7 Wege zum passiven Einkommen

7 Wege zum passiven Einkommen

Wer träumt nicht von einem passiven Einkommen leben zu können? Viele von uns befinden sich im allseits bekannten Hamsterrad namens Alltag. In der heutigen Zeit sind oftmals beide Lebens- oder Ehepartner berufstätig. Nicht selten arbeiten beide auch zu 100%. Kommen dann noch weitere Verpflichtungen hinzu wie Kinder, Familie, Eltern oder Freunde bleibt nicht mehr viel Zeit für das eigene Wohl. Ich bezeichne das gerne als fehlende Eigenzeit. Das darf man nicht falsch verstehen, denn schließlich hat man sich seine Verpflichtungen selbst ausgesucht. Man geht ihnen auch sehr gerne nach. Das Problem ist eher, dass der Tag zu wenige Stunde hat, um auch etwas qualitative Eigenzeit einzubauen. Sei es für sich ganz alleine oder für und mit anderen. Wichtig ist, dass diese Eigenzeit genügend Raum zur Entfaltung bekommt. Das passive Einkommen und die finanzielle Freiheit sollen uns das ermöglichen.

Im folgenden möchte ich auf 7 Wege zum passiven Einkommen eingehen mit denen ich selbst Erfahrungen gemacht habe. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das kann sie gar nicht, denn es gibt viele weitere Optionen zur finanziellen Freiheit z.B. die Unternehmensgründung, Immobilien, Humankapital, Internetpräsenz etc. Betrachtet diese Ideen als Einstieg oder Ergänzung eures Wissens. Gerne könnt ihr z.B. in den Kommentaren weitere Möglichkeiten aufführen oder eigene Erfahrungen teilen.

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1) Der ETF-Sparplan

Den ETF-Sparplan betrachte ich als eine Art Einstiegsmöglichkeit für Anleger mit eher geringen finanziellen Mitteln. Solltest du höhere Summen zur Verfügung haben, dann können ETF-Sparpläne aber auch eine sinnvolle Ergänzung deines Depots sein. Ein ETF-Sparplan ermöglicht dir ab einem Investitionsvolumen von 25 Euro eine sehr gute Diversifikation. Wenn man sich Einzelaktien kaufen möchte, dann macht dies erst ab einer höheren Summe Sinn. Ansonsten fressen die Ordergebühren dein noch geringes Kapital auf. ETF-Sparpläne können z.B. mit Indizes verwirklicht werden. Für 25 Euro im Monat kannst du also alle 30 DAX-Werte in deinem Sparplan haben. Somit ist die investierte Summe weniger anfällig für Kursschwankungen. Jeden Monat würde man dann zum aktuellen Preis des Indizes neu hinzukaufen. Das hat den Vorteil, dass man von Kursschwankungen sogar profitieren kann. Denn in manchen Monaten kauft man einfach günstiger ein. Historisch gesehen hat der DAX in den letzten 30 Jahren pro Jahr etwa 6% zugelegt. Davon kannst du mit ETF-Sparplänen profitieren.

2) Value Investing

Spricht man von Value Investing, dann fällt fast immer der Name Warren Buffet. Als Gründer des Value Investing gilt übrigens Benjamin Graham. Es handelt sich hierbei um eine langfristige Anlageform. Als Anleger kauft man Aktien von Unternehmen, deren tatsächlicher Wert dem aktuellen Preis an der Börse übersteigt. Man sichtet so genannte unterbewertete Aktien und geht davon aus, dass über die Zeit viele andere Aktionäre den Wert des Unternehmens ebenfalls erkennen und zukaufen. Ein oft zitiertes Motto der Value Investoren lautet:

Kaufe keine Aktien, sondern Unternehmen

Das soll bedeutet, dass Anleger sich nur Aktien von Unternehmen kaufen sollten, die sie auch ein Leben lang halten würden. Wenn du interessiert bist wie Value Investing genau funktioniert, dann schau bei meiner Themenreihe „Value Investing“ vorbei. In den weiten des Internets findest du viele weitere nützliche News.

3) Wikifolio Zertifikate

Wikifolios sind investierbare Musterdepots für jeden Geldbeutel. Sie bestechen vor allem durch Transparanz. Jeder angemeldete User kann ein Musterdepot eröffnen. Das dann erstellte Portfolio beinhaltet alle Informationen bezüglich getätigte Trades, Statistiken, Performance, Kommentare, Handelsidee und vieles mehr. So hat man als potentieller Anleger maximale Transparenz und kann in Musterdepots von nachweislich erfolgreichen Aktionären profitieren. Wenn man in ein Musterdepot investieren möchte, kann man das in der Form von Zertifikaten tun. Ein investierbares Wikifoliozertifikat wurde an der Börse als Zertifikat emittiert, welches du erwerben kannst. Beachten solltest du jedoch das Emittentenrisiko. Aus diesem Grund würde ich das Investieren in Wikifolio-Zertifikate nicht für sehr hohe Summen empfehlen, sondern zum Aufbau von Kapital bis man sich selbst eine ordentliche Diversifikation leisten kann. Man kann Wikifolio-Zertifikate aber auch als sinnvolle Ergänzung des Depots sehen. Jedenfalls lassen sich mit den richtigen Zertifikaten Überrenditen verdienen. Ich habe in den Jahren 2015 und 2016 gute zweistellige Renditen erreicht. Hier findest du meine Themenreihe „die besten Wikifolios“ in denen ich auch immer noch selbst investiert bin.

