5 vermeidbare Fehler beim Kauf von Kryptowährungen

5 vermeidbare Fehler beim Kauf von Kryptowährungen

In den letzten Wochen haben sich die Medien mit negativen Berichterstattungen zum Thema Kryptowährungen gegenseitig überboten. Dabei wurden übertrieben zugespitzte Formulierungen genauso häufig verwendet wie die nicht enden wollenden Vergleiche mit dem Neuen Markt oder der Tulpenmanie. Als Leser könnte man sich die Frage stellen, wo in einer objektiven Berichterstattung die Grautöne bleiben. Denn in der Regel wird entweder von unverschämt hohen Renditen oder einem Crash geschrieben. Beide Szenarien werden gerne als endgültig inszeniert. Das ist nicht nur übertrieben, sondern auch manipulativ und meist falsch.

Viele neue Investoren wurden durch die mediale Berichterstattung und den Preisrückgang der Kryptowährungen stark verunsichert. Aus diesem Grund möchte ich euch heute 5 vermeidbare Fehler beim Kauf Kryptowährungen vorstellen und hoffe hiermit die übertrieben inszenierten Szenarien etwas zu relativieren.

1) Glaube den Medien nicht

Wenn man der Berichterstattung in den Medien zum Thema Bitcoin oder anderen Kryptowährungen über einen längeren Zeitraum folgt, fallen einige Dinge auf. Zunächst wird fast nur dann über Kryptowährungen berichtet wenn es schlecht läuft oder ein neuer Höchststand erreicht wurde. Katastrophennachrichten und Sensationen verkaufen sich eben am besten. Um ein möglichst schlimmes Szenario zu untermauern werden auch gerne negative Aussagen von bekannten Investoren (Warren Buffett) oder mächtigen Staatsdienern (Finanzminister Indiens) bemüht.  Teilweise liegen die rezitierten Aussagen Monate zurück oder wurden einfach auf die gezielte Frage eines Journalisten wiederholt. Da es aber gut zu einem Krypto-Crash passt, werden die Aussagen als aktuell und besonders schlimm verkauft.

Beispiel staatliche Regulierungen

Immer wieder wird im Zuge eines Krypto-Bärenmarktes über mögliche staatliche Regulierungen berichtet, die eine massive Einschränkung oder sogar ein Verbot suggerieren. Dabei sind Regulierungen nicht nur notwendig, sondern stärken auf Lange Sicht das Vertrauen der Anleger in den Kryptomarkt. Deswegen sind Nachrichten über Regulierungsmaßnahmen auch gute Neuigkeiten und sollten nicht missbraucht werden, um Panik unter den Anlegern zu verbreiten. Ein Verbot der Kryptowährungen halte ich für fast ausgeschlossen. Denn im Prinzip müssten sich hier alle Staaten unserer Erdkugel einig werden, um eine dezentrale, global funktionierende Währung zu verbieten. Es wäre wahrscheinlicher, dass alle Staaten sich auf gemeinsame Klimaziele einigen und diese nicht nur einhalten, sondern in Rekordzeit umsetzen.

Warum also Regulierungen?

Letztendlich geht es darum den Handel mit Kryptowährungen Personen zuweisen zu können. Wenn du heute ein Depot eröffnen möchtest, um Aktien zu kaufen, musst du dich ausweisen und einige Informationen der Bank überlassen. Das ist eine Regulierung, die der Kryptowelt ebenfalls gut tun würde. Als interessierter Anleger kannst du jedoch teilweise ohne Regulierungen Bitcoin kaufen. Davon abgesehen gibt es für Bitcoin Börsen keine Aufsicht, welche die Kauf- und Verkaufspreise im Auge behält, unabhängige Wirtschaftsprüfer, Einlagensicherungen, geprüfte Preisstrukturen, Ansprechpartner, rechtliche Sicherheiten, steuerliche Klärungen etc.. Regulierungen sind vermutlich nur eine Frage der Zeit und werden das Vertrauen möglicher Anleger in Kryptowährungen am Ende stärken. Auch, weil man so möglichen Misbrauch verbieten möchte. In den Medien wird Bitcoin gerne mal als die Währung Krimineller dargestellt. Dabei sind weniger als 1% aller Transaktionen im Bereich Kryptowährungen krimineller Natur.

Wenn Staaten die Potentiale der Blockchain-technologie und der Kryptowährungen erkennen, werden sie Kryptowährungen nicht weiter bekämpfen, sondern sie sinnvoll integrieren wollen.

Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Erstens wird sie verspottet. Zweitens wird sie gewaltsam bekämpft. Drittens wird sie als selbstverständlich angenommen.

Arthur Schopenhauer

2) Kontrolliere deine Angst

Nicht auf seine Angst zu hören ist gleichzeitig so unglaublich einfach wie unfassbar schwer. Investoren kennen zwei Arten von Angst, die hauptsächlich verantwortlich sind für vermeidbare Fehler. Die Angst etwas zu verpassen und die Angst vor Verlust. Beide sind sehr stark ausgeprägt und da sich der Markt der Kryptowährungen quasi im Zeitraffer bewegt, schlagen sie umso gnadenloser zu. Eine Menge Leute sind vor Weihnachten 2017 in den Markt eingestiegen aus  Angst etwas zu verpassen. Viele dieser Anleger sind nach dem Einbruch der Kurse um 50% bis teilweise 80% aus Verlustangst wieder ausgestiegen und halten Kryptowährungen nun für Teufelszeug.

Ein Beispiel – Vielleicht kennst du diese Situation

Wenn du Anfang des Jahres 2017 oder zuvor in den Markt eingestiegen bist, dann wurdest du mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann im November oder Dezember 2017 auf Bitcoin angesprochen und um Rat gebeten. Daraufhin hat sich die interessierte Person einen Account bei coinbase* oder binance* gemacht und kaufte Bitcoin, Ethereum oder auch Litecoin. Alle gut gemeinten Hinweise nicht die gesamte zur Verfügung stehende Summe sofort zu investieren oder sich zunächst eine ETF-Strategie zuzulegen wurden ignoriert. Einige Wochen später Anfang Februar drehte sich die Situation. Dieses Mal gehst du auf die Menschen zu und rätst Ihnen nach der Konsolidierung jetzt in den Markt einzusteigen. In neun von zehn Situationen erntest du ungläubige Blicke, unterstützt durch die Frage „Du glaubst nicht wirklich noch daran, dass sich das erholt, oder“?

