6 Tipps beim Aktienkauf





Heute möchte ich euch 6 einfache  Tipps beim Aktienkauf geben. Das hier beschriebene sind „Basics“ und daher insbesondere für Börsenanfänger interessant. Gerne könnt ihr in den Kommentaren wertvolle Börsentipps für Anfänger ergänzen.

1) Geeignete Broker

Um den richtigen Broker zu finden empfehle ich ausschließlich unter online direkt Banken zu suchen. Dort fallen die Personalkosten geringer aus, weswegen die Gebühren in der Regel geringer sind. Ich persönlich nutze am häufigsten die comdirect Bank (Jetzt das comdirect Depot eröffnen!*). Das ist der übersichtlichste Broker, der mir bekannt ist und darüber hinaus über ein sehr umfangreiches Angebot verfügt. Günstige Ordergebühren findet man zum Beispiel auch bei der OnVista Bank*. Bei einer langfristigen Strategie fällt das nicht weiter ins Gewicht. Möchtest du jedoch häufiger handeln – wovon ich abrate – bietet sich eine Bank mit sehr geringen Ordergebühren an. Über beide Broker kann man auch Wikifolio-Zertifikate handeln, was mir persönlich sehr wichtig ist.

2) Der richtige Börsenplatz

Zunächst geht es darum den richtigen Börsenplatz zu finden. Letztendlich hat diese Entscheidung keine weitreichenden Folgen. Hauptsächlich ist zu bedenken, dass sich die Handelszeiten bei den verschiedenen Börsenplätzen unterscheiden. Xetra ist der bekannteste und größte Handelsplatz. Während Xetra um 17:30 Uhr schließt ist der Börsenplatz Tradegate bis 22 Uhr geöffnet. Ich persönlich tendiere dazu meine Aktien bei Xetra zu kaufen. Ist die Börse bis 22 Uhr geöffnet, bin ich häufig versucht mich bis spät am Abend mit Kursen zu beschäftigen. Bei Xetra packe ich die Watchlist spätestens um 17:30 Uhr bei Seite. Auf Abb. 1 siehst du die drei gängigsten Börsenplätze. Aufgrund der Uhrzeit kannst du bei Xetra in der Abb keine Daten erkennen, denn Börsenplatz hatte bereits geschlossen.

3) Immer während der Handelszeiten

Ich empfehle dir deine Aktienkäufe während der Handelszeiten abzuwicklen. Außerhalb der Handelszeiten ist der Spread meist höher. Das bedeutet die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis ist höher. Dies dient hauptsächlich zur Orientierung welches Limit du setzen kannst und zu welchem vernünftigen Preis du daraufhin kaufen kannst.

4) Niemals ohne Limit

Eine der wichtigsten Regeln für Anfänger ist immer ein Limit zu setzen. Ich erinnere mich, dass ich in meiner Anfangszeit vor einigen Jahren zunächst „billigst/bestens“ angeklickt hatte. Die Bezeichnung klingt fälschlicherweise verführerisch. Klickst du billigst a, wird deine Order in der Regel sofort ausgeführt. Das bedeutet jedoch auch, dass der günstigste Preis akzeptiert wird zu dem jemand gerade bereit ist seine Aktien zu verkaufen. Meistens ist somit der Kaufpreis höher. Klickst du Limit an wird deine Order erst ausgeführt wenn jemand bereit ist zu deinem angegeben Preis zu verkaufen. Das Limit würde ich immer zum unteren Ende des Spreads hin setzen. Irgendjemand will immer verkaufen. Gerade wenn die Kurse fallen wird häufig panisch verkauft.

Abb 2. Limit und Gültigkeit

5) Auf Gültigkeit achten

Auch die Gültigkeit ist ein wichtiges Thema. Wenn du „tagesgültig“ anklickst, dann ist deine Order nur für den heutigen Tag gültig. Im Beispiel der Abb. 2 wäre der Kauf der BASF Aktie bis Ende Januar gültig. Habe ich bis dahin den Zuschlag nicht bekommen, weil ich zum Beispiel ein zu niedriges Limit gesetzt habe, muss die Order erneuert werden.

