Wikifolio – Investierbare Musterdepots für jeden Geldbeutel

Was ist Wikifolio?

Die Plattform Wikifolio ist eine Art soziales Netzwerk für Privatinvestoren. Der Name „wiki“ legt offen, dass Inhalte von den Nutzern selbst gestaltet werden.

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Die Idee dahinter ist simpel. Ein registrierter Nutzer eröffnet ein Musterdepot, welches öffentlich einsehbar ist. Dieses Depot kann mehrere Phasen durchlaufen. Zunächst ist es ein Testdepot. Eine Veröffentlichung kann jederzeit problemlos beantragt und durchgeführt werden. Ab diesem Zeitpunkt sind alle relevanten Informationen für potentielle Investoren einsehbar.

Aktien des Depots, Trades, Anlageuniversum, Strategie und Kommentare des Depotbesitzers. Transparenz spielt also eine sehr große Rolle!

Nach der Publikation kann die Möglichkeit der Investition beantragt werden. Hierfür muss sich der Besitzer des Depots durch seinen Personalausweis identifizieren und ein telefonisches Prüfungsgespräch bestehen. Im Anschluss daran wird über die Bank Lang & Schwarz ein Zertifikat erstellt. Dieses Zertifikat spiegelt das wikifolio-Depot wider und ist nun bei gängigen Brokern für Interessenten zu erwerben.

Was kostet ein wikifolio-Zertifikat?

Es gibt Zertifikatsgebühren, Performancegbühren und Ordergebühren. Das hört sich auf den ersten Blick viel an? Das mag sein, doch ein zweiter Blick verdeutlicht, dass wikifolios fast unschlagbar günstig sind. Nehmen wir an ein Anleger möchte 1000 Euro in ein wikifolio-Zertifikat investieren. Wie viele Stücke des Zertifikats er kaufen kann, hängt vom High-Water-Mark Prinzip ab. Jedes neu erstellte wikifolio-Musterdepot startet mit einem High Watermark von 100. Erzielt der Besitzer 10% Gewinn, steht die High Watermark (zu deutsch: Hochwassermarke) nun bei etwa 110. Sie steht nicht exakt bei 110 weil die Performancegebühr noch eingepreist wird, aber dazu gleich mehr. Gehen wir an dieser Stelle davon aus, dass ein Anleger ein wikifolio-Zertifikat mit einem High Water Mark von 110 kaufen möchte. Mit seinen vorhandenen 1000 Euro kann er sich 9 Stück leisten. Auf den Wert dieser 9 Zertifikatsstücke zahlt der Anleger 0,95% jährliche Zertifikatsgebühr. Also etwa 9,50 Euro.

Die Perfomancegebühr

Die Performancegebühr liegt zwischen 5% und 30%. Sie wird zwischen den Besitzern und der wikifolio-Platform vereinbart. Eine Performancegbühr fällt nur dann an, wenn ein wikifolio einen neuen Höchststand erreicht. Diese wird täglich abgerechnet. Nehmen wir an das oben gekaufte wikifolio-Zertifikat mit einer High Water Mark von 110 hat aktuell einen relativen Wert von 105. Die Performancegebühr für den Investierten fällt nur dann an, wenn das Zertifikat die relative Marke von 110 überschritten hat und somit eine neue Höchstmarke erreicht wurde. Sollte das Zertifikat z.B. den Wert von 112 erreichen, so werden auf diese 2% über der alten Höchstmarke von 110 10% Performancegebühr berechnet. Sprich bei 2 Euro Gewinn pro Stück, macht dies 0,20 Euro Gebühr pro Stück. Diese Performancegebühr wird nun direkt auf den Wert des Zertifikats umgelegt. Dieses hat nun nicht den Wert von 112, sondern von 111,80.

Performancegebühren fallen also nur bei Gewinnen an. Keine Gewinne, keine Gebühr! Die Ordergebühr (diese liegt üblicherweise bei 5-10 Euro je nach Broker pro Kauf und Verkauf) ist einmalig immer zu entrichten, doch alle Käufe und Verkäufe, die der Besitzer des Depots innerhalb seines wikifolios vornimmt, sind kostenlos! Dies ist ein enormer Vorteil wenn man bedenkt, dass z.B. bei der comdirect Bank die Order einer einzelnen Aktie mind. 9,90 Euro pro Kauf und Verkauf plus eine Gebühr auf den Bestellwert erforderlich sind. So hat der wikifolio-Verwalter jederzeit die Möglichkeit sein Depot flexibel umzuschichten ohne zusätzlich Gebühren.

Vorteile:

  • hohe Transparenz
  • geringe und transparente Gebühren
  • Schon 100 Euro können investiert werden
  • hohe Streuung möglich durch Zertifikatscharakter
  • Man profitiert von den Ideen vieler Anlegern

Nachteile:

  • Anleger sind häufig Privatleute
  • Man muss von Zeit zu Zeit prüfen, ob das wikifolio-Depot regelmäßig gepflegt wird
  • Man hat ein Emittentenrisiko

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