Value Investing – Das Geld fließt von den Ungeduldigen zu den Geduldigen

Das Geld fließt von den Ungeduldigen zu den Geduligen

Erfolgreiches Value Investing ist langweilig und erfordert viel Zeit. Für viele Anleger sind Langeweile und Zeit zwei Ausschlusskriterien. Darum scheitern auch viele Investoren. Es ist unerlässlich beim Value Investing die ein mal erstandenen Unternehmensanteile über einen sehr langen Zeitraum zu halten. Die meisten Value Investoren verkaufen einen großen Teil ihrer Papiere nie.  Es lässt sich auch nicht von heute auf morgen ein großes Vermögen aufbauen. Es kann einige Jahrzehnte dauern bis man sich eine hohe Summe zusammen gespart hat. Das Schöne ist dann jedoch, dass dieses Geld Jahr für Jahr mehr passives Einkommen generieren wird und man irgendwann davon leben kann. Für mich klingt das jedenfalls wesentlich sinnvoller als klassische Rentenversicherungen oder Riester-Rente.

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Die Kosten der Ungeduld

Einer der häufigsten Fehler deutscher Privatanleger ist das viele Traden. Nehmen wir als Beispiel die comdirect-Bank. Jeder Trade kostet aktuell mindestens 9,99 Euro. Hinzu kommen Gebühren je nach Höhe der Order. So kann ein Kauf schon mal 13 oder 14 Euro kosten. Vieltrader wollen meist auch früher wieder verkaufen. Dann fallen die Ordergebühren noch einmal an. Möchte man sich nun eine Diversifikation von zum Beispiel 15 Einzelaktien kaufen, dann fallen die Ordergebühren insgesamt bei 15 Käufen und irgendwann auch bei 15 Verkäufen an. Auf ein Depotvolumen von 20 000 Euro kommen bei obigem Beispiel mindestens 300 Euro gebühren zu Stande. Schlussfolgernd sind bereits mindestens 1,5% der Performance futsch.

Weitere Kosten der Ungeduld

Häufig tauschen Privatanleger mehrmals im Jahr Einzelaktien in ihrem Depot aus. Meistens haben sie sich über den kurzen Anlagehorizont eine wesentlich bessere Performance erhofft. Mit jedem Aktientausch fallen jedoch immer wieder die gleichen Gebühren an. Um dies zu vermeiden, kann man sich eine ganz einfache Grundregel des Value Investings merken:

Halte deine Kosten niedrig!

Im Prinzip basiert Value Investing auf vielen recht einfachen Regeln. Die einzige Schwierigkeit dabei ist, sie konsequent einzuhalten.

Sei Konsequent

Hast du dich ein mal für den Kauf einer Aktie im Sinne des Value Investing entschieden, solltest du einen Verkauf nur in Ausnahmefällen vornehmen. Hierzu zählen zum Beispiel offensichtliche Managementfehler, die dem Unternehmen eindeutig Schaden anrichten könnten. Manipulationen oder sonstige illegale Tendenzen rechtfertigen ebenfalls einen Kauf. Ansonsten solltest du grundsätzlich eine Aktie kaufen und halten (Buy & Hold). Es kann durchaus vorkommen, dass eine oder zwei deiner Werte über einen Zeitraum von 12 bis 36 Monate eine Seitwärtsbewegung aufzeigen oder sogar Verluste zu verzeichnen haben. Dein Anlagehorizont sind als Value Investor jedoch Jahrzehnte.

Die Dividende am Beispiel BASF

Die BASF ist ein Unternehmen, das aktuell etwas Kritik einstecken muss. Die jüngst veröffentlichten Zahlen waren eher bescheiden und die Anleger sind sich unsicher, ob eine Investition sinnvoll ist. Auch ist man im Moment etwas mehr als 30% vom Allzeithoch entfernt. Jedoch ist die BASF ein stetiger und verlässlicher Dividendenzahler. Die Dividendenrendite liegt derzeit bei etwa 4,5%. Tendenz steigend. Vor 10 Jahren lag der Kurs im Vergleich zu heute etwa 3,5 mal niedriger als heute. Bei einem Anlagehorizont von Jahrzehnten kann davon ausgegangen werden, dass das Allzeithoch früher oder später übertroffen wird. Hinzu kommen jährliche Zahlungen von 4-5%, auf die man sich recht sicher verlassen kann. Innerhalb von 20, 30 oder 40 Jahren lässt sich über diese Strategie eine riesige Summe ansparen. Reinvestiert man die Dividendenzahlungen, erhöhen sich die jährlichen Einkünfte zudem immer weiter.