6) Gebühren bedenken

In Abb. 3 wird meine Order unmittelbar vor Kauf nochmal als Übersicht dargestellt. Spätestens jetzt sollte man sich Gedanken über die anstehenden Gebühren machen. In diesem Fall liegt eine Limit Order des Unternehmens BASF vor. 50 Stück sollen zu einem Limit von 88,2 Euro gekauft werden. Die Gebühren bei der comdirect Bank, die ich hauptsächlich nutze liegen in diesem Fall bei 4,90 Euro zuzüglich 0,25% des Ordervolumens. Das macht knapp 16 Euro für die Order. Das bedeutet, dass ich erst ab einem Gewinn von mindestens 0,4% bei meinem Investment in der Gewinnzone bin. Wobei hier bedacht werden muss, dass für den Verkauf ebenfalls Gebühren anfallen. Übrigens würde ich Einzelaktienkauf erst ab einer Investitionssumme von mindestens 20 000 Euro empfehlen. Ansonsten kannst du dir keine Diversifikation leisten und investierst dein Geld besser in einen ETF-Wertpapiersparplan.

Abb. 3 Gebühren berechnen

Aktienanalyse nach Susan Levermann – Beispiel Siemens

Aktienanalyse nach Susan Levermann

Um eine Aktienanalyse nach Susan Levermann durchzuführen werden 13 verschiedene Kennzahlen betrachtet. Diese können den Kategorien Qualität, Bewertung, Stimmung, Momentum, Technik und Wachstum untergeordnet werden.  Hier habe ich die Levermann-Strategie im Allgemeinen bereits vorgestellt. In diesem Artikel wird es darum gehen, eine Aktie nach der Levermannstrategie konkret zu analysieren. Dazu schauen wir uns das Unternehmen Siemens an. Wer Interesse an einem Wikifolio zum Thema Levermann hat kann hier klicken.

Übersicht der 13 Kennzahlen

  • Qualität: Eigenkapitalrendite, Gewinnmarge, Eigenkapitalquote
  • Bewertung: KGV, KGV über 5 Jahre
  • Stimmung: Analystenmeinung, Reaktion auf die Quartalszahlen
  • Momentum: Gewinnrevisionen, 6-Monats-Kursverlauf, 1-Jahres-Kursverlauf, Kursmomentum
  • Technik: Revearsaleffekt
  • Wachstum: Gewinnwachstum

Quellen

Um die notwendigen Informationen für eine Aktienanalyse nach Susan Levermann zu erhalten genügt in den meisten Fällen das Internet. Gerade bei den größeren Unternehmen (Large Caps) stellt die Informationssuche kein Problem dar. Möchte man kleinere Unternehmen (Small Caps) analysieren, gestaltet sich die Suche manchmal etwas schwieriger. Jedoch müssen alle Unternehmen ihre Zahlen veröffentlichen. Daher wird man meist in den Bilanzen der Jahresabschlussberichte oder Quartalsberichte fündig. Ansonsten nutze ich als Quellen hauptsächlich die OnVista Bank* , börse.de oder finanzen.net.

Los Geht’s! – 1) Die Eigenkapitalrendite

Die aktuelle Eigenkapitalrendite des Unternehmens Siemens liegt bei 15,93%. Der Jahresüberschuss liegt also 20% über dem zur Verfügung stehenden Eigenkapital. Es handelt sich daher um eine rentables Unternehmen, das genügend Geld für schlechte Zeiten zur Verfügung hat. Ab einer Eigenkapitalrendite von 20% bekommt die Aktie nach Levermann einen Punkt. Liegt der Wert zwischen 10% und 20% wird kein Punkt vergeben. Einen Minuspunkt gibt es bei unter 10%.

Ergebnis: 0 Punkt, Gesamtergebnis aktuell: 0 Punkte

2) Gewinnmarge oder Ebit

Hierbei handelt es sich um den Gewinn vor Zinsen und Steuern. Eine hohe Gewinnmarge ist ein Qualitätsmerkmal eines Unternehmens und auch gut für die Analyse nach Levermann. Es sichert das Unternehmen für schlechte Zeiten ab und lässt Spielraum bei der Preisgestaltung. Liegt die Gewinnmarge über 12% wird eine Punkt vergeben. Bei Werten zwischen 6% und 12% ändert sich nichts am Punktestand. Sollten die Ebit die Schwelle von 6% unterschreiten wird ein Minuspunkt notiert. Die Gewinnmarge von Siemens beläuft sich auf 7,4%.

