Sollte man jetzt Bitcoin kaufen?

Bitcoin kaufen?

Sollte man jetzt Bitcoin kaufen?  Seit Anfang Januar befindet sich der Markt der Kryptowährungen in einem Bärenmarkt. Massive Kurseinbrüche von bis zu über 80% sind die Folge. Um nur einige Beispiele zu nennen:

Kursstürze ausgewählter Kryptowährungen:

  • Bitcoin: fast 70%
  • Ethereum: knapp über 70%
  • Ripple: etwa 85%
  • Iota: etwas über 80%

Die erste Reaktion

Die erste und grundsätzlich nachvollziehbare Reaktion auf solche Kursstürze  ist vehemente Ablehnung. Welcher Mensch mit Verstand investiert in einen Markt, der dermaßen volatil ist? Finger weg von Kryptowährungen! Auf den zweiten Blick erkennen gewiefte Anleger hier jedoch eine echte Chance und eine gesunde Entwicklung.

Der Hype

Es ist nicht lange her. Einige Wochen vor Weihnachten herrschte im Bereich der Kryptowährungen Goldgräberstimmung. Es setzte Kaufpaniik ein. Investoren, die im Verlauf des Jahres 2017 ihr Geld vervielfacht haben, erzählten ihre Geschichte ihren Arbeitskollegen, Nachbarn, Familienmitgliedern an Weihnachten, in der Kaffeepause. Jeder erzählt jedem zu jederzeit, wie einfach und schnell man reich werden kann.

Überlastung

Es meldeten sich so viele Menschen auf den Börsenplätzen für Kryptowährungen an, dass diese keine neuen Nutzer mehr akzeptierten. Teilweise wurden Accounts für Börsen bei Ebay für mehrere Tausend Euro zum Verkauf angeboten. Nur, damit Leute mit Kaufpanik z.B. Ripple nach einem 1000% Kursanstieg innerhalb weniger Wochen kaufen konnten.

Vorzeichen

Zwischenzeitlich kannte ich mehr Menschen, die Bitcoin besaßen als Menschen, die in Aktien oder ETF investiert sind. Wenn der Nachbar, Tante und Onkel, der Chef, der Arbeitskollege, die Ex-Freundin usw. alle auf den Hypetrain aufspringen, welche Argumente sprechen dann für einen anhaltenden Kursanstieg? Einige langjährige Investoren rieten zur Vorsicht. In den Markt einsteigen sei kein Problem, jedoch sollte man nur einen Teil investieren und grundsätzlich nur Geld, auf das man lange verzichten kann. Andere Anleger verkauften Anteile ihrer Bestände. Zugegeben, es ist extrem schwer während eines Hypes nicht auf den Zug aufzuspringen. Ebenso schwer ist es nach einem enormen Kurssturz zu kaufen während alle Welt Kryptowährungen verteufelt.

Der Unwissende

Vor einigen Monaten kauften viele Anleger Kryptowährungen, die keinen Ahnung hatten, was sie da eigentlich kauften. Wenn das schnelle Geld winkt, dann setzt das Gehirn aus. Viele kauften blind irgendeine Währung, weil es ihnen jemand empfohlen hatte, weil sich der Name Ripple gut anhört oder einfach nur, weil der Kurs die Wochen zuvor explodierte.

Die gute Nachricht

Diese Anleger sind mittlerweile fast alle aus dem Markt. Als langfristiger Investor in der Kryptowelt willst du diese Art Anleger auch nicht im Markt haben. Viele scheuen den Vergleich mit der Dotcom-Blase und er hinkt in der Tat, doch das Anlegerverhalten war in beiden Märkten gleich. Menschen, die das schnelle Geld wollten, kauften ohne Wissen darüber was sie kaufen irgend ein Produkt, verloren eine Menge Geld, verkauften wieder und betrachten Aktien bis heute als Teufelszeug. Ebenso negativ ist mittlerweile die Stimmung gegenüber Kryptowährungen.

Eine gesunde Entwicklung

Die meisten Anleger, die kurzfristig reich werden wollten, sind nun aus dem Markt gespült worden. Eine Marktkorrektur betrifft in der Regel nicht nur die Kurse, sondern auch die Marktteilnehmer. Kurse, sowie Marktteilnehmer schrumpfen auf eine gesunde Ziffer. Es ändert nichts an der Tatsache, dass sich langfristig der Preis der Kurse dem Wert des Marktes anpassen wird.

Wert heute vs Wert während des Hypes

Der Kryptoszene geht es aktuell gut. Die Weiterentwicklung einzelner Währungen schreitet voran. Der Kampf der Szene im Allgemeinen mit eventuellen Regulierungen nimmt mehr Konturen an. Hier sind zwar noch einige Hürden zu nehmen, jedoch ist der allgemeine Konsens im Moment, dass Kryptowährungen nicht verboten werden (können), sondern lediglich reguliert werden sollen. Je nach Volkswirtschaft wird eine solche Regulierung anders aussehen. G20 hat diese Entscheidung zumindest schon mal vertagt. Regulierungen sind unheimlich wichtig, um Seriosität und Sicherheit zu gewährleisten. Auch der Aktienmarkt und dessen Börsen unterliegen Regulierungen.

