Light Version nach Levermann Überprüfung – 26.06.2017

Hallo liebe Wiki-Anhänger! In Abständen von einigen Wochen veröffentliche ich an dieser Stelle die Überprüfung der Aktien, die sich in meinem Wikifolio namens „Levermann Light Version“ befinden. (Tabelle anklicken zum Vergrößern).

Hier geht es direkt zum dazugehörigen Wikifolio „Levermann Light Version“.

Du kannst die Informationen als Orientierung für eigenen Investitionen nutzen, die Levermann Strategie einfach aus Interesse verfolgen oder in das Wikifolio investieren.

Einen ausführlichen Bericht zur Strategie des Wikifolios findest du hier.

Achterbahnfahrt

Seit der letzten Überprüfung hat das Wikifolio „Light Version nach Levermann“ eine echt Achterbahnfahrt bei der Performance erlebt. Zunächst kam es zu neuen Höchstständen. So liegt da Allzeithoch derzeit bei einer High Watermark von 150,8. Zwischenzeitlich ging es bis auf fast 138 Punkte zurück. Seit einigen Tagen hat sich die Performance etwa bei 143 bis 145 Punkten eingependelt. Für Anleger von Wikifolio-Zertifikaten können solche Rücksetzer sehr attraktiv sein. Denn die Performancegebühr würde bei einem jetzigen Kauf erst wieder fällig werden, wenn der alte Höchststand überschritten wird.

Aktuelles

Die Eckert und Ziegler AG erreicht nicht mehr die notwendige Punktzahl und wird daher aus dem Depot genommen. Insgesamt besteht das Wikifolio aktuell aus 12 Werten. Die Cashquote ist bis auf 21,4% angestiegen. Das auch völlig in Ordnung, denn die Märkte sind die letzten Monate heiß gelaufen. Die hohe Cashquote erhöht die Möglichkeiten, einen neuen Wert ins Depot zu kaufen, bei Rücksetzern günstig nachzukaufen oder bereits vorhandene Positionen aufzustocken. Letzteres habe ich gerade mit der Publity AG gemacht. Durch die sehr hohe Dividendenrendite von 7% wurde die Position nach dem Dividendenabschlag etwas aufgestockt

Wie geht es weiter?

Die Zielvorgabe ist klar. Im Depot befinden sich überwiegend kleinere Unternehmen mit guten fundamentalen Zahlen. Deren Kurse können in der Regel stärker ansteigen als schwerfälligere größere Unternehmen. Diese Kurswellen möchte ich mit der Levermann-Strategie reiten. Auch wenn es mal über einige Wochen hinweg eine eher mäßigere Performance gibt. Die meisten Kursgewinne werden innerhalb weniger Tage erreicht. Die Eyemaxx AG und die m-u-t AG sind aktuelle Beispiele hierfür. Um dieses Vorhaben umzusetzen, ist es sehr wichtig, sich konsequent an die Levermann-Strategie zu halten.

Performance

Gesamtperformance seit Beginn: am 21.11.2016: 43,36%

Performance seit Jahresbeginn: 20,74%

Performance seit 30 Tagen: -0,6%

Performance seit 3 Monaten: 9,78%

Performeance seit 6 Monaten: 22,41%

Investiertes Kapital (Stand heute): 40 854 Euro

Aktuelle Auszeichnungen:

  • Schwerpunkt Deutschland
  • aktiv diversifiziert
  • kontinuierliches Wachstum
  • treue Anleger
  • guter Kommunikator
  • regelmäßige Aktivität
  • Dividendenstrategie (neu)
  • Guter Money Manager (neu)

 

Tipps zum Vermögensaufbau 15-21

Tipps zum Vermögensaufbau

In dieser Artikelreihe möchte ich allgemeine und konkrete Tipps zum Vermögensaufbau geben.  Von Zeit zu Zeit werde ich Fortsetzungen veröffentlichen. Sehr gerne dürft ihr weitere Tipps, Ergänzungen oder andere Meinungen in den Kommentaren erwähnen, damit die Leser noch mehr von der „Tippsammlung“ profitieren können. In diesem Artikel stelle ich die Tipps 15-21 vor. Wer die vorherigen Teile verpasst hat, kann das hier gerne nachholen. Viel Spaß beim Lesen!

15) Hin und Her macht Taschen leer

Langfristigen Erfolg an der Börse erreicht man nicht durch häufiges Handeln. Die Versuchung ist groß Verluste durch Käufe und Verkäufe auszugleichen. Jedoch sind bei jedem Trade die Gebühren deines Brokers fällig. Darüber hinaus müssen auf Kapitalerträge ab 801 Euro, bzw. 1602 Euro (bei Eheleuten) Steuern gezahlt werden. Wenn du keinen Freistellungsauftrag gestellt hast, sogar ab 1 Euro Gewinn. Der Zinseszinseffekt einer langfristigen Strategie ist in der Regel gewinnbringender.



16) Sei immun gegen Vorurteile

Neun von zehn Mitglieder deines Bekanntenkreises werden versuchen dir erzählen, dass Börse spekulativ und reines Glücksspiel ist. In den meisten Fällen werden diese Aussagen auf der Basis von Vorurteilen und nicht von Argumenten geäußert. Selbst sehr intelligente und in anderen Bereichen erfolgreiche Menschen, sind finanziell häufig schlecht gebildet. Sehr beliebt ist dabei immer noch das „Telekomargument“. Lass dich von den häufig unqualifizierten Kommentaren nicht verunsichern und traue deinem eigenen Urteil.

17) Umgib dich mit börsenaffinen Menschen

Dieser Punkt knüpft an den vorherigen an. Wir Menschen benötigen für unser Handeln Bestätigung. Sprich mit Menschen, die ebenfalls ihr Können und Wissen (nicht ihr Glück!) an der Börse versuchen wollen. Es ist sehr wohltuend sich nicht rechtfertigen zu müssen, wenn dein Gegenüber ebenfalls um die Vorzüge des Investierens weiß. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist das gegenseitige Lernen. Man kann sich von so ziemlich jedem Börsianer etwas abschauen. Auch zu erfahren, wie man es nicht machen sollte, gehört dazu (Stichwort: Telekomargument).

18) Fass dir an die eigene Nase

Rückschläge gehören an der Börse dazu. Aus diesem Grund diversifizieren wir unsere Depots. Einige von uns gekaufte Aktien werden eine negative Performance erzielen. Häufig suchen wir den Fehler dann an anderer Stelle. Vielleicht hat jemand einen schlechten Tipp gegeben oder man hat einer Börsenzeitschrift geglaubt. Doch die sind nicht Schuld an der eigenen Performance. Je mehr man die Fähigkeit hat sich selbst zu hinterfragen, desto wahrscheinlicher wird man aus seinen eigenen Fehlern lernen.

19) Setze immer ein Limit

Insbesondere für Anfänger ist dieser Tipp ein wichtiger. Bei den meisten Brokern hast du die Möglichkeit zwischen der Option „Limit“ oder „Bestens“ zu entscheiden.  Bei meinem ersten Aktienkauf hatte ich mich für „bestens“ entschieden. Es liegt der Gedanke nah, dass die Aktie zum besten Preis eingekauft wird. Das ist jedoch nicht der Fall. Die Order wird lediglich zum bestmöglichen Zeitpunkt eingekauft und zwar zum Preis, der in diesem Moment verfügbar ist Im Normalfall hast du dann zu teuer eingekauft. Setzt du ein Preislimit, wird oberhalb dieses Limits nicht eingekauft. Die Order wird nur zu deinen gesetzten Obergrenzen ausgeführt. Als fortgeschrittener Börsianer kannst du über weitere Orderoptionen wie „Stop-Limit“ oder „Stopp-Loss-Limit“ etc. nachdenken.

20) Das schnelle Geld ist sehr unwahrscheinlich

Gerade zu Beginn einer Börsenkarriere hat man noch kein Gefühl dafür, welche Performance realistisch ist und welche nicht. Viele Anfänger sind der Meinung, dass es ein leichtes wäre, den Markt zu schlagen. Doch die wenigsten schaffen das. Manche Neuinvestoren sind enttäuscht, wenn sie hören, dass selbst ein Warren Buffet in der Regel „nur“ 20% Performance erwirtschaftet. Über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg ist dieser Gewinn jedoch um ein vielfaches potenziert. Es ist wichtig, nicht linear, sondern immer an den Zinseszins zu denken. Wer an der Börse sein Geld innerhalb weniger Monate vervielfachen will, betreibt tatsächlich Glücksspiel.

21) Fange heute an

Wenn mich Nichtbörsianer fragen, wann sie denn am besten investieren sollten, lautet meine Antwort immer „jetzt“. Gerade wenn der Markt neue Rekordstände aufzuweisen hat, häuft sich diese Frage. Meist lassen sich zwei Verhaltensweisen beobachten bei Menschen, die neu an der Börse sind und gerne investieren würden. Die einen wollen noch schnell auf den Zug aufspringen und am besten all ihr Geld investieren. Die anderen investieren gar nicht, weil ja schon alle Gewinne der Vergangenheit angehören. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Bei einer langfristig angelegten Strategie ist der Zeitpunkt des Investierens statistisch gesehen fast egal. Aus diesem Grund würde ich immer dazu empfehlen zu investieren. Wenn der Markt heiß gelaufen ist, dann investiert man lediglich weniger und erhöht die Cashquote.

 

Minimalistisch Leben für die Rendite?

Alles für die Rendite

Lohnt es sich minimalistisch zu Leben für die Rendite? Ein Europäer besitzt heutzutage im Durchschnitt 10 000 Dinge. Vor 100 Jahren besaß eine Familie im Schnitt etwa 180 Gegenstände.  Doch leben wir deswegen heute besser, glücklicher und zufriedener? Diese Frage lässt sich schwer beantworten und ist höchst individuell. Alle Dinge, die wir besitzen, sind verbunden mit einem bestimmten Bedürfnis. So erhoffen wir uns bewusst oder unterbewusst Anerkennung beim Kauf von Konsumgütern. Hinter diesen Bedürfnissen stecken Gefühle. Das könnte die Freude darüber sein, dass jemand unseren veränderten Look toll findet und somit das Bedürfnis der Anerkennung stillt. Oder wir fühlen uns gut, weil wir uns einen Fernseher auf dem neuesten Stand der Technik gekauft haben.

Haben sich die Bedürfnisse geändert?

Wohl kaum! Lediglich die Optionen diese zu erlangen haben sich vervielfacht. Vieles davon ist durch unsere Kultur und Sozialisation vorgegeben. Wäre es früher noch in Ordnung gewesen sich ein Mal in der Woche zu waschen, dürfte das heute schon schwieriger werden. Daher benötigt jeder Mensch schon mal wesentlich mehr Hygienartikel und besitzt somit auch mehr Gegenstände als früher. Auch bei anderen Konsumgütern wie Kleidung, Transport oder Immobilien gibt es gewisse Maßstäbe, die man nicht unterschreiten möchte, weil man dazu gehören will.




Wie viel ist genug?

Doch wo zieht man für sich die Grenze?  Ab welchem Qualitätsstandard deines Konsums fühlst du dich  von deiner Umgebung noch akzeptiert? Ich denke das ist eine sehr individuelle Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Interessant ist vor allem die Herangehensweise.

Bewusstsein schaffen

Zunächst braucht es ein Bewusstsein, welche unserer Käufe mit welchen Bedürfnissen zusammenhängen. Grundbedürfnisse müssen auf alle Fälle gestillt werden. Jeder Bürger gibt mit Sicherheit Geld für Wasser und Abwasser aus. Hier gibt es auch keine großartigen Qualitätsunterschiede. Bei anderen Grundbedürfnissen (z.B. Essen) kann man bereits sehr wohl über Qualitätsunterschiede nachdenken. Benötigt man tatsächlich eine Ceran-Kochplatte auf einer freistehenden Kochinsel, einen Kaffeevollautomaten und das teure Service? Hierüber darf man sich erlauben bewusst nachzudenken. Steigert die tolle Küche samt Inventar tatsächlich die Zufriedenheit oder bildet  man sich das nur ein? Höchst wahrscheinlich gehen die Meinungen hier auseinander. Das ist auch gut so, denn die Entscheidung ist eben sehr individuell.

Bewusst konsumieren

Wenn man sich darüber bewusst ist, welche Konsumgüter tatsächlich die eigene Lebensqualität steigern, kann man beginnen bewusst zu sparen. Vielleicht kommst du zu dem Schluss, dass der Kaffevollautomat für dich einfach jeden morgen ein Genuss und somit ein Pflichtkauf ist. Plötzlich bemerkst du an anderer Stelle jedoch, dass der Pulli, den du gestern gekauft hast, in keiner Weise deine Zufriedenheit verändert. Eventuell beginnst du Konsum mit anderen Augen zu sehen. Was kaufst du wirklich für dich? Was brauchst du und was brauchst du nicht? Welche Dinge erstehst du nur, um dir kurzfristig ein Glücksgefühl zu verschaffen?

Von allem das Beste

Sicherlich ist es schön einen Gegenstand von höchster Qualität zu besitzen. Doch wer kann sich das leisten bei etwa 10 000 Gegenständen? Möchtest du von allen Konsumgütern das beste haben, dann wird es sehr schwer werden mit (finanzieller) Freiheit. Es gibt zum Beispiel viele junge Familien, die ein schönes Haus mit Garten in einer guten Lage erstehen wollen. Meist werden zwei Autos benötigt, da beide berufstätig sind und die Kinder Hobbys pflegen. Weil das Platzangebot so lockt, ist der Erstwagen ein solider SUV aus deutscher Herstellung. Urlaub muss zwei Mal im Jahr sein, damit es mit der Erholung klappt. In der Zwischenzeit mäht der teure Rasenmäherroboter den Rasen, während die ebenfalls teure automatisierte Bewässerungsanlage die Pflanzen versorgt. Wenn diese Beispiel-Familie finanziell frei sein möchte, könnte das unter den gegebenen Voraussetzungen sehr schwierig werden. Denn es scheitert an zu hohen Ansprüchen.

Sobald man in der Lage ist bewusst zu konsumieren, schafft man sich Ressourcen in den Bereichen Geld und Zeit.

Gegenstände und Aufmerksamkeit

Besitzt ein Mensch 10 000 Dinge werden all diese Gegenstände früher oder später seine Aufmerksamkeit benötigen. Das fördert Stress, kann für Anspannung sorgen und hält ihn davon ab, seine Aufmerksamkeit auf wirklich wichtige Dinge zu lenken. Wenn du bewusst konsumierst, wirst du insgesamt weniger Dinge besitzen. Somit benötigen weniger Gegenstände deine Aufmerksamkeit und nicht selten setzt ein befreiendes Gefühl ein. Du kannst dir aussuchen wem oder was du deine Aufmerksamkeit widmest. Nebenbei  sparst du damit eine Menge Geld.

Ersparnisse investieren

Durch bewussten Konsum besitzt du nach einigen Jahren vielleicht nur die Hälfte der Gegenstände im Vergleich zu einem Durchschnittseuropäer. Für die andere Hälfte hast du kein Geld ausgegeben. Du lebst kein bisschen schlechter und bist nicht weniger zufrieden. Vielleicht fühlst du dich sogar freier. Die finanziellen Ressourcen kannst du nun eintauschen gegen Dinge, die dir wirklich wichtig sind. Du kannst an der Börse oder in Immobilien investieren, um finanziell immer freier zu werden und vom Zinseszinseffekt profitieren. Vielleicht möchtest du aber auch sofort weniger arbeiten und arbeitest von nun an nur noch Teilzeit. Ist das nicht ein geiler Gedanke? Letztendlich geht es gar nicht darum minimalistisch zu leben für die Rendite, sondern bewusst.

Wie stehst du zum Thema Konsum? Kannst du dich davon befreien oder willst du stets das neueste und beste? Mich würde eure Meinung sehr interessieren!

 

 

Light Version nach Levermann – Überprüfung 12.06.17

Hallo liebe Wiki-Anhänger! In Abständen von einigen Wochen veröffentliche ich an dieser Stelle die Überprüfung der Aktien, die sich in meinem Wikifolio namens „Levermann Light Version“ befinden. (Tabelle anklicken zum Vergrößern).

Hier geht es direkt zum dazugehörigen Wikifolio „Levermann Light Version“.

Du kannst die Informationen als Orientierung für eigenen Investitionen nutzen, die Levermann Strategie einfach aus Interesse verfolgen oder in das Wikifolio investieren.

Einen ausführlichen Bericht zur Strategie des Wikifolios findest du hier.

Real Money – Trader

Das Wikifolio hat nun den Status Real Money – Trader erhalten. Ich praktiziere die Levermann-Strategie schon eine ganze Weile und bin überzeugt von ihrer Wirksamkeit. Aus diesem Grund habe ich etwa 5 000 Euro in mein eigenes Wikifolio investiert. Da es die letzten Tage zu leichten Rücksetzern im Depot kam, habe ich die Gelegenheit genutzt, den Status „Real Money“ zu beantragen.

Veränderungen

Seit der letzte Überprüfung wurden zwei neue Werte in das Depot aufgenommen. Hierbei handelt es sich um die ADO Properties und die Hypoport AG.  Die ADO Properties AG hat mit 1,7 Milliarden Euro eine höhere Marktkapitalisierung als die meisten anderen Positionen. Das Immobilien-Unternehmen wird im SDAX geführt und erreicht mit 5 Punkten aktuell die Höchstpunktzahl. Auch bei der ausführlichen Levermann-Überprüfung erhält die ADO Properties AG mit 7 Punkten eine Punktzahl, die einen Kauf rechtfertigt. Der Finanzdienstleister Hypoport erreicht bei der Levermann Light Version die Punktzahl 3 und bei der ausführlichen Überprüfung aktuell 6 Punkte. Zwischenzeitlich befand sich noch die PNE Wind AG  im Depot, die auch weiterhin die Tests besteht. Jedoch wurde die Position verkauft, um eine Cashquote zwischen 10-20% zu ermöglichen.

Performance

Gesamtperformance seit Beginn: am 21.11.2016: 44,71%

Performance seit Jahresbeginn: 21,88%

Performance seit 30 Tagen: 6,12%

Performance seit 3 Monaten: 12,26%

Performance seit 6 Monaten: 25,64%

Investiertes Kapital (Stand heute): 40 287 Euro (Eine Steigerung von 75% innerhalb von zwei Wochen)

Aktuelle Auszeichnungen:

  • Schwerpunkt Deutschland
  • aktiv diversifiziert
  • kontinuierliches Wachstum
  • treue Anleger
  • guter Kommunikator
  • regelmäßige Aktivität

 

 

Tipps zum Vermögensaufbau 8-14

Tipps zum Vermögensaufbau

In dieser Artikelreihe möchte ich allgemeine und konkrete Tipps zum Vermögensaufbau geben.  Von Zeit zu Zeit werde ich Fortsetzungen veröffentlichen. Sehr gerne dürft ihr weitere Tipps, Ergänzungen oder andere Meinungen in den Kommentaren erwähnen, damit die Leser noch mehr von der „Tippsammlung“ profitieren können. In diesem Artikel stelle ich die Tipps 8-14 vor. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann das hier gerne nachholen. Viel Spaß beim Lesen!

8) Kaufe keine Konsumgüter, die an Wert verlieren

Der Reiz des Neuen ist überall. Kaum jemand kann ihm gänzlich entsagen.  Dafür ist die Anziehungskraft der Industrie und der Werbung zu groß. Zudem fühlt es sich sehr gut an zum Beispiel einen tollen Neuwagen zu fahren. Der Preis ist jedoch hoch. Sobald man ein neues Auto auf die Straße fährt, hat man bereits meist einen vierstelligen Verlust gemacht. Vermeide Konsumkäufe mit hohen Wertverlusten.




9) Halte deine Gebühren niedrig

Aktien kaufen kostet auch Geld. Gerade Anfänger unterschätzen häufig die Langzeitwirkung von zu hohen Gebühren. In schlechten Marktphasen kann es zu Ungeduld kommen. Nicht wenige Börsianer versuchen Verluste durch Verkäufe und Käufe auszugleichen. Das ständige Hin und Her belastet die Depotkosten sehr. Die neuen Gebühren müssen zunächst wieder erwirtschaftet werden und schmälern den Langzeiteffekt des Zinseszins. Bei einer langfristigen Anlagestrategie sind kurzzeitige Kursstände nicht so wichtig. Hierdurch kannst du die Gebühren auf Dauer gering halten. Vergleiche zudem die Tradinggebühren einzelner Broker.

10) Lebe in der Balance

Sehr häufig arbeiten wir im hier und jetzt, um irgendwann in der Zukunft davon zu profitieren. Das ist eine Einstellung, die auch bei finanziell gebildeten Menschen häufig vorkommt. Nach dem Motto: Wenn ich die nächsten 10-15 Jahre hart arbeite, bin ich im Anschluss finanziell frei. Der Weg zur finanziellen Freiheit ist jedoch ein schleichender und kein plötzlich einsetzender Prozess. Hoch motivierte und immer arbeitende Menschen sind zudem anfälliger für schwere Krankheiten (Herzinfarkt, Burnout etc.). Es spricht überhaupt nichts gegen harte Arbeit. Doch wir brauchen regelmäßig Zeiten der Ruhe. Schaffe dir eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit, damit du auch in Zukunft von deinen Investitionen profitieren kannst.

11) Konsumiere bewusst

Ein Europäer im 21. Jahrhundert besitzt im Durchschnitt etwa 10 000 Gegenstände. Vor etwa 100 Jahren besaßen Menschen im Durchschnitt 150 Gegenstände. Einerseits erhöhen viele tolle Produkte unseren Lebensstandard sehr. Doch wie häufig kaufen wir uns ein gutes Gefühl durch das Erwerben eines neuen tollen Gegenstandes? Viele Dinge, die wir in unserem Leben erstehen, erhöhen unsere Zufriedenheit nicht langfristig. Nach einigen Wochen hat man sich an den neuen Fernseher und die neuen Möbel gewöhnt. Die alten Sachen hätten es vermutlich auch getan. Gänzlich auf Konsum verzichten ist auch keine Lösung. Hin und wieder gönnt man sich auch einfach gerne mal einen teuren Tag in der Therme oder etwas anderes. Durch bewusstes Konsumieren erhöhst du jedoch die Ressourcen, welche du für Investments nutzen kannst.

12) Sichere dich ab

Sich absichern kann man auf vielfältige Art und Weise. Gemeint sind an dieser Stelle vor allem eintretende Ereignisse im Leben, die deine finanzielle Freiheit massiv gefährden können. Das wäre zum Beispiel Arbeitsunfähigkeit. Eine Arbeits- oder Dienstunfähigkeitsversicherung kann finanzielle Einbußen abfedern. Sei auch nicht zu romantisch für einen Ehevertrag. Bei einer Trennung gibt es große finanzielle Einschnitte auf beiden Seiten. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist Arbeitslosigkeit. Für diesen Fall solltest du zwei bis vier Monatsnettogehälter auf ein Tagesgeldkonto ansparen, bevor du dir Aktien kaufst.

13) Getrennte Konten

Dieser Punkt knüpft an Tipp 12 an. Die Scheidungsrate in Deutschland beträgt immer noch rund 40%.  Es wäre naiv zu denken, es könnte einen selbst nicht treffen. Getrennte Konten können hier viel Ärger sparen. Auch nicht verheiratet Paare legen gerne ihre Konten zusammen. Ein möglicher Ansatz wären jeweils getrennte Konten, sowie ein gemeinsames Haushaltskonto.

14) Verlasse dich nicht auf den Staat

20% aller Riesterveträge liegen still. Das ist keine Überraschung, denn nur eine Minderheit der abgeschlossenen Verträge lohnen sich. Diese sind zudem mit aller Wahrscheinlichkeit einer langfristig angelegten ETF-Strategie weit unterlegen. Häufig besitzen staatliche Vorsorgeprodukte auch eine Progression, die sich viele Anleger mit der Zeit schlicht nicht leisten können oder wollen. Rechnet man manches Szenario durch, würden Anleger, die ihre monatliche Riesterrente in Ansruch nehmen wollen, teilweise erst ab einem Lebensalter von 80 Jahren mehr Geld bekommen als sie vorher investiert haben. Um deine Zukunft finanziell abzusichern empfehle ich dir eine gut diversifizierte ETF-Strategie.