Ergebnis: 0 Punkte, Gesamtergebnis aktuell: 0 Punkte

3) Eigenkapitalquote

Das Unternehmen Siemens hat eine Eigenkapitalquote von 27,21%. Auch diese Kennzahl spiegelt die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens in schlechten Zeiten wieder. Sie wird in Relation zum Verschuldungsgrad gesetzt. Eine hohe Eigenkapitalquote ist ein großer Pluspunkt und so wird ab einem Wert von 25% ein Punkt verteilt. Bei Zahlen zwischen 15% und 25% wird die Aktie bei der Levermann Analyse neutral betrachtet. Darunter liegende Werte werden mit einem Minuspunkt bestraft. Alles in Allem ist das Unternehmen Siemens aus qualitativer Sicht sehr gut aufgestellt.

Ergebnis: 1 Punkt, Gesamtergebnis aktuell: 1 Punkt

4) Das KGV (für das aktuelle Jahr)

Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) wird von vielen Aktionären häufig als die wichtigste Kennzahl wahrgenommen. Unternehmen mit niedrigem KGV gelten als unterbewertet und werden bevorzugt gekauft. EIn KGV mit einem Wert größer 16 oder kleiner gleich 0 wird mit einem Minuspunkt berechnet. Werte zwischen 12 und 16 führen zu einem neutralen Ergebnis, wogegen bei Zahlen zwischen 0 und 12 ein Pluspunkt addiert wird. Das aktuelle KGV des Unternehmens Siemens liegt bei 15,4.

Ergebnis: 0 Punkte, Gesamtergebnis aktuell: 1 Punkt

5) Das KGV über 5 Jahre

Das KGV über 5 Jahre wird addiert und durch die Anzahl der Jahre geteilt. Relevant sind die vergangenen drei Jahre, das aktuelle Jahr und das zu erwartende KGV für das kommende Jahr. Punkte werden nach dem gleichen Prinzip vergeben wie beim KGV für das aktuelle Jahr. Im Schnitt liegt das KGV der letzten 5 Jahre bei 15,38.

Ergebnis: 0 Punkte, Gesamtergebnis aktuell: 1 Punkt

6) Analystenmeinungen

Liegen die Analystenmeinungen bezüglich des Unternehmens im Mittel bei „kaufen“ wird ein Minuspunkt vermerkt. Sind die meisten Analysten der Meinung die Aktie zu halten wird das Unternehmen neutral betrachtet. Raten die meisten Analysten zum Verkauf gibt es einen Pluspunkt. Achtung: Bei Small Caps und weniger als 5 Analystenmeinungen werden die Punkte nach der Levermann Analyse genau anders herum verteilt. Bei Siemens gibt es ein leichtes Übergewicht der Meinungen zum Halten der Aktie.

Ergebnis: 0 Punkte, Gesamtergebnis 1 Punkt

7) Reaktionen auf die Quartalszahlen

Legt der Aktienkurs eines Unternehmens nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen um mehr als 1% zu wird ein Pluspunkt vergeben. Lässt der Kurs mehr als 1% Federn wird ein Minuspunkt notiert. Alle Werte, die dazwischen liegen werden neutral betrachtet. Die aktuellen Quartalszahlen wurden am 9.11.2016 veröffentlicht. An diesem Tag lag der Kurs bei 104,571. Die Aktionäre waren offensichtlich sehr zufrieden mit den Zahlen, weswegen der Kurs am nächsten Tag bei 109,355 datierte. Das ist ein Plus von etwa 4,5% und somit wird nach Levermann ein Punkt addiert.

Ergebnis: 1 Punkt, Gesamtergebnis: 2 Punkte

8) Gewinnrevisionen

Relevant für die Kennzahl sind die Veränderungen der Gewinnerwartungen in den letzten 4 Wochen. Haben die Gewinnerwartungen in den letzten 4 Wochen um mehr als 5% zugenommen erhält das Unternehmen einen Pluspunkt. Bei Werten unter -5% subtrahieren wir einen Minuspunkt. Alle Werte dazwischen gehen ohne Punkte in die Rechnung mit ein. Im Falle des Unternehmens Siemens wird ein Punkt nach Levermann vergeben, da sich die Gewinnerwartungen in den letzten 4 Wochen entsprechend gesteigert haben.

