Bitcoin Crash

Bitcoin Crash

Seit Monaten schreiben die Medien bereits über den Bitcoin Crash. Alleine in diesem Jahr ist die Blase bereits mindestens drei Mal geplatzt, sofern man den Berichterstattungen glauben schenkt. In der Tat ist das Jahr 2018 bisher alles andere als gut für Investoren gelaufen. Der gesamte Kryptomarkt hat innerhalb eines halben Jahres mehr als die Hälfte seines Wertes verloren. Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung des gesamten Marktes noch etwa 270 Milliarden Euro. Im Dezember 2017 hatte alleine Bitcoin mit über 320 Milliarden Euro eine höhere Marktkapitalisierung.

Bitcoin Crash

Grautöne

Wenn du vor einem halbem Jahr in den Markt eingestiegen bist, verfluchst du vermutlich den Kursrückgang. von über 60%.  Wenn du vor einem Jahr in den Markt eingestiegen bist, jubelst du vielleicht über einen Kurstanstieg von über 130%. Beide Ansichten werden in der Kryptowelt aktuell verbreitet und beide sind nicht falsch. Während die einen mit großer Enttäuschung das Spielfeld verlassen, fordern andere dazu auf die Kirche im Dorf zu lassen. So gesehen war der enorme Anstieg Ende letzten Jahres für die Glaubwürdigkeit der Kryptowährungen als neue Anlageklasse eher schädlich. Der jetzige Kursrückgang ist für die Rehabilitation unbedingt erforderlich.

Woher kommt der Kursrückgang?

Es ist nicht möglich den einen Grund zu nennen, warum die Kurse so stark gefallen sind. Für eine Analyse sind einfach zu viele Faktoren im Spiel, so dass eine einzige Antwort nicht ausreichend sein kann. In der Regel ist eine Kombination aus vielen Umständen für eine Erklärung nötig. Niemand kann tatsächlich wissen, welche Gründe für einen Einbruch der Kurse verantwortlich sind. Daher kannst du im folgenden einige mögliche Erklärungen finden, bei denen es jedoch keinen Anspruch auf Korrektheit oder Vollständigkeit gibt. Wenn du weitere Gründe kennst auf die ich nicht eingegangen bin, kannst du sie gerne in den Kommentaren ergänzen.

Long oder Short?

Ende letzten Jahres lag das Verhältnis der Investoren, die auf Kurssteigerungen wetteten (long) gegenüber denen, die auf Kursrückgänge setzten (short) bei etwa 98 zu 2. Kurz darauf war es möglich mit Bitcoin Futures zu handeln, d.h. der Zugang zum Markt um Kryptowährungen zu shorten wurde vereinfacht. Es war unausweichlich, dass dieses Verhältnis eine gesündere Verteilung erhalten würde. Hinzu kommen auch aktuelle Vorwürfe von Kursmanipulationen insbesondere im Vorfeld des Starts der Bitcoin Futures.

Die Angst

Vor einem halben Jahr hatten Anleger Angst etwas zu verpassen. Heute haben sie Angst etwas zu verlieren. Es sind alt bekannte Mechanismen, die hier wirken, welche vor allem in so volatilen Märkten massive Ausmaße entwickeln können.

Interessenverlust

Jeder kann die Lust auf das schnelle Geld nachvollziehen. Als wir alle hörten wie viel Geld man in welcher kurzen Zeit mit Kryptowährungen machen konnte, wollten wir alle auf den Hype Train aufspringen. Das Interesse wurde, auch wegen den Medien, immer größer. Ein halbes Jahr später ist die Häufigkeit der Eingabe des Wortes“Bitcoin“ bei google um den Faktor 10 gesunken. Aktuell haben wir einen Interessenverlust bei Suchmaschinen von über 90%.

Die Medien

Die Medien haben einen außerordentlich hohen Einfluss auf Kursentwicklungen. Denn dort gibt es fast ausschließlich entweder schwarz oder weiß. Die Notwendigkeit Klicks zu generieren ist zwar nachvollziehbar. Doch gibt es viel mehr Schattierungen als Berichterstattungen suggerieren wollen z.B. bei Titeln wie: „Bitcoin auf Rekordjagd“ oder „in einem Jahr zum Millionär“ im Vergleich zu „Die Blase ist geplatzt“ oder „Bitcoin ist gecrasht“.  Die Medien schreiben himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt , je nachdem in welche Richtung der Wind gerade weht. Das ist schädlich für den Markt und mitverantwortlich, sowohl für den „Hype“ vor einem halben Jahr, als auch für den „Crash“ heute.

Ein Beispiel

Zur Zeit ist auf einigen Seiten zu lesen, dass der Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Coinrail verantwortlich wäre für den neuerlichen Kursrutsch. Anleger der ganzen Welt sollen Panik bekommen haben und ihre Coins verkaufen, weil die 98. größte Börse der Welt gehackt wurde? Darüber hinaus wird in vielen Artikeln suggeriert „Bitcoin und Ethereum wurden auf Coinrail gehackt“. Hier wird mit den Ängsten der Anleger, sowie der Unwissenheit des Mainstreams gespielt. Die dezentralen Währungen Bitcoin und Ethereum wurden nicht gehackt, sondern ein zentrales organisiertes Unternehmen,  welches wenige Sicherheitsstandards installiert hat. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Davon abgesehen kann jeder Anleger seine Coins in einem Cold Wallet oder einer Paper Wallet unabhängig von zentralen Organisationsformen sichern.

Zufälle

Auch zufällig eintretende Phänomene könnten für einen Kursrutsch verantwortlich sein.  Genauso wie ein größerer Verkauf, der einen Stop-Loss Welle ausgelöst hat. Es könnte sich auch um völlig normale Schwankungen in einem sehr volatilen Markt handeln. Denkbar wären auch gezielte den Kurs drückende Handlungen, damit die Performance der möglicherweise anstehenden institutionellen Investoren einen Startvorteil bekommt.

Was macht die Branche?