Beispiel Lightning

Das Lightning Netzwerk hat das Potential die Probleme von Bitcoin quasi über Nacht zu lösen. Zumindest ab dem Zeitpunkt, an dem es erfolgreich implementiert werden kann. Die Vorzeichen hierfür stehen positiver als noch während des Hypes. Um eine Bitcoin Transaktionen zu tätigen, muss ein Marktteilnehmer allen anderen Teilnehmern mitteilen, dass er diese Transaktion durchführen möchte. Das dauert unheimlich lange und kostet mittlerweile viel Geld. Mit Hilfe des Lightning Netzwerkes kann dieser Schritt umgangen werden. Ein Teilnehmer wird lediglich mit einem anderen Teilnehmer einen Kanal öffnen, durch welchen beide Teilnehmer beliebig häufig Transaktionen tätigen können. Diese Kanäle sind nicht auf zwei Teilnehmer beschränkt. Jedenfalls entfällt der Schritt, der gesamten Blockchain mitteilen zu müssen wer, wann an wen verkauft hat. Heute dauert eine Bitcointransaktion 30-60 Minuten. Sollte das Netzwerk Erfolg haben, werden Transaktionen in sekundenschnelle und sehr kostengünstig möglich sein. Im Übrigen gibt es weitere technologische Fortschritte, welche den Wert des Bitcoins an sich steigern. Zum Beispiel hat Intel einen Chip entwickelt, welcher den Stromverbrauch beim Bitcoin Mining deutlich reduzieren kann.

Ist besser, kostet weniger

Einige Kryptowährungen wie Bitcoin stehen heute in ihrer Entwicklung besser dar als während  des Hypes. Der Vorteil für dich und mich als interessierte Anleger ist, dass wir nun zu einem 60 bis 80%-igen Rabatt ein verbessertes Produkt kaufen können. Hinzu kommt die Tatsache, dass die ganzen Zockeranleger, die nur auf das schnelle Geld hofften, wie oben beschrieben nicht mehr am Markt teilnehmen.

Turning Point

Wenn du es schaffst entgegen des Herdenverhaltens zu investieren, sind deine Chancen hoch, nahe des Turning Points zu investieren. Als der Hype in vollem Gange war und jeder Kryptowährungen kaufen wollte, haben smarte Anleger Anteile verkauft oder sehr vorsichtig agiert. Denn sie wussten, dass die Wahrscheinlichkeit eines Turning Points steigt. Sie wissen nicht, ob oder wann er kommt. Sondern nur, dass die Wahrscheinlichkeit fallender Kruse gestiegen ist. Ähnlich verhält es sich heute. Niemand möchte etwas von Kryptowährungen hören. Auch heute ist es nicht möglich zu sagen, ob und wann die Kurse steigen. Es ist jedoch möglich zu behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit bald steigender Kurse heute viel höher ist als während des Hypes. Wenn du erfolgreich sein möchtest, dann ist es notwendig dann zu kaufen, wenn die Preise niedrig sind und keiner kaufen möchte, sowie dann zu verkaufen wenn die Preise hoch sind und jeder kaufen möchte.

Wann du nicht investieren solltest?

Du solltest auf keinen Fall in Kryptowährungen investieren wenn du kein Geld zu Verfügung hast auf das du notfalls gänzlich verzichten könntest. Wenn du es emotional nicht verkraftest, dass sich dein Geld auch mal mehr als halbieren kann. Wenn du nicht bereit bist, dir wenigstens ein Grundwissen über ein Produkt anzueignen, das du kaufen willst.

Welche Kryptowährungen kannst du kaufen?

Die meisten Kryptowährungen werden in einigen Jahren vermutlich nicht mehr existieren. Das heißt es ist unheimlich wichtig sich vor einem Kauf über die Vorteile einer Währung zu informieren. Während eines Bullenmarktes ist es ziemlich egal, welche Währungen du kaufst, da alle steigen. Während eines Bärenmarktes trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Vergangenheit zeigt, dass bei einem beginnenden Bullenmarkt die etablierten Währungen wie Bitcoin und Ethereum preislich zuerst anziehen und der Markt der Altcoins nachzieht. In meinem Portfolio ist Bitcoin immer die größte Position.  Denn die etablierten Währungen werden weiterhin existieren. Vielversprechende Altcoins kaufe ich als Ergänzung.

Wo kannst du Kryptowährungen kaufen?

Hier gibt es einige Möglichkeiten. Der einzige deutsche Vertreter ist bitcoin.de. Dort sind die Gebühren jedoch relativ hoch. Das beste und günstigste Angebot hat aktuell weiterhin binance*. Jedoch ist diese Börse weniger gut reguliert wie bitcoin.de*. Nicht vergessen solltest du über die Option nachzudenken deine Währungen auf einer Cold Wallet abzuspeichern.

Finanzielle Bildung – Über die Notwendigkeit sich finanziell zu bilden

Finanzielle Bildung

Benötigt Deutschland finanzielle Bildung? Uns geht es doch wirtschaftlich gut. So lautet zumindest die Meinung in der aktuellen medialen und politischen Landschaft. Die schwarze Null steht und die Bundesrepublik verfügt über einen mittleren zweistelligen Milliardenüberschuss. Viel Geld, das für Investitionen bereit stünde . Es stellt sich lediglich die Frage, wofür wir das viele Geld verwenden wollen. Oder doch nicht?

Ein Trugschluss

Die finanzielle Stärke Deutschlands wird durch zwei hauptsächliche Faktoren beeinflusst. Zunächst wäre die Niedrigzinspolitik der EZB, an der wir Milliarden verdienen zu nennen. Des Weiteren holt sich der Staat die 30-40 Milliarden Euro Überschuss durch die Hintertür von den Bürgerinnen und Bürgern zurück. So geschehen durch die kalte Steuerprogression und den Niedriglohnsektor.

Die Bedeutung der schwarzen Null

In der politischen Debatte ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl von Sicherheit und Stabilität zu vermitteln. Insbesondere in Zeiten, in denen ohnehin Unsicherheit in der Bevölkerung durch die Einwanderungspolitik, vermeintliche Terrorgefahr, Niedrigrenten, Armut, Energiewende etc. herrscht. Stell dir vor, die Politik würde zugeben, dass Deutschland finanziell gar nicht so gut dasteht, wie es den Anschein erweckt.