Die Angst überwinden

Um die Angst etwas zu verpassen oder etwas zu verlieren zu überwinden, musst du dir bewusst werden, dass diese Angst in jedem von uns existiert. Kennst du diese Angst, kannst du sie umgehen und mit gutem Gewissen dann kaufen, wenn alle dich belächeln und dann verkaufen, wenn alle deinen Rat wollen. Um die Angst vor Verlusten zu minimieren hilft es nur Geld zu investieren, welches man definitiv nicht benötigt. Manchmal hilft es auch, sich regelrecht emotional von diesem Geld zu verabschieden, als wäre es gar nicht existent.

3) Ignoriere die Igonaranten

Es ist schon schwer genug seinen Freunden, Bekannten oder Verwandten zu erzählen, dass man Aktien kauft. Zwar trifft man auch hier immer offenere Menschen, die nicht gleich ihre Vorurteile kundtun müssen, doch wird dich ein Großteil eher belächeln. Im Bereich Kryptowährungen liegt die Akzeptanz der Mitmenschen oft nochmal deutlich niedriger. Wenn der Markt gerade gut läuft, werden sie anmerken, dass die Blase bald platzt. Läuft es schlecht sagen sie dir, sie hätten es dir gleich gesagt. Eine Diskussion mit von Vorurteilen durchdrungenen Meinungen macht absolut keinen Sinn. Viele dieser Besserwisser haben gemein, dass sie häufig schlecht informiert sind und keinen Schimmer haben, was eine Kryptowährung oder eine Blockchain ist. Interessierte Anleger lassen sich hiervon so abschrecken, dass sie direkt das Handtuch werfen.

Neue Entwicklungen

Veränderungen fallen vielen Menschen schwer. Sie wollen den Status Quo aufrecht erhalten und misstrauen selbst überlegener Technologie. In den letzten Jahrhunderten haben sich Menschen geweigert Glühbirnen ins Haus einzubauen, weil sie Angst vor der Elektrizität hatten. Autos wurden aus Städten verbannt, weil sie zu schnell fuhren. Selbst Fahrräder wurden in manchen Städten verboten. Die Dampflok wurde gemieden, weil das große Vögelsterben drohte. Zu Beginn des Jahrtausends wollten die Menschen keine TV-Geräte über Amazon kaufen, da sie Angst hatten keine Ansprüche zu haben im Falle einer Reperatur. Heute gehört Amazon zu den vier größten Unternehmen der Welt. Die Blockchaintechnologie und einige -nicht alle- Kryptowährungen werden sich in diese Aufzählungen einreihen.

Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde

Henry Ford

4) Wissen ist Rendite

Im Internetzeitalter erfährt man viel über die Investitionen anderer Leute, sowie deren Beweggründe. Gerade in Foren rund um das Theme Kryptowährungen geht es häufig heiß her. Immer wieder liest man von Tipps oder Aufforderungen zu Käufen spezieller Währungen. Auch in Gesprächen kann man so einiges über Investments erfahren. Nicht selten kaufen Anleger aufgrund eines Artikels in der Zeitung, eines Ratschlags eines Freundes oder einfach weil eine Währung gerade im Trend liegt, ohne sich zu informieren, was diese Kryptowährung eigentlich tut.

Iota – Massig Potential, doch zu hoch gekauft

Ein Beispiel der letzten Monate ist Iota. Anfang Dezember schaffte Iota einen Ausbruch von etwa 0,50 Euro auf 5 Euro. Iota stieg um etwa 1000% an. Nach diesem Anstieg wurden viele Neu-Investoren aufmerksam und kauften ohne näheres Wissen Iota in ihr Depot. Iota ist aufgrund der Tangle-Technologie eines der interessantesten Projekte auf dem Markt und ich habe es selbst im Depot. Wenn man jedoch eine Währung nach einem 1000%igen Anstieg kauft ohne überhaupt zu wissen, was Iota macht, hat man fahrlässig investiert und erhöht die Chance Geld zu verlieren. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass gute Recherche deine Rendite erhöht.

Lass dich nicht veräppeln

Als Iota auf 5 Euro stieg, haben viele Anleger den Preis mit Bitcoin verglichen, der zeitweise bis auf 16 000 Euro anstieg. Die Rechnung war einfach. Wenn ich für 1 000 Euro Iota kaufe und der Kurs irgendwann vielleicht bei 10 000 Euro steht, dann bin ich Millionär. Mit dieser einfachen Rechnung wurden in den letzten Monaten unheimlich viele Leute in den Markt gelockt und kauften insbesondere Coins, die es noch unter einem Euro gab (Cardano, Ripple, Tron etc.). Auch das ist ein Grund für den Absturz der letzten Wochen, weil zu viel „Idiot Money“ im Markt gewesen ist, welches gerade wieder heraus gespült wurde. Viele Anleger wussten nicht, dass Iota bereits bei einem Preis von 73 Euro zu dieser Zeit genauso viel Wert gewesen wäre wie Bitcoin, weil einfach viel mehr Coins im Umlauf sind. Die Marktkapitalisierung bietet sich als Vergleichsgröße an, nicht der Preis. Hier findest du eine sehr brauchbare Übersicht:

Coinmarketcap

5) Weniger ist mehr

Der Markt der Kryptowährungen ist sehr volatil. Die ständigen Schwankungen verführen Anleger immer wieder zu schnellem Handeln in der Hoffnung auf das schnelle Geld. Einige, die bereits länger dabei sind, betrachten sich als Experten, weil sie eine Menge Geld gemacht haben. Jedoch hätte jeder, der Anfang 2017 irgendwelche Kryotpwährungen gekauft hätte, eine Rendite im vierstelligen Bereich erwirtschaftet.

Einmal kaufen -nichts mehr tun

Eine alte Börsenweisheit lautet „Hin und her macht Taschen leer“. Manchmal dreht der Wind des Marktes so schnell in die eine oder andere Richtung, dass Vorhersagen wohin sich der Markt in den nächsten Tagen entwickeln wird absolut unmöglich sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass du in Deutschland deine Coins (noch) bei einer Haltedauer von einem Jahr als privates Veräußerungsgeschäft versteuern und damit steuerfrei verkaufen kannst. Hierfür ist Untätigkeit über 365 Tage jedoch Voraussetzung. Selbst einen Tausch unterhalb verschiedener Währungen musst du nachweisen können.