Entspannung durch finanzielle Freiheit

Entspannung durch finanzielle Freiheit erreicht man nicht alleine durch das Anhäufen von viel Geld. Wichtig ist vor allem, dass man auch ruhig schlafen kann. Ich erinnere da gerne an so manchen ehemaligen Fußballprofi, der sein gesamtes Vermögen bei dubiosen Immobiliengeschäften verloren hat. Value Investing hat im Allgemeinen eine niedrige Volatilität. Das liegt auf der Hand, da man fast ausschließlich Anteile von Unternehmen mit sehr hoher Marktkapitalisierung kauft. Diese unterliegen einfach weniger Schwankungen als Unternehmen mit niedrigen Marktkapitalisierungen. Davon abgesehen interessieren Value Investoren aufgrund des langen Anlagehorizonts den tagtäglichen Kursverlauf recht wenig. Während Heavy Trader täglich angespannt auf die Bildschirme starren, um ihre Kursverläufe zu beobachten, können sich Value Investoren entspannen und ruhig schlafen.

Im nächsten Teil geht es weiter mit:

Kaufe günstig, verkaufe nie!

 

 

Die besten Wikifolios – 2Stein’s Best Platin

2Stein’s Best Platin

In Teil zwei der Serie „die besten Wikifolos“ möchte ich euch das Depot 2Stein’s Best Platin vorstellen. Wer Teil eins verpasst hat, kann sich hier über das sehr erfolgreiche SZEW Grundinvestement informieren.

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Die Handelsidee

Die hinter dem Wikifolio von 2Stein steckende Strategie ist so simpel wie genial. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die besten Wikifolios zu kopieren. Hierbei liegt der Fokus jedoch zu 100% auf dem Wikifolio von Einstein, auf welches ich im dritten Teil der Serie eingehen werde. Einstein hat seit seiner Anmeldung eine unglaubliche Performance hingelegt. Man könnte ohne Übertreibung behaupten, dass er im Grunde genommen Outperformer outperformt. Sein Wikifolio ist jedoch nicht investierbar. Das machte sich 2Stein zu Nutze. Er bildet das Depot von Einstein ab und erzielt so ebenfalls eine außerordentlich hohe Rendite. Aufgrund der Zeitverzögerung der beiden User, schafft es 2Stein nicht ganz die Performance von Einstein zu erreichen. Die nackten Zahlen sprechen dennoch für sich

Bisherige Erfolge

Im ersten halben Jahr seiner Existenz hat das Wikifolio von 2Stein eine Performance von fast 40% erreicht. Seit seiner Emission verdienten Investoren (Stand Veröffentlichung Artikel) etwa 20%. Im Durchschnitt erreicht 2Stein so eine monatliche Performance von 6-7%. Diese Monatsperformance hätten andere Anleger gerne im Jahr. Bisher wurden mehr als 2 Millionen Euro in dieses Wikifolio investiert!

Hält die Erfolgswelle an?

An der Börse kann man sich niemals sicher sein was die Zukunft bringen wird. Durch die Erfolge von Einstein jedoch, dessen Wikifolio bis ins Jahr 2013 zurück reicht, lässt sich ein sehr positives Bild auf die Zukunft projizieren. Ein weiteres Argument für ein Anhalten der Performance ist die Tatsache, dass diese 40% Gewinne in einer allgemein sehr schwierigen Marktlage erwirtschaftet wurden. Der DAX zum Beispiel, liegt im Jahr 2016 aktuell immer noch im negativen Bereich.

