu begeistern. Mittlerweile hat sich eine ganze Finanzblogcommunity diesem Ziel gewidmet und das ist gut so!