Man kann nicht alles haben

Mittlerweile gibt es über 1 500 verschiedene Kryptowährungen. Fast täglich wird irgendeine neue Coin als „Ethereumkiller“ oder „The next Bitcoin“ auf youtube, twitter oder anderen Portalen gehypt. Die Versuchung ist sehr groß immer den nächsten Trend zu finden. Jedoch ist auch hier weniger mehr. Ein Depot von 5-10 Kryptowährungen ist völlig ausreichend. So fällt es dir in der schnelllebigen Welt der Kryptowährungen auch leichter deine Coins und deren Entwicklungen zu verfolgen.

Fazit

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen 5 Tipps beim Kauf von Kryptowährungen weiter helfen. Im Anschluss stelle ich dir noch ein paar Informationen zusammen, welche Artikel es auf diesem Blog zu diese Thema bereits gab, wo du bei Interesse Kryptowährungen kaufen kannst und fasse nochmal kurz zusammen:

 

5 Tipps:

1) Glaube den Medien nicht

2) Überwinde deine Angst

3) Höre nicht auf Vorurteile

4) Informiere dich

5) Denke und kaufe langfristig

 

Weitere Artikel zum Thema:

Die besten Kryptowährungen für Anfang 2018

10 Kryptowährungen für 2018

 

Falls du Kryptowährungen kaufen möchtest:

coinbase*

bitcoin*

binance*

Falls du Interesse hast an einer kommisionsfreien Bitcoin Futures Börse:

Ditigex*

 

Die besten Kryptowährungen für Anfang 2018

Die besten Kryptowährungen für Anfang 2018

Es gibt viele potentielle Kandidaten für die besten Kryptowährungen Anfang 2018. Einige Altcoins haben in den letzten Wochen eine unheimliche Performance hingelegt. Ripple, Cardano oder Stellar Lumens konnten ihren Preis teilweise mehr als verzehnfachen. Zwei dieser Coins habe ich im Dezember bereits unter dem Namen „10 Kryptowährungen für 2018“ vorgestellt. Viele Anleger haben nun Kaufpanik und werfen blind vor Gier große Mengen Geld auf den Markt. Sie hoffen die besten Kryptowährungen zu finden und wollen an der Rallye teilhaben. In der Regel wurden die meisten Gewinne mit den Coins der Stunde nun jedoch erzielt. Es macht wenig Sinn den enormen Kursanstiegen hinterher zu laufen. Auf diese Art und Weise kann man sehr schnell auch mal 25%-50% seiner Investition verlieren. Viel sinnvoller ist eine Abwägung, welche Coins in den nächsten Monaten eine Kursexplosion noch vor sich haben könnten.

Soll ich jetzt noch Kryptowährungen kaufen?

Im Jahr 2017 hat insbesondere Bitcoin den Mainstream erobert. So ziemlich jedes Medium hat fast auf täglicher Basis über Bitcoin berichtet. Es stellt sich daher die Frage, ob überhaupt noch Geld mit Kryptowährungen verdient werden kann. Ich glaube für einen Zeitraum von 6-18 Monaten kann man von weiteren hohen Anstiegen ausgehen. Im Anschluss muss man die Situation neu evaluieren. Grundsätzlich besteht tatsächlich die Gefahr eines Totalverlustes. Jedoch kann auf der anderen Seite wirklich eine Menge Geld verdient werden. Ich würde dir bei Interesse empfehlen eine Summe zu investieren, auf die du im Notfall gänzlich verzichten könntest. Mit etwas Glück kannst du investierte Summe in den nächsten Monaten verdoppeln oder verdreifachen. Im Jahr 2018 könnte der Durchbruch einiger Altcoins im Mainstream anstehen. Aus diesem Grund stelle ich hier drei weitere potentielle Kandidaten für die besten Kryptowährungen Anfang 2018 vor.

VeChain (VEN)

VeChain, mit Sitz in Singapur,  funktioniert als Blockchain für Produkte und Informationen. Das Projekt könnte die Art und Weise verändern wie wir einkaufen. Stell dir vor du kaufst Obst im Supermarkt. Mit Hilfe einer App kannst du die Orange scannen. Du erhältst Informationen über die Herkunft der Orange, wann sie geerntet wurde, welchen Weg sie hinter sich gebracht hat und wie lange sie bereits im Laden liegt. Die notwendigen Informationen sind in der Blockchain gespeichert. VeChain verpasst sozusagen jedem einzelnen Produkt eine Art Personalausweis. Möchtest du dieses Produkt kaufen, kannst du dir diesen Ausweis des Produktes vorzeigen lassen. Hierdurch kannst du ebenfalls unterscheiden, ob es sich bei diesem Produkt um eine Fälschung handelt oder nicht. VeChain hat somit eine ganz wunderbare Idee und es ist unheimlich wichtig, dass du an die zu Grunde liegende Idee einer Kryptowährung glaubst.

Icon (ICX)

Icon könnte man als Grenzen überschreitendes und Brücken schlagendes Projekt bezeichnen. Soziale Systeme (Gesundheitssysteme, Währungen) haben ihre nationalen Grenzen. Icon möchte diese Grenzen überschreiten. Auch Blockchains haben ihre jeweiligen Communities, die unabhängig für sich stehen. Das Ziel von Icon ist es, diese Communities zu verbinden. Dabei geht es nicht nur im Währungen, sondern um jede Art von Informationen verschiedener Institutionen wie Krankenhäuser, Regierungen Unternehmen und Banken. Stell dir vor, dass Städte in Zukunft so eine Art vernetzte Smart City sein könnten. Institutionen könnten über die Icon Blockchain Daten dezentral und ohne die Involvierung Dritter in sekundenschnelle austauschen. Das südkoreanische Team von Icon möchte genau das zunächst ermöglichen.

Wabi (Wabi)

Walimali ist ein chinesisches Unternehmen, welches Blockchain-Technologie verwendet, um letztendlich das gleiche zu tun wie VeChain. Einige unter euch haben vielleicht schon mal ein Fußballtrikot oder eine wertvolle Tasche als Souvenir aus dem Urlaub verschenkt oder geschenkt bekommen. Walimali will es ermöglichen,  wie eben auch Vechain, ein gefälschtes Produkt vom Original zu unterscheiden, indem euch die Blockchain die nötigen Informationen liefert. Diese Idee begeistert mich, denn sie kann sehr ernste Probleme lösen. Stell dir vor du bist Papa oder Mama geworden und möchtest Babynahrung kaufen. Wie wichtig wäre dir eine Technologie, welche dir fälschungssicher Informationen über das verwendete Milchpulver liefern könnte? Vechain und Wabi sind zwei Coins, die aufzeigen, welche positiven Effekte die Blockchain-Technologie haben kann.