Ergebnis: 1 Punkt, Gesamtergebnis: 3 Punkte

9) 6-Monats-Kursverlauf

Wenn der Kurs in den letzten Monaten deutlich (um mehr als 5%) gestiegen ist wird ein Punkt vergeben. Ist der Kurs um mehr als 5% gefallen erhält das Unternehmen einen Minuspunkt. Liegen die Werte dazwischen wird kein Punkt verteilt. Der Kurs  der Aktie Siemens ist in den letzten 6 Monaten von etwa 88 Euro auf rund 115 Euro gestiegen.

Ergebnis: 1 Punkt, Gesamtergebnis: 4 Punkte

10) 1-Jahres-Kursverlauf

Die Punkte werden nach dem gleichen Muster des 6-Monats-Kursverlaufes vergeben. Vor einem Jahr lag der Kurs etwa bei 89 Euro.

Ergebnis: 1 Punkt, Gesamtergebnis: 5 Punkte

11) Kursmomentum

Ist der Kurs eines Unternehmens in den letzten 6 Monaten deutlich gestiegen (mind. 5%) und in den letzten 12 Monaten nicht deutlich gestiegen  (mind. 5%) gibt es einen Punkt. Ein Minuspunkt wird verteilt wenn der Kurs in den letzten 6 Monaten deutlich gefallen (mind. -5%) und in den letzten 12 Monaten nicht deutlich gefallen (mind. -5%) ist. Ansonsten wird die Aktie, wie im Falle Siemens, neutral betrachtet.

Ergebnis: 0 Punkte, Gesamtergebnis: 5 Punkte

12) Revearsaleffekt

Relevant für die Kennzahl ist die Tatsache wie sich die Aktie in den letzten drei Monaten in Relation zum Vergleichsindex (in diesem Falle: DAX) verhalten hat. Für einen Pluspunkt muss die Aktie in den den drei letzten Monaten jeweils schlechter performt haben als der Index. Hat der Kurs der Aktie in den letzten drei Monaten den Dax jeweils outperformt wird ein Minuspunkt vergeben. Ansonsten wird nach Levermann kein Punkt vergeben.

 SiemensDAX
28.12. (aktuell)115,91611.474,99
28.11.105,70410.582,670
28.10.103,210.696,190
28.09.104,67710.438,340

Ergebnis: 0 Punkte, Gesamtergebnis: 5 Punkte

13) Gewinnwachstum

Die Gewinnschätzung des aktuellen Jahres wird mit der Gewinneinschätzung des kommenden Jahres in Relation gesetzt. Der Gewinn pro Aktie für das laufende Jahr liegt bei Siemens bei 6,74 Euro. Im nächsten Jahr wird ein Gewinn von 7,48 Euro erwartet. Bei einer Steigerung von mehr als 5% wird ein Punkt gegeben. Zwischen -5% und 5% gibt es keinen Punkt. Bei Werten unter -5% wird ein Minuspunkt verteilt.

Ergebnis: 1 Punkt, Gesamtergebnis: 6 Punkte

Kaufempfehlung

Größere Unternehmen wie Siemens (Large Caps) erhalten eine Kaufempfehlung ab einer Punktzahl ab 4 Punkten. Die Gesamtpunktzahl von Siemens liegt aktuell bei 6 Punkten. Somit ist die Aktie nach der Levermanalyse eine Kaufempfehlung. Sie kann gehalten werden bis sie die Punktzahl drei unterschreitet. Bevor jetzt jemand all sein Geld in Siemens investiert, will ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass Susan Levermann eine Depotgrüße von 10-15 verschiedenen Positionen empfiehlt.

Bei Anregungen zu meiner Analyse nach Levermann könnt ihr mir diese gerne in den Kommentaren hinterlassen. Investiert ihr selbst in Levermannaktien oder habt sogar selbst aktuell Unternehmen aktualisiert, dann teilt mir das auch bitte mit! Über sonstige Rückmeldungen freue ich mich auch sehr..

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Interview mit Einstein

Interview mit Einstein

Einstein ist der Kopf hinter einem der erfolgreichsten Wikifolios names „Platintrader 1000% Leidenschaft„. Ich freue mich sehr, dass sich Einstein dazu bereit erklärt hat, dieses Interview durchzuführen und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

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Was war die erste Aktie, die du je gekauft hast?

***Meine Erste Aktie habe ich 1987 nach dem Börsencrash gekauft und das war die Lampenbude Philips.

Wie bist du zur Börse gekommen?