Die Teams rund um Bitcoin, Ethereum, Eos, Iota und Co. arbeiten natürlich weiter an ihren Projekten und erhöhen somit den Wert der Kryptowährungen. Sie hören damit nicht auf nur weil der Hype aktuell fürs Erste unterbrochen ist. So gesehen ist der Wert der Coins heute höher und sie sind günstiger zu haben als vor einem halben Jahr. Es wäre also wesentlich klüger heute zu investieren als es Ende letzten Jahres der Fall gewesen ist.  Neben einigen anderen Entwicklungen benötigt der Markt Regulierungen, mehr Use Cases und institutionelle Anleger. Die Regulierungen sind notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten und auch die vielen Milliarden oder sogar Billionen Euro da draußen anzuziehen, die z.B. in Rentenfonds stecken. Wenn institutionelle Anleger in den Markt einsteigen, was sie aktuell vorbereiten, fließt sehr viel frisches Geld in den Markt und wird die Kurse steigen lassen. Uses Cases benötigen wir, um eben reale Umsetzungen in die Wirtschaft zu integrieren.

Wie kannst du dich als interessierter Investor verhalten?

Wenn du mit der Branche noch gar keinen Kontakt hattest, aber gerne investieren willst, ist die jetzige Phase eine gute Kaufgelegenheit. Die Wahrscheinlichkeit steigender Kurse ist nach den Kursrückgängen wesentliche höher als dies zu Zeiten des Hypes der Fall gewesen wäre. Grundsätzlich gilt immer zu beachten nur Geld zu investieren, das du nicht benötigst, nicht deine komplette Investitionssumme zu verwenden, sondern Kryptowährungen als Ergänzung zu weniger volatilen Anlagemöglichkeiten (z.B. ETFs) nutzen und langfristig halten. Solltest du zu den unglücklichen Investoren gehören, die Ende letzten Jahres in den Markt eingestiegen sind, kann es sinnvoll sein nichts zu tun. Verluste sind erst Verluste wenn sie realisiert wurden.

Welche Coins solltest du kaufen?

Aktuell werden auf coinmarketcap 1628 Kryptowährungen geführt. Hinzu kommen massig ICOs, die nicht gelistet werden. Selbst wenn sich die Technologie durchsetzen wird, besteht nicht im Ansatz ein Bedarf für diese Menge an Währungen. Vermutlich werden Coins mit den besten Netzwerken überleben, sprich Bitcoin und Ethereum. Ansonsten kann es sich lohnen z.B. 10 aussichtsreiche Währungen zu kaufen, also zu streuen. In einigen Jahren kann es durchaus sein, dass neun dieser 10 Projekte nicht mehr existieren. Jedoch benötigst du nur einen Volltreffer, um deine Investition erfolgreich zu gestalten. Einige Währungen habe ich hier oder hier bereits vorgestellt.

Wo kannst du investieren?

Wenn du Kryptowährungen kaufen möchtest bieten sich entweder sehr große Börsen an wie z.B. coinbase* oder binance* oder den bisher einzigen deutschen Vertreter bitcoin*. Sie sind besser reguliert als kleine unbekannte Börsen. Um deine Coins jedoch sicher aufzubewahren empfiehlt es sich sie selbst zu Hause zu lagern, anstatt auf einer Börse für Kryptowährungen. Alternativ kannst du auch in Aktien investieren, die an die Preise der Währungen gekoppelt sind wie z.B. die Bitcoin Group. Eine weitere Möglichkeit wären Wikifolios, die einige wenige Möglichkeiten nutzen können, um am Markt zu partizipieren.

Wo steht der Kurs Ende 2018?

Das kann niemand mit Sicherheit sagen. Im Netz findest du hierzu eine Spannweite von 0 bis 250 000 Euro. Zur Orientierung kannst du dir die aktuelle Umfrage auf meinem Blog links oben anschauen und auch teilnehmen. Ich persönlich bin der Meinung, die Wahrscheinlichkeit höherer Kurse am Ende des Jahres ist aktuell höher, als die niedrigerer Kurse.

 

 

 

Ungleichland

Ungleichland

Am Montag strahlte die ARD die Dokumentation „Ungleichland“ aus. Im Anschluss daran folgte die Sendung „Hart aber Fair“, bei der u.a. auch der Protagonist der Doku Christoph Gröner zu Gast war. Der Themenabend befasste sich mit der auseinander driftenden Schere zwischen Deutschlands Superreichen und der Mittel- bzw. Unterschicht. Einige harte Fakten sind uns lange bekannt. Während die Reallöhne der normalen Bürgerinnen und Bürger seit den 90er Jahren nicht mehr gestiegen und teilweise sogar gesunken sind, vermehren einige wenige Superreiche ihr Vermögen um ein Vielfaches. Christoph Gröner, der seine Millionen im Immobiliengeschäft als Selfmade Millionaire gemacht hat, sagt wie es ist:

 

Erste Reaktionen

Die von Christoph Gröner aus der Perspektive eines Superreichen aufgezeigte Ungleichheit ist ein Problem. Die in der Gesellschaft und in der Politik häufig angeführten Lösungsansätze auch. Zwar liegt es zunächst auf der Hand zu sagen, wir nehmen den Reichen etwas weg und wir geben es den Armen, doch hiermit betreiben wir lediglich Symptombehandlung. Wenn wir diese extreme Ungleichheit tatsächlich hinter uns lassen wollen, müssen wir Bürgerinnen und Bürger befähigen sich Wohlstand selbst aufzubauen und ihnen die entsprechenden Rahmenbedingungen liefern.

Das Kapital

Es scheint irgendwie passend, dass vor einigen Tagen der 200. Geburtstag von Karl Marx gewesen wäre. Auch ihn trieb die soziale Frage bereits um. Um zu verstehen, wieso Marx und viele andere so viel Energie freisetzen, um die Ungleichheit zu bekämpfen, muss man ein wenig in der Zeit zurück gehen. Den die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche in der Zeit waren unglaublich. Als Karl Marx im Jahr 1818 geboren wurde gab es in Deutschland noch keinen Kilometer Eisenbahnstrecke. Als er 1883 starb waren es schon knapp 25 000 Kilometer. Überall rauchten Schornsteine und Städte haben ihre Größe während seiner Lebenszeit manchmal verzehnfacht.