Eine Anmerkung zum Kryptomarkt im Allgemeinen:

In den letzten Wochen sind unheimlich viele Spekulanten in den Markt der Kryptowährungen vorgedrungen. Viele Anleger wollen lediglich das schnelle Geld verdienen. Möchtest du jedoch langfristig von Kryptowährungen profitieren, beschäftige dich mit der hinter einer Coin steckenden Idee und kaufe nicht blind Währungen, deren Sinn und Zweck du garnicht kennst. Kaufe nicht den Hype einer Coin im Cent-Bereich, sondern kaufe die Idee einer Technologie.

Wo und wie kannst du Coins kaufen?

Wenn du Interesse hast, kannst du Bitcoin oder Ethereum z.B. über bitcoin* oder coinbase* kaufen.

Um VeChain, Icon, Wabi oder andere Coins zu kaufen, musst du Bitcoin oder Ether auf eine Handelsplattform wie z.B. binance* transferieren. Dort kannst du deine Coins in die gewünschte Währung umtauschen.

Hier nochmal eine Übersicht:

Bitcoin, Ethereum: coinbase*, bitcoin*

VeChain: binance*, huobi

Icon: binance*, huobi

Wabi: binance*,

 

10 Kryptowährungen für 2018

10 Kryptowährungen für 2018





Kryptowährungen sind in aller Munde. Insbesondere über Bitcoin wird in den Medien nahezu täglich berichtet. Die Mutter aller Kryptowährungen hat im Jahr 2017 über 1 700 % an Performance zugelegt. Das weckt Begehrlichkeiten und ruft Kritiker auf den Plan. In diesem Artikel möchte ich vor Allem auf digitale Währungen eingehen, die noch  nicht das gleiche Rampenlicht genießen wie Bitcoin.

Wohin geht die Reise?

Viele Anleger fragen sich, ob es sich beim Thema Kryptowährungen um eine Blase handelt oder ob wir erst am Anfang eines beispiellosen Wachstums stehen. Hier geht es jedoch nicht um die Klärung dieser Grundsatzfrage. Wenn du an die Zukunft der Kryptowährungen glaubst, dann kannst du womöglich einige wertvolle Tipps in diesem Artikel finden. Bist du dir unsicher, rate ich dir von einer Investition ab. Es handelt sich hier auch nicht um Kaufempfehlungen. Ich persönlich gehe auch im Jahr 2018 von weiteren Anstiegen der Kurse aus und besitze neun der zehn hier vorgestellten Währungen selbst.

Einige Informationen für Anfänger

Hier kannst du dir bei Interesse erklären lassen was eigentlich eine Kryptowährung ist.

Falls du noch nicht weißt was eine Blockchain ist, kannst du das hier lesen.

Solltest du dich im Bereich Kryptowährungen bisher wenig auskennen, empfehle ich dir den Youtube Kanal von Dr. Julian Hosp, den du hier finden kannst. Dieser ist auch als Podcast erhältlich.

Wenn du Bitcoin oder andere Währungen kaufen möchtest, kannst du das z.B. über bitcoin.de *, einer Börse oder einem Marktplatz für digitale Währungen tun. Weitere Informationen findest du am Ende dieses Artikels.

1) Iota (IOT)

Iota ist einer meiner Favoriten für das Jahr 2018. Sie ist eine der wenigen Währungen, die keine Blockchain verwendet, sondern ein Netzwerk names Tangle. Hierdurch kann sie drei wesentliche Probleme von Bitcoin lösen. Sie ist unheimlich schnell, hat kein Skalierungsproblem und ist absolut kostenlos. Vor Allem letzterer Punkt ist ein riesiger Wettbewerbsvorteil. Während das Netzwerk von Bitcoin häufig überlastet ist und Überweisungen hierdurch auch mal 30 oder 60 Minuten dauern, kann das bei Iota aufgrund des Tangles nicht geschehen. Es kann quasi keinen Stau auf der digitalen Autobahn geben. Iota möchte das „Internet of Things“ ermöglichen. Es geht darum, dass sich Maschinen untereinander in Echtzeit autonom abrechnen. Stell dir vor, du fährst dein Auto in eine Parklücke und dieses rechnet die Gebühr für das entsprechende Parkticket innerhalb weniger Sekunden ab. Der Ansatz von Iota ist sehr vielversprechend und Unternehmen könnten hiervon massiv profitieren. Am 19. Dezember 2017 hat z.B. Bosch massiv in Iota investiert.

2) Cardano (Ada)

Cardano hat in den letzten Wochen einen enormen Zuspruch erhalten. Das Team möchte eine Art dritte Generation für Kryptowährungen schaffen, welche die Geschwindigkeits- und Skalierungsprobleme der ersten Generation (Bitcoin) und der zweiten Generation (Ethereum) beheben. Charles Hoskinson, einer der Co-Founder von Ethereum, ist Teil dieses Teams. Es wird unter anderem auch damit geworben, dass die führenden Personen hinter Cardano einen akademischen Hintergrund haben (Wissenschaftler und Ingenieure). Cardano möchte zudem ein Bindeglied zwischen den Ansprüchen der Nutzer und der Notwendigkeit von Regulierungen sein. So ist das Ziel die Plattform Cardano direkt bei größeren Organisationen zu platzieren. Über die Plattform Cardano können dann Transaktionen mit Hilfe des Coins Ada getätigt werden. Auch so genannte Smart Contracts, wie bei Ethereum, sollen folgen.

3) Bitcoin (BTC)

Bitcoin ist mittlerweile im Vergleich zu anderen Kryptowährungen technisch deutlich unterlegen. Das Netzwerk ist langsam und überlastet. Dennoch traue ich Bitcoin auch im Jahr 2018 sehr viel zu. Bitcoin ist in manchen Ländern (Japan, Australien) offizielles Zahlungsmittel, in den meisten europäischen Ländern gibt es bereits Bitcoin-Geldautomaten, man benötigt häufig Bitcoin, um andere Kryptowährungen zu kaufen und Bitcoin wird sich wahrscheinlich als Wertanlage etablieren. Um die Marktkapitalisierung von Gold zu erreichen, müsste der Preis für 1 Bitcoin noch um den Faktor 25 ansteigen. Die Mutter aller Kryptowährungen gehört in jedes Krypto-Depot.