Investition in 2Stein’s Best Platin

Lohnt sich also eine Investition in dieses Wikifolio? Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich habe mit diesem Wikifolio sehr gute Erfahrungen gemacht. Seit meiner eigenen Investition habe ich einen zweistelligen Zuwachs erreicht. Zwei Dinge sollten hier beachtet werden. Bei allem Respekt vor 2Stein und seiner genialen Idee und der gewissenhaften Umsetzung ist dieses Wikifolio eine Kopie. Daher sollte man immer das Original im Auge behalten. Zweitens muss wie immer das Emittentenrisiko beachtet werden. Wer erfahren möchte was ein Wikifolio überhaupt ist und wie sie funktionieren, kann dies hier nachlesen.

Wikifolio-Auszeichnungen

  • Kontinuirliches Wachstum
  • Regelmäßige Aktivität
  • Treue Anleger
  • Häufig gekauft
  • Heavy Trader
  • Schwerpunkt Deutschland
  • Bestseller
  • Guter Money Manager

7 Wege zum passiven Einkommen

7 Wege zum passiven Einkommen

Wer träumt nicht von einem passiven Einkommen leben zu können? Viele von uns befinden sich im allseits bekannten Hamsterrad namens Alltag. In der heutigen Zeit sind oftmals beide Lebens- oder Ehepartner berufstätig. Nicht selten arbeiten beide auch zu 100%. Kommen dann noch weitere Verpflichtungen hinzu wie Kinder, Familie, Eltern oder Freunde bleibt nicht mehr viel Zeit für das eigene Wohl. Ich bezeichne das gerne als fehlende Eigenzeit. Das darf man nicht falsch verstehen, denn schließlich hat man sich seine Verpflichtungen selbst ausgesucht. Man geht ihnen auch sehr gerne nach. Das Problem ist eher, dass der Tag zu wenige Stunde hat, um auch etwas qualitative Eigenzeit einzubauen. Sei es für sich ganz alleine oder für und mit anderen. Wichtig ist, dass diese Eigenzeit genügend Raum zur Entfaltung bekommt. Das passive Einkommen und die finanzielle Freiheit sollen uns das ermöglichen.

Im folgenden möchte ich auf 7 Wege zum passiven Einkommen eingehen mit denen ich selbst Erfahrungen gemacht habe. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das kann sie gar nicht, denn es gibt viele weitere Optionen zur finanziellen Freiheit z.B. die Unternehmensgründung, Immobilien, Humankapital, Internetpräsenz etc. Betrachtet diese Ideen als Einstieg oder Ergänzung eures Wissens. Gerne könnt ihr z.B. in den Kommentaren weitere Möglichkeiten aufführen oder eigene Erfahrungen teilen.

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1) Der ETF-Sparplan

Den ETF-Sparplan betrachte ich als eine Art Einstiegsmöglichkeit für Anleger mit eher geringen finanziellen Mitteln. Solltest du höhere Summen zur Verfügung haben, dann können ETF-Sparpläne aber auch eine sinnvolle Ergänzung deines Depots sein. Ein ETF-Sparplan ermöglicht dir ab einem Investitionsvolumen von 25 Euro eine sehr gute Diversifikation. Wenn man sich Einzelaktien kaufen möchte, dann macht dies erst ab einer höheren Summe Sinn. Ansonsten fressen die Ordergebühren dein noch geringes Kapital auf. ETF-Sparpläne können z.B. mit Indizes verwirklicht werden. Für 25 Euro im Monat kannst du also alle 30 DAX-Werte in deinem Sparplan haben. Somit ist die investierte Summe weniger anfällig für Kursschwankungen. Jeden Monat würde man dann zum aktuellen Preis des Indizes neu hinzukaufen. Das hat den Vorteil, dass man von Kursschwankungen sogar profitieren kann. Denn in manchen Monaten kauft man einfach günstiger ein. Historisch gesehen hat der DAX in den letzten 30 Jahren pro Jahr etwa 6% zugelegt. Davon kannst du mit ETF-Sparplänen profitieren.