***Man war jung und brauchte das Geld.

Dein Wikifolio gehört zu den erfolgreichsten Wikifolios überhaupt. Man könnte sagen es gehört zu den Besten der Besten. Mittlerweile hast du eine Performance von über 2000% erreicht. Wie motivierst du dich für die Zukunft?

***Wenn man erfolgreich ist benötigt man nur wenig Motivation, es macht einfach Spaß und man behält so seine Leichtigkeit mit Leidenschaft und wird von einer positiven Aura getragen, der Rest ist dann Routine.

Kannst du uns was zu den Anfängen deines Wikifolios erzählen? Aus welcher Intention heraus hast du ein Wikifolio erstellt?

***Die Idee des Wikifolios ist auf einer Kapitalmarktkonferenz aus einer Bierlaune entstanden. Ich habe mit einem Marktteilnehmer, den ich sehr schätze einen Burger gewettet, dass ich sein Wikifolio um einen Faktor 10 schlage.

Hast du dir Ziele gesetzt für das Jahr 2017?

Für 2017 habe ich aktuell noch keine Ziele. Es wird in jedem Fall ein schwieriger Jahrgang werden, der Fokus liegt hier ganz klar auf Trading und weniger auf Investment. Inflation, Zinsen, Trump, Europa Schuldenkrise und weitere mögliche Imponderabilien dürften für großes Störfeuer sorgen.

Vermutlich wurde das schon häufig gefragt, aber es ist wohl die Frage, welche die meisten Fans brennend interessiert. Warum ist dein Wikifolio nicht investierbar?

***Es gab von mir immer mal wieder Überlegungen das zu ändern, leider habe ich bei dem Wiki nur eine Performance Fee von 5% und das lohnt sich nicht für mich. Bei einem Profit im Jahr von sagen wir mal 2 Mio, macht das 100k Fee, davon bekommt Lang und Schwarz die Hälfte. Von der Hälfte wird die Mehrwertsteuer heraus gerechnet. Das wären dann noch 42k, die ich dann noch zur Hälfte mit dem Finanzamt teilen muss. Man muss auch mal NEIN sagen können!

Als du das erste Mal von der Echtgeld Kopie deines Wikifolios von 2Stein gehört hast. War es dir nicht unangenehm?

Die Idee vom 2Stein finde ich gut. Er ist in die Lücke gesprungen und hat die mögliche Nachfrage im Markt bedient. Ich werde auch von anderen kopiert, Aktienhandel besteht aus copy und paste. Das beobachtet man sehr häufig bei den großen Börsenzeitschriften, gehört aber zum Geschäft. 2Stein würde ich gerne mal persönlich kennenlernen, vielleicht ergibt sich hier ja was auf der nächsten Invest Messe in Stuttgart oder bei einer Podiumsdiskussion bei Wikifolio.

Siehst du andere erfolgreiche Wikifolios als Konkurrenz an z.B. Börsenbriefempfehlungen nutzen? Verfolgst du selbst Wikifolios in die du investieren würdest oder bist du sogar in Wikifolios investiert?

Börsenbriefempfehlungen gefällt mir gut. Ich selbst habe kein Geld in Wikis investiert, meine Watchlist ist aber sehr groß.
Ich kenne viele Markteilnehmer persönlich und weiß schon die Spreu vom Weizen zu trennen. Da sind in der Tat ein paar dabei die „Wissen worum es geht“ und einen guten Job machen. An dieser Stelle möchte ich den Sascha Gebhard, der im Markt den Spitznamen Mr. Alltimehigh trägt und auch den Lars Winter/Christian Scheid mit seinen vielen Wikifolios positiv erwähnen.

Worin siehst du den größten Nachteil bzw. Vorteil an der Wikifolio-Plattform im Allgemeinen?

Wir haben in den letzten Jahren einen Mega Bullenmarkt gehabt. Die echte Wikifolio Bewährungsprobe bei fallenden Märkten steht uns allen bevor. Die Große Kunst dann nichts zu machen ist im Handel eine absolute Königsdisziplin. Keiner, aber auch absolut keiner von uns allen kann über Wasser laufen. Eine hohe Performance ist nur mit einem sehr hohen Risiko verbunden, das muss man diesen ganzen Glücksrittern am Markt immer wieder jeden Tag klar sagen. Das Geld kann sehr schnell weg sein oder es hat jemand anderes!

Wie gefällt dir die Website „Investieren mit Kopf?