Was die Politik bzw. die Wirtschaft tun könnte

Politik und Wirtschaft hätten es generell in der Hand etwas gegen die finanzielle Situation zu unternehmen. Ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit wären zum Beispiel möglich: Steuerreformen (nicht umsonst kommt das Wort Steuer von „etwas steuern“), Lohnerhöhungen, Innovationen im Bereich Digitalisierung, eine Bildungsoffensive, Förderung des Teilbereichs „finanzielle Bildung“,  Unterstützung einer Unternehmerkultur, Bürokratieabbau usw.. Jedenfalls möchte die Politik uns aktuell glauben lassen, dass sie es ist, die verantwortlich für unser finanzielles Wohl ist. Das ist ist nicht falsch, aber eben auch nur die halbe Wahrheit. In erster Linie sind wir selbst verantwortlich für unser finanzielles Wohl, sowohl als Individuum, als auch als die Gesamtbevölkerung.

Plötzlich Handlungsspielraum

Sobald wir begreifen, dass wir selbst verantwortlich für unsere finanzielle Zukunft sind, haben wir plötzlich eine Menge Handlungsspielraum. Man könnte unsere finanzielle Situation mit dem Videospiel Tetris vergleichen. Wir können zwar wenig beeinflussen, welche Steine von oben auf uns zukommen. Wir können jedoch sehr wohl unser bestes Geben, die Steine so gut wie möglich zu sortieren, anstatt sie fallen zu lassen wie sie kommen und sich darüber auch noch zu beschweren. Im Gegensatz zum Spiel Tetris können wir als gesamte Bevölkerung zumindest etwas Einfluss auf die Steine nehmen, die uns die Politik zur Verfügung gibt, indem wir uns politisch interessieren und engagieren.

Bildungssystem – Was können wir tun?

Finanzielle Bildung ist die Voraussetzung des Erfolgs. Wir könnten finanzielle Bildung für unsere Kinder in der Schule fordern. Ich halte das zwar nicht für das wichtigste Fach, jedoch für eine Notwendigkeit. Wir sollten unseren Kindern die Zusammenhänge zwischen finanzieller Bildung, finanziellen Möglichkeiten und persönlichem Erfolg oder Glück vermitteln können. Zumindest in Form eines Zusatzangebotes in Schulen wäre so etwas denkbar.  In einigen Wahlprogrammen war eine Forderung zur finanziellen Bildung in Schulen bereits vorhanden. Es ist ein Teilbereich auf dem Weg unsere Kinder zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen, wenn wir ihnen die Vernetzungen zwischen Geschichte, Politik und Wirtschaft näher bringen.

Allgemeine Bildung, Konsum und Investitionen

Drei Teilbereiche, die ich in diesem Blog schon mehrfach erwähnt habe. Sich selbst allgemein zu bilden ist die beste Vorsorge gegen Armut. Bewusst, anstatt blind zu konsumieren schafft enormen finanzielle Spielraum. Ein viel zitierter, aber deswegen nicht weniger aktueller Satz leutet:

Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.

Zu guter Letzt sollten wir den Sinn und Zweck hinter Investitionen nicht vergessen. Aktien, Börse, Kryptowährungen und Co. sind im gesellschaftlichen Konsens weiterhin negativ behaftet. Dieses Vorurteil hält sich unsinnigerweise hartnäckig, obwohl statistisch gesehen z.B. Aktien seit über 100 Jahren die beste Rendite ermöglichen.

Finanzblogger

An dieser Stelle möchte ich erwähnen wie hervorragend sich die Szene der Finanzblogger in den letzten Jahren 2-3 Jahren entwickelt hat. Nicht nur in der Quantität, sondern ebenso in der Qualität, stoßen wir hier in eine Bildungslücke hinein und versuchen sie mit einer gewissen Seriosität, Diversifikation, aber auch jede Menge Freude am Investieren zu schließen. Wenn du dir einen Überblick über die besten Finanzblogger/innen verschaffen möchtest, dann schaue beim Finanzblogroll vorbei.

Was kommt bei der Bevölkerung an?

Wie im ersten Abschnitt bereits erwähnt, werden wir mit Nachrichten überhäuft, dass es uns in Deutschland finanziell gut geht. Diese Aussage ist zumindest streitbar und es kommt der Verdacht auf, dass sich die Bundesregierung eine finanzielle Entlastung der Bürgerinnen und Bürger gar nicht leisten kann. Schließlich kommt der Überschuss überhaupt erst zustande, da sie uns eben nicht teilhaben lässt und uns das Geld über die Steuern weiter aus der Tasche zieht.

Nur über Wertschöpfung

Bevor die Politik also Geld verteilen kann, müssen wir zunächst mehr Geld erwirtschaften. In diesem Bereich wurden Entwicklungen in den letzten 10-20 Jahren schlichtweg verschlafen. Wir klammern uns an die Errungenschaften des Maschinenbaus und der Autoindustrie mit Hilfe von übermäßigen Subventionen und sogar durch Beihilfe zum Betrug. Dabei sollten wir uns schleunigst auf die Möglichkeiten der enormen Wertschöpfungschancen im Bereich der Digitalisierung kümmern.

Chance statt Angst

Anstatt Angst um die Arbeitsplätze in der Bevölkerung zu streuen, wäre es sinnvoller sich auf die Chancen der Digitalisierung zu konzentrieren. Hier können neue Wertschöpfungsketten in einem Ausmaß entstehen, welche wir zuletzt im Zeitalter der Industrialisierung hatten. Die Angst der Bürgerinnen und Bürger ist nachvollziehbar und verständlich. Ich halte es für die Aufgabe der Politik, nicht die Augen vor den Veränderungen zu schließen, sondern die Bevölkerung durch die notwendigen Rahmenbedingungen auf die Veränderungen vorzubereiten und ihnen die Angst zu nehmen. Wenn wir dieses Thema ordentlich anpacken, kann der wirtschaftliche Wohlstand eventuell ohne Schummeln durch Niedrigzinsen oder Niedriglöhne gesichert werden.