4) Lisk (LSK)

Lisk möchte es ermöglichen dezentrale Apps, so genannten dApps, zu entwickeln. Dabei funktioniert Lisk ähnlich wie Ethereum. Jedoch gibt es nicht nur eine Blockchain, sondern neben der Mainchain weitere Sidechains. Hierdurch ist Lisk flexibler, skalierbarer und es sind auch nicht immer Hard Forks nötig. Der riesige Vorteil von Lisk ist jedoch, dass es Java-Script verwendet. Das ist eine der gängigsten Programmiersprachen. IT-Leute müssen sich daher nicht einarbeiten und bekommen somit viel einfacher Zugang, um dApps zu entwickeln.

5) Omisego (OMG)

Omisego ist eine Art dezentrales Zahlungsnetzwerk, das die Welt der Kryptowährungen mit der Welt der gängigen Fiat-Währungen verbinden möchte. Es ermöglicht daher weltweit innerhalb weniger Sekunden Überweisungen in alle Währungen. Zudem sollen hierüber auch andere Vermögenswerte, z.B. Aktiendepots oder Immobilien verwaltet werden. Man könnte es so beschreiben, dass du mit Omisego deine eigene individuelle und dezentralisierte Bank bist. Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt Ripple. Jedoch unterscheiden sich beide in Punkto Dezentralisierung. Während Ripple ein gewisse Zentralität benötigt, kommt Omisego ohne diese aus.

6) Golem (GNT)

Golem hat den Anspruch ein dezentraler Supercomputer zu sein, dessen Rechenleistung du anbieten, vermieten oder selbst nutzen kannst. Stell dir vor dir fehlt in deinem Unternehmen aus dem Bereich Wirtschaft oder Wissenschaft die Rechenleistung, um ein bestimmtes Projekt durchzuführen. Dann kannst du diese Rechenleistung über das Golem Netzwerk nutzen. Häufig wird Golem deswegen auch als AirBnb für Rechenleistung angesehen. Du kannst quasi nicht verwendete, leer stehende Rechner vermieten oder selbst nutzen.

7) Ark (ARK)

Ark ist aus einer Hard Fork von Lisk entstanden und möchte eine Brücke zwischen allen gängigen Kryptowährungen schlagen. Hierfür werden so genannte Smart Bridges verwendet. Mit anderen Worten soll die Plattform folgendes ermöglichen: Wenn du jemandem Bitcoin senden möchtest, kannst du deine Ark Coins senden und diese konvertieren sich am anderen Ende automatisch in Bitcoin. Darüber hinaus möchte das Ark Team das Klonen ermöglichen. Auf Basis der Technologie soll jeder in der Lage sein eine eigene Blockchain als Sidechain (ähnlich wie bei Lisk) anzufügen. Diese wird dann Teil der Hauptchain. Ich finde, dass insbesondere die Smart Bridges sehr interessant klingen.

8) Ethereum (ETH)

Ethereum ist aktuell die Nummer zwei hinter Bitcoin. Das Hautpanliegen des Unternehmens ist es Smart Contracts, aber auch dApps zu ermöglichen. Für das Datenhosting oder das Überwachen der Erfüllung von Verträgen werden häufig zentrale Internetriesen benötigt z.B. Amazon. Sie wären bei der Nutzung von Smart Contracts überflüssig. Ebenso hättest du bei der Nutzung von dApps die notwendigen Daten aufgrund der Dezentralisierung wieder in den eigenen Händen. Der Kurs von Ethereum hat in den letzten Wochen einen großen Sprung gemacht. Das lässt sich auf das Erscheinen der Cryptokitties zurückführen. Da Ethereum sich momentan als Nummer Zwei hinter Bitcoin etabliert hat, gehört die Währung in jedes Krypto-Depot.

9) Ripple (XRP)

Ripple ermöglicht, ähnlich wie Oimsego, eine Art Finanznetzwerk. Es wird deswegen häufig als Bitcoin für Banken bezeichnet. Ripple möchte es ermöglichen Finanzassets in Echtzeit auszutauschen. So könnten zum Beispiel Banken über das Ripple Netzwerk Schuldscheine ausstellen und speichern. Ripple hat darüber hinaus gegenüber Bitcoin aufgrund ihrer Blockchain, bzw. Ledger einen Geschwindigkeits- und Kostenvorteil. Um das Ripple Netzwerk funktionsfähig zu gestalten werden mit so genannten Gateways Brücken zwischen z.B. Bitcoin und der realen Welt installiert. Innerhalb des Ripple Netzwerkes werden keine Werte, sondern nur Platzhalter (Schuldscheine) für diese Werte übertragen. Damit ein realer Gegenwert auch überwiesen werden kann, braucht es diese Gateways. Eigentlich sind diese Gateways so eine Art Finanzdienstleister, die das Ripple Netzwerk verwenden und absichern, dass am Ende auch wieder in Fiatwährungen getauscht werden kann. Häufig wird das von der Community als Kritikpunkt angesehen, da es den dezentralen Charakter etwas in Frage stellt. Somit unterscheidet sich Ripple in der Hinsicht z.B. von Omisego.

10) Eos (EOS)

Eos basiert, wie z.B. auch Omisogo, auf der Ethereum-Technologie. Das Projekt nutzt den bescheidenen Slogan „Decentralize Everything”“ und möchte damit eine ernsthafte Konkurrenz zu zentralen Unternehmen wie Ebay oder Facebook werden. Um die entsprechend notwendige Geschwindigkeit der Transaktionen zu ermöglichen wird das so genannten Proof of Stake verwendet, ebenfalls wie bei Omisego. Blöcke und Coins werden nicht mehr auf Hardware generiert wie bei Bitcoin, sondern über Coins in der Blockchain. Eos startete erst im Juli 2017 und wurde u.a. von Dan Larimer gegründet, welcher auch BitShares und Steem ins Leben gerufen hat.

 

Wie kannst du Kryptowährungen kaufen?

Um eine Währung kaufen zu können, benötigst du eine Börse oder ein Marktplatz für Kryptowährungen. Du solltest jedoch wissen, dass es nicht möglich ist alle diese Währungen über einen Anbieter  zu kaufen. Coinbase ist die derzeit größte Börse am Markt. Sie bietet jedoch mit Bitcoin, Ethereum und Litecoin nur drei Kryptowährungen an. Hinzu kommt, dass du viele alternative Währungen (Altcoins) nur mit Bitcoin oder Ether kaufen kannst. Solltest du Interesse an einem Kauf haben, empfehle ich dir eine Börse oder ein Marktplatz als eine Art Basis zu verwenden. Du könntest z.B. über bitcoin.de*  oder coinbase.de* Ether kaufen und die erworbenen Ether sogleich an eine andere Börse transferieren, welche Altcoins anbietet. Dort kannst du die transferierten Ether z.B. in Iota, Cardano oder Lisk umwanden. Ich empfehle dir für die Transaktion Ether Bitoin vorzuziehen, da es schneller geht und weniger Gebühren kostet.