***Die Seite gefällt mir gut, insbesondere der Ansatz Investieren für Kinder sollte hier jeder genau anschauen. Alles was mit Aktien und Börse zu tun hat ist in Deutschland wichtig. Jeder sollte sich hier frühzeitig mit beschäftigen, es geht an der Börse kein Weg vorbei.

Was ist deine professionelle Meinung zu meinen Wikifolios? (Username: TheBowlgod)

***Ich habe null Ahnung von Levermann, aber das wird sich sicher bald ändern! Danke für den Hinweis.

Platintrader Report – 2000% Performance

Platintrader Report 2000% Performance

Willkommen zu einem neuen Platintrader Report. Am 16.09.2013 startete Einstein sein Wikifolio Names Platintrader 1000% Leidenschaft. Innerhalb von etwas mehr als drei Jahren wurde nun die Marke von 2000% Performance geknackt. Das ist die zweithöchste Zahl, die überhaupt auf der Wikifolio Plattform existiert.

Mein Depot

Das Referenzportfolio 2Stein’s Best Platin von 2Stein konnte bisher etwas mehr als 40% seit Erstellung im Oktober 2015 zulegen. Das sind knapp 3% pro Monat. Kein schlechter Deal wenn man bedenkt, dass die meisten deutschen Sparer über das ganze Jahr verteilt auf ihren Tagesgeldkonten und Sparbüchern weniger als ein Prozent bekommen. Ich habe selbst etwa Mitte des Jahres 2016 rund 10 000 Euro investiert. Aktuell hat das Wikifolio-Zertifikat einen Wert von 11 315 Euro. Ich habe also dank Einstein und 2Stein ca 11,3% Performance innerhalb von etwa 6 Monaten erwirtschaften können.

Was ist seit dem letzten Platintrader Report passiert?

Den letzten Platintrader Report veröffentlichte ich am 22. September 2016. In diesem Bericht hielt ich fest, dass die Performance in den Monaten zuvor nicht berauschend war. Es kann an der Börse eben nicht immer nach Norden gehen. Seit dieser Zeit konnte das Depot etwa um 10% zulegen. Damals hatte ich auch einen Zukauf des Wikifolio-Zertifikats von 2Stein empfohlen, um die Performancegebühr zu sparen. Wer den Tipp beherzigt hat, konnte die letzten 10% Gewinn gebührenfrei einstreichen.

Nicht jedes Investment gelingt

Nach Alno gab es mit der Constantin Medien AG eine weitere große Performancebremse im Depot des Platintrader. An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass Einsteins Strategie nicht risikoarm ist. Daher kann und wird es auch immer wieder zu solchen Fehlgriffen kommen müssen. Eine angestrebte hohe Rendite kann nur erreicht werden wenn ein gewisses Risiko eingegangen wird.

Performance Booster

Den Fehlgriffen stehen einige echte Performancebeschleuniger gegenüber. Gewinne über 10% wurden mit der Manz AG, MBB SE, Vita 34, der Haemato AG, Francotyp, der Eckert & Ziegler AG u.a. eingetütet. Die genannten waren dabei nur im Monat Dezember verwirklichte Gewinne. Die Aktie des Unternehmens MBB SE sticht dabei mit einem Gewinn von über 50% heraus. Ich persönlich sehe dieses Unternehmen auch im Jahr 2017 gut aufgestellt. Weitere Performancesteigerungen des Wertpapiers im Bereich zwischen 10% bis 30% würden mich nicht wundern.

Die Bullen fürs neue Jahr

Einstein nannte in seinem Wikifolio bisher drei potentielle Bullen für das Jahr 2017. Neben der Llyod Fonds AG handelt es sich hierbei um die Papiere von Invision und Wilex. Letzeres Unternehmen befindet sich bereits jetzt mit einem Gewinn von über 15% im Depot von Einstein.

Kurzvorstellung

Wilex ist ein Biotechnologieunternehmen und unterliegt dadurch den branchentypischen Risiken. Jedoch wurde eine im Jahr 2015 angekündigte Finanzierungsstrategie erfolgreich umgesetzt, der Aufsichtsrat verkleinert und es gab zwei wichtige Patenmeldungen. Man darf gespannt sein. Invision ist im Bereich Software tätig und hat in den letzten 5 Jahren eine radikale Transformationsphase hinter sich gebracht. Die Cloud macht es möglich. Das Unternehmen besticht vor allem durch gute fundamentale Zahlen. Die Ebit-Marge und die Eigenkapitalrendite liegen bei über 20%. Die Eigenkapitalquote sogar bei knapp 60%. Llyod Fonds ist Spezialist für Investment- und Assetmanagement und überwiegend in den Bereichen Schifffahrt und Immobilien tätig. Das Unternehmen hat ein hohes Potential.  Die Zahlen sind nun seit mehr als drei Jahren sehr positiv.