Zurück zur finanziellen Eigenverantwortung

Ein Wort an die jungen Leser: Durch finanzielle Bildung, bewussten Konsum, Investitionen, mündiges Denken und Handeln, politisches und wirtschaftliches Interesse und Teilhabe kannst du deiner Zukunft positiv entgegen sehen. Es ist absolut möglich bereits in jungen Jahren die Weichen für das eigene spätere Glück in die Hand zu nehmen.

Wie bedeutsam ist finanzielle Bildung für dich? Wird dieses Thema überschätzt oder haben wir Deutschen Nachholbedarf?

 

Wozu der ganze Stress ums Geld?

Wozu der ganze Stress ums Geld?

Jeder will es haben. Am besten so schnell und unkompliziert wie möglich. Die Rede ist vom Geld oder alles was sich in selbiges umtauschen lässt. Doch wozu der ganze Stress, den wir auf uns nehmen, um möglichst viel Geld zu erhalten?

Von Schnecken und Muscheln

Um Tauschhandel zu ermöglichen kamen Menschen im alten China vor über 3 500 Jahren auf die Idee Kauri-Schnecken als Währung zu akzeptieren. In Ägypten wurden Reis, Tee oder Pfeffer als Währung verwendet. Damals bestimmte die Regierung einen entsprechenden Gegenwert. Auch Muscheln kamen als Tauschmittel immer wieder vor. Doch man stellte schnell fest, dass eine auf Dauer funktionierende Währung gewisse Voraussetzungen benötigte. Neben der entsprechenden Haltbarkeit, musste sie vor allem gut transportabel, knapp und fälschungssicher sein. Im 21. Jahrhundert werden diese Bedingungen übrigens am besten durch Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum erfüllt.

Voraussetzung erfüllt

Wenn eine Währung die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, wollen wir Menschen sie unbedingt besitzen. Dabei ist es weniger wichtig, ob es sich um Euro, Dollar, Gold oder Bitcoin handelt. Vermutlich würden wir so ziemlich jeden Gegenstand besitzen wollen, vorausgesetzt er genießt das Vertrauen der Bevölkerung.

Geld und die Bedürfnisse

Durch die Etablierung eines funktionierenden Währungssystems, eingebettet in stabile wirtschaftliche und politische Verhältnisse, ist man in der Lage, die Grundbedürfnisse einer sehr großen Anzahl von Menschen zu befriedigen. Bürgerinnen und Bürger, die einen Beitrag an der Gemeinschaft in Form von Erwerbstätigkeit leisten, bekommen hierfür einen gewissen Anteil der im Land akzeptierten Währung. Hiermit können sie ihre Grundbedürfnisse (Wohnen, Transport, Lebensmittel, Paarung) finanzieren.

Die Wurzel des Trubels

Neid, Missgunst, Eifersucht, Streit, Ehebrüche, bis hin zu Körperverletzung und Mord. All diese negativen Phänomene können aus finanziellen Motiven entstehen. Wir Menschen sind von Beginn unserer Existenz dahingehend sozialisiert, dass wir den Besitz von Geld mit einer vorausgegangenen Erwerbstätigkeit koppeln. Da unsere Grundbedürfnisse hiermit zusammenhängen, ist Geld eine äußerst sensible Angelegenheit. Die Tatsache, dass Grundbedürfnisse immer teurer werden, insbesondere Wohnen und Transport, rückt private Finanzthemen in ein noch heikleres Licht.

Entkopplung des Geldes von Erwerbstätigkeit

Unter Umständen könnte es der Bevölkerung helfen die Erfüllung von Grundbedürfnissen durch den Besitz einer akzeptierten Währung von Erwerbstätigkeit zu entkoppeln. Hiermit möchte ich nicht auf eine Art bedingungsloses Grundeinkommen hinaus, sondern zunächst von den Möglichkeiten, die sich so in unseren Denkstrukturen entfalten könnten. Wenn die Erwerbstätigkeit nicht mehr oder nur noch teilweise für die Erfüllung unserer Bedürfnisse notwendig wäre, würde unser Geist offener für Alternativen sein.

Zurück zu den Finanzen

Wir alle können selbstbestimmt einen Teil unseres Geldes, das wir für die Deckung unserer Grundbedürfnisse benötigen, durch alternative Angebote erwirtschaften und durch intelligentes Finanzmanagement im Privathaushalt optimieren. Anfang des Jahres hat die Investmentbank Credit Suisse die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die belegen kann, dass Aktien seit dem Jahr 1900 die renditestärkste Anlageform sind.


Umdenken

Da wir vor allem in Deutschland dem Erwerb von Geld durch Arbeit einen so hohen Stellenwert beimessen, verpassen wir die Möglichkeit mit zum Beispiel langfristigen Aktieninvestments der Erwerbstätigkeit teilweise zu entgehen und dennoch unsere Bedürfnisse stillen zu können. Wir erachten Aktien, ETF oder Kryptowährungen als etwas semi-kriminelles, verachtenswertes oder umoralisches, weil es nicht mit unserem indoktrinierten sozialen Kompass übereinstimmt. Dieser behauptet Geld wird alternativlos durch Arbeit erwirtschaftet und hat immer den gleichen Wert. Aktien unterliegen Schwankungen und Gewinne sind auch noch ohne Erwerbstätigkeit möglich. Das passt nicht zusammen.

Politischer Konsens – Was ist sozial?

Es wird sogar als nicht sozial angesehen an Unternehmensgewinnen beteiligt zu sein. Denn wir halten an unserer gewohnten Gedankenstruktur fest, dass Gewinne, die nicht aus Erwerbstätigkeit stammen, mindestens einen faden Beigeschmack haben. Wäre es nicht viel sozialer einem größeren Teil der Bevölkerung die Partizipation am Aktienmarkt zu ermöglichen, um die Abhängigkeit von der Erwerbstätigkeit etwas zu verringern?