2) Value Investing

Spricht man von Value Investing, dann fällt fast immer der Name Warren Buffet. Als Gründer des Value Investing gilt übrigens Benjamin Graham. Es handelt sich hierbei um eine langfristige Anlageform. Als Anleger kauft man Aktien von Unternehmen, deren tatsächlicher Wert dem aktuellen Preis an der Börse übersteigt. Man sichtet so genannte unterbewertete Aktien und geht davon aus, dass über die Zeit viele andere Aktionäre den Wert des Unternehmens ebenfalls erkennen und zukaufen. Ein oft zitiertes Motto der Value Investoren lautet:

Kaufe keine Aktien, sondern Unternehmen

Das soll bedeutet, dass Anleger sich nur Aktien von Unternehmen kaufen sollten, die sie auch ein Leben lang halten würden. Wenn du interessiert bist wie Value Investing genau funktioniert, dann schau bei meiner Themenreihe „Value Investing“ vorbei. In den weiten des Internets findest du viele weitere nützliche News.

3) Wikifolio Zertifikate

Wikifolios sind investierbare Musterdepots für jeden Geldbeutel. Sie bestechen vor allem durch Transparanz. Jeder angemeldete User kann ein Musterdepot eröffnen. Das dann erstellte Portfolio beinhaltet alle Informationen bezüglich getätigte Trades, Statistiken, Performance, Kommentare, Handelsidee und vieles mehr. So hat man als potentieller Anleger maximale Transparenz und kann in Musterdepots von nachweislich erfolgreichen Aktionären profitieren. Wenn man in ein Musterdepot investieren möchte, kann man das in der Form von Zertifikaten tun. Ein investierbares Wikifoliozertifikat wurde an der Börse als Zertifikat emittiert, welches du erwerben kannst. Beachten solltest du jedoch das Emittentenrisiko. Aus diesem Grund würde ich das Investieren in Wikifolio-Zertifikate nicht für sehr hohe Summen empfehlen, sondern zum Aufbau von Kapital bis man sich selbst eine ordentliche Diversifikation leisten kann. Man kann Wikifolio-Zertifikate aber auch als sinnvolle Ergänzung des Depots sehen. Jedenfalls lassen sich mit den richtigen Zertifikaten Überrenditen verdienen. Ich habe in den Jahren 2015 und 2016 gute zweistellige Renditen erreicht. Hier findest du meine Themenreihe „die besten Wikifolios“ in denen ich auch immer noch selbst investiert bin.

4) Imitieren erfolgreicher Anleger

Das Internet ist eine unvorstellbar riesige Ansammlung von Informationen. Weiß man wonach man suchen soll, dann können diese Informationen sehr wertvoll sein. Mittlerweile tummeln sich etliche Investoren und Anleger im Internet, die z.B. ihre Aktien-Empfehlungslisten veröffentlichen. Man sollte sich die Mühe machen einige Investoren zu sichten und etwas länger zu beobachten. So kann man die erfolgreichen von denen unterscheiden, die so tun als wären sie erfolgreich. Wenn man jedoch eine vertrauenswürdige und seriöse Quelle gefunden hat, dann kann man deren Tipps in die Tat umsetzen. Auf diese Art und Weise lassen sich einige tolle Aktien-Werte finden mit denen man viel Freude haben kann. Auch hier sollte man nicht alles Geld auf ein Pferd setzen, sondern immer auf eine gute Streuung achten. Hier findest du eine meiner favorisierten Quellen.

5) Die Levermann Strategie

Quantitative Strategien schaffen es sehr häufig den Markt und sehr guter Broker zu übertreffen. Man spricht dann von Outperformance. Diese Anlagestrategien beruhen auf klar definierten einfachen mathematischen Regeln oder anderen Kennzahlen. Die Levermannstrategie basiert auf 13 einfachen Kennzahlen mit Hilfe derer man Aktien analysieren kann. Bei der Analyse werden mit Hilfe dieser Kennzahlen Punkte vergeben. Nur Aktien-Werte von Unternehmen, die eine gewisse Punktzahl übersteigen werden gekauft. Fallen diese unter den bestimmten Wert werden sie wieder verkauft. Die Vorteile dieser Strategie sind, dass es einem das Denken abnimmt und man dennoch erfolgreich sein kann. Es funktioniert über einen langfristigen Zeitraum tatsächlich. Außerdem sind Levermann-Aktien meist wenig volatil. Der Nachteil ist die Analyse eines einzelnen Aktien-Wertes dauert für den Geübten etwa 15 Minuten. Man sollte diese Analyse auch alle 2 bis 4 Wochen prüfen. Hier findest du das dazu gehörige Buch von Susan Levermann. Es ist sehr interessant. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