4) Imitieren erfolgreicher Anleger

Das Internet ist eine unvorstellbar riesige Ansammlung von Informationen. Weiß man wonach man suchen soll, dann können diese Informationen sehr wertvoll sein. Mittlerweile tummeln sich etliche Investoren und Anleger im Internet, die z.B. ihre Aktien-Empfehlungslisten veröffentlichen. Man sollte sich die Mühe machen einige Investoren zu sichten und etwas länger zu beobachten. So kann man die erfolgreichen von denen unterscheiden, die so tun als wären sie erfolgreich. Wenn man jedoch eine vertrauenswürdige und seriöse Quelle gefunden hat, dann kann man deren Tipps in die Tat umsetzen. Auf diese Art und Weise lassen sich einige tolle Aktien-Werte finden mit denen man viel Freude haben kann. Auch hier sollte man nicht alles Geld auf ein Pferd setzen, sondern immer auf eine gute Streuung achten. Hier findest du eine meiner favorisierten Quellen.

5) Die Levermann Strategie

Quantitative Strategien schaffen es sehr häufig den Markt und sehr guter Broker zu übertreffen. Man spricht dann von Outperformance. Diese Anlagestrategien beruhen auf klar definierten einfachen mathematischen Regeln oder anderen Kennzahlen. Die Levermannstrategie basiert auf 13 einfachen Kennzahlen mit Hilfe derer man Aktien analysieren kann. Bei der Analyse werden mit Hilfe dieser Kennzahlen Punkte vergeben. Nur Aktien-Werte von Unternehmen, die eine gewisse Punktzahl übersteigen werden gekauft. Fallen diese unter den bestimmten Wert werden sie wieder verkauft. Die Vorteile dieser Strategie sind, dass es einem das Denken abnimmt und man dennoch erfolgreich sein kann. Es funktioniert über einen langfristigen Zeitraum tatsächlich. Außerdem sind Levermann-Aktien meist wenig volatil. Der Nachteil ist die Analyse eines einzelnen Aktien-Wertes dauert für den Geübten etwa 15 Minuten. Man sollte diese Analyse auch alle 2 bis 4 Wochen prüfen. Hier findest du das dazu gehörige Buch von Susan Levermann. Es ist sehr interessant. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

6) P2P Kredite

Peer to Peer Kredite sind Kredite von Privatpersonen für Privatpersonen. Viele fragen sich an dieser Stelle, ob das seriös und ohne Risiko sein kann. Es ist seriös und das Risiko kann minimiert und kontrolliert werden. Bei Investitionen gibt es immer Risiken, sonst würden wir uns die guten Renditen nicht verdienen können. Unser ganzes Wirtschaftssystem beruht auf dem P2P-Prinzip. Menschen mit Geld verleihen Geld an Menschen ohne Geld und verlangen Zinsen. Solltest du dich für diese Anlageform interessieren, dann ist es zwingend notwendig auf eine sehr breite Streuung zu achten. Denn es werden definitiv einige Kredite nicht bedient werden. Das ist nicht weiter schlimm wenn die Rendite der anderen Kredite stimmt. Das ist auch fast immer der Fall. Bekannte Anbieter sind z.B. Mintos, auxmoney oder smava. Hier erfährst du mehr über P2P-Kredite und hier kannst du dir ein spannendes Video zum Thema anschauen von einem Youtuber, den ich selbst sehr gerne sehe.

7) Sparen mit Kopf

Zum Schluss noch einer der wichtigsten Tipps. Am besten lernt man diese Übung übrigens von reichen Menschen. Sie alle können meistens sehr gut Sparen. Sparmöglichkeiten gibt es viele. Hier habe ich bereits einen Artikel darüber geschrieben. Einer der wichtigsten Grundsätze lautet „keine Konsumschulden“. Leiste dir nur Dinge, die du dir wirklich leisten kannst. Kein Auto auf Pump, keine zu hohe Miete, keine Urlaube über die Kredikarte etc. Auch Gewohnheiten wie den täglichen Kaffee im Restaurant während der Mittagspause gilt es zu überdenken. Lässt du ihn weg, hast du schon mindestens die 25 Euro pro Monat für den ETF-Sparplan zur Verfügung.

Hast du Kritik, eigene Erfahrungen zum Thema passives Einkommen, Fragen oder weitere Ideen zur finanziellen Freiheit, dann lasse es mich über die Kommentarfunktion wissen.