Die Schattenseiten der schwarzen Null

Deutschland geht es super, die Kassen sind voll und die Steuern sprudeln. Auch das ist aktuell Konsens. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass die wirtschaftliche Stärke Deutschlands auf der Einführung des Niedriglohnsektors, befristeten Arbeitsverträgen und der Zinspolitik der EZB beruht. In Kombination mit stark angestiegenen Preisen für die Grundbedürfnisse Wohnen und Transport machen sich Sorgen und Unzufriedenheit in der Bevölkerung breit. Es kann zu einer Spaltung der Gesellschaft und politischen Spannungen führen.  Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft durch ihren Beitrag zur Erwerbstätigkeit chronisch erschöpft und starkem Stress ausgesetzt ist.

Die Belohnung

Als Individuum hat man nun Sorgen um die eigene Erwerbstätigkeit, denn sie ist unter Umständen befristet. Man macht sich Gedanken um das notwendige Geld, weil die Preise steigen. Den Stress und die Müdigkeit nimmt man kaum noch war, da er sich als Dauerzustand etabliert hat. Um diesem unangenehmen Szenario zu entkommen benötigen wir eine Belohnung, die höhere Bedürfnisse wie Anerkennung oder Selbstverwirklichung befriedigen soll. Hierfür nutzen wir das rare Geld und kaufen uns temporäres, aber kein nachhaltiges Glück. Der Konsum hilft der Wirtschaft, aber das eigene Burnout wurde nur aufgeschoben.

Wozu also der Stress ums Geld?

Für nachhaltiges Glück benötigen wir weniger Materielles als wir tatsächlich besitzen. Doch um Sicherheit, Zufriedenheit und Gesundheit in der Bevölkerung zu etablieren, benötigt man entsprechende Rahmenbedingungen, die politisch gegeben sein müssten.  Aber auch jede/r Einzelne ist des eigenen Glückes Schmied. Je schneller wir uns von dem Gedanken lösen, dass nur Erwerbstätigkeit unsere Bedürfnisstruktur befriedigt, desto eher werden wir kreative Ideen entwickeln und Alternativen finden. Langfristiges Investieren ist hierfür bestens geeignet.

Wie geht das?

Um die Befriedigung der Grundbedürfnisse teilweise von Erwerbstätigkeit zu entkoppeln, müssen wir früh über Alternativen reden. Finanzielle Bildung könnte Teil des Schulcurriculums sein. Schülerinnen und Schüler benötigen ein Verständnis für Zusammenhänge und Kausalitäten in diesem Bereich. Wie häufig kommen junge Menschen in schlecht bezahlte Berufe und übernehmen sich finanziell und wäre das nicht durch eine frühe Unterstützung vermeidbar? Darüber hinaus müssten Vorurteile im Bereich der Investments abgebaut werden. Eltern sollten Beratungsangebote wahrnehmen können, wie sie am besten für ihre Kinder finanziell vorsorgen oder auch ihre Haushaltskasse führen können. Vermutlich gibt es irgendwo da draußen noch bessere und bereits ausgearbeitete Ideen.

Wozu der Stress ums Geld? Über Beiträge zum Thema freue ich mich sehr!

 

5 vermeidbare Fehler beim Kauf von Kryptowährungen

5 vermeidbare Fehler beim Kauf von Kryptowährungen

In den letzten Wochen haben sich die Medien mit negativen Berichterstattungen zum Thema Kryptowährungen gegenseitig überboten. Dabei wurden übertrieben zugespitzte Formulierungen genauso häufig verwendet wie die nicht enden wollenden Vergleiche mit dem Neuen Markt oder der Tulpenmanie. Als Leser könnte man sich die Frage stellen, wo in einer objektiven Berichterstattung die Grautöne bleiben. Denn in der Regel wird entweder von unverschämt hohen Renditen oder einem Crash geschrieben. Beide Szenarien werden gerne als endgültig inszeniert. Das ist nicht nur übertrieben, sondern auch manipulativ und meist falsch.

Viele neue Investoren wurden durch die mediale Berichterstattung und den Preisrückgang der Kryptowährungen stark verunsichert. Aus diesem Grund möchte ich euch heute 5 vermeidbare Fehler beim Kauf Kryptowährungen vorstellen und hoffe hiermit die übertrieben inszenierten Szenarien etwas zu relativieren.

1) Glaube den Medien nicht

Wenn man der Berichterstattung in den Medien zum Thema Bitcoin oder anderen Kryptowährungen über einen längeren Zeitraum folgt, fallen einige Dinge auf. Zunächst wird fast nur dann über Kryptowährungen berichtet wenn es schlecht läuft oder ein neuer Höchststand erreicht wurde. Katastrophennachrichten und Sensationen verkaufen sich eben am besten. Um ein möglichst schlimmes Szenario zu untermauern werden auch gerne negative Aussagen von bekannten Investoren (Warren Buffett) oder mächtigen Staatsdienern (Finanzminister Indiens) bemüht.  Teilweise liegen die rezitierten Aussagen Monate zurück oder wurden einfach auf die gezielte Frage eines Journalisten wiederholt. Da es aber gut zu einem Krypto-Crash passt, werden die Aussagen als aktuell und besonders schlimm verkauft.

Beispiel staatliche Regulierungen

Immer wieder wird im Zuge eines Krypto-Bärenmarktes über mögliche staatliche Regulierungen berichtet, die eine massive Einschränkung oder sogar ein Verbot suggerieren. Dabei sind Regulierungen nicht nur notwendig, sondern stärken auf Lange Sicht das Vertrauen der Anleger in den Kryptomarkt. Deswegen sind Nachrichten über Regulierungsmaßnahmen auch gute Neuigkeiten und sollten nicht missbraucht werden, um Panik unter den Anlegern zu verbreiten. Ein Verbot der Kryptowährungen halte ich für fast ausgeschlossen. Denn im Prinzip müssten sich hier alle Staaten unserer Erdkugel einig werden, um eine dezentrale, global funktionierende Währung zu verbieten. Es wäre wahrscheinlicher, dass alle Staaten sich auf gemeinsame Klimaziele einigen und diese nicht nur einhalten, sondern in Rekordzeit umsetzen.