6) P2P Kredite

Peer to Peer Kredite sind Kredite von Privatpersonen für Privatpersonen. Viele fragen sich an dieser Stelle, ob das seriös und ohne Risiko sein kann. Es ist seriös und das Risiko kann minimiert und kontrolliert werden. Bei Investitionen gibt es immer Risiken, sonst würden wir uns die guten Renditen nicht verdienen können. Unser ganzes Wirtschaftssystem beruht auf dem P2P-Prinzip. Menschen mit Geld verleihen Geld an Menschen ohne Geld und verlangen Zinsen. Solltest du dich für diese Anlageform interessieren, dann ist es zwingend notwendig auf eine sehr breite Streuung zu achten. Denn es werden definitiv einige Kredite nicht bedient werden. Das ist nicht weiter schlimm wenn die Rendite der anderen Kredite stimmt. Das ist auch fast immer der Fall. Bekannte Anbieter sind z.B. Mintos, auxmoney oder smava. Hier erfährst du mehr über P2P-Kredite und hier kannst du dir ein spannendes Video zum Thema anschauen von einem Youtuber, den ich selbst sehr gerne sehe.

7) Sparen mit Kopf

Zum Schluss noch einer der wichtigsten Tipps. Am besten lernt man diese Übung übrigens von reichen Menschen. Sie alle können meistens sehr gut Sparen. Sparmöglichkeiten gibt es viele. Hier habe ich bereits einen Artikel darüber geschrieben. Einer der wichtigsten Grundsätze lautet „keine Konsumschulden“. Leiste dir nur Dinge, die du dir wirklich leisten kannst. Kein Auto auf Pump, keine zu hohe Miete, keine Urlaube über die Kredikarte etc. Auch Gewohnheiten wie den täglichen Kaffee im Restaurant während der Mittagspause gilt es zu überdenken. Lässt du ihn weg, hast du schon mindestens die 25 Euro pro Monat für den ETF-Sparplan zur Verfügung.

Hast du Kritik, eigene Erfahrungen zum Thema passives Einkommen, Fragen oder weitere Ideen zur finanziellen Freiheit, dann lasse es mich über die Kommentarfunktion wissen.

Value Investing – Kaufe den maximalen Pessimismus

Value Investing – Kaufe maximalen Pessimisums

Bereits im ersten Teil der Themenreihe „Value Investing“ habe ich darauf hingewiesen, dass Value Investoren nach stark unterbewerteten Aktien-Werten Ausschau halten. Übersteigt der eigentliche Wert des Unternehmens den aktuellen Aktienpreis deutlich, ist eine Aktie ein potentieller Value Wert. Der allgemeine Markt kann den Preis eines fundamental gut aufgestellten Unternehmens beträchtlich drücken. Befinden wir uns zum Beispiel in einem Bärenmarkt, fallen sehr häufig fast alle Börsenkurse über einen gewissen Zeitraum. Im Umkehrschluss übersteigt der eigentliche Wert eines Unternehmens so den aktuellen Preis immer weiter.