Wo kannst du Kryptowährungen kaufen?

Damit du den Überblick behältst, liste ich dir jeweils zwei Börsen auf, welche die jeweiligen Kryptowährungen anbieten. Ich selbst nutze übrigens mehrere Börsen: bitcoin* , anycoindirect, coinbase*, bitfinex, binance*, und huobi

Bitcoin: bitcoin*, coinbase* (und jede andere existierende Börse)

Ethereum: bitcoin*, coinbase* (und jede andere existierende Börse)

Iota: bitfinex, binance*

Cardano: binance*, bittrex

Lisk: binance*, bittrex

Omisego: binance*, bittrex

Golem: bittrex, huobi

Ark: binance*, bittrex

Ripple: binance*, bitfinex

Eos: binance*, bitfinex

DGTX: Digitex*

Ein Hinweis zu bitcoin.de: Streng genommen handelt es sich bei dieser Plattform nicht um eine klassische Börse für Kryptowährungen, sondern um einen Marktplatz, vergleichbar mit Ebay. Daher kannst du dort deine Coins meist etwas günstiger einkaufen.

Wie kannst du Kryptowährungen sichern?

Um Kryptowährungen sichern zu können, benötigst du einen digitalen Geldbeutel, ein so genanntes Wallet. Du kannst dir die Arbeit auch von einer Börse für Kryptowährungen abnehmen lassen. Deine Coins werden direkt vom Anbieter verwaltet. Manche Anbieter speichern die Coins online (Hot Wallets), andere sichern sie auf Hardware oder Papier (Cold Wallets).  Du musst jedoch bedenken, dass du deine Coins verlieren kannst, wenn der Anbieter pleite geht oder du dein Speichermedium verlierst. Willst du deine Coins vom Anbieter verwalten lassen, empfehle ich dir die Coins auf mehrere Börsen zu verteilen. Zum Erstellen von eigenen Wallets findest du im Internet eine ganze Reihe von Anleitungen. Geeignet sind alle gängigen Datenspeicher (USB-Sticks, Festplatten etc.). Statistisch gesehen, wurde mit der sichereren Variante (Cold Wallet) bisher mehr Geld verloren, weil einige Käufer schlicht ihren digitalen Geldbeutel verloren haben. Solltest du dich entscheiden deine Coins von einer Börse aufbewahren zu lassen, ist es sehr wichtig, dass du die Anweisungen zur Sicherheit auf deren Homepage genau befolgst. In der Regel wird eine Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten, die du unbedingt aktivieren solltest.

Hier findest du drei weitere vielversprechende Coins für Anfang 2018.

 

 

Wikifolio – Investoren Update

Investoren-Update

Mittlerweile wurden knapp 200 000 Euro in von mir verwalteten Wikifolios investiert. Da sich die Summe größtenteils auf drei veschiedene Wikifolios verteilt, habe ich mich dazu entschlossen, ein Update für alle diese Wikifolios zu veröffentlichen. Die bisherigen Updates zum Wikifolio „Light Version nach Levermann“ werden hier entsprechend integriert. Je nach finanziellen Umschichtungen der Anleger kann es in Zukunft zu Veränderungen dieser Vorgehensweise kommen. Ich denke jedoch, dass ein Update vor allem da notwendig ist, wo die meiste Nachfrage entsteht. Daher beginne ich an dieser Stelle auch mit dem Wikifolio mit der höchsten Anlagesumme.

Wikifolio – Investieren mit Kopf

Investierte Summe: 118.953 Euro – Jahresperformance: 120%

Hier geht es direkt zum Wikifolio.

Das namensgleiche Wikifolio zum Blog ist bisher das erfolgreichste. Das liegt vor allem an der Entwicklung und der Korrelation zum Kurs der Bitcoin Group. Die Gewichtung ist sehr hoch und somit leider auch die Schwankungen. Aufgrund der steigenden Nachfrage des Bitcoin im Allgmeinen und der Begrenzung der maximalen Anzahl der Bitcoin auf 21 Millionen, rechne ich jedoch mit einem weiteren Anstieg in den nächsten Jahren. Grundvoraussetzung für ein Investment in Kryptowährungen oder Unternehmen, die solche anbieten, ist Vertrauen in die Sache an sich. Ich glaube, dass der Markt der Kryptowährungen in den nächsten 2-5 Jahren die Gesamtmarktkapitalisierung um den Faktor 20 oder 30 steigern wird. Es ist unmöglich zu wissen wie hoch der Multiplikator sein wird, jedoch nicht schwer zu sehen, dass die Bitcoin Group profitieren wird.

Real Money Depot

Aufgrund meiner eigenen Überzeugung vom Erfolg der Kryptowährungen, der Bitcoin Group und des Wikifolios „Investieren mit Kopf“ werde ich in den kommenden Tagen aus dem Wikifolio ein Real Money Depot machen. Die Bitcoin Group macht etwa die Hälfte der Gewichtung des Depots aus. Die andere Hälfte beinhaltet einige stabilisierende Werte wie z.B. Amazon oder Activision Blizzard. Der Vorteil ist, dass das Depot, anders als der Bitcoin an sich, weniger volatil sein wird. Hinzu kommen einige erfolgversprechende Nebenwerte wie Blue Cap oder MBB.

Bitcoin Group

Das Wikifolio ist stark mit dem Erfolg der Bitcoin Group verknüpft. Daher möchte ich einige Sätze zum aktuellen Stand der Dinge schreiben. Die Bitcoin Group ist zu 100% an bitcoin.de beteiligt, einer Börse für Kryptowährungen. Die Handelsumsätze sind in den letzten Wochen enorm gestiegen. Das hängt in erste Linie mit dem Anstieg des Bitcoin an sich zusammen. Die US-Börsenaufsicht hat grünes Licht für Bitcoin Futures gegeben. In etwa zwei Wochen soll es möglich sein Futures zu erwerben. Gerade für Großinvestoren kann das interessant sein. Auf vielen Börsen für Kryptowährungen sind die möglichen Invest Summen limitiert. Hierdurch kann es schwierig sein, größere Summen zu platzieren. Durch die Bitcoin Futures sollten diese Marktteilnehmer besser bedient werden und eventuell zum ersten Mal überhaupt am Markt beteiligt sein. Diese Nachricht hat den Kurs des Bitcoin und der meisten anderen Kryptowährungen befeuert und somit hat auch die Bitcoin Group profitiert. Das aktuelle Handelsvolumen im 4.Quartal 2017 lässt auf eine Steigerung des Umsatzes von mehreren hundert Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 schließen. Selbst ein Anstieg um den Faktor 1000 ist denkbar. Wegen der gering bleibenden Kosten, dürfte auch der Gewinn massiv ansteigen.