Warum also Regulierungen?

Letztendlich geht es darum den Handel mit Kryptowährungen Personen zuweisen zu können. Wenn du heute ein Depot eröffnen möchtest, um Aktien zu kaufen, musst du dich ausweisen und einige Informationen der Bank überlassen. Das ist eine Regulierung, die der Kryptowelt ebenfalls gut tun würde. Als interessierter Anleger kannst du jedoch teilweise ohne Regulierungen Bitcoin kaufen. Davon abgesehen gibt es für Bitcoin Börsen keine Aufsicht, welche die Kauf- und Verkaufspreise im Auge behält, unabhängige Wirtschaftsprüfer, Einlagensicherungen, geprüfte Preisstrukturen, Ansprechpartner, rechtliche Sicherheiten, steuerliche Klärungen etc.. Regulierungen sind vermutlich nur eine Frage der Zeit und werden das Vertrauen möglicher Anleger in Kryptowährungen am Ende stärken. Auch, weil man so möglichen Misbrauch verbieten möchte. In den Medien wird Bitcoin gerne mal als die Währung Krimineller dargestellt. Dabei sind weniger als 1% aller Transaktionen im Bereich Kryptowährungen krimineller Natur.

Wenn Staaten die Potentiale der Blockchain-technologie und der Kryptowährungen erkennen, werden sie Kryptowährungen nicht weiter bekämpfen, sondern sie sinnvoll integrieren wollen.

Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Erstens wird sie verspottet. Zweitens wird sie gewaltsam bekämpft. Drittens wird sie als selbstverständlich angenommen.

Arthur Schopenhauer

2) Kontrolliere deine Angst

Nicht auf seine Angst zu hören ist gleichzeitig so unglaublich einfach wie unfassbar schwer. Investoren kennen zwei Arten von Angst, die hauptsächlich verantwortlich sind für vermeidbare Fehler. Die Angst etwas zu verpassen und die Angst vor Verlust. Beide sind sehr stark ausgeprägt und da sich der Markt der Kryptowährungen quasi im Zeitraffer bewegt, schlagen sie umso gnadenloser zu. Eine Menge Leute sind vor Weihnachten 2017 in den Markt eingestiegen aus  Angst etwas zu verpassen. Viele dieser Anleger sind nach dem Einbruch der Kurse um 50% bis teilweise 80% aus Verlustangst wieder ausgestiegen und halten Kryptowährungen nun für Teufelszeug.

Ein Beispiel – Vielleicht kennst du diese Situation

Wenn du Anfang des Jahres 2017 oder zuvor in den Markt eingestiegen bist, dann wurdest du mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann im November oder Dezember 2017 auf Bitcoin angesprochen und um Rat gebeten. Daraufhin hat sich die interessierte Person einen Account bei coinbase* oder binance* gemacht und kaufte Bitcoin, Ethereum oder auch Litecoin. Alle gut gemeinten Hinweise nicht die gesamte zur Verfügung stehende Summe sofort zu investieren oder sich zunächst eine ETF-Strategie zuzulegen wurden ignoriert. Einige Wochen später Anfang Februar drehte sich die Situation. Dieses Mal gehst du auf die Menschen zu und rätst Ihnen nach der Konsolidierung jetzt in den Markt einzusteigen. In neun von zehn Situationen erntest du ungläubige Blicke, unterstützt durch die Frage „Du glaubst nicht wirklich noch daran, dass sich das erholt, oder“?

Die Angst überwinden

Um die Angst etwas zu verpassen oder etwas zu verlieren zu überwinden, musst du dir bewusst werden, dass diese Angst in jedem von uns existiert. Kennst du diese Angst, kannst du sie umgehen und mit gutem Gewissen dann kaufen, wenn alle dich belächeln und dann verkaufen, wenn alle deinen Rat wollen. Um die Angst vor Verlusten zu minimieren hilft es nur Geld zu investieren, welches man definitiv nicht benötigt. Manchmal hilft es auch, sich regelrecht emotional von diesem Geld zu verabschieden, als wäre es gar nicht existent.

3) Ignoriere die Igonaranten

Es ist schon schwer genug seinen Freunden, Bekannten oder Verwandten zu erzählen, dass man Aktien kauft. Zwar trifft man auch hier immer offenere Menschen, die nicht gleich ihre Vorurteile kundtun müssen, doch wird dich ein Großteil eher belächeln. Im Bereich Kryptowährungen liegt die Akzeptanz der Mitmenschen oft nochmal deutlich niedriger. Wenn der Markt gerade gut läuft, werden sie anmerken, dass die Blase bald platzt. Läuft es schlecht sagen sie dir, sie hätten es dir gleich gesagt. Eine Diskussion mit von Vorurteilen durchdrungenen Meinungen macht absolut keinen Sinn. Viele dieser Besserwisser haben gemein, dass sie häufig schlecht informiert sind und keinen Schimmer haben, was eine Kryptowährung oder eine Blockchain ist. Interessierte Anleger lassen sich hiervon so abschrecken, dass sie direkt das Handtuch werfen.

Neue Entwicklungen

Veränderungen fallen vielen Menschen schwer. Sie wollen den Status Quo aufrecht erhalten und misstrauen selbst überlegener Technologie. In den letzten Jahrhunderten haben sich Menschen geweigert Glühbirnen ins Haus einzubauen, weil sie Angst vor der Elektrizität hatten. Autos wurden aus Städten verbannt, weil sie zu schnell fuhren. Selbst Fahrräder wurden in manchen Städten verboten. Die Dampflok wurde gemieden, weil das große Vögelsterben drohte. Zu Beginn des Jahrtausends wollten die Menschen keine TV-Geräte über Amazon kaufen, da sie Angst hatten keine Ansprüche zu haben im Falle einer Reperatur. Heute gehört Amazon zu den vier größten Unternehmen der Welt. Die Blockchaintechnologie und einige -nicht alle- Kryptowährungen werden sich in diese Aufzählungen einreihen.

Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde

Henry Ford

4) Wissen ist Rendite

Im Internetzeitalter erfährt man viel über die Investitionen anderer Leute, sowie deren Beweggründe. Gerade in Foren rund um das Theme Kryptowährungen geht es häufig heiß her. Immer wieder liest man von Tipps oder Aufforderungen zu Käufen spezieller Währungen. Auch in Gesprächen kann man so einiges über Investments erfahren. Nicht selten kaufen Anleger aufgrund eines Artikels in der Zeitung, eines Ratschlags eines Freundes oder einfach weil eine Währung gerade im Trend liegt, ohne sich zu informieren, was diese Kryptowährung eigentlich tut.

Iota – Massig Potential, doch zu hoch gekauft

Ein Beispiel der letzten Monate ist Iota. Anfang Dezember schaffte Iota einen Ausbruch von etwa 0,50 Euro auf 5 Euro. Iota stieg um etwa 1000% an. Nach diesem Anstieg wurden viele Neu-Investoren aufmerksam und kauften ohne näheres Wissen Iota in ihr Depot. Iota ist aufgrund der Tangle-Technologie eines der interessantesten Projekte auf dem Markt und ich habe es selbst im Depot. Wenn man jedoch eine Währung nach einem 1000%igen Anstieg kauft ohne überhaupt zu wissen, was Iota macht, hat man fahrlässig investiert und erhöht die Chance Geld zu verlieren. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass gute Recherche deine Rendite erhöht.

Lass dich nicht veräppeln

Als Iota auf 5 Euro stieg, haben viele Anleger den Preis mit Bitcoin verglichen, der zeitweise bis auf 16 000 Euro anstieg. Die Rechnung war einfach. Wenn ich für 1 000 Euro Iota kaufe und der Kurs irgendwann vielleicht bei 10 000 Euro steht, dann bin ich Millionär. Mit dieser einfachen Rechnung wurden in den letzten Monaten unheimlich viele Leute in den Markt gelockt und kauften insbesondere Coins, die es noch unter einem Euro gab (Cardano, Ripple, Tron etc.). Auch das ist ein Grund für den Absturz der letzten Wochen, weil zu viel „Idiot Money“ im Markt gewesen ist, welches gerade wieder heraus gespült wurde. Viele Anleger wussten nicht, dass Iota bereits bei einem Preis von 73 Euro zu dieser Zeit genauso viel Wert gewesen wäre wie Bitcoin, weil einfach viel mehr Coins im Umlauf sind. Die Marktkapitalisierung bietet sich als Vergleichsgröße an, nicht der Preis. Hier findest du eine sehr brauchbare Übersicht:

Coinmarketcap

5) Weniger ist mehr

Der Markt der Kryptowährungen ist sehr volatil. Die ständigen Schwankungen verführen Anleger immer wieder zu schnellem Handeln in der Hoffnung auf das schnelle Geld. Einige, die bereits länger dabei sind, betrachten sich als Experten, weil sie eine Menge Geld gemacht haben. Jedoch hätte jeder, der Anfang 2017 irgendwelche Kryotpwährungen gekauft hätte, eine Rendite im vierstelligen Bereich erwirtschaftet.

Einmal kaufen -nichts mehr tun

Eine alte Börsenweisheit lautet „Hin und her macht Taschen leer“. Manchmal dreht der Wind des Marktes so schnell in die eine oder andere Richtung, dass Vorhersagen wohin sich der Markt in den nächsten Tagen entwickeln wird absolut unmöglich sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass du in Deutschland deine Coins (noch) bei einer Haltedauer von einem Jahr als privates Veräußerungsgeschäft versteuern und damit steuerfrei verkaufen kannst. Hierfür ist Untätigkeit über 365 Tage jedoch Voraussetzung. Selbst einen Tausch unterhalb verschiedener Währungen musst du nachweisen können.

Man kann nicht alles haben

Mittlerweile gibt es über 1 500 verschiedene Kryptowährungen. Fast täglich wird irgendeine neue Coin als „Ethereumkiller“ oder „The next Bitcoin“ auf youtube, twitter oder anderen Portalen gehypt. Die Versuchung ist sehr groß immer den nächsten Trend zu finden. Jedoch ist auch hier weniger mehr. Ein Depot von 5-10 Kryptowährungen ist völlig ausreichend. So fällt es dir in der schnelllebigen Welt der Kryptowährungen auch leichter deine Coins und deren Entwicklungen zu verfolgen.

Fazit

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen 5 Tipps beim Kauf von Kryptowährungen weiter helfen. Im Anschluss stelle ich dir noch ein paar Informationen zusammen, welche Artikel es auf diesem Blog zu diese Thema bereits gab, wo du bei Interesse Kryptowährungen kaufen kannst und fasse nochmal kurz zusammen:

 

5 Tipps:

1) Glaube den Medien nicht

2) Überwinde deine Angst

3) Höre nicht auf Vorurteile

4) Informiere dich

5) Denke und kaufe langfristig

 

Weitere Artikel zum Thema:

Die besten Kryptowährungen für Anfang 2018

10 Kryptowährungen für 2018

 

Falls du Kryptowährungen kaufen möchtest:

coinbase*

bitcoin*

binance*

Falls du Interesse hast an einer kommisionsfreien Bitcoin Futures Börse:

Ditigex*

 

Die besten Kryptowährungen für Anfang 2018

Die besten Kryptowährungen für Anfang 2018

Es gibt viele potentielle Kandidaten für die besten Kryptowährungen Anfang 2018. Einige Altcoins haben in den letzten Wochen eine unheimliche Performance hingelegt. Ripple, Cardano oder Stellar Lumens konnten ihren Preis teilweise mehr als verzehnfachen. Zwei dieser Coins habe ich im Dezember bereits unter dem Namen „10 Kryptowährungen für 2018“ vorgestellt. Viele Anleger haben nun Kaufpanik und werfen blind vor Gier große Mengen Geld auf den Markt. Sie hoffen die besten Kryptowährungen zu finden und wollen an der Rallye teilhaben. In der Regel wurden die meisten Gewinne mit den Coins der Stunde nun jedoch erzielt. Es macht wenig Sinn den enormen Kursanstiegen hinterher zu laufen. Auf diese Art und Weise kann man sehr schnell auch mal 25%-50% seiner Investition verlieren. Viel sinnvoller ist eine Abwägung, welche Coins in den nächsten Monaten eine Kursexplosion noch vor sich haben könnten.