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Der Herdentrieb

Es gibt Zeiten in denen selbst die bestens aufgestellten Unternehmen an der Börse nur rote Zahlen sehen. Dies hängt im Allgemeinen mit dem Herdentrieb zusammen. Fallen die Kurse, bekommen Anleger kalte Füße. Jeder Aktionär kennt dieses unschöne Gefühl. Über Wochen schaut man ins eigene Depot und sieht nur fallende Kurse. Das drückt gewaltig auf die Stimmung. Schließlich sieht man sein Vermögen regelrecht schmelzen. Oft kommt der Punkt an dem einem entweder die Verluste oder das unschöne Gefühl zu viel werden. Die Folge sind Aktienverkäufe. Immer mehr Aktionäre springen dann auf diesen Zug auf. Lieber das noch verbliebene Geld in Sicherheit bringen als noch mehr zu verlieren denken sich viele. Vielleicht hat der Nachbar schon seine Papiere verkauft und betrachtet dich nur mit ungläubigen Blicken, weil du deine Aktien noch hältst. Dies erzeugt wiederum Druck. So kommt man leicht ins Grübeln und der Weg zum eigenen Verkauf ist nicht mehr weit. Es handelt sich um ein absolut normales menschliches Verhalten. Wenn Gefahr droht wird der Fluchtinstinkt geweckt oder man stellt sich Tod. Letzteres wäre wahrscheinlich sogar die bessere Entscheidung

Die Shoppingtour

Bei stark fallenden Kursen solltest du dich als Anleger des Value Investing freuen. Der eigentliche Wert eines Unternehmens fällt ja nicht mit seinem Preis mit. Es fehlt eben nur das Vertrauen der Anleger.  Dieses wird aber immer wieder zurück kommen. So viel hat uns die Börsengeschichte jedenfalls gelehrt. Es bieten sich für uns Anleger nun ungeahnte Möglichkeiten. Man sollte die großen blauen IKEA-Shoppingtüten heraus holen und eine ausgedehnte Einkaufstour im Sommerschlussverkauf planen nach dem Motto:

Kaufe den maximalen Pessimismus

Zwei Dinge solltest du beachten. Im gegenteiligen Fall der ewig steigenden Kursen solltest du nicht blind alles kaufen was dir ins Auge springt. Statistiken zeigen, dass die Börsenbeteiligung kurz vor einem größeren Crash immer am höchsten ist. Von Zeit zu Zeit führt der Markt eben eine Säuberung durch und zwar nicht nur von überzogenen Preisen, sondern auch von vielen Marktteilnehmern. Viele Aktionäre werden nach einem Crash ihres Depots nie wieder das Parkett betreten. Hier gilt es entweder das ganze auszusitzen oder nachzukaufen. Nur wer verkauft und der Börse den Rücken zukehrt verliert. Zweitens solltest du dir immer eine Cashquote beiseite legen. Wenn du keine liquiden Mittel hast, dann kannst du auch nicht auf Shoppingtour gehen. Also niemals das ganze Vermögen in Aktien stecken.

Der große Crash

In den Jahren 2000, 2008 und mit Abstrichen 2011 kam es zu so einer Marktsäuberung. Für Aktionäre gibt es eigentlich kaum eine geilere Zeit. Man wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den tiefsten Punkt zum Einstieg nicht erreichen. Dennoch sollte hier unbedingt gekauft werden. Im Jahr 2003 stand der Dax bei etwa 2 700 Punkten. 10 Jahre später stand er bei etwa 9 000 Punkten. Das ist eine Verdreifachung des Wertes innerhalb von nur 10 Jahren.

Margin of Safety

Im Prinzip habe ich es vorhin schon erwähnt, jedoch nicht mit diesem Begriff in Verbindung gebracht. Als Value Investor achtet man insbesondere auf die Margin of Safety. Es gibt natürlich auch andere wichtige Kennzahlen, die beachtet werden. Diese stelle ich von Zeit zu Zeit in der Themenreihe vor. Was ist nun die Margin of Safety? Sie ist die Differenz zwischen dem intrinsischen Wert eines Unternehmens und seines aktuellen Preises am Markt. Je höher die Differenz, desto höher ist die Margin of Safety und desto eher greift man beim Value Investing zu. Manchmal wird unter Margin of Safety auch verstanden, dass Unternehmen einen sehr hohen Ausfallverlust kompensieren können sollten bis sie ihren Break Even Point erreicht haben.

Im nächsten und dritten Teil der Themenreihe geht es weiter mit folgendem Thema:

Das Geld fließt von den Ungeduligen zu den Geduldigen