Die Geburt der Ungleichheit des Kapitalismus

Diese Umbrüche zu erleben muss verstörend gewesen sein. Ein Agrarland wurde innerhalb weniger Jahrzehnte durch die Industrialisierung zu einem Industriestaat. Das Kapital schien zu regieren. Die Arbeitsverhältnisse waren grausam. Bezahlt wurde nur wenn Arbeit verrichtet wurde. Ein Arbeitstag hatte 14 bis 16 Stunden auch samstags. Es gab keine Krankenversicherung oder irgendeine Art von Schutz für die Arbeiter. Marx war davon überzeugt, dass es zur Rebellion der Arbeiterschaft kommen und das Proletariat die Bourgeoisie stürzen würde

Es kam anders

Der Kapitalismus war gekommen und zu bleiben. Im Laufe der Jahrzehnte wurden Gewerkschaften und Betriebsräte gegründet. Die Rechte der Arbeiter wurden gestärkt, die Arbeitszeit verkürzt, Versicherungen gewährt und Löhne erhöht. Innerhalb der sozialen Marktwirtschaft war es den Deutschen möglich, sich Wohlstand zu erarbeiten. Heute sehen viele diese Möglichkeit wieder in Gefahr. Doch damals waren es nicht du Superreichen, die uns es ermöglicht haben mehr Rechte und Teilhabe am Wohlstand zu haben. Es waren auch nicht in erster Linie die Politiker oder Universalgelehrte wie Karl Marx. Es waren wir selbst. Denn wir haben mehr Macht über das was kommt als wir glauben.

Künstliche Intelligenz und Digitalisierung

Heute haben wir Angst vor ähnlich krassen Umbrüchen wie damals. Wir stellen uns die Frage, ob die Veränderungen durch KI und Digitalisierung einen ähnlichen Effekt haben könnte wie die Industrialisierung zu Zeiten von Karl Marx. Befürchtungen von Massenarbeitslosigkeit und aussichtsloser Armut stehen im Raum.

Der andere solls richten

Häufig verlassen wir uns auf Politiker und schimpfen auf Superreiche wie Christoph Gröner. Wir sind der Meinung, dass unsere Politikerinnen und Politiker die prekären Beschäftigungsverhältnisse beenden können. Superreiche sind uns suspekt, da sie irgendwie böse scheinen, weil sie so viel haben und uns alles wegnehmen. Solange wir das denken werden wir diese Entwicklung fördern. Wenn der Aufstieg extremer Parteien wie der AFD etwas gezeigt hat, dann dass eine große Gruppe aus der Bevölkerung weiterhin große Macht hat. Denn die AFD an sich ist nicht mächtig, wir machen selbst zu einem mächtigem Werkzeug. Ohne den Aufschrei in der Bevölkerung würde diese Partei nicht existieren. Dummerweise stärken wir die Falschen und schneiden uns hiermit ins eigene Fleisch.

Das große Potential

Sobald wir verstehen, dass wir selbst es in der Macht haben die Schere zwischen Arm und Reich zu schließen, können wir das riesige Potential einer Veränderung ins Positive drehen. Das heißt nicht, dass wir uns nicht weiter über Ungleichheiten beschweren sollten. Ganz im Gegenteil, wir sollten vehement und immer wenn es möglich ist den Mächtigen des Landes (Politiker und Unternehmer) zeigen, wie sehr wir mehr Teilhabe am Wohlstand haben wollen.

Die Unternehmer

Hierzu benötigen wir unbedingt die Unternehmer. Ohne deren kapitalistischer Denkweise und Arbeitskraft werden wir den Wohlstand nicht aufrecht erhalten können. Dennoch können wir ihre Taten vor allem im Umgang mit den eigenen Angestellten sehr deutlich kritisieren und uns mit allen in einer Demokratie möglichen Mitteln dagegen wehren. Wir sollten jedoch nicht den Menschen hinter dem Unternehmer als grundsätzlich böse betiteln. Sondern mit Wertschätzung für die Opfer, die sie erbringen (Ein Leben für die Arbeit, hohes Risiko, keine Freizeit und keiner mag sie wirklich) mehr Teilhabe fordern, anstatt zu jammern.

Die Politiker

DIe Politik hat aktuell weniger Mittel zur Verfügung als wir denken. Zumindest sind die Handlungsspielräume auch aufgrund des heutigen Lobbyismus doch sehr eingeschränkt. Eine sehr wirksames Werkzeug wird von den Politikerinnen und Politiker jedoch völlig falsch eingesetzt. Die Steuern! Um Rahmenbedingungen zu „steuern“, setzt die Politik falsche Schwerpunkte. Wiederum wird Symptompolitik betrieben, die uns im Mantel der politischen korrekten sozialen Tat z.B. die Mütterrente oder das Baukindergeld eingebracht hat. Superreiche schicken ihre Kinder gerne auf Privatschulen. Immer mehr wohlhabende Menschen schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie unsere Schulen z.B. in Berlin heutzutage aussehen. Mit ausbleibenden Investitionen in die Basis (Bildung unserer Kinder) und gleichzeitig unnötigen Ausgaben im Bereich der Symptompolitik, fördern wir die Ungleichheit auch noch.

Wir – Die Basis

Wir haben Veränderungen in der Hand. Als Bevölkerungsgruppe können wir Politiker und Unternehmer dazu bringen uns mehr am Wohlstand teilhaben zu lassen. Das gilt auch für unseren eigenen Umgang mit Finanzen. Anstatt über Börse, ETF, Aktien, Kryptowährungen und Immobilien  zu jammern, können wir sie uns zu Nutze machen. Jeder Euro, den wir als Zinseszins irgendwo einheimsen, ist ein Euro weniger für die Superreichen. Wir sind so dermaßen auf Sicherheiten bedacht, dass wir ein Volk mit einer der niedrigsten Investitionsrate der Welt sind. Dabei sind vor allem Aktien allen Wirtschaftskrisen, Kriegen und sonstigen Katastrophen zu trotz, die mit Abstand ertragreichste Anlageklasse gewesen.