Interview mit Enstein

Einstein hat sich zu einem Interview bereit erklärt. Es werden Fragen zu ihm als Person, zu seinem Wikifolio, zu 2Steins Wikifolio, zum Wikifolio im Allgemeinen und zum Blog „Investieren mit Kopf“ beantwortet. Ich werde dieses Interview nächsten Montag früh veröffentlichen.

Bis dahin wünsche ich allen Aktionären und Wiki-Anhängern eine gute Performance!

Investieren für die Kinder

Investieren für die Kinder

Durch Investieren für die Kinder können wir die nächste Generation tatkräftig unterstützen. Vor einigen Tagen habe ich ein Video zum Thema „1 Million Euro Depot mit 35 Jahren“ auf einem meiner favorisierten Youtube Kanäle „Aktien mit Kopf“ gesehen. Ein User schrieb einen sehr berührenden und informativen Kommentar:

User Kommentar:

Finanzielle Unabhängigkeit ist mein Fernziel, es ist noch ein weiter Weg bis dahin. Ich habe viel falsch gemacht, hab Naturwissenschaften studiert und jahrelang in der Krebsforschung gearbeitet, was finanziell ein Fiasko war. Im Grunde habe ich meine 20er damit verbracht, wie ein Maulesel zu schuften mit zum Teil 60-Stunden-Wochen, und das für etwa 1100 Euro netto pro Monat (das war das ‚Gehalt‘ für Doktoranden). Nachdem ich das Doktorat in der Tasche hatte, hab ich die Wissenschaft an den Nagel gehängt voller Groll. Das erste faire Gehalt erst mit 30 in der Privatwirtschaft. Unglaublich. Ich würde das nie wieder so machen. Wenn Bildung, dann achtet genau darauf, welche. Heute bin ich Ende 30 und mit im Grunde immer nur frustriert in der Arbeit, hatte schon mehrere Burnouts, na grandios. Ich spare hardcore, um möglichst schnell aus dem Hamsterrad rauszukommen.

Finanzielle Gleichberechtigung

Neben zu hohem Leistungsdruck, schlechter Bezahlung und unmenschlichen Arbeitszeiten gibt es eine Reihe weiterer Gründe, warum Investitionen für die Kinder sinnvoll sein können. Heutzutage ist es keine Seltenheit, sondern eher die Regel, dass in Partnerschaften Mann und Frau arbeiten gehen „müssen“. Häufig gehen beide zu 100% arbeiten und ziehen gleichzeitig noch Kinder groß. In der vorangegangen Generation, blieben Frauen häufig zu Hause und kümmerten sich um den Haushalt, während die Männer zu 100% arbeiten gingen und im Haushalt nichts bis wenig halfen. In der modernen Welt gehen Männer und Frauen zu 100% arbeiten, während sie beide häusliche Aktivitäten übernehmen und Kinder groß ziehen.

(Finanziell) gesund leben

Im Grunde genommen geht der Gesamthaushalt im Vergleich zu früher insgesamt nun das Doppelte arbeiten und zwar für das gleiche Geld. Ein entspannter, gesunder Lebensstil ist so in meinen Augen kaum möglich. Wäre es nicht im Sinne der finanziellen Gleichberechtigung wenn Mann und Frau je zu 50% arbeiten gehen könnten und das Geld dennoch reichen würde? Es ist nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen in unserer Leistungsgesellschaft unter Volkskrankheiten wie Burnout leiden. Es stellt sich die Frage, wie es der nächsten Generation gehen wird und wie wir sie unterstützen können?

Ein konkreter Vorschlag!