Soll ich jetzt noch Kryptowährungen kaufen?

Im Jahr 2017 hat insbesondere Bitcoin den Mainstream erobert. So ziemlich jedes Medium hat fast auf täglicher Basis über Bitcoin berichtet. Es stellt sich daher die Frage, ob überhaupt noch Geld mit Kryptowährungen verdient werden kann. Ich glaube für einen Zeitraum von 6-18 Monaten kann man von weiteren hohen Anstiegen ausgehen. Im Anschluss muss man die Situation neu evaluieren. Grundsätzlich besteht tatsächlich die Gefahr eines Totalverlustes. Jedoch kann auf der anderen Seite wirklich eine Menge Geld verdient werden. Ich würde dir bei Interesse empfehlen eine Summe zu investieren, auf die du im Notfall gänzlich verzichten könntest. Mit etwas Glück kannst du investierte Summe in den nächsten Monaten verdoppeln oder verdreifachen. Im Jahr 2018 könnte der Durchbruch einiger Altcoins im Mainstream anstehen. Aus diesem Grund stelle ich hier drei weitere potentielle Kandidaten für die besten Kryptowährungen Anfang 2018 vor.

VeChain (VEN)

VeChain, mit Sitz in Singapur,  funktioniert als Blockchain für Produkte und Informationen. Das Projekt könnte die Art und Weise verändern wie wir einkaufen. Stell dir vor du kaufst Obst im Supermarkt. Mit Hilfe einer App kannst du die Orange scannen. Du erhältst Informationen über die Herkunft der Orange, wann sie geerntet wurde, welchen Weg sie hinter sich gebracht hat und wie lange sie bereits im Laden liegt. Die notwendigen Informationen sind in der Blockchain gespeichert. VeChain verpasst sozusagen jedem einzelnen Produkt eine Art Personalausweis. Möchtest du dieses Produkt kaufen, kannst du dir diesen Ausweis des Produktes vorzeigen lassen. Hierdurch kannst du ebenfalls unterscheiden, ob es sich bei diesem Produkt um eine Fälschung handelt oder nicht. VeChain hat somit eine ganz wunderbare Idee und es ist unheimlich wichtig, dass du an die zu Grunde liegende Idee einer Kryptowährung glaubst.

Icon (ICX)

Icon könnte man als Grenzen überschreitendes und Brücken schlagendes Projekt bezeichnen. Soziale Systeme (Gesundheitssysteme, Währungen) haben ihre nationalen Grenzen. Icon möchte diese Grenzen überschreiten. Auch Blockchains haben ihre jeweiligen Communities, die unabhängig für sich stehen. Das Ziel von Icon ist es, diese Communities zu verbinden. Dabei geht es nicht nur im Währungen, sondern um jede Art von Informationen verschiedener Institutionen wie Krankenhäuser, Regierungen Unternehmen und Banken. Stell dir vor, dass Städte in Zukunft so eine Art vernetzte Smart City sein könnten. Institutionen könnten über die Icon Blockchain Daten dezentral und ohne die Involvierung Dritter in sekundenschnelle austauschen. Das südkoreanische Team von Icon möchte genau das zunächst ermöglichen.

Wabi (Wabi)

Walimali ist ein chinesisches Unternehmen, welches Blockchain-Technologie verwendet, um letztendlich das gleiche zu tun wie VeChain. Einige unter euch haben vielleicht schon mal ein Fußballtrikot oder eine wertvolle Tasche als Souvenir aus dem Urlaub verschenkt oder geschenkt bekommen. Walimali will es ermöglichen,  wie eben auch Vechain, ein gefälschtes Produkt vom Original zu unterscheiden, indem euch die Blockchain die nötigen Informationen liefert. Diese Idee begeistert mich, denn sie kann sehr ernste Probleme lösen. Stell dir vor du bist Papa oder Mama geworden und möchtest Babynahrung kaufen. Wie wichtig wäre dir eine Technologie, welche dir fälschungssicher Informationen über das verwendete Milchpulver liefern könnte? Vechain und Wabi sind zwei Coins, die aufzeigen, welche positiven Effekte die Blockchain-Technologie haben kann.

Eine Anmerkung zum Kryptomarkt im Allgemeinen:

In den letzten Wochen sind unheimlich viele Spekulanten in den Markt der Kryptowährungen vorgedrungen. Viele Anleger wollen lediglich das schnelle Geld verdienen. Möchtest du jedoch langfristig von Kryptowährungen profitieren, beschäftige dich mit der hinter einer Coin steckenden Idee und kaufe nicht blind Währungen, deren Sinn und Zweck du garnicht kennst. Kaufe nicht den Hype einer Coin im Cent-Bereich, sondern kaufe die Idee einer Technologie.

Wo und wie kannst du Coins kaufen?

Wenn du Interesse hast, kannst du Bitcoin oder Ethereum z.B. über bitcoin* oder coinbase* kaufen.

Um VeChain, Icon, Wabi oder andere Coins zu kaufen, musst du Bitcoin oder Ether auf eine Handelsplattform wie z.B. binance* transferieren. Dort kannst du deine Coins in die gewünschte Währung umtauschen.

Hier nochmal eine Übersicht:

Bitcoin, Ethereum: coinbase*, bitcoin*

VeChain: binance*, huobi

Icon: binance*, huobi

Wabi: binance*,