Wikifolio TecDAX Top Ten

Investierte Summe: 40.222 Euro – Jahresperformance: 65%

Hier geht es direkt zum Wikifolio

Die TecDAX Top Ten haben seit Jahresbeginn einen sehr starken Anstieg von mehr als 40% erwirtschaftet. Die Konsolidierung in den letzten Wochen ist daher nicht verwunderlich und hängt zum Großteil mit dem leider eingebrochenen Kurs der Evotec AG zusammen. Aufgrund der volatilen Natur der TecDAX Werte bleibt die Cashquote sehr hoch. Im Monat Dezember mussten neben der Evotec AG ,die  Nemetschek AG und die Morphosys AG das Wikifolio verlassen. Sie werden ersetzt durch die Cancom, S&T, sowie SLM Solutions.

Wikifolio – Light Version nach Levermann

Investierte Summe: 20.258 Euro – Jahresperformance: 29%

Hier geht es direkt zum Wikifolio.

Etwas im Schatten der beiden anderen Wikifolios verlief die Performance des Wikifolios „Light Version nach Levermann“. Dennoch schlägt das Wikifolio in den letzten Monaten die Performance des großen Levermann Wikifolios. Insbesondere der Zukauf der Finlab AG Anfang September machte dies möglich. Sie profitiert durch einige erfolgreiche Beteiligungen in der Welt der Kyptowährungen. Die Lloyd Fonds AG und die MPH Health Care AG erreichen nicht mehr die erforderliche Punktzahl (siehe Tabelle) und werden somit verkauft. Neu hinzu gekommen ist die S Immo AG. Sie erreicht mit 5 Punkten die volle Punktzahl der Levermann Light Version, sowie mit 7 Punkten die erforderliche Punktzahl der Vollversion. Die Überprüfung der Einzelwerte findest du, wie gewohnt, in der unten angefügten Tabelle.

Einen ausführlichen Bericht zur Strategie des Wikifolios findest du hier.

Du kannst die Informationen zu den oben genannten Wikfiolios als Orientierung für eigenen Investitionen nutzen, die Strategien einfach aus Interesse verfolgen oder in die Wikifolio investieren.

Arm und Reich – Was wir ändern können um Armut zu vermeiden

Arm und Reich

„Es ist besser nicht zu regieren, als falsch“. Die Aussage von Christian Lindner nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche spiegelt womöglich eine der essentiellen gesellschaftlichen Fragestellungen des 21. Jahrhunderts wider. Durch den Kapitalismus haben wir vorher nie gesehen materiellen Reichtum geschaffen.  Eine generelle Verurteilung des prägenden Wirtschaftssystems greift daher viel zu kurz. Doch wie können wir die Herausforderung meistern, die breite Masse am Wohlstand teilhaben zu lassen? Eines ist sicher: Die aktuellen politischen Strömungen in Deutschland sind sich schon mal nicht einig.

Stetige Umverteilung

Wir haben ein System etabliert, das Umverteilung von unten nach oben auf vielen Wegen ermöglicht. Alleine die Grundidee des Zinses lässt Geldströme von Armen zu Reichen fließen. Wer kein Kapital hat, leiht sich Geld und bezahlt Zinsen an Menschen, die Kapital haben. Ein Extrembeispiel der letzten 20 Jahre ist die Immobilienbranche. Rund 40% aller deutschen Haushalte geben mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. In der Regel sind das Menschen, die sich kein Eigentum leisten können.  Vermieter hingegen profitieren nicht nur von den Mieteinkünften, sondern auch von der enormen Wertsteigerung.

In Deutschland besitzen 10% der Haushalte mehr als die Hälfte des Vermögens. Tendenz steigend.

Wie kann man das ändern?

Diese Entwicklung aufzuhalten oder umzukehren scheint kaum möglich zu sein. Die politischen Ansätze könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die einen auf Regulierungen und Subventionen mit planwirtschaftlichem Beigeschmack setzen, wollen andere freie Märkte, weniger Fesseln für Unternehmen und finanzielle Anreize. Selbst über die Frage , ob dies eine globale, europäische oder sogar nationale Aufgabe ist, streiten die Parteien im Bundestag.

Status Quo

Deutschland befindet sich im Herzen eines alternden Europas, welches noch von den technischen Errungenschaften des letzten Jahrhunderts profitiert (Bsp. Maschinenbau). Die wirtschaftliche Stärke ist eine Momentaufnahme. Sie ist vor allem durch zwei Dinge gespeist. Die Reformen zur Zeit Gerhard Schröders, insbesondere durch den Niedriglohnsektor und durch die andauernde Niedrigzinspolitik. In vielen Bereichen fehlt das Geld. Wir sparen im großen Stil zum Beispiel an der Infrastruktur oder am Bildungssystem des Landes. Die Überschüsse des Bundes von 35-45 Milliarden Euro decken den Bedarf an Investitionen nicht. Letztendlich vertagen wir die Probleme mit unserer aktuellen (Wirtschafts-)politik in die Zukunft. Früher haben Eltern geschuftet, um der nächsten Generation ein besseres Leben zu ermöglichen. Heute versucht die nächste Generation den Standard der Eltern aufrecht zu erhalten und wird daran vermutlich scheitern.

Der Sozialstaat spart sich arm

Eine Chance zur Veränderung?

Es gibt Möglichkeiten wie wir uns selbst finanziell für die Zukunft wappnen können. Dabei geht es vor allem darum bewusst zu konsumieren und frühzeitig zu investieren. Vor einigen Wochen habe ich diesbezüglich hier bereits einen Artikel verfasst. Jedoch können wir als Bürger nur schwer die makroökonomischen Entwicklungen steuern. Die besten Möglichkeiten, die wir haben sind unser Kaufverhalten und unsere Wählerstimme. Daher nehme ich ganz eindeutig die Politik in die Pflicht. Um den notwendigen Strukturwand zu verwirklichen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Denn es gab und gibt Projekte und Unternehmen, die wirtschaftlich erfolgreich waren und sind und dabei die „normalen“ Arbeitnehmer nicht vernachlässigten.