Viele Banken bieten sogenannte Junior Depots an. Diese haben verschiedene Optionen und nicht zu vernachlässigende Vorteile. Ich habe zum Beispiel für meine beiden Söhne je ein Junior Depot bei der comdirect Bank eröffnet. Dort werden drei grundsätzliche Möglichkeiten angeboten: Aktiv gemanagte Fonds, ETFs oder der Kauf von Einzelaktien. Alle drei Möglichkeiten sind sparplanfähig oder auch als Einmalanlage investierbar. Einmalanlagen machen vor allem dann Sinn, wenn deine Nachkommen zum Beispiel eine größere Summe bei Anlässen wie der Taufe oder der Konfirmation geschenkt bekommen haben.

Worauf ist zu achten?

Einen aktiv gemanagten Fonds solltest du nicht besparen, denn die Kosten sind auf lange Sicht schädlich für die Performance. Meine favorisierte Variante ist die Anlage eines ETF Sparplans. Hier käme zum Beispiel der MSCI World in Frage. Zu beachten wären noch die Gebühren. Comdirect bietet im Zuge diverser Aktionen immer mal wieder ETFs über einen längeren Zeitraum ohne Ordergebühren an. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, sollte jedoch regelmäßig überprüft werden. Dabei reicht es ein Mal im Jahr oder Halbjahr rein zuschauen. An Gebühren wäre noch auf die Total Expanse Ratio (TER) zu achten. Beim Erwerb von Einzelaktien könntest du zum Beispiel auf Dividendentitel setzen, um noch mehr vom Zinseszins zu profitieren. Hier ist unbedingt auf eine Diversifikation von mindestens 10 verschiedenen Titeln zu achten. Ich persönlich würde im Falle einer Investition in Einzelaktien auf Large Caps setzen. Diese unterliegen geringeren Kursschwankungen und es gibt wesentlich mehr sparplanfähige Angebote.

Die Vorteile

Ein Vorteil ist, dass du schon ab einem Betrag von 25 Euro einen Sparplan einrichten kannst. Darüber hinaus fallen die Depotgebühren in der Regel weg. Durch einen Sparplan hast du auch eine gewisse Flexibilität für Zu- und Verkäufe. Ein großer Vorteil ist auch, dass jedes Kind einen Steuerfreibetrag von 9 489 Euro zur Verfügung hat. Achtung: Manche Kunden wollen den Steuerfreibetrag für ihre eigenen Zwecke ausnutzen. Sie richten über einige Jahre einen Sparplan für die Kinder ein, obwohl sie in Wahrheit das Geld im Anschluss ins eigene Depot umschichten wollen. Diese Möglichkeit existiert definitiv nicht. Bespare den Sparplan nur wenn das Geld tatsächlich nicht gebraucht wird und nur für die Kinder gedacht ist.

Je früher, desto besser

Ich gehe nochmal auf das Beispiel des oben genannten Users ein. Nehmen wir an er ist heute 38 Jahre alt. Hätte also vor 38 Jahren jemand einen ETF Sparplan über 25 Euro für ihn eingerichtet, ginge es ihm heute vielleicht besser. Je nach ETF kann von einer durchschnittlichen Wertsteigerung von 6-9% pro Jahr ausgegangen werden. Miteinberechnen müsste man noch mögliche Gebühren, sowie die Inflation. Aus Gründen der Einfachheit lasse ich das weg. Als comdirect Depot Anleger* sind die Gebühren häufig über Aktionen recht günstig. Weiter zu beachten wäre die Abgeltungssteuer nach Verkauf des Sparplans. Wobei hier auch die Möglichkeit bestünde, den ETF weiterlaufen zu lassen und nicht zu verkaufen, um weiter vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Die investierte Summe nach 38 Jahren läge bei 11 400 Euro. Bei einer Wertsteigerung von jährlich 6% hätte der User nun etwa 42 000 Euro Kapital zur Verfügung. Bei einer Wertsteigerung von 9% wären es ca. 89 000 Euro. Hierdurch hätte er ein Stückchen finanzielle Freiheit erreicht.

Ein Appell an die Jugend

Allen jungen Lesern rate ich dazu sich bei Onlinebanken über ETF-Sparpläne zu informieren. Fängt man früh mit dem Investieren an, wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit stark davon profitieren. Es bieten sich vor allem globale ETFs an, welche den Weltmarkt abbilden. Wer mehr Geld zur Verfügung hat, kann weiter differenzieren. Ich habe hier kürzlich über eine mögliche ETF-Strategie berichtet.

Investierst du monatlich für deine Kinder? Vielleicht bist du auch noch jung und tätigst erste Investitionen für dich selbst? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!