Investieren statt Konsumieren

Es steht außer Frage, dass es schwierig ist als Niedriglöhner Geld zu investieren. Doch kann fast jeder einige Euro im Monat zur Seite legen. Ein Großteil der Bevölkerung kann deutlich mehr zur Seite legen, kauft jedoch lieber einen großen SUV. Übrigens wird bei diesem Thema auch eins der riesigen Potentiale von z.B. Bitcoin sichtbar. In herunter gewirtschafteten Ländern wie z.B. Venezuela haben Menschen mit sehr hoher Inflation zu kämpfen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sind auch diese Menschen nicht auf die Entscheidungen der Politiker und Unternehmer angewiesen, sondern haben ein Instrument ihr Vermögen aufrecht zu erhalten. Durch Bitcoin oder andere Währungen, die global und dezentral, also nicht von irgendjemandem gesteuert funktionieren.

Superreiche und die Mittelschicht Chinas

In den letzten zwei Jahrzehnten haben eigentlich nur zwei Gruppe von der Weltwirtschaft profitieren können. Einerseits die Superreichen wie Christoph Gröner, andererseits die aufstrebende Mittelschicht Chinas. Beides geschieht auf Kosten der Mittelschicht der westlichen Länder. Letztendlich sind wir darauf angewiesen unser Glück in die eigene Hand zu nehmen, uns für Teilhabe am Wohlstand vehement einsetzen und durch eigene Investitionen in Aktien oder Kryptowährungen selbst ein Stück des Kuchens abzuschneiden. Sogar Karl Marx hat mit Wertpapieren seine Arbeit teilweise finanziert!

 

 

 

 

5 Kryptowährungen für Sommer 2018

5 Kryptowährungen für Sommer 2018

In diesem Bericht stelle ich euch 5 Kryptowährungen für Sommer 2018 vor. Bereits vor einigen Monaten wurden an dieser Stelle 10 Kryptowährungen thematisiert, die eine Investition wert sind. Eine Ergänzung um weitere attraktive Coins folgte  zu Beginn des Jahres. Ich verlinke dir die bisherigen Artikel zum Themenbereich Kryptowährungen.

10 Coins für 2018

Die besten Coins für Anfang 2018

Sollte man jetzt Bitcoin kaufen?

5 vermeidbare Fehler beim Kauf von Coins

Ein Wendepunkt?

Im Dezember 2017 erreichten die Kryptowährungen ihren bisherigen Höchststand. Etwa vier Monate später sind die meisten Währungen immer noch zwischen 50 bis teilweise 80% von ihren Alltime-Highs entfernt. Viele kurzfristig denkende Anleger, die zu Höchstpreisen eingekauft haben, sind längst durch eine Korrektur aus dem Markt geflohen. Seit einigen Wochen scheint sich ein Boden heraus zu kristallisieren.  Die EU hat am 18.04.2018 entschieden, dass Kryptobörsen Transaktionen 5 Jahre archivieren müssen, um illegale Geldtransfers zu verhindern. Bitcoin steht unter Umständen vor einem bahnbrechenden Update, die Steuerfrist in den USA ist zu Ende, Partnerschaften mit Unternehmen über Maschinenbau, Finanzen bis hin zur Pornoindustrie wurden geschlossen, neue ICOs werden weiterhin gegründet. Kurz gesagt: Den Kryptowährungen geht es nach der Marktkorrektur gut. Es stellt sich die frage, ob der nächste Bullenmarkt bevorsteht? Das kann niemand vorhersagen. Doch die Wahrscheinlichkeit steigender Kurse ist stark angestiegen. Aus diesem Grund baue ich selbst einige Positionen auf und gehe hier auf 5 Kryptowährungen ein, die ich für aussichtsreich halte.

1) Bitcoin (BTC)

Wenn uns der Kurssturz der letzten Monate etwas gelehrt hat, dann das Altcoins in einem Bärenmarkt wesentlich mehr Verluste erleiden als die etablierten Coins. Der immer noch unangefochtene Marktführer ist Bitcoin. Wenn man so will, ist ein Kauf von Bitcoin innerhalb der Szene eine konservative Investition. Während man tatsächlich befürchten muss, dass sehr viele Coins die nächsten Jahre nicht überleben werden, dürfte Bitcoin weiterhin existieren. Der zweite wichtige Grund, der für Bitcoin spricht, ist die mögliche Integration des Lightning Networks. Dieses Netzwerk könnte dir Probleme von Bitcoin über Nacht lösen.

Lichtgeschwindigkeit

Wenn du heute Bitcoin kaufen möchtest ist es notwendig, dass jeder Teilnehmer die gesamte aktualisierte Blockchain downloadet. Auf diese Weise sind 6-7 Transaktionen pro Sekunde möglich, mit aktiviertem SegtWit Update 12-15. Das ist unglaublich wenig und kostet zudem viel Geld. Als Währung ist Bitcoin daher aktuell nicht brauchbar. Mit Hilfe des Lightning Networks ist es nicht mehr nötig jedem Teilnehmer in der Blockchain mitzuteilen, dass Transaktionen durchgeführt werden. Hierfür werden Sidechannels geöffnet, die es ermöglichen, dass zwei Teilnehmer untereinander beliebig viele und beliebig oft Bitcoin hin und her tauschen können. Transaktionen werden blitzschnell (Lightning) durchgeführt und die Kosten drastisch reduziert. Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, jedoch wurde bereits ein erfolgreicher Betatest durchgeführt. Mehr Informationen über das Lightning Network erfährst du hier. Bitcoin sollte in jedem Krypto-Portfolio weiterhin die größte Position sein.

2) Cardano (ADA)

Cardano ist eine der Kryptowährungen, welche während der Zeit der Kursstürze mit am meisten abgestraft wurde. Insgesamt lag Cardano zeitweise fast 90% vom Allzeithoch entfernt. Der beinahe lächerliche Anstieg von unter 0,10 Euro auf über 1,10 Euro innerhalb weniger Wochen war vielleicht etwas zu viel des Guten. Es bezeugt jedoch auch, wie viel Kurspotential in dieser Kryptowährung steckt. Cardano begeistert seine Befürworter vor allem durch ein sehr breit gefächertes und sehr kompetentes Team.

Was kann Cardano?

Bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es kaum Anwendungsmöglichkeiten für alle Kryptowährungen. Cardano will Weichen stellen bevor die Umsetzung und Integration von Projekten in der realen Wirtschaft implementiert werden. Cardano gehört zu den Plattform orientierten Kryptowährungen. Ähnlich wie Eos, Neo, Nem oder Ethereum. Sie werden weniger zur Transaktion von Geldströmen verwendet, sondern ermöglichen z.B. die Entwicklung von dezentralisierten Applikationen auf ihrer Plattform und mit Hilfe ihrer eigenen Programmiersprache. Charles Hoskinson, Co-Founder von Ehtereum und einer der führenden Köpfe in der gesamten Kryptowelt, setzt hierbei auf Open Source. Andere Anwender sollen auf der Basis ihre Ideen weiter entwickeln können. Die Plattform soll nicht einer kleinen Gruppe gehören. Ein weiteres Merkmal des führenden Teams ist deren wissenschaftlicher Hintergrund. Cardano möchte smart und akademisch wirken. So etwas wie der Elitepartner unter den Kryptowährungen. Ziele sind hauptsächlich die gängigen Skalierungsprobleme- und Geschwindigkeitsprobleme zu lösen.

3) Binance Coin (BNB)

Binance Coin nimmt eine Sonderstellung ein. Denn sie wurde nur zu einem Zweck erschaffen: Transaktionen über die eigene Börse für Kryptowährungen namens Binance* zu ermöglichen. Binance hat den Vorteil sehr geringer Transaktionsgebühren im Vergleich zu Konkurrenten. Sie liegen lediglich bei 0,1%. Verwendest du Binance Coins für den Zahlungsverkehr auf der Plattform zahlst du mit 0,05% gerade mal die Hälfte. Daher nutzt so ziemlich jeder Trader auf Binance die hauseigene Coin. Es besteht eine Interessenkongruenz.

Potential der Binance Coin

Binance ist momentan wohl die Börse mit dem besten Angebot auf dem Markt. Die Gebühren sind sehr niedrig und es werden im Vergleich zu anderen Börsen sehr viele Coins angeboten. Sie ist die Börse mit dem aktuell höchsten Zulauf. Die Rechnung ist einfach: Je mehr Menschen Binance als Börse nutzen, desto mehr Leute kaufen die Binance Coin, desto höher steigt der Preis der Währung.

4) Monero (XMR)

Monero gehört, ähnliche wie z.B. Verge oder ZCash zu den anonymen Kryptowährungen und gilt bei vielen als der vielversprechendste Vertreter dieser Gattung. Jedenfalls ist Monero bezüglich der Marktkapitalisierung vergleichbaren Werten überlegen.  Viele Anleger sind der Meinung, dass Kryptowährungen grundsätzlich anonym sind. Das stimmt jedoch nicht und ist ein weit verbreiteter Irrtum. Bitcoin z.B. ist alles andere als anonym. Im Gegenteil ist Bitcoin, wie die meisten anderen Coins, sehr öffentlich. Zwar lässt sich eine verwendete Wallet Adresse nicht unbedingt mit einem Namen in Verbindung bringen, jedoch sehr wohl über andere Wege zurück verfolgen (z.B. IP-Adresse).

Meine Daten sind mir

In Zeiten, in denen Daten der wichtigste Rohstoff sind, sind anonyme Kryptowährungen von zentraler Bedeutung. Zwar können diese Coins auch für illegale Transaktionen verwendet werden, jedoch auch um sensible Daten zu schützen. Monero Transaktionen lassen sich weder zurück verfolgen, noch in Verbindung mit den Beteiligten bringen. Käufer, Verkäufer und die Summe bleiben komplett anonym. Unternehmen hätten hierdurch nicht die Möglichkeit mit Hilfe deiner Daten Bewegungs- und Kaufprofile zu erstellen und so Einfluss auf Politik und Wirtschaft zu nehmen. Denn die Daten gehören am Ende dir, so wie es eigentlich bereits sein sollte.

5) Funfair (Fun)

Wie der Name bereits sagt, kommt Funfair aus dem Bereich Entertainment. Ich halte Funfair für eine sehr interessante Coin, da es in ein sehr stabiles Geschäftsfeld vordringt, welches eine klassische menschliche Schwäche ausnutzt: Das Glücksspiel.

No Fun without Funfair

Funfair bietet eine Art dezentrales Casino an. Um teilnehmen zu können müssen Interessenten Funfair Coins kaufen. Sie dienen nämlich als Chips, die Spieler für Tische benötigen. Außerdem bietet Funfair ihre Plattform als Basis für weitere Casinoumsetzungen an. Hinzu kommt, dass Funfair anonym bleibt. Das heißt als Spieler brauchst du dir keine Sorgen machen, dass die genutzten Coins auf dich zurückzuführen sind.

Honorable Mentions

Neben diesen fünf vorgestellten Coins für den Sommer kämen eine Reihe weiterer Coins in Frage, die vor Kurssteigerungen stehen könnten. Es ist unheimlich schwer sich auf fünf Währungen zu beschränken. Heiße Kandidaten bleiben weiterhin z.B. Iota, Eos, Ethereum, Omisego oder Golem. Davon abgesehen wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit jede Coin einen höheren Preis erfahren wenn es einen weiteren Bullenmarkt gibt.

Wo kannst du Kryptowährungen kaufen?

Damit du den Überblick behältst, liste ich dir jeweils zwei Börsen (Ausnahme Binance Coin) auf, welche die jeweiligen Kryptowährungen anbieten. Ich selbst nutze übrigens mehrere Börsen: bitcoin* , anycoindirect, coinbase*, bitfinex, binance*, und huobi

Bitcoin: binance*, coinbase* (und jede andere existierende Börse)

Cardano: binance*, bittrex

Binance Coin: binance*,

Monero: binance*, bitfinex

Funfair: binance*, bitfinex

Sollte man jetzt Bitcoin kaufen?

Bitcoin kaufen?

Sollte man jetzt Bitcoin kaufen?  Seit Anfang Januar befindet sich der Markt der Kryptowährungen in einem Bärenmarkt. Massive Kurseinbrüche von bis zu über 80% sind die Folge. Um nur einige Beispiele zu nennen:

Kursstürze ausgewählter Kryptowährungen:

  • Bitcoin: fast 70%
  • Ethereum: knapp über 70%
  • Ripple: etwa 85%
  • Iota: etwas über 80%

Die erste Reaktion

Die erste und grundsätzlich nachvollziehbare Reaktion auf solche Kursstürze  ist vehemente Ablehnung. Welcher Mensch mit Verstand investiert in einen Markt, der dermaßen volatil ist? Finger weg von Kryptowährungen! Auf den zweiten Blick erkennen gewiefte Anleger hier jedoch eine echte Chance und eine gesunde Entwicklung.

Der Hype

Es ist nicht lange her. Einige Wochen vor Weihnachten herrschte im Bereich der Kryptowährungen Goldgräberstimmung. Es setzte Kaufpaniik ein. Investoren, die im Verlauf des Jahres 2017 ihr Geld vervielfacht haben, erzählten ihre Geschichte ihren Arbeitskollegen, Nachbarn, Familienmitgliedern an Weihnachten, in der Kaffeepause. Jeder erzählt jedem zu jederzeit, wie einfach und schnell man reich werden kann.

Überlastung

Es meldeten sich so viele Menschen auf den Börsenplätzen für Kryptowährungen an, dass diese keine neuen Nutzer mehr akzeptierten. Teilweise wurden Accounts für Börsen bei Ebay für mehrere Tausend Euro zum Verkauf angeboten. Nur, damit Leute mit Kaufpanik z.B. Ripple nach einem 1000% Kursanstieg innerhalb weniger Wochen kaufen konnten.

Vorzeichen

Zwischenzeitlich kannte ich mehr Menschen, die Bitcoin besaßen als Menschen, die in Aktien oder ETF investiert sind. Wenn der Nachbar, Tante und Onkel, der Chef, der Arbeitskollege, die Ex-Freundin usw. alle auf den Hypetrain aufspringen, welche Argumente sprechen dann für einen anhaltenden Kursanstieg? Einige langjährige Investoren rieten zur Vorsicht. In den Markt einsteigen sei kein Problem, jedoch sollte man nur einen Teil investieren und grundsätzlich nur Geld, auf das man lange verzichten kann. Andere Anleger verkauften Anteile ihrer Bestände. Zugegeben, es ist extrem schwer während eines Hypes nicht auf den Zug aufzuspringen. Ebenso schwer ist es nach einem enormen Kurssturz zu kaufen während alle Welt Kryptowährungen verteufelt.

Der Unwissende

Vor einigen Monaten kauften viele Anleger Kryptowährungen, die keinen Ahnung hatten, was sie da eigentlich kauften. Wenn das schnelle Geld winkt, dann setzt das Gehirn aus. Viele kauften blind irgendeine Währung, weil es ihnen jemand empfohlen hatte, weil sich der Name Ripple gut anhört oder einfach nur, weil der Kurs die Wochen zuvor explodierte.

Die gute Nachricht

Diese Anleger sind mittlerweile fast alle aus dem Markt. Als langfristiger Investor in der Kryptowelt willst du diese Art Anleger auch nicht im Markt haben. Viele scheuen den Vergleich mit der Dotcom-Blase und er hinkt in der Tat, doch das Anlegerverhalten war in beiden Märkten gleich. Menschen, die das schnelle Geld wollten, kauften ohne Wissen darüber was sie kaufen irgend ein Produkt, verloren eine Menge Geld, verkauften wieder und betrachten Aktien bis heute als Teufelszeug. Ebenso negativ ist mittlerweile die Stimmung gegenüber Kryptowährungen.

Eine gesunde Entwicklung

Die meisten Anleger, die kurzfristig reich werden wollten, sind nun aus dem Markt gespült worden. Eine Marktkorrektur betrifft in der Regel nicht nur die Kurse, sondern auch die Marktteilnehmer. Kurse, sowie Marktteilnehmer schrumpfen auf eine gesunde Ziffer. Es ändert nichts an der Tatsache, dass sich langfristig der Preis der Kurse dem Wert des Marktes anpassen wird.

Wert heute vs Wert während des Hypes

Der Kryptoszene geht es aktuell gut. Die Weiterentwicklung einzelner Währungen schreitet voran. Der Kampf der Szene im Allgemeinen mit eventuellen Regulierungen nimmt mehr Konturen an. Hier sind zwar noch einige Hürden zu nehmen, jedoch ist der allgemeine Konsens im Moment, dass Kryptowährungen nicht verboten werden (können), sondern lediglich reguliert werden sollen. Je nach Volkswirtschaft wird eine solche Regulierung anders aussehen. G20 hat diese Entscheidung zumindest schon mal vertagt. Regulierungen sind unheimlich wichtig, um Seriosität und Sicherheit zu gewährleisten. Auch der Aktienmarkt und dessen Börsen unterliegen Regulierungen.

Beispiel Lightning

Das Lightning Netzwerk hat das Potential die Probleme von Bitcoin quasi über Nacht zu lösen. Zumindest ab dem Zeitpunkt, an dem es erfolgreich implementiert werden kann. Die Vorzeichen hierfür stehen positiver als noch während des Hypes. Um eine Bitcoin Transaktionen zu tätigen, muss ein Marktteilnehmer allen anderen Teilnehmern mitteilen, dass er diese Transaktion durchführen möchte. Das dauert unheimlich lange und kostet mittlerweile viel Geld. Mit Hilfe des Lightning Netzwerkes kann dieser Schritt umgangen werden. Ein Teilnehmer wird lediglich mit einem anderen Teilnehmer einen Kanal öffnen, durch welchen beide Teilnehmer beliebig häufig Transaktionen tätigen können. Diese Kanäle sind nicht auf zwei Teilnehmer beschränkt. Jedenfalls entfällt der Schritt, der gesamten Blockchain mitteilen zu müssen wer, wann an wen verkauft hat. Heute dauert eine Bitcointransaktion 30-60 Minuten. Sollte das Netzwerk Erfolg haben, werden Transaktionen in sekundenschnelle und sehr kostengünstig möglich sein. Im Übrigen gibt es weitere technologische Fortschritte, welche den Wert des Bitcoins an sich steigern. Zum Beispiel hat Intel einen Chip entwickelt, welcher den Stromverbrauch beim Bitcoin Mining deutlich reduzieren kann.

Ist besser, kostet weniger

Einige Kryptowährungen wie Bitcoin stehen heute in ihrer Entwicklung besser dar als während  des Hypes. Der Vorteil für dich und mich als interessierte Anleger ist, dass wir nun zu einem 60 bis 80%-igen Rabatt ein verbessertes Produkt kaufen können. Hinzu kommt die Tatsache, dass die ganzen Zockeranleger, die nur auf das schnelle Geld hofften, wie oben beschrieben nicht mehr am Markt teilnehmen.

Turning Point

Wenn du es schaffst entgegen des Herdenverhaltens zu investieren, sind deine Chancen hoch, nahe des Turning Points zu investieren. Als der Hype in vollem Gange war und jeder Kryptowährungen kaufen wollte, haben smarte Anleger Anteile verkauft oder sehr vorsichtig agiert. Denn sie wussten, dass die Wahrscheinlichkeit eines Turning Points steigt. Sie wissen nicht, ob oder wann er kommt. Sondern nur, dass die Wahrscheinlichkeit fallender Kruse gestiegen ist. Ähnlich verhält es sich heute. Niemand möchte etwas von Kryptowährungen hören. Auch heute ist es nicht möglich zu sagen, ob und wann die Kurse steigen. Es ist jedoch möglich zu behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit bald steigender Kurse heute viel höher ist als während des Hypes. Wenn du erfolgreich sein möchtest, dann ist es notwendig dann zu kaufen, wenn die Preise niedrig sind und keiner kaufen möchte, sowie dann zu verkaufen wenn die Preise hoch sind und jeder kaufen möchte.

Wann du nicht investieren solltest?

Du solltest auf keinen Fall in Kryptowährungen investieren wenn du kein Geld zu Verfügung hast auf das du notfalls gänzlich verzichten könntest. Wenn du es emotional nicht verkraftest, dass sich dein Geld auch mal mehr als halbieren kann. Wenn du nicht bereit bist, dir wenigstens ein Grundwissen über ein Produkt anzueignen, das du kaufen willst.

Welche Kryptowährungen kannst du kaufen?

Die meisten Kryptowährungen werden in einigen Jahren vermutlich nicht mehr existieren. Das heißt es ist unheimlich wichtig sich vor einem Kauf über die Vorteile einer Währung zu informieren. Während eines Bullenmarktes ist es ziemlich egal, welche Währungen du kaufst, da alle steigen. Während eines Bärenmarktes trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Vergangenheit zeigt, dass bei einem beginnenden Bullenmarkt die etablierten Währungen wie Bitcoin und Ethereum preislich zuerst anziehen und der Markt der Altcoins nachzieht. In meinem Portfolio ist Bitcoin immer die größte Position.  Denn die etablierten Währungen werden weiterhin existieren. Vielversprechende Altcoins kaufe ich als Ergänzung.

Wo kannst du Kryptowährungen kaufen?

Hier gibt es einige Möglichkeiten. Der einzige deutsche Vertreter ist bitcoin.de. Dort sind die Gebühren jedoch relativ hoch. Das beste und günstigste Angebot hat aktuell weiterhin binance*. Jedoch ist diese Börse weniger gut reguliert wie bitcoin.de*. Nicht vergessen solltest du über die Option nachzudenken deine Währungen auf einer Cold Wallet abzuspeichern.

Finanzielle Bildung – Über die Notwendigkeit sich finanziell zu bilden

Finanzielle Bildung

Benötigt Deutschland finanzielle Bildung? Uns geht es doch wirtschaftlich gut. So lautet zumindest die Meinung in der aktuellen medialen und politischen Landschaft. Die schwarze Null steht und die Bundesrepublik verfügt über einen mittleren zweistelligen Milliardenüberschuss. Viel Geld, das für Investitionen bereit stünde . Es stellt sich lediglich die Frage, wofür wir das viele Geld verwenden wollen. Oder doch nicht?

Ein Trugschluss

Die finanzielle Stärke Deutschlands wird durch zwei hauptsächliche Faktoren beeinflusst. Zunächst wäre die Niedrigzinspolitik der EZB, an der wir Milliarden verdienen zu nennen. Des Weiteren holt sich der Staat die 30-40 Milliarden Euro Überschuss durch die Hintertür von den Bürgerinnen und Bürgern zurück. So geschehen durch die kalte Steuerprogression und den Niedriglohnsektor.

Die Bedeutung der schwarzen Null

In der politischen Debatte ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl von Sicherheit und Stabilität zu vermitteln. Insbesondere in Zeiten, in denen ohnehin Unsicherheit in der Bevölkerung durch die Einwanderungspolitik, vermeintliche Terrorgefahr, Niedrigrenten, Armut, Energiewende etc. herrscht. Stell dir vor, die Politik würde zugeben, dass Deutschland finanziell gar nicht so gut dasteht, wie es den Anschein erweckt.

Was die Politik bzw. die Wirtschaft tun könnte

Politik und Wirtschaft hätten es generell in der Hand etwas gegen die finanzielle Situation zu unternehmen. Ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit wären zum Beispiel möglich: Steuerreformen (nicht umsonst kommt das Wort Steuer von „etwas steuern“), Lohnerhöhungen, Innovationen im Bereich Digitalisierung, eine Bildungsoffensive, Förderung des Teilbereichs „finanzielle Bildung“,  Unterstützung einer Unternehmerkultur, Bürokratieabbau usw.. Jedenfalls möchte die Politik uns aktuell glauben lassen, dass sie es ist, die verantwortlich für unser finanzielles Wohl ist. Das ist ist nicht falsch, aber eben auch nur die halbe Wahrheit. In erster Linie sind wir selbst verantwortlich für unser finanzielles Wohl, sowohl als Individuum, als auch als die Gesamtbevölkerung.

Plötzlich Handlungsspielraum

Sobald wir begreifen, dass wir selbst verantwortlich für unsere finanzielle Zukunft sind, haben wir plötzlich eine Menge Handlungsspielraum. Man könnte unsere finanzielle Situation mit dem Videospiel Tetris vergleichen. Wir können zwar wenig beeinflussen, welche Steine von oben auf uns zukommen. Wir können jedoch sehr wohl unser bestes Geben, die Steine so gut wie möglich zu sortieren, anstatt sie fallen zu lassen wie sie kommen und sich darüber auch noch zu beschweren. Im Gegensatz zum Spiel Tetris können wir als gesamte Bevölkerung zumindest etwas Einfluss auf die Steine nehmen, die uns die Politik zur Verfügung gibt, indem wir uns politisch interessieren und engagieren.

Bildungssystem – Was können wir tun?

Finanzielle Bildung ist die Voraussetzung des Erfolgs. Wir könnten finanzielle Bildung für unsere Kinder in der Schule fordern. Ich halte das zwar nicht für das wichtigste Fach, jedoch für eine Notwendigkeit. Wir sollten unseren Kindern die Zusammenhänge zwischen finanzieller Bildung, finanziellen Möglichkeiten und persönlichem Erfolg oder Glück vermitteln können. Zumindest in Form eines Zusatzangebotes in Schulen wäre so etwas denkbar.  In einigen Wahlprogrammen war eine Forderung zur finanziellen Bildung in Schulen bereits vorhanden. Es ist ein Teilbereich auf dem Weg unsere Kinder zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen, wenn wir ihnen die Vernetzungen zwischen Geschichte, Politik und Wirtschaft näher bringen.

Allgemeine Bildung, Konsum und Investitionen

Drei Teilbereiche, die ich in diesem Blog schon mehrfach erwähnt habe. Sich selbst allgemein zu bilden ist die beste Vorsorge gegen Armut. Bewusst, anstatt blind zu konsumieren schafft enormen finanzielle Spielraum. Ein viel zitierter, aber deswegen nicht weniger aktueller Satz leutet:

Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.

Zu guter Letzt sollten wir den Sinn und Zweck hinter Investitionen nicht vergessen. Aktien, Börse, Kryptowährungen und Co. sind im gesellschaftlichen Konsens weiterhin negativ behaftet. Dieses Vorurteil hält sich unsinnigerweise hartnäckig, obwohl statistisch gesehen z.B. Aktien seit über 100 Jahren die beste Rendite ermöglichen.

Finanzblogger

An dieser Stelle möchte ich erwähnen wie hervorragend sich die Szene der Finanzblogger in den letzten Jahren 2-3 Jahren entwickelt hat. Nicht nur in der Quantität, sondern ebenso in der Qualität, stoßen wir hier in eine Bildungslücke hinein und versuchen sie mit einer gewissen Seriosität, Diversifikation, aber auch jede Menge Freude am Investieren zu schließen. Wenn du dir einen Überblick über die besten Finanzblogger/innen verschaffen möchtest, dann schaue beim Finanzblogroll vorbei.

Was kommt bei der Bevölkerung an?

Wie im ersten Abschnitt bereits erwähnt, werden wir mit Nachrichten überhäuft, dass es uns in Deutschland finanziell gut geht. Diese Aussage ist zumindest streitbar und es kommt der Verdacht auf, dass sich die Bundesregierung eine finanzielle Entlastung der Bürgerinnen und Bürger gar nicht leisten kann. Schließlich kommt der Überschuss überhaupt erst zustande, da sie uns eben nicht teilhaben lässt und uns das Geld über die Steuern weiter aus der Tasche zieht.

Nur über Wertschöpfung

Bevor die Politik also Geld verteilen kann, müssen wir zunächst mehr Geld erwirtschaften. In diesem Bereich wurden Entwicklungen in den letzten 10-20 Jahren schlichtweg verschlafen. Wir klammern uns an die Errungenschaften des Maschinenbaus und der Autoindustrie mit Hilfe von übermäßigen Subventionen und sogar durch Beihilfe zum Betrug. Dabei sollten wir uns schleunigst auf die Möglichkeiten der enormen Wertschöpfungschancen im Bereich der Digitalisierung kümmern.

Chance statt Angst

Anstatt Angst um die Arbeitsplätze in der Bevölkerung zu streuen, wäre es sinnvoller sich auf die Chancen der Digitalisierung zu konzentrieren. Hier können neue Wertschöpfungsketten in einem Ausmaß entstehen, welche wir zuletzt im Zeitalter der Industrialisierung hatten. Die Angst der Bürgerinnen und Bürger ist nachvollziehbar und verständlich. Ich halte es für die Aufgabe der Politik, nicht die Augen vor den Veränderungen zu schließen, sondern die Bevölkerung durch die notwendigen Rahmenbedingungen auf die Veränderungen vorzubereiten und ihnen die Angst zu nehmen. Wenn wir dieses Thema ordentlich anpacken, kann der wirtschaftliche Wohlstand eventuell ohne Schummeln durch Niedrigzinsen oder Niedriglöhne gesichert werden.

Zurück zur finanziellen Eigenverantwortung

Ein Wort an die jungen Leser: Durch finanzielle Bildung, bewussten Konsum, Investitionen, mündiges Denken und Handeln, politisches und wirtschaftliches Interesse und Teilhabe kannst du deiner Zukunft positiv entgegen sehen. Es ist absolut möglich bereits in jungen Jahren die Weichen für das eigene spätere Glück in die Hand zu nehmen.

Wie bedeutsam ist finanzielle Bildung für dich? Wird dieses Thema überschätzt oder haben wir Deutschen Nachholbedarf?