Freigeld -Beispiel Wörgl

Aus dem Seminar „Fallstudien der Volkswirtschaftslehre“ der TU Dresden ein Zitat (Quelle):

Das bisher wohl bekannteste Freigeldexperiment fand im österreichischen Wörgl statt. 1932 lebten dort 4200 Menschen, darunter 500 Arbeitslose direkt im Ort zuzüglich 1000 in der näheren Umgebung sowie 200 völlig mittellose Familien. Der Bürgermeister des Ortes, Michael Unterguggenberger, kannte sowohl die Ideen von Silvio Gesell als auch die Wära-Tauschgesellschaft. Angesichts der langen Liste von Projekten, die die Stadt durchführen sollte, wozu ihr aber die finanziellen Mittel fehlten, gelang es ihm, die Stadtverwaltung von diesem Experiment zu überzeugen. So wurden im Juli 1932 „Arbeitswertscheine“ ausgegeben, die dem Schilling als gleichwertig angesehen wurden, da sie durch den gleichen Betrag in Schilling gedeckt waren. Wie schon bei der Wära mussten auch hier am Ende jeden Monats die Scheine mit einer Marke zu einem Prozent ihres Nennwertes beklebt werden. Durch diese Umlaufgebühr versuchten die Menschen, ihr Geld vor Monatsende auszugeben. So kam es, dass sie sogar ihre Steuern im voraus bezahlten. Dadurch konnten diverse öffentliche Projekte durchgeführt werden. Auch die eingenommene Gebühr wurde für Vorhaben ausgegeben, die dem Gemeinwohl dienten. Zu beachten ist, dass der größte Teil der Arbeitsplätze nicht durch die öffentlichen Projekte selbst entstand, sondern erst, als die ersten von der Stadt eingestellten Arbeiter ihre Arbeitswertscheine ausgegeben hatten. Innerhalb eines Jahres konnte so die Arbeitslosenquote um 25 % reduziert werden. Daraufhin wurde der Ort von vielen Interessenten aus dem In- und Ausland besucht. In Österreich planten 170 Städte und Dörfer eine Übernahme des in Wörgl überaus erfolgreich praktizierten Systems. Doch dazu kam es nicht, da die Österreichische Zentralbank einschritt, um ihr Monopol der Geldausgabe zu sichern. Im November 1933 wurde auch in Österreich jegliches Notgeld verboten Mit der zwangsweisen Rückkehr zum alten Währungssystem stieg die Arbeitslosenquote in Wörgl und Umgebung wieder auf ca. 30 %

Notgeld

Wäre es denkbar die Umverteilung von  armen zu reichen Bürgern aufgrund Mieten, Zinsen und Krediten durch eine Währung im Zaum zu halten, die jeden Monat an Wert verliert? Könnte das unter Umständen sogar durch digitale Währungen ermöglicht werden? Das Experiment ist zumindest eine sehr interessante Alternative. Doch es geht auch anders was ich am folgenden Beispiel von Mondragon verdeutlichen möchte.

Mondragon

Mondragon ist das siebtgrößte Unternehmen und die größte Genossenschaft Spaniens. Zu Mondragon gehören mehr als 100 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen, insbesondere aus der Maschinenbaubranche. 81% der fast 80 000 Mitarbeiter sind Genossen. Als Genosse muss man eine Einlage von 15 000 Euro hinterlegen. Diese Summe wird mit einer festen Rendite verzinst. Auf Wunsch auch nach Renteneintrittsalter. So kann man weiterhin an den Unternehmensgewinnen partizipieren. Das höchste Gehalt einer einzelnen Person darf maximal das achtfache Gehalt des niedrigsten Verdienstes sein. Genossen sind unkündbar und bekommen zum Beispiel bei Berufsunfähigkeit das volle Gehalt bis zum Renteneintritt. Alle Details kann ich hier nicht aufführen und es gibt auch Kritik. Jedoch ist das System Mondragon gerade in Zeiten der Standortschließungen von Siemens bei gleichzeitigem Rekordgewinn Anlass genug notwendige Veränderungen zu diskutieren.

Die Abstiegsgesellschaft – eine Illusion?

Dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinander geht scheint Konses. Kaum einer zweifelt das an. Doch gibt es auch Stimmen, die  von einer gefühlten und einer tatsächlichen Wahrheit sprechen.  Sie argumentieren zum Beispiel mit dem aktuellen Wohlstandsbericht und sagen: Die Arbeitslosigkeit wurde fast halbiert, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist angestiegen, Arbeitseinkommen sind höher gestiegen als Gewinneinkommen, befriste  Jobs und Minijobs sind rückläufig, die Privatvermögen sind gewachsen und die Ungleichheit der Vermögen ist etwas zurückgegangen. Ist Armut also ein lobbyistischer Medientrick? Nach dem Motto: Wer oft genug hört die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander, glaubt es auch.

Die Grundsatzfrage

Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf die vollständige Wahrheit oder die Lösung aller Armutsprobleme. Ich will eher zum Nachdenken anregen. Es mag sein, dass die nackten Zahlen Deutschland einen breit gefächerten Wohlstand attestieren wie es die Armutskritiker behaupten. Auch glaube ich daran, dass unsere Generation höhere Ansprüche hat und insgesamt mit völligem Selbstverständnis viel mehr konsumiert. So sind Lebensmittel im Vergleich zu den letzten Generationen zum Beispiel wesentlich günstiger und wir jammern weiter über die Preise. Dennoch kann die Entwicklung zwischen Vermögenden und Armen kritisch betrachtet werden. Insbesondere im Hinblick auf die nächsten Generationen.

Die Probleme der Mitte

Lebensmittel sind zwar günstiger geworden, doch andere Grundbedürfnisse viel teurer. Die Mitte der Gesellschaft kann sich Wohnen und Transport in deutschen Städten kaum leisten. Hinzu kommt, dass meist beide Partner arbeiten gehen müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Das ist eine Doppelbelastung und somit bezahlen wir Deutschlands Wohlstand nicht nur mit Niedriglöhnen, Niedrigzinsen und fehlenden Investitionen, sondern auch mit jede Menge Stress.

An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass wir unsere Finanzen selbst in die Hand nehmen können wenn wir frühzeitig genug (auch für die eigenen Kinder) investieren. Hier findest du einige essentielle Tipps zum Thema.

Wie ist eure Meinung? Haben wir ein Armutsproblem? Muss die Mitte den Abstieg fürchten? Was haltet ihr von Projekten wie Wörgl